Herrlicher Herbst!

27. September 2017

Manchmal denke ich ja, ich werd nicht mehr, wie ver-rückt, im Sinn von verschoben, von der Realität weggeschoben, die Welt ist, die Menschen sind.
Gerade der Herbst!
So wunderbar!
Eben noch herrlichste Pfirsiche die uns geschenkt wurden. Jetzt einzigartige, frische Äpfel, süßeste Zwetschken, aromatische Weintrauben! Alles geschenkt! Alles in bester Qualität! Alles aus dem ‚Nichts‘ entstanden!
Oder die Nüsse! Frische Walnüsse! Herrlich! Das meditative Abziehen der jetzt noch weichen und bitteren Häutchen von den Kernen. Diese wunderbar weichen, zarten Nusskerne! Ein Gedicht!

Und in eben dieser Zeit glauben alle zusammenrücken, sich abschotten, zu müssen, In dieser Überfülle glauben die reichsten Menschen der Welt zuwenig zu bekommen!
Bitte, gehts noch ver-rückter!?

Eure Kinder würden Euch ihre strahlendsten Lachen schenken. Ihr aber schiebt sie ab um Euch in Büros zu setzen!
Eure Tiere würden den ganzen Tag kostenlos mit Euch spielen, Euch Streicheleinheiten schenken. Ihr aber sperrt sie zu Hause ein und fahrt in Eure Jobs!
Eure Gärten und Wegränder möchten Euch herrlichste Wildkräuter schenken. Doch Ihr mäht sie ab um sie teuer zu entsorgen!
Eure Partner, Eure Mitmenschen hätten die spannensten und berührendsten Geschichten für Euch. Doch Ihr nehmt Euch nicht die Zeit dazu.

Ihr rennt und rafft und hetzt und seid blind. Blind für die wunderbare Herbstverfärbung, für herrlichsten Wolkenbilder und Sonnenauf- und untergänge, für die wunderbaren Kastanien- Handschmeichler …

Halte zumindest einmal kurz inne, sieh Dich um, lauf morgens barfuß raus, beiß in einen nachtkalten Apfel, pflück Dir ein Schafgarben- oder Spitzwegerich- Blättchen, genieß eine dieser herrlichen Nachtkerzenblüten …
Es ist Herbst!
Es ist wunderbar!

 

 

 

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Herrlich dieser Herbst!

7. Oktober 2016

Diese Farbenpracht!
Die herrlichen Weintrauben, die Tautropfen- ‚Juwelen‘ in den Gräsern, die mystisch anmutenden Nebelschwaden … Wunderbar!

Nicht zu vergessen, dass zum täglichen Wildkräutersammeln jetzt auch noch die köstlichen Haselnüsse und Walnpüsse gesammelt und genossen werden wollen.
nussImmer wieder denke ich beim Sammeln, egal ob von Pilzen, Nüssen, Kräutern oder Beeren an dieses zivilisierte Hinsetzen und den Teller leeressen. Es ist ein so unvergleichlich höherer Genuss, immer wieder Neues zu finden. Das Freuen … Da! .. Und hier noch … Schau, so eine Schöne! … Ups! Eine ganz Versteckte! … Ach, da sind viele! … Und dort! … Die eine noch, dann ist Schluss! … Nein, die muss noch mit! …. Herrlich! … Ein Erlebnis! – Dem einzigartiger Genuss folgt!
Und die selten süßen Eichhörnchen! Ganz verdutzt gucken sie mich an. Na, klar, ist schon zu lange her, dass sie sich diese herrlichen Früchte mit Menschen teilen mussten … 😉

Und auf wieviele Arten die Nüsse von den Tieren geöffnet werden! Ich seh’s mittlerweile den Schalen schon an, wer hier zugange war und grinse in mich rein, wenn wieder mal jemand anderer schneller war …

Jetzt, wenn die Walnüsse noch so jung sind und man nach dem Knacken – selbst in dieses Geräusch bin ich förmlich verliebt! – die gelben Häutchen noch abziehen kann um an den milchigen Kern zu kommen … Wunderbar!
Und zwischendurch immer wieder einen Nusskern mit Häutchen gegessen. Boooaaaahhhh! Ist das bitter! – Aber dennoch geil irgendwie! 🙂
Was freu ich mich schon wieder auf den morgigen Herbsttag!

