Ein frohes Fest …

23. Dezember 2016
kerze-animiert… wünsch ich allen meinen Mitlesern, Freunden und sonstigen payolis von ganzem Herzen!
Baut weiter an Euren, und aller anderer Paradiesleben. Es lohnt sich!
Ihr werdet es zu Weihnachten wiederum sehen. Die kleinste Kerze schon durchdringt die finsterste Dunkelheit. Dunkles kann sich nicht ausbreiten. Dunkelheit ist nichts Aktives. Dunkelheit ist ein Mangel, ein Fehlen. Das Fehlen von Licht!
Licht hingegen verströmt sich, ist aktiv, erhellt.
Sei auch Du ein Licht, ein Licht der Liebe und ein erhellender Funke für eine bessere, paradiesische Welt.
Das wünsche ich Dir für Dich und uns allen von Dir!
Ein (f)rohes Fest!

 

 

 


Zumindest EIN Türchen …

22. Dezember 2016

… des Paradies- Adventkalenders muss ich Euch doch aufmachen lassen. Mehr hab ich heuer leider nicht geschafft! Sorry!

22

 

 

 


Das PAYOLI- 1×1

19. Mai 2016

Immer wieder erreichen mich förmlich Wellen von ‚beginner- Fragen‘, vielleicht von Neueinsteigern, vielleicht von langjährigen, sich rückbesinnenden oder zusammenfassen wollenden Mitlesern … egal.
Hier die kürzeste aller Kurzformen, das

 

PAYOLI- 1×1

1. PAYOLI ist die Kurzform von ‚PARADISE YOUR LIFE‘

2. Wir paradiesieren das Leben im Bedarfsfall, da wir es die letzten paartausend Jahre ungesund zivilisierten

3. Nicht alles am Zivilisationsleben ist schlecht; ein Vergleich mit der Paradies- Variante ist jedoch IMMER angebracht

4. ‚Paradiesleben‘ heißt modifiziertes Primatenleben; sie haben uns unsere damalige Lebensart bis heute ‚konserviert‘

5. Noch heute stammen praktisch alle unsere Ur- Bedürfnisse aus diesen gesunden und harmonischen Zeiten

6. Zivilisationsleben ignoriert diese Bedürfnisse in praktisch allen Bereichen. Die 4 wichtigsten Bereiche:

7. Ernährung: rohköstlich vegan mit viel Grün, möglichst unverarbeitet und frisch

8. Bewegung: vielfältig, alltagsintegriert und nützlich, in frischer Luft, ohne Wettkampf- und ‚Erreichens‘- Charakter

9. Mentales: Bauch- und Nicht- Denken, gefolgt von kindlich einfach und naturrichtig ‚beobachten- denken‘

10. Soziales: Nähe, Nähe, Nähe zu allen Wesen, Körpersprache und Gestik vor Sprache; Liebe, Liebe, Liebe

 

PYL

 

 

 


Reif für’s Paradies

4. Januar 2016

inselImmer wieder erhalte ich mails, des Inhalts ‚Das ist doch kein Rohkost- blog mehr!‘ oder ‚Was hat das mit dem Paradies zu tun?‘.
Ja, stimmt alles!
– Und auch wieder nicht     😉
Rohköstliche Ernährung ist nur EIN Aspekt unter vielen, vielen, bei dem wir uns nicht mehr naturrichtig verhalten. Einfach nur – wie Medien, Verkäufer und Schulen es tun – zu sagen Rohkost ist besser, weil … ist mir zu wenig. Ich möchte die Menschen wieder-ermächtigen auf sich zu horchen, die (‚richtige‘) Natur zu beobachten, also unabhängig von an all den profitverblendeten Einflüsterern und ‚Fachleuten‘ zu guten Ergebnissen zu kommen.
Es geht mir um das Vermitteln weniger ganz einfacher Naturgesetzmäßigkeiten.
Diese sagen und schreiben sich recht einfach dahin, sind aber, bei unserem gesellschaftlichen Feststecken in unserer Sackgasse, meist nicht ganz so einfach zu leben …
Wie also sollte ich die, die diese paar Grundsätze bereits kennen mit Alltagsdetails versorgen ohne die BeginnerInnen zu verwirren!?
Wie sollte ich einfache Klarheiten für jedeN NeueinsteigerIn anbieten ohne die PraktikerInnen zu langweilen!?
Ich kann nur alle, die nicht auf Anhieb überzeugt sind von meinem Geschreibsel, bitten, doch etwas zurückzublättern im blog, interessierte Begriffe in das blog- Suchfenster einzugeben, einfach mehr hier mitzulesen …

Klar schreibe ich bei den Alltagsthemen auch immer wieder absolute No-go’s, patze sogenannte Gutmenschen an, ‚leiste‘ mir Frechheiten und Unverständlichkeiten … Aber nur vermeintlich!
Solches – denk ich mir – könnte ja auch zum Anlass genommen werden, unsere gesellschaftlichen/ kulturellen Gewohnheiten noch besser zu hinterfragen, noch kritischer zu betrachten.

