Komm ich kürzlich …

10. Mai 2017

… während einer Radtour bei einem offenen Bücherregal vorbei, entdecke Roland Düringer und Clemens Arvay’s ‚Leb wohl, Schlaraffenland‘, seh rein und finde den bemerkenswerten Satz:

„Ich hoffe, dass wir, die Angehörigen unserer Generationen in den frühindustrialisierten Ländern, dafür [unser Öko- und Wohlstands- Wahnsinn] geradestehen werden müssen und nicht unsere Kinder und der Rest der Welt. Das wäre nur gerecht. Denn eine Gesellschaft, die 50 Prozent der produzierten Lebensmittel jeden Tag in den Mülltonnen der Supermärkte verschwinden lässt und Tiere so schlecht behandelt. als wären es leblose Waren, darf nicht ungeschoren davonkommen.“

Danke! Kommen eh nicht! Die Menschen werden immer kränker, gestresster und kaputter. Und leider kommen doch auch bereits die Kinder ‚zum Handkuss‘ die in immer jüngeren Jahren immer schwerer erkranken …

Wo Herr Düringer von mir etwas lernen könnte, ist die Unterscheidung in menschengemachtes Schlaraffenland und Natur- Paradies. Er wirft nämlich diese beiden Begriffe wild durcheinander.

Aber sonst ein durchaus lesenswertes, gutes Buch! (das sich Interessierte gerne abholen können, bevor ich es wieder anderweitig freisetze)

 

 

 

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Ein frohes Fest …

23. Dezember 2016
kerze-animiert… wünsch ich allen meinen Mitlesern, Freunden und sonstigen payolis von ganzem Herzen!
Baut weiter an Euren, und aller anderer Paradiesleben. Es lohnt sich!
Ihr werdet es zu Weihnachten wiederum sehen. Die kleinste Kerze schon durchdringt die finsterste Dunkelheit. Dunkles kann sich nicht ausbreiten. Dunkelheit ist nichts Aktives. Dunkelheit ist ein Mangel, ein Fehlen. Das Fehlen von Licht!
Licht hingegen verströmt sich, ist aktiv, erhellt.
Sei auch Du ein Licht, ein Licht der Liebe und ein erhellender Funke für eine bessere, paradiesische Welt.
Das wünsche ich Dir für Dich und uns allen von Dir!
Ein (f)rohes Fest!

 

 

 


Zumindest EIN Türchen …

22. Dezember 2016

… des Paradies- Adventkalenders muss ich Euch doch aufmachen lassen. Mehr hab ich heuer leider nicht geschafft! Sorry!

22

 

 

 


Das PAYOLI- 1×1

19. Mai 2016

Immer wieder erreichen mich förmlich Wellen von ‚beginner- Fragen‘, vielleicht von Neueinsteigern, vielleicht von langjährigen, sich rückbesinnenden oder zusammenfassen wollenden Mitlesern … egal.
Hier die kürzeste aller Kurzformen, das

 

PAYOLI- 1×1

1. PAYOLI ist die Kurzform von ‚PARADISE YOUR LIFE‘

2. Wir paradiesieren das Leben im Bedarfsfall, da wir es die letzten paartausend Jahre ungesund zivilisierten

3. Nicht alles am Zivilisationsleben ist schlecht; ein Vergleich mit der Paradies- Variante ist jedoch IMMER angebracht

4. ‚Paradiesleben‘ heißt modifiziertes Primatenleben; sie haben uns unsere damalige Lebensart bis heute ‚konserviert‘

5. Noch heute stammen praktisch alle unsere Ur- Bedürfnisse aus diesen gesunden und harmonischen Zeiten

6. Zivilisationsleben ignoriert diese Bedürfnisse in praktisch allen Bereichen. Die 4 wichtigsten Bereiche:

7. Ernährung: rohköstlich vegan mit viel Grün, möglichst unverarbeitet und frisch

8. Bewegung: vielfältig, alltagsintegriert und nützlich, in frischer Luft, ohne Wettkampf- und ‚Erreichens‘- Charakter

9. Mentales: Bauch- und Nicht- Denken, gefolgt von kindlich einfach und naturrichtig ‚beobachten- denken‘

10. Soziales: Nähe, Nähe, Nähe zu allen Wesen, Körpersprache und Gestik vor Sprache; Liebe, Liebe, Liebe

 

