Ein kleines Mädchen …

30. Oktober 2014

… schauspielt und posiert bereits von klein an. Im Kindergarten ist sie die beste und eifrigste ‚Schauspielerin‘ bei diversen Aufführungen. In der Schule handeln alle ihre Aufsätze vom Modelln und Schauspielen. Sie besucht frühestmöglich eine Schauspielschule, entzückt alle und es wird ihr eine große Zukunft prophezeiht.
Doch sie erträgt ihr Anderssein nicht, bricht ab, und wird zu einer Raumpflegerin, die sich durch Banken, Autohäuser und Privathaushalte putzt.

Ein junger Hund jagd, tollt und spielt mit Begeisterung mit anderen Hunden. Er ist ein starker und gesunder, ein ‚richtiger‘ Hund. Bellen, Jaulen, Schwanzwedeln, Laufen und Schnuffeln sind das Seine, das wie von alleine perfekt läuft und ihm unendlich viel Freude macht.
Eines Tages sieht er einen bezaubernden Film, will dem bewunderten neuen Idol nacheifern und beschließt ein Frosch zu werden. Er plagt sich mit dem Quacken und Hüpfen, noch mehr mit dem stundenlangen Stillsitzen und nach Fliegen zu schnappen. Er übt und übt und übt.Er wird auch immer mehr zum Frosch, vergisst nach und nach sein ehemaliges Hundedasein, wird aber wohl nie ein richtiger Frosch werden. Immer werden die verschütteten Herumtoll- Sehnsüchte in ihm bleiben. Vermutlich wird er auch mit einigen konstituionellen und organischen Schäden rechnen müssen. Kein Körper lässt sich so einfach verbiegen, kein Bedürfnis lässt sich so einfach verdrängen.

leckaVer-rückt die beiden, nicht wahr?
Aber da war auch noch der kleine Bub, der so gern baute und immer fantastischere Dinge baute, dass die ganze Verwandtschaft zusammenlief um seine Stein-, LEGO- und Kartonagenbauten zu bewundern. Im Schul- Zeichnen glänzte er durch immer zauberhaftere Fantasiegebilde. Er erzählte von den Gebäuden die er einmal errichten wird. Mit besten Ergebnissen und Talent wechselte er von der Schule zum Architekturstudium.
Doch immer mehr des universitären Drumherums störte ihn bald, immer schwerer fielen ihm die die Arbeit am Computer, die Berechnungen, die zahllosen Statistiken, die Ausschreibungs- Formalitäten …
Eines Dienstags reichte es ihm. Er erschien einfach nicht mehr auf der Uni, war fortan aus dieser Branche verschwunden und verdingte sich als Friseur. Nicht sehr originell, nicht kunst- oder fanatsievoll, auch nicht sehr bewundert, aber doch.

Ver-rückt dieser Typ, nicht wahr!?
Was mag den wohl, wer oder was mag diese drei wohl geritten haben, ihre Talente, ihre Bestimmung, ihr gutes Leben so sehr wegzuwerfen?
Ich weiß es nicht!

Doch ich weiß auch nicht, was uns Menschen reitet unsere so wunderbaren Paradiesleben nicht auszuleben, unsere Ur- Sehnsüchte nach einem Paradiesleben so sehr zu verschütten und zu missachten. Tief drinnen wissend, wie sehr wir uns damit schaden, wie sehr wir damit unsere Leben verkürzen. Wissend, uns Karies, Krebse, Allergien, Arthrosen und 1000 andere Krankheiten einzuhandeln. Wissend, dass wir mit dieser Art zu leben immer gestresster, ausgebrannter, oberflächlicher, langweiliger, gleichförmiger und unglücklicher werden …

Tja, ich weiß es echt nicht. Aber es ist so!
So ver-rückt! 😉

 

 

 


Ja, ich will!