Für mich sind die Absurditäten all unseres Tuns mittlerweile oft wirklich unglaublich.
Da brechen shitstorms wegen einer, an Zoo- Löwen verfütterten Giraffe los, obwohl diese Menschen vermutlich Fleischesser oder ‚Tierfreunde‘ sind, die ungeliebte Tiere dem geliebten Tier verfüttern …
Da fragen mich Menschen nach Vorträgen oder blog- Artikeln über die breite Inhaltsstoffpalette von Gras und Wildkräutern ernsthaft wo sie diese Inhaltsstoffe kaufen könnten und mähen und entsorgen ihre Wiese munter weiter …
Da erzählen mir PädagogInnen von ihren erbosten Beschwerdebriefen an Kliniken in denen sie sich als PatientInnen so ausgeliefert, schutzlos und entmündigt fühlten, ohne zu merken, dass sie ‚ihre‘ Kinder tagtäglich weitaus schlimmer entmündigen …
Ich vermittle den Wahnsinn medizinischer Diagnosen, die oft erst diese diagnostizierte Erkrankung manifestieren (durch den wissenschaftlich bestens untersucht Placebo-/ Nocebo- Effekt). Die Menschen nicken wissend, reagieren mit ‚Aha’s und ‚Ach so’s um mich danach zu fragen, wozu ich bei dieser oder jener Erkrankung raten würde …

Diese Reihe von völlig ausgeblendetem, weil so selbstverständlichem Alltagswahnsinn ließe sich beliebig fortsetzen.
Ich will mich mit dieser Aufzählung natürlich keineswegs erheben über dieser Menschen. Sie zeigt nur WIE selbstverständlich vieles für uns ist, WIE tief manches in uns verankert ist, WIE sehr wir in festgefahrenen Bahnen leben, WIE vieler Wiederholungen der ’neuen Muster‘ es noch bedarf …
Ich halte es für wichtig, den Menschen ihre Kritikfähigkeit zu schärfen. Nur so, nur aus diesem Erkennen, können sie die oft unfassbar umständlichen und sinnlos umwegigen – schädigenden sowieso – Zivilisations- Abläufe und Handlungen ermessen.

Also, liebe NeueinsteigerInnen, liebe PraktikantInnen, begnügt Euch nicht mit einem oder wenigen vermeintlich missglückten Texten. ‚Umkreist‘ das Thema, hinterfragt alles, seid offen, blättert im blog zurück …
Ich garantiere Euch, irgendwann seid auch Ihr reif für die Inse…. äh, für das Paradies!    😉

 

 

 


Das ist kein Rohkost- Blog mehr

28. Dezember 2015

pchViele mails bekomme ich, die sich in dem Satz ‚Dein blog ist kein Rohkost- blog mehr‘ zusammenfassen lassen.

1. Ja, das ist richtig!
Nein, das ist nicht richtig, denn Rohkost ist weit mehr als nur Rezepte auszutauschen.

2. Rohkost endet nie! Rohkost führt ins Paradies.
Man kann auch mit vielen Seminaren und Arbeit an sich selber dorthin gelangen. Aber logischer, stringenter gehts über eine rohköstliche Ernährung

3. Vielen eröffnen sich allein durch eine Ernährungsumstellung schon völlig neue Welten, denen sie bloß nachzugehen brauchen. Für andere wieder ist es nützlich parallel dazu immer wieder ’schöne‘, weiterführende Bücher zu lesen, entsprechende Videos anzugucken, Vorträge anzuhorchen, etc.
Das ist so ein bisserl wie über Fitness zu lesen ohne zu trainieren. Da wird auch nix ‚weitergehen‘.

4. Rohkost allein ist m.E. gar nichts! Ich hab Instinktos kennengelernt, die einfach in ihrer Ego- Suppe steckengeblieben sind und sich ‚ewig‘ weiter nur mit Gleichgesinnten darüber austauschen, was ihnen nützt, was wie bei ihnen wirkt. Das ist für mich eine ähnliche Sackgasse wie die Zivilisation, die auch nur um immer neue Egomanien kreist.