PYL

 

 

 


Reif für’s Paradies

4. Januar 2016

inselImmer wieder erhalte ich mails, des Inhalts ‚Das ist doch kein Rohkost- blog mehr!‘ oder ‚Was hat das mit dem Paradies zu tun?‘.
Ja, stimmt alles!
– Und auch wieder nicht     😉
Rohköstliche Ernährung ist nur EIN Aspekt unter vielen, vielen, bei dem wir uns nicht mehr naturrichtig verhalten. Einfach nur – wie Medien, Verkäufer und Schulen es tun – zu sagen Rohkost ist besser, weil … ist mir zu wenig. Ich möchte die Menschen wieder-ermächtigen auf sich zu horchen, die (‚richtige‘) Natur zu beobachten, also unabhängig von an all den profitverblendeten Einflüsterern und ‚Fachleuten‘ zu guten Ergebnissen zu kommen.
Es geht mir um das Vermitteln weniger ganz einfacher Naturgesetzmäßigkeiten.
Diese sagen und schreiben sich recht einfach dahin, sind aber, bei unserem gesellschaftlichen Feststecken in unserer Sackgasse, meist nicht ganz so einfach zu leben …
Wie also sollte ich die, die diese paar Grundsätze bereits kennen mit Alltagsdetails versorgen ohne die BeginnerInnen zu verwirren!?
Wie sollte ich einfache Klarheiten für jedeN NeueinsteigerIn anbieten ohne die PraktikerInnen zu langweilen!?
Ich kann nur alle, die nicht auf Anhieb überzeugt sind von meinem Geschreibsel, bitten, doch etwas zurückzublättern im blog, interessierte Begriffe in das blog- Suchfenster einzugeben, einfach mehr hier mitzulesen …

Klar schreibe ich bei den Alltagsthemen auch immer wieder absolute No-go’s, patze sogenannte Gutmenschen an, ‚leiste‘ mir Frechheiten und Unverständlichkeiten … Aber nur vermeintlich!
Solches – denk ich mir – könnte ja auch zum Anlass genommen werden, unsere gesellschaftlichen/ kulturellen Gewohnheiten noch besser zu hinterfragen, noch kritischer zu betrachten.

Für mich sind die Absurditäten all unseres Tuns mittlerweile oft wirklich unglaublich.
Da brechen shitstorms wegen einer, an Zoo- Löwen verfütterten Giraffe los, obwohl diese Menschen vermutlich Fleischesser oder ‚Tierfreunde‘ sind, die ungeliebte Tiere dem geliebten Tier verfüttern …
Da fragen mich Menschen nach Vorträgen oder blog- Artikeln über die breite Inhaltsstoffpalette von Gras und Wildkräutern ernsthaft wo sie diese Inhaltsstoffe kaufen könnten und mähen und entsorgen ihre Wiese munter weiter …
Da erzählen mir PädagogInnen von ihren erbosten Beschwerdebriefen an Kliniken in denen sie sich als PatientInnen so ausgeliefert, schutzlos und entmündigt fühlten, ohne zu merken, dass sie ‚ihre‘ Kinder tagtäglich weitaus schlimmer entmündigen …
Ich vermittle den Wahnsinn medizinischer Diagnosen, die oft erst diese diagnostizierte Erkrankung manifestieren (durch den wissenschaftlich bestens untersucht Placebo-/ Nocebo- Effekt). Die Menschen nicken wissend, reagieren mit ‚Aha’s und ‚Ach so’s um mich danach zu fragen, wozu ich bei dieser oder jener Erkrankung raten würde …

Diese Reihe von völlig ausgeblendetem, weil so selbstverständlichem Alltagswahnsinn ließe sich beliebig fortsetzen.
Ich will mich mit dieser Aufzählung natürlich keineswegs erheben über dieser Menschen. Sie zeigt nur WIE selbstverständlich vieles für uns ist, WIE tief manches in uns verankert ist, WIE sehr wir in festgefahrenen Bahnen leben, WIE vieler Wiederholungen der ’neuen Muster‘ es noch bedarf …
Ich halte es für wichtig, den Menschen ihre Kritikfähigkeit zu schärfen. Nur so, nur aus diesem Erkennen, können sie die oft unfassbar umständlichen und sinnlos umwegigen – schädigenden sowieso – Zivilisations- Abläufe und Handlungen ermessen.