17. Mai 2010

Wunderschön, wenn zwei Menschen bedingungslos ‚Ja’ zueinander sagen; eine bewusste Entscheidung, nach reiflicher Überlegung und übervollem Herzen, die beide bestätigt und erfreut und einen gemeinsamen Weg ebnet und erleichtert.
Doch ist unser Leben, unsere Lebendigkeit ein nicht ebenso wichtiger lebenslanger Partner?
In der Regel werden wir in das Leben ‚geworfen’, lassen es geschehen und beginnen, lassen uns von anderen lenken bis manipulieren und übernehmen relativ kritiklos alles von der Mimik, über die Laute, die Worte, die Regeln, … praktisch unser ganzes Verhalten. Wir werden in eine Welt hineinsozialisiert, die nicht unsere ist. Uns wird als selbstverständlich anerzogen, nicht weil es unseren Bedürfnissen entspricht, sondern weil es Generationen zuvor, aus heute unerfindlichen Gründen, als Regel aufgestellt wurde. Wir gewöhnen uns von klein an an schlimmste Lebensführungsfehler, bloß weil wir nichts anderes sehen/ kennen. Kaum jemals machen wir uns Gedanken, was wir wirklich bräuchten, wonach wir uns zutiefst in uns sehnen.
Wir können sozusagen unser Zukunfts-, unser Lebens- Bild nur mit den Farben malen, die uns unsere Eltern und Lehrer auf unsere Palette gepatzt haben.

Nie sagen wir bewusst ‚Ja!’ zu diesem Wunder ‚Leben‘, das uns geschenkt wurde.
Das wäre doch aber auch schön, wenn wir unser Sein, unser Leben bewusst und bedingungslos annehmen könnten wie unsere Liebsten, oder?
Bevor wir dies tun, sollten wir aber vielleicht zuerst mal genau hingucken, ob wir im ‚richtigen’ Leben sind, ob es dieses Leben ist, in das wir geführt wurden, das wir bejahen können.
Ich sag’s hier jetzt in Extremkurzform, da ja ohnehin der ganze blog um dieses Thema kreist:
Unser Zivilisationsleben ist wunderschön, doch bezahlen wir in ihm für jedes Vergnügen mit Geld, Leib und Leben. Noch viel wunderbarer ist ein naturrichtiges Paradiesleben, in dem selbstlos aus der unendlichen Fülle geschenkt wird.
Falls Du diese Art von Leben schon kennst, schon ein wenig mitgelesen hast hier im blog und langsam Appetit darauf bekommst, würde es mich freuen und Dir zweifellos einen ‚positiven Schub’ geben, wenn Du – vielleicht in einer kleinen Zerimonie – bewusst und bedingungslos ‚Ja’ sagen würdest zu Deinem Paradiesleben.
Es ist ein ‚Ja’ zum Leben, zur Lebendigkeit, zur lebenslangen Dauergesundheit, ein ‚Ja’ zu allen Mitwesen, zur Mitwelt, zum Planeten, ein ‚Ja’ zur Liebe, zur Selbstlosigkeit und letztendlich zu Dir.
Lass Dich nicht mehr von Modetrends und Werbespots auf Shoppingmeilen und in Geschäfte hetzen. Lass Dich nicht mehr von Panik- headlines zur Apotheke oder zu Banken scheuchen. Lass Dich nicht mehr von Ärzten und Vorsorge- Geschwätz im Kreis überweisen, bis alle ihre Taschen voll haben. Lass Dich von Empfehlungen nicht mehr in neueste In- Schuppen, in Trend- Resaurants lenken.
Vergiss all diese Hast, all dieses Gesuche und Gegiere im Außen. Da liegt nicht das Glück. Da findest Du keine Zufriedenheit. Beides findest Du nur in Dir!

Ganz besonders wichtig und weitreichend wäre solch eine Entscheidung, solch ein ‚Ja‘, wenn Du es mit jemandem gemeinsam treffen, oder gar eine Familie gründen, möchtest.
Gerade Kinderleben nehmen in ‚artgerechter’ Weise einen so wunderbar anderen Verlauf, dass mir hier der Platz fehlt mich wegzuschwärmen 🙂
Ja, liebeR MitleserIn, sag ‚Ja’! Sag ja zum Leben! Sag ‚Ja’ zu Dir!

Nachsatz: Bei einer von der gesellschaftlichen Norm abweichenden Lebensführung, sollte man nicht den Druck des Gegenwinds der einem entgegenschlägt unterschätzen