Wenn die Menschen wüssten …

21. April 2010

… wie sehr sie sich (vor Wissenden) outen, wenn sie mit ihren Schlemmerei- oder Süßigkeits- Vorlieben kokettieren, würden sie eher den Mund halten.
Es ist leider Fakt, dass in unseren Breiten Essen mittlerweile weit mehr der Sucht- und Ersatzbefriedigung als der Nahrungsaufnahme dient. Und süchtig nach Ersatzstoffen sind die Menschen, weil sie ihre Leben nicht auf die Reihe kriegen, weil in unserer Gesellschaft unsere Urbedürfnisse absolut nicht mehr befriedigt werden.
Somit sagt jede füllige Tortenesserin nonverbal ‚Ich brauche Liebe, aber bekomme sie nicht’ und jeder Braten- stopfende Dickwanst ‚Ich giere nach Sinnlichkeit, kann sie mir aber nicht anders beschaffen
Dass Raucher mit jedem Anzünden, mit jedem Zug an, der Zigarette ihre Schwäche, Nervosität und Unsicherheit demonstrieren, ist ja sowieso klar …
Erst gar nicht zu reden von den erbärmlichen Niederlagen und Unfähigkeiten, die mit Alkohol verdeckt werden sollen.

Mein Psychologie- Professor wies immer wieder darauf hin, dass Diäten ohne Aufarbeitung der darunterliegenden Probleme langfristig erfolglos bleiben.
Ich sehe es etwas anders:
Die Leute suchen sich Ersatzbefriedigungen. Ja!
Bloß die Droge oberflächlich abzutrainieren ist sinnlos. Ja!
Eine tiefergreifende Problemlösung ist unbedingt erforderlich. Ja!
ABER nicht der Klient ist krank und muss therapiert werden, sondern er ist Opfer dieser lieblosen Gesellschaft!
Jedermensch will nur geliebt, geschätzt und anerkannt sein.
Kaum jemand bekommt noch, was wir Jahrmillionen lang gewohnt waren, wonach wir immer noch ein Ur- Bedürfnis haben.
Ob dieser fehlgeleitete Hunger nach Liebe sich dann in Besäufnissen, Geltungssucht, Völlerei, Pädophilie, Diebstahl, Raufhändel, Vergewaltigung, Drogen- oder anderen Süchten und Ersatzbefriedigungen Bahn bricht ist sekundär.
Ein, sich rundum geliebt fühlender Mensch will, braucht und tut das alles nicht!
Deshalb:

paradise your and your children lives ! 🙂