 

 

 


Fenster 14

14. Dezember 2012

14‚Na hallo! Da ist ja gar nichts drinnen!’ entfuhr es mir heute beim Öffnen des 14. Fensterchens.
Bevor ich mich noch so richtig empören konnte, dass das heutige Fenster des Adventkalenders nichts enthielt, bemerkte ich in ihm eine feine Linie. Angestrengt versuchte ich sie genauer zu sehen. Irgendetwas schien sie zu beinhalten, aber ich konnte es nicht erkennen.
Wo war doch gleich diese kleine Spielzeuglupe, die von den Kindern noch herumlag?
Ach ja, da ist sie ja!
So, mal gucken!
K  n  a  c  k    N  ü  s  s  e   !
Waaas!? Knack Nüsse?
Warum soll ich Nüsse knacken?
Ich denke nicht dran, Nüsse zu knacken!
….…
Warum eigentlich nicht!?
Ich grummelte noch einige Zeit enttäuscht über den sparsamen Fensterinhalt herum, bevor ich mich doch ans Werk machte und mich vor einen vollen Korb mit Walnüssen setzte.
Bald war die Welt um mich versunken. Ich hörte nichts, ich sah nichts, außer den Nüssen. Ich knackte und knackte – und war.
Es tauchten längst vergessen geglaubte Bilder auf. Ich knacke und esse mit dem längst hinübergegangenen Großvater in dessen Scheune Nüsse und er erzählt diese Geschichten, die ich so sehr liebte.
Ich sehe mich als kleinen Buben Walnussblätter zwischen den Fingern zerreiben und diesen herrlichen Duft wieder und wieder aufschnuffeln.
Ich sehe mich mit dem winzigkleinen auf meiner Brust schlafenden Erstgeborenen in der Hängematte liegen und nach oben in die schier unendlich weite Krone unseres Nussbaumes blicken …

Das wird ab heute meine liebste Meditation! Die Nussknack- Meditation.
Und das Ergebnis nährt Seele UND Leib 😉

 


Alle Jahre wieder

24. Oktober 2012

Draußen wird es kühler und die Fragen wie man auch im Winter mit ‚dieser schrecklich kalten Rohkost durchkommt‘ häufen sich.

Nichts einfacher als das!

1. Rohkost bedeutet nicht automatisch ‚kalt‘, sondern bloß, nicht über 42°C erhitzt!
Man kann sich also sehr wohl seinen smoothie, seine Suppe mit warmem Wasser mixen oder nachträglich etwas anwärmen. Auch warme Teller vermitteln oft schon ein angenehmeres Gefühl.

2. Den Uralt- aber dennoch Grottenfalsch- Glauben, dass warmes Essen wärmt kannst Du umgehend vergessen. Das Gegenteil ist wahr! Gerade Kochkost verdickt das Blut, verstopft die dünnen Peripherie- Blutgefäße und schafft damit schlechter durchblutete und deshalb kalte Extremitäten.

3. Im Winter Kühles und Kühlendes meiden! Also nichts direkt aus dem Kühlschrank und weniger – im Winter oft unreifes, unsaisonales – Obst, essen.

4. Im Winter mehr Warmes und Wärmendes! Also warme Suppen, angewärmte Speisen und mehr ‚Dichtes’/ Energiereicheres wie Gemüse, Nüsse, Samen, Sprossen, Trockenfrüchte, wärmende Gewürze (Ingwer, Kren, Zimt, Pfeffer, Kardamom).

5. Natürlich ist besonders im Winter auch darauf zu achten ausreichend viel zu essen.

6. Tees sind natürlich nicht roh. Doch wer es partout nicht lassen kann und für Menschen in Umstellungsphasen kann schon mal eine Tasse Tee angenehm erwärmend sein.
Bedenken sollte man allerdings, dass sehr heißer Tee einen Teil der nützlichen Mund- und Speiseröhren- Bakterien vernichtet!
Als Alternative – für mich die absoluten, rohköstlichen Getränke- Spitzenreiter in kalten Zeiten – bieten sich aber auch die wunderbaren Rohkakaos an …

Mit dieser ‚Ausrüstung‘ kommst Du locker und genussvoll durch den Winter! Allein schon die vielen süßen Roh- Köstlichkeiten (um die Advent- und Weihnachtszeit) machen so richtig Appetit auf kalte Zeiten … 😉

 