Also, liebe NeueinsteigerInnen, liebe PraktikantInnen, begnügt Euch nicht mit einem oder wenigen vermeintlich missglückten Texten. ‚Umkreist‘ das Thema, hinterfragt alles, seid offen, blättert im blog zurück …
Ich garantiere Euch, irgendwann seid auch Ihr reif für die Inse…. äh, für das Paradies!    😉

 

 

 


Das ist kein Rohkost- Blog mehr

28. Dezember 2015

pchViele mails bekomme ich, die sich in dem Satz ‚Dein blog ist kein Rohkost- blog mehr‘ zusammenfassen lassen.

1. Ja, das ist richtig!
Nein, das ist nicht richtig, denn Rohkost ist weit mehr als nur Rezepte auszutauschen.

2. Rohkost endet nie! Rohkost führt ins Paradies.
Man kann auch mit vielen Seminaren und Arbeit an sich selber dorthin gelangen. Aber logischer, stringenter gehts über eine rohköstliche Ernährung

3. Vielen eröffnen sich allein durch eine Ernährungsumstellung schon völlig neue Welten, denen sie bloß nachzugehen brauchen. Für andere wieder ist es nützlich parallel dazu immer wieder ’schöne‘, weiterführende Bücher zu lesen, entsprechende Videos anzugucken, Vorträge anzuhorchen, etc.
Das ist so ein bisserl wie über Fitness zu lesen ohne zu trainieren. Da wird auch nix ‚weitergehen‘.

4. Rohkost allein ist m.E. gar nichts! Ich hab Instinktos kennengelernt, die einfach in ihrer Ego- Suppe steckengeblieben sind und sich ‚ewig‘ weiter nur mit Gleichgesinnten darüber austauschen, was ihnen nützt, was wie bei ihnen wirkt. Das ist für mich eine ähnliche Sackgasse wie die Zivilisation, die auch nur um immer neue Egomanien kreist.

5. Rohkost ist ein erster Schritt zurück in unser altes Paradies, auf das wir ein Anrecht haben. Rohköstliche Ernährung sollte und kann die Liebe, die Einfachheit, die Harmonie und Gemeinsamkeit aller, eine völlig neue Klarheit, einen kritischeren, als auch ‚weicheren‘ Blick in unser Leben zurückholen …

6. Mach mit diesen 5 Punkten was immer Du willst. Ich würd mich aber sehr freuen, Dich irgendwann in diesem wunderwunderbaren Paradies, das ich erleben darf begrüßen zu dürfen ….     🙂

 

 

 


Narrenschiff

21. Dezember 2015

Nicht nur ich habe den Eindruck, dass alle verrückt geworden sind und schreibe hier immer wieder darüber.
Ich bin damit in ‚bester Gesellschaft‘!    🙂

Der wunderbare Reinhard Mey hat einen selten treffenden Text dazu geschrieben:

Das Narrenschiff
Das Quecksilber fällt, die Zeichen stehen auf Sturm,
Nur blödes Kichern und Keifen vom Kommandoturm
Und ein dumpfes Mahlen grollt aus der Maschine.
Und rollen und Stampfen und schwere See,
Die Bordkapelle spielt „Humbatäterä“,
Und ein irres Lachen dringt aus der Latrine.
Die Ladung ist faul, die Papiere fingiert,
Die Lenzpumpen leck und die Schotten blockiert,
Die Luken weit offen und alle Alarmglocken läuten.
Die Seen schlagen mannshoch in den Laderaum
Und Elmsfeuer züngeln vom Ladebaum,
Doch keiner an Bord vermag die Zeichen zu deuten!

Der Steuermann lügt, der Kapitän ist betrunken
Und der Maschinist in dumpfe Lethargie versunken,
Die Mannschaft lauter meineidige Halunken,
Der Funker zu feig‘ um SOS zu funken.
Klabautermann führt das Narrenschiff
Volle Fahrt voraus und Kurs auf‘s Riff.