5. Rohkost ist ein erster Schritt zurück in unser altes Paradies, auf das wir ein Anrecht haben. Rohköstliche Ernährung sollte und kann die Liebe, die Einfachheit, die Harmonie und Gemeinsamkeit aller, eine völlig neue Klarheit, einen kritischeren, als auch ‚weicheren‘ Blick in unser Leben zurückholen …

6. Mach mit diesen 5 Punkten was immer Du willst. Ich würd mich aber sehr freuen, Dich irgendwann in diesem wunderwunderbaren Paradies, das ich erleben darf begrüßen zu dürfen ….     🙂

 

 

 


Narrenschiff

21. Dezember 2015

Nicht nur ich habe den Eindruck, dass alle verrückt geworden sind und schreibe hier immer wieder darüber.
Ich bin damit in ‚bester Gesellschaft‘!    🙂

Der wunderbare Reinhard Mey hat einen selten treffenden Text dazu geschrieben:

Das Narrenschiff
Das Quecksilber fällt, die Zeichen stehen auf Sturm,
Nur blödes Kichern und Keifen vom Kommandoturm
Und ein dumpfes Mahlen grollt aus der Maschine.
Und rollen und Stampfen und schwere See,
Die Bordkapelle spielt „Humbatäterä“,
Und ein irres Lachen dringt aus der Latrine.
Die Ladung ist faul, die Papiere fingiert,
Die Lenzpumpen leck und die Schotten blockiert,
Die Luken weit offen und alle Alarmglocken läuten.
Die Seen schlagen mannshoch in den Laderaum
Und Elmsfeuer züngeln vom Ladebaum,
Doch keiner an Bord vermag die Zeichen zu deuten!

Der Steuermann lügt, der Kapitän ist betrunken
Und der Maschinist in dumpfe Lethargie versunken,
Die Mannschaft lauter meineidige Halunken,
Der Funker zu feig‘ um SOS zu funken.
Klabautermann führt das Narrenschiff
Volle Fahrt voraus und Kurs auf‘s Riff.

Am Horizont wetterleuchten die Zeichen der Zeit:
Niedertracht und Raffsucht und Eitelkeit.
Auf der Brücke tummeln sich Tölpel und Einfaltspinsel.
Im Trüben fischt der scharfgezahnte Hai,
Bringt seinen Fang ins Trockne, an der Steuer vorbei,
Auf die Sandbank, bei der wohlbekannten Schatzinsel.
Die andern Geldwäscher und Zuhälter, die warten schon,
Bordellkönig, Spielautomatenbaron,
Im hellen Licht, niemand muß sich im Dunkeln rumdrücken
In der Bananenrepublik, wo selbst der Präsident
Die Scham verloren hat und keine Skrupel kennt,
Sich mit dem Steuerdieb im Gefolge zu schmücken.

Der Steuermann lügt, der Kapitän ist betrunken
Und der Maschinist in dumpfe Lethargie versunken,
Die Mannschaft lauter meineidige Halunken,
Der Funker zu feig‘ um SOS zu funken.
Klabautermann führt das Narrenschiff
Volle Fahrt voraus und Kurs auf‘s Riff.
Man hat sich glatt gemacht, man hat sich arrangiert.
All die hohen Ideale sind havariert,
Und der große Rebell, der nicht müd‘ wurde zu streiten,
Mutiert zu einem servilen, gift‘gen Gnom
Und singt lammfromm vor dem schlimmen alten Mann in Rom
Seine Lieder, fürwahr: Es ändern sich die Zeiten!
Einst junge Wilde sind gefügig, fromm und zahm,
Gekauft, narkotisiert und flügellahm,
Tauschen Samtpfötchen für die einst so scharfen Klauen.
Und eitle Greise präsentier‘n sich keck
Mit immer viel zu jungen Frauen auf dem Oberdeck,
Die ihre schlaffen Glieder wärmen und ihnen das Essen vorkauen.

Der Steuermann lügt, der Kapitän ist betrunken
Und der Maschinist in dumpfe Lethargie versunken,
Die Mannschaft lauter meineidige Halunken,
Der Funker zu feig‘ um SOS zu funken.
Klabautermann führt das Narrenschiff
Volle Fahrt voraus und Kurs auf‘s Riff.