‚Gaumenkitzel‘

2. Februar 2012

Wir wurden von der Evolution, oder wenn Du willst, von der Schöpfung mit einer ganz wunderbaren Funktion ausgestattet:

Das, was uns am besten schmeckt,
ist auch (in diesem Moment) das absolut Beste für uns

Damit brauchen wir weder Ernährungsratgeber noch Ärzte. Diese geniale Zusammenarbeit von Geruchs- und Geschmacksinn mit den Bedürfnissen unseres Körpers brachte uns bestens durch Millionen von Evolutionsjahren. Ein gesünderes, einfacheres und genussvolleres Leben gibt es nicht!
Man isst einfach immer das, worauf man Lust hat bzw. was einem am besten schmeckt. – Und tut sich damit etwas Gutes!

So weit, so wunderbar!
ABER leider haben wir uns dieses Geschenk, das neben lebenslangem Genuss auch zu ebenso langer Dauergesundheit führte, ganz gehörig versaut. Wir haben zwar mit viel Raffinesse aber auch mit viel Kurzsicht begonnen, unsere Speisen zu verarbeiten, zu mischen, zu würzen (siehe auch ‚Der Würzbetrug‘).
Damit wird unser Körper um die Speisen und Inhaltsstoffe gebracht, die er für seine einwandfreie Funktion bräuchte. Stattdessen wird ihm Nichtbenötigtes reingewürgt, das er erst wieder mühsam entsorgen muss.
Fatalerweise schmeckt uns aber dieses ‚Mogel- Essen‘!
Wir sind es von klein an gewohnt und wollen häufig nicht davon lassen.
Und ebenso fatalerweise funktioniert diese obige, einfache Gesetzmäßigkeit mit unseren heute gewohnten, verarbeiteten Nahrungsmitteln nicht mehr.
„Mein Körper verlangt nach Schokolade/ Bier“ ist schlicht und einfach Unsinn bzw. Selbstbetrug oder gar die Bemäntelung einer gefährlichen Sucht.

Doch die guten Nachrichten sind:

a) WIR sind die Chefs in uns! – Nicht unser Geschmack!
WIR können bestimmen, WAS wir essen. Wir sind nicht der Sklave unserer Gewohnheiten und Sozialisationen.
Und die nicht minder wichtige ‚gute Nachricht‘:

b) Uns schmeckt, was wir gewohnt sind!

Oder anders gesagt: Wir essen nicht was uns schmeckt, sondern uns schmeckt, was wir (lange genug) essen.
Ein Aborigine schwärmt genauso von seinen gegarten Engerlingen, wie ein Wiener von seinem Schnitzel oder ein Amerikaner von seinen Marshmallows.

Was also ist die Konsequenz aus diesen Fakten?
Du brauchst bloß für einige Zeit wieder dem ‚Chef‘ in Dir die Führung überlassen und artgerechte Nahrung, also unverarbeitete Früchte, Gemüse, Nüsse und Samen essen und Du wirst Dich an diese feinen Geschmäcker gewöhnen und sie bald nicht mehr missen wollen.
Ja, es ist sogar so, dass Du dann nicht mehr verstehen wirst können, wie Dir je all dieses fadgekochte, verbrannte, übersüßte, versalzene und überwürzte Zeugs schmecken konnte.

Diesen Geschmacks- und Zufriedenheits- ‚Rausch‘ würde ich mir an Deiner Stelle nicht entgehen lassen … 😉

 