Am Horizont wetterleuchten die Zeichen der Zeit:
Niedertracht und Raffsucht und Eitelkeit.
Auf der Brücke tummeln sich Tölpel und Einfaltspinsel.
Im Trüben fischt der scharfgezahnte Hai,
Bringt seinen Fang ins Trockne, an der Steuer vorbei,
Auf die Sandbank, bei der wohlbekannten Schatzinsel.
Die andern Geldwäscher und Zuhälter, die warten schon,
Bordellkönig, Spielautomatenbaron,
Im hellen Licht, niemand muß sich im Dunkeln rumdrücken
In der Bananenrepublik, wo selbst der Präsident
Die Scham verloren hat und keine Skrupel kennt,
Sich mit dem Steuerdieb im Gefolge zu schmücken.

Der Steuermann lügt, der Kapitän ist betrunken
Und der Maschinist in dumpfe Lethargie versunken,
Die Mannschaft lauter meineidige Halunken,
Der Funker zu feig‘ um SOS zu funken.
Klabautermann führt das Narrenschiff
Volle Fahrt voraus und Kurs auf‘s Riff.
Man hat sich glatt gemacht, man hat sich arrangiert.
All die hohen Ideale sind havariert,
Und der große Rebell, der nicht müd‘ wurde zu streiten,
Mutiert zu einem servilen, gift‘gen Gnom
Und singt lammfromm vor dem schlimmen alten Mann in Rom
Seine Lieder, fürwahr: Es ändern sich die Zeiten!
Einst junge Wilde sind gefügig, fromm und zahm,
Gekauft, narkotisiert und flügellahm,
Tauschen Samtpfötchen für die einst so scharfen Klauen.
Und eitle Greise präsentier‘n sich keck
Mit immer viel zu jungen Frauen auf dem Oberdeck,
Die ihre schlaffen Glieder wärmen und ihnen das Essen vorkauen.

Der Steuermann lügt, der Kapitän ist betrunken
Und der Maschinist in dumpfe Lethargie versunken,
Die Mannschaft lauter meineidige Halunken,
Der Funker zu feig‘ um SOS zu funken.
Klabautermann führt das Narrenschiff
Volle Fahrt voraus und Kurs auf‘s Riff.

Sie rüsten gegen den Feind, doch der Feind ist längst hier.
Er hat die Hand an deiner Gurgel, er steht hinter dir.
Im Schutz der Paragraphen mischt er die gezinkten Karten.
Jeder kann es sehen, aber alle sehen weg,
Und der Dunkelmann kommt aus seinem Versteck
Und dealt unter aller Augen vor dem Kindergarten.
Der Ausguck ruft vom höchsten Mast: Endzeit in Sicht!
Doch sie sind wie versteinert und sie hören ihn nicht.
Sie zieh‘n wie Lemminge in willenlosen Horden.
Es ist, als hätten alle den Verstand verlor‘n,
Sich zum Niedergang und zum Verfall verschwor‘n,
Und ein Irrlicht ist ihr Leuchtfeuer geworden.

Der Steuermann lügt, der Kapitän ist betrunken
Und der Maschinist in dumpfe Lethargie versunken,
Die Mannschaft lauter meineidige Halunken,
Der Funker zu feig‘ um SOS zu funken.
Klabautermann führt das Narrenschiff
Volle Fahrt voraus und Kurs auf‘s Riff.

Wer es lieber hört als liest:

NarrenschiffSchon Hieronymus Bosch’s visionäres Auge sah uns nicht nur auf seinem ‚Garten der Lüste‘ Höllenqualen leiden, sondern auch auf unserem Narrenschiff.
Und auch Andre Heller schätzte unsere Situation wohl ähnlich ein als er schrieb und sang:

… Abendland, Abendland,
wir sind aus dir geboren,
wir fahren auf deinem Narrenschiff dem Abschied
entgegen …

Doch die gute Nachricht:
Soll mit diesem Narrenschiff weiterfahren wer will,
soll in diesem Schlaraffenland bleiben wer will.
Es gibt ein unsinkbares Schiff, eine wunderbare Oase. Und die heißt ‚Natur‘. Sie zieht seit Jahrmillionen ihre sicheren Bahnen und gibt Schutz.
Ihr sich anzuvertrauen ist Sicherheit und Paradies!
Oder wie es sonst hier immer heißt:
paradise your life !   🙂