Sie rüsten gegen den Feind, doch der Feind ist längst hier.
Er hat die Hand an deiner Gurgel, er steht hinter dir.
Im Schutz der Paragraphen mischt er die gezinkten Karten.
Jeder kann es sehen, aber alle sehen weg,
Und der Dunkelmann kommt aus seinem Versteck
Und dealt unter aller Augen vor dem Kindergarten.
Der Ausguck ruft vom höchsten Mast: Endzeit in Sicht!
Doch sie sind wie versteinert und sie hören ihn nicht.
Sie zieh‘n wie Lemminge in willenlosen Horden.
Es ist, als hätten alle den Verstand verlor‘n,
Sich zum Niedergang und zum Verfall verschwor‘n,
Und ein Irrlicht ist ihr Leuchtfeuer geworden.

Der Steuermann lügt, der Kapitän ist betrunken
Und der Maschinist in dumpfe Lethargie versunken,
Die Mannschaft lauter meineidige Halunken,
Der Funker zu feig‘ um SOS zu funken.
Klabautermann führt das Narrenschiff
Volle Fahrt voraus und Kurs auf‘s Riff.

Wer es lieber hört als liest:

NarrenschiffSchon Hieronymus Bosch’s visionäres Auge sah uns nicht nur auf seinem ‚Garten der Lüste‘ Höllenqualen leiden, sondern auch auf unserem Narrenschiff.
Und auch Andre Heller schätzte unsere Situation wohl ähnlich ein als er schrieb und sang:

… Abendland, Abendland,
wir sind aus dir geboren,
wir fahren auf deinem Narrenschiff dem Abschied
entgegen …

Doch die gute Nachricht:
Soll mit diesem Narrenschiff weiterfahren wer will,
soll in diesem Schlaraffenland bleiben wer will.
Es gibt ein unsinkbares Schiff, eine wunderbare Oase. Und die heißt ‚Natur‘. Sie zieht seit Jahrmillionen ihre sicheren Bahnen und gibt Schutz.
Ihr sich anzuvertrauen ist Sicherheit und Paradies!
Oder wie es sonst hier immer heißt:
paradise your life !   🙂

 

 

 


Mein verpfuschtes Leben

12. Oktober 2015

Ich sag Euch, mein Leben läuft nicht so richtig.
Ok, ich leb zwar ein sogenanntes Paradiesleben, werde von so manchen dafür beneidet. Aber die wissen offensichtlich nicht was bei mir so alles abgeht …
Gut, meine Frau mit Asthma und Übergewicht will mich zwar nicht hergeben, obwohl sie sagt, mich Hungerhaken würde keine Frau mehr wollen. Ich könne froh sein, meine zwei jungen Freundinnen bereits zu haben.
Ok, ich bin all meine gesundheitlichen Probleme die mich lange Zeit quälten und die Ärzte erfolglos beschäftigten, los.
Jaja, ich weiß, ich kann tun und lassen was ich will, Aber dennoch …
Ok, ich geh in den Garten oder über Wiesen und finde mir immer etwas Leckeres zu essen. Aber die fetten Pfannen und der Kochdunst! Wieso muss ich das alles entbehren?
Oder mein, nur um 1 Jahr älterer Freund! Der leistete sich kürzlich eine mobile Eiterpumpe um seine Furunkeln am Hintern trockenzulegen. Alles geschenkt! Keinen Cent musste der dafür berappen! Und ich!? Wer schenkt mir etwas?
Ok, ich zahle auch nichts mehr ein, geh ja auch keiner unselbständigen Beschäftigung mehr nach.
zwinkerDer Chef der uns alle abwechselnd zur Sau machte fehlt mir ebenso wenig wie der Mörderstress in der Firma. Aber diese schöne Regelmäßigkeit, dieses Pendeln zum Arbeitsplatz und wieder heim. Das hatte schon was!
Ich kann nicht, nein, ich muss heute tun und lassen was ich will. Ja! Klingt vielleicht gut, aber das muss mensch erst einmal lernen!
Ja, alles nicht so einfach für so einen Paradiesler!
Das sagt auch die Schwester meines Freundes. Die hat zwar meine Vorträge besucht und sich auch in Rohkost versucht. Aber nicht lange. All der Verzicht auf die fast täglichen Bürofeiern – sie ist Beamtin! – war ihr doch zu mühsam. Dafür erzählt sie mir jetzt regelmäßig – sie ist um 5 Jahre jünger als ich – von ihren Arthroseproblemen. Und hält mich damit vom Laufen ab …
Nicht einfach mein Leben jetzt!
Oder das Rauchen! Was meinst Du wie lange das gedauert hat, bis ich wieder wusste was man mit der Rauchhand noch so alles tun kann!? Länger als das morgendliche Gehuste!
Und das Einkaufen! Also die Supermarkt- Besuche, die fehlen mir echt! Diese vielen bunten Bildchen auf den Verpackungen!
Ok, es ist nie drinnen, was draufgedruckt ist, aber das Einkaufserlebnis! Also das habe ich leider, leider nimmer. Ich muss auf Kirsch- oder Apfelbäume klettern. Muss mich um Nüsse oder Erdbeeren bücken. Ich muss abwechslungsreiche Wanderungen machen. Und am Ende kann ich mich bei keiner Kasse anstellen!
Ich kann nur heimkommen und zufrieden sein!
Wenn ich an das Fix-und-fertig- sein von früher denke! Ach! [schwärm] Damit weiß man, wofür man lebt!
Ok, wandern, Tiere beobachten, Blütendüfte aufschnuffeln … Das ist ja auch nett. Aber bitte doch nicht das pulsierende Leben! Wo bleibt da der Druck, die Herausforderung, die Anspannung!?
Da haben die mich von klein an und mühsamst von einem unbeschwerten Kind zu einem linientreuen Leistungsbringer trainiert. Aber das mussten andere tun! Zurücktrainieren muss ich mich selber! – Also, nix mit Honigschlecken, so ein Paradiesleben!
Ok, der Sex ist weitaus besser jetzt, die Sonnenaufgänge und Vogelflüge, das Froschgequacke und die Laubverfärbung sind ganz nett … Aber dennoch: Sagt einmal, mag vielleicht jemand mit mir tauschen? All die Erinnerungen an mein ‚altes Leben‘ verschwinden nach und nach und bevor ich beginne es zu verklären, würd ich lieber mal den Gaspedaldruck, Bezinduft beim Tanken, den Lärm in Großkaufhäusern, den McDo- und Fritteusen- Duft, das Stauen vorm Wochenende, das Einchecken in heimeliger Flughafenatmosphäre, den Verkehrslärm, Bürostress, das viele Telefonieren, Computern und Hasten nochmal erleben.
Tja, so siehts aus, mein verbocktes Leben!
So siehts aus, wenn einem durch dieses Sch…- Paradies sogar jeglicher Humor abhanden gekommen ist …    😉

 

 

 


Vom Fuchs dem die Trauben zu hoch hingen

31. August 2015

TraubenfuchsDiese Fabel erzählt vom Fuchs der pralle aber sehr hoch hängende Trauben auf einem Weinstock entdeckte, sich abmühte sie zu erreichen und als seine erfolglosen Bemühungen von Vögeln beobachtet wurden nur meinte: ‚Ach die sind ja viel zu sauer. Die will ich ja gar nicht‘.

So ähnlich machen auch wir Zivilisationsmenschen es tagtäglich. Wir halten uns für etwas Besseres, für technisch fortgeschritten, kulturell hochentwickelt, intelligenter als alle anderen Wesen, summa sumarum einfach als die Krone der Schöpfung.

Sieht man aber genauer hin, sind wir die Lehrlinge, die Anfänger! Denn wir brauchen für alles Hilfsmittel und Fachleute. Jedes vermeintlich dumme Tier zieht ohne Babypaket- Unterstützung, ohne Kinderarzt, Schule und Entwicklungspsychologen lebensfähige Junge heran.
Jedes ‚dumme‘ Tier findet sich ohne hochkomplizierte Internet- Partnervermittlungen seinen Partner, findet ohne Supermärkte, Ernährungsberater und Nahrungsergänzungsmittel seine genau passende Nahrung, braucht dafür weder im Büro noch in einer Fabrik oder Werkstätte zu arbeiten und bleibt auch noch lebenslang gesund, während das Gesundheitssystem der ‚Krone der Schöpfung‘ schon kaum mehr finanziefrbar ist und Blüten treibt wie die, dass die Länder mit den höchsten Medizinausgaben die kürzesten Lebenserwartungen haben.

Gehen wir noch einen Schritt in unserer Geschichte zurück dämmert uns vielleicht der Zusammenhang mit dem erfolglosen Fuchs des Titels.
Wir haben uns nämlich laut Menschen- Diktion vor 6 Millionen Jahren von den Affen ‚wegentwickelt‘. Wir waren einfach die Klügeren und Geschickteren und dadurch war kein Bleiben im Regenwald. Wir wollten uns weiterentwickeln und sind nun die erfolgreichste Spezies.
– Glauben und behaupten wir!

a) Wir können doch diese Affen, die noch immer in diesem Paradies sitzen, ohne Krebs, Allergien, Drogen- und Übergewichtsproblemen, die keine Kriege führen müssen, deren Kinder nicht stillsitzen, die nicht arbeiten müssen usw. nur beneiden.

Und b) Wir mussten aus dem Paradies raus!
Wer bitte verlässt freiwillig solch ein Paradies um Raketen, Windelhosen und Rasenmäher zu erfinden!?
Wir waren die schwächeren und lebensuntüchtigeren Affen und mussten deswegen weg.
Klar bastelten wir daraus eine neue Trauben- Fabel. Welcher erfolglose Sohn einer Stadt träumt nicht davon es denen daheim irgendwann noch mal so richtig zu zeigen!

Dazu ist unser Gehirn gut genug! Uns unsere Welt so sehr auf den Kopf zu stellen, unser lebenslanges Rackern und Kranksein höher zu loben als das Genießen einer geschenkten Fülle.
Eine wirkliche Glanzleistung! 😉

 

 

 


Von einem der auszog …

28. Mai 2015

Nein, eigentlich: Das Märchen

Von einem der hochkletterte …

Ein kleines Dorf in einem kleinen Land, mit Einwohnern die sind wie sie sind, da alles immer schon so war. Arbeiten, schlafen, essen, scheißen, fernsehen, vögeln. Im Fasching ein paar Bälle, am Wochenende Buschenschenken. Und das Hauptvergnügen: Über andere Leute, bevorzugt Abwesende, zu tratschen und herzuziehen.
Nie ein Blick nach oben oder in die Ferne, alles flach, vertraut und gewohnt.
Da hinein wurde einer geboren der nicht entscheidend anders, aber vielleicht eine Spur neugieriger war. Er wurde wohl aufgenommen und eingebettet, um nicht zu sagen, zu einem ebensolchen Flachblicker gemacht. Dennoch, seine Neugierde auf mehr, auf anderes, blieb.

HimmelsleiterIrgendwann entdeckte er in dieser flachen Öde eine Leiter. Da stand hinter einem alten Stadl eine Leiter. Einfach so. Kerzengerade in die Luft hinauf. Eine Leiter an der andere Dörfler schon unzählige Male achtlos vorbeigelaufen waren …
Da musste er natürlich rauf! Die ersten Sprossen gingen flott voran. Bald aber begann es mühsam zu werden. Es taten sich Verzweigungen auf, breite Treppen, schmale Leiterabschnitte, gefährlich wackelnde und brüchige Stege …
Aber es wurde auch immer spannender. Der Neugierige sah und erlebte da auf wenigen Metern mehr als all die Jahre davor in seinem Dorf.
Das trieb in weiter, immer höher und höher! Er hatte sein Dorf längst vergessen und fiel nur mehr von einem Staunen in die nächste Herausforderung.
Irgendwie erkletterte er da ein ganz seltsames, nie zuvor gesehenes Gebilde. Unten hatte es mit einer schmalen Leiter begonnen. Jetzt oben war es bereits ausladend und breit. Doch immer noch führten weitere Leitern noch oben die unserem Entdecker alles abverlangten.
Jahrelang mühte und begeisterte er sich in diesem neuen Universum. Dann, irgendwann und plötzlich gab dieses Gebilde einen fantastischen Rundumblick frei.
Unser Freund sank am Rand eines Plateaus auf die Knie und war fassungslos! Fassungslos, was sich ihm darbot. Eine Weite, eine Ferne, die er nie zuvor gesehen, von der ihm niemand erzählt hatte, von der in seinem Dorf niemand wusste.
Und …, er konnte es erst nicht glauben, er sah sein Dorf, sah andere Dörfer, übersah das ganze Land. Und er sah wie durch eine Zauberlupe die Leben der Menschen dort unten. Er sah und verstand plötzlich die Zusammenhänge und Gesetzmäßigkeiten.
Es hatte ihn wie ein Blitzstrahl getroffen! So also funktioniert Leben, so läuft alles ab!
Er kam aus dem Staunen nicht raus. Er konnte sich nicht satt sehen, er war überwältigt von der Fülle an Eindrücken, Erkenntnissen und Bildern.

Doch plötzlich … Es traf ihn wie ein Keulenschlag. Von hier heroben, aus dieser Klarheit, erschloss sich ihm plötzlich der ganze Wahnsinn in dem er bisher gelebt hatte, in dem sein Dorf, in dem das ganze Land immer noch lebte. Er sah das unendliche Leid, das unten Normalität genannt wurde. Er sah die vielen unnötigen Arbeiten und Sorgen. Er sah die vielen Tränen die völlig unnötig und oft nur im Geheimen vergossen wurden. Er sah wie einfach, wie schön, wie wunderbar das Leben ist und für alle sein könnte.
Er war völlig verwirrt. Nichts war so, wie alle glauben, dass es ist, wie er jahrelang selber glaubte, dass es sei.
Nichts mehr hielt ihn!
Völlig außer sich, stürzte er sich die unzähligen Treppen, Stufen und Leitern wieder abwärts. Er musste das alles doch sofort den Leuten erzählen!
Ihr Rackern, ihre Sorgen, Probleme und Krankheiten werden im Handumdrehen ein Ende haben fantasierte er schon beim Runterhasten vor sich hin. Keine weinenden Kinder mehr, keine einsamen, siechen Alten, keine Plackereien, keine Kriege mehr …
Er konnte, trotz der erblickten Schönheit von dort oben, sein Ankommen im Dorf nicht mehr erwarten.
Er war ein Weltenretter! Er, der, wie alle anderen auch, immer nur an sich und an den nächsten Vorteil gedacht hatte, würde nun die Welt retten, würde den Menschen vom Paradies erzählen, das jederzeit für alle möglich wäre. Er würde allen Glück und Gesundheit bringen. Es glühten ihm die Ohren vor Begeisterung und Vorfreude.

Endlich! Fester Heimatboden unter seinen Füßen.
Er lief mit offenem Mund, Begeisterung und Vorfreude keuchend durch den Ort und sammelte die Leute die er traf ein. Nahm sie mit sich fort, überredete weitere zum Mitkommen, hetzte weiter …
Fürs Erste reichte ihm das kleine Grüppchen, das er zusammenbitten hatte können als sie beim Dorfwirt ankamen. Sie traten ein, nahmen das Gastzimmer in Beschlag, setzten sich.
‚Ich muss Euch unbedingt etwas völlig Unglaubliches, aber Wunderbares erzählen. Es wird unser aller Leben verändern …’ begann er.
Er erzählte von der Leiter, von seinem Klettern, von der fantastischen Aussicht, von seinen Erkenntnissen und wie paradiesisch alles sein könnte.
Seine Begeisterung ließ ihn aber völlig übersehen, dass immer öfter die Leute die Köpfe zusammensteckten, tuschelten, den Kopf schüttelten und gegen ihre Stirnen tippten.
‚So ein Trottel!’, ‚Der war immer schon komisch, aber soetwas … Nein!’, ‚Der braucht doch einen Doktor!’ war da und dort zu hören …
Nach und nach verließen die Leute den Gasthof. Hatten sie doch endlich enorm wichtige Neuigkeiten von diesem Verrückten weiterzuerzählen …

Das Dorf ist noch immer wie es ist, denn es war ja immer schon alles so. Und an der Leiter gehen weiterhin alle achtlos vorbei. Gilt es doch, dem Nachbarn noch schnell den letzten Tratsch zu erzählen bevor’s zur Arbeit oder vor den Fernseher geht …

Ach ja, der Neugierige! Du fragst nach dem Neugierigen …
Der ist sooo neugierig, dass er sich sogar diese seine Enttäuschung und Ablehnung genau und neugierig ansah und daraus lernte ein sehr entspanntes und mit den neuen Einsichten paradiesisches Leben zu führen.

 
Epilog: Bis auf das Leitergebilde ist alles real, mach- und erlebbar! Das Paradies ist da! Auch wenn wir meinen, uns mühevoll ein Schlaraffenland errackern oder zusammenzuklauen zu müssen …

 

 

 


Stell Dir eine Welt vor …

11. Mai 2015

Ja! Nimm Dir ein paar Minuten Zeit zum Tagträumen!

Und stell Dir vor in einer Welt zu leben, in der alle immer gesund und glücklich wären.
Keine kranken, weinende Kinder, keine siechen, dementen Eltern oder Großeltern, keine angstbesetzten Arztbesuche, kein Zahnziehen, Bohren beim Zahnarzt, keine Zahnfehlstellungen mehr. Keine plötzlichen Tode, Schmerzen, ängstlich zitternd durchlebte Wartezeiten ob ein geliebter Mensch ‚durchkommt‘ oder nicht. Keine Rückenschmerzen, Fehlsichtig- und Schwerhörigkeiten. Keine Kopfschmerzen, Verkühlungen, Koliken, Hautprobleme, Allergien …
Keine schlechten Launen mehr! Keine ’schlechten Tage‘, keine Aggressionen, keine Mobbings, Feindschaften, Intrigen …

Ja, ich weiß, das ist nicht möglich, denkst Du. Aber dennoch, stell es Dir einfach vor, mal‘ es Dir möglichst plastisch aus!
Vielleicht am Abend vorm Einschlafen, in einer Musestunde …
Wär‘ so ein Leben nicht wunderbar!?

Das wäre wunderbar! Oder!?

– Und es wäre möglich!
Sogar höchst einfach möglich!

Diese ‚Wunder- Welt‘, dieses Paradies hat bloß 2 Feinde!
köpfe

redball Zu viele Profiteure glauben, gut davon zu leben, dass dieses derzeitige Angst- und Raff- System am Laufen gehalten wird. Sie sind nicht daran interessiert, dass sich etwas ändert. Das sind Ärzte, die (vermeintlich) gut leben von ihren Dauerpatienten. Das sind Unternehmer, die (vermeintlich) gut leben von all dem Krempel den sie herstellen und verscherbeln lassen. Das sind die vielen Kirchenleute die ohne ihre Erfindungen ‚Sünde‘ und ‚Erlösung‘ (vermeintlich) ihrer Existenz beraubt wären. Das sind die vielen Selbstbewusstsseins- Nullen die ohne ihr Geprotze (vermeintlich) nichts wären. Und, und, und …

Warum diese vielen ‚vermeintlich‘ in den Klammern?
Weil all diese Leute nur glauben gut zu leben! Doch sieh Dir die Reichen, die Unternehmer, Manager, die Pfarrer und Ärzte an! Sehen die glücklich aus? Nein, die sind genauso in ihrer Denkwelt, in ihrem ‚Räderwerk‘ gefangen wie wir alle! Und genauso wenig gesund und glücklich!
Doch gut! Sagen wir einmal, sie alle leben gut in dem System wie es ist.
Dann müsste ich DICH fragen: Willst Du tatsächlich denen ihr gutes Leben ermöglichen, indem Du Dich klein und krank und arbeitsam machst, machen lässt!?
Ich glaube eher nicht, oder? 😉

So! Das also wären die vielen ‚Feinde‘ einer Paradieswelt. ‚Feinde‘ deren Einstellungen und Wünsche wir ohnehin nicht ändern können. Das ist deren Ding! Wir könnten bloß unsere Mitarbeit daran verweigern. Wir könnten bloß aufhören damit, ihnen ihre Wunschwelt zu ‚liefern‘ …

Aber ich hab von zwei Feinden gesprochen!

redball Der zweite Feind ist der weitaus schlimmere. Denn er sitzt in unser aller Köpfen!
Pfeil Es ist der Glaube, dass ein solches Paradiesleben nicht möglich ist.
Pfeil Es ist der Glaube, dass Krankheiten zum Leben gehören.
Pfeil Es ist der Glaube, dass wer nicht arbeitet auch nicht essen/ leben kann.
Pfeil Es ist der Glaube, dass wir einen Gott um das ‚tägliche Brot bitten‘ müssten.
Pfeil Es ist der Glaube, dass Gewalt und Aggression eben zum Leben gehören.
Pfeil Es ist der Glaube, dass eben nicht alles so klappt und läuft wie wir es gern hätten.
Und, und, und …

Ich sage Dir: Wir sind soetwas von vollgestopft mit unsinnigsten, jederzeit leicht widerlegbaren Glaubenssätzen, dass man sich die Haare raufen könnte!

Ich hör‘ jetzt an dieser Stelle auf zu schreiben und geb Dir erstmal Raum, Dich mit dieser Thematik zu befassen …
Und vergiss darüber nicht:
p a r a d i s e    y o u r    l i f e !        😉

 
PS: Wenn schon soviel die Rede ist von ‚Stell Dir vor‘ und ‚Glauben‘: Ich darf wieder einmal daran erinnern, dass WIR die Lenker unserer Schicksale sind. Denn wir sind Götter, wie schon in der Bibel unter 1. Mose 1, 27 nachzulesen ist: ‚Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn‘.
Auch in Matthäus 9,29 finden wir ‚Euch geschehe nach eurem Glauben‘!