Ein Wintergeschenk

15. Januar 2012

Granatäpfel, dieses Symbol Aphrotites, gehören für mich sowohl als Ästhet als auch als Feinschmecker zu den selten wunderbaren Naturgeschenken.
Im Winter, eventuell neben blühenden Barbarazweigen, ein Erlebnis!
Ich kann mich bei ihnen an der äußeren Form mit diesen süßen Krönchen genauso berauschen wie an der edlen Rotfärbung und faszinierenden Schalen- Textur.
Nach dem Öffnen aber, beginnt erst der ‚richtige Rausch‘!
Diese Farben, dieser Glanz dieser vielen, vielen ‚Edelsteinchen‘! Und wie sie alle zusammengeknuddelt in ihren ‚Bettchen‘ liegen, mit weißen Laken zugedeckt bis über die Nasenspitzen … 😉
Doch ich ‚Böser‘ kann da nicht umhin, sie dennoch herauszukitzeln, sie mir nochmal in ihrer auch solitären Pracht anzugucken. Dann aber doch meist – fast zu – schnell zwischen die Lippen zu stecken.
Selbst diese glatt samtige Oberfläche ist nochmal ein Genuss!
Das Zerbeißen oder Zerdrücken im Mund ist zwar bereits ein fast schmerzliches Ende dieser kleinen Wunderdingerchen, aber nichts desto Trotz ein selten geiles Erlebnis! Dieses Aufplatzen, Herumspritzen, dieser Geschmack! Süßlich, säuerlich, prickelnd, fallweise mit einem Hauch Roter Rüben, oft nur moussierend, wenn schon älter nur noch süß. Wunderbar!
Früher hab ich sie nur zwischen Zunge und Gaumen zerdrückt und die Kerne als Ganze geschluckt. Durch die grünen Müslis, die in den Wintermonaten auch fallweise mit Granatapfelkernen bereichert werden und die auch Knurpsiges, wie Buchweizen, Leinsamen, Sonnenblumenkerne, Nüsse und Leinsamen enthalten, hab ich mir angewöhnt auch ihre Kerne noch zu zerbeißen. Sie sind angenehm breiig bis ölig und ich möchte ihren Geschmack nicht mehr missen. Zumal sie wertvolle, natürliche Vitalstoffe (Phytoöstrogene) und in ihrer Gamma-Linolensäure hochwertige Omega-6 Fettsäuren enthalten.

So ein Frühstück mit einem Granatapfel gehört zu meinen heißgeliebten Wintertagsritualen und erinnert mich immer wieder an die leider oft auch vergessene Essensmeditation, mit der man sich eigentlich jede Mahlzeit aufwerten sollte.
Ich wünsche auch Euch noch viele, viele wunderbare Granatapfel- ‚Orgien‘ 😉

PS: Wer schon das Glück hatte, auch die Granatapfel- Sträucher kennenzulernen, wird wohl auch von diesen bezaubert gewesen sein. Die wunderbaren Blüten, die zarten Blätter … Ein seltenes Geschenk, für uns Erdenkinder!

 


Warum ich meine Nüsse …

11. Oktober 2011

… lieber klaube als kaufe:

Ich bin dadurch in der Natur und muss mir die Nüsse nicht im Büro, einem Laden, Lokal oder Betrieb erarbeiten
Jede gefundene Nuss ist eine absolute Freude und vermittelt das Gefühl des Beschenkt- Werdens, während Kaufen bloß ein Tausch gegen meine Vorleistung ist, – plus Profit- Aufschlag!
Ich komme dadurch immer wieder bei naschbaren Kräutern vorbei
Ich kann immer wieder einzelne Nüsse kosten und lerne viel über den Zusammenhang zwischen Aussehen und Geschmack
Da ich barfuß klaube, lernen meine Füße gut ’sehen‘
Jede betretene Nuss ist eine Gratis- Fußreflexzonen- Massage 😉
Das freudige Dahin- und Dorthin- Stürzen und Bücken verschafft viel natürliche Bewegung
Es ist ein sinn- und freudvolles Bewegen im Gegensatz zum oft eher stupiden Laufen oder anderen ‚Muss- outdoors‘
Ich gehe immer mit 2 Kübeln; einen für die guten, einen für die schlechten. Zähle ich die gesammelten Nüsse und lasse im Kopf je einen Zähler für die guten und die schlechten mitlaufen ist das eine nette Konzentrationsübung.
Oft zähle ich auch parallel die Nüsse, die die Füße, die, die die Hände, und die, die die Augen finden; das ist dann noch etwas schwieriger 😉
Das Rascheln und der Duft des Nusslaubes ist ganz wunderbar!
Da es Nüsse nur 1x im Jahr gibt, besteht nicht die Gefahr, dass das Klauben zur eintönigen Dauerpflicht wird, wie es mit Jobs oft passiert.
Das unabhängige Sammeln mit beiden Händen ist eine gute Koordinationsübung für das Gehirn.
Ich erspare mir Geld
Ich erspare mir Supermarktkassen- Schlangen
Ich fülle damit mein Lager bis zum nächsten Jahr
Ich kann mit den Überschüssen Menschen beschenken
Ich paradise damit mein Leben
Und ich hab danach die schmutzigsten Füße in der ganzen Gasse, was ja schlimme Buben bekanntlich mit Stolz erfüllt 🙂 🙂 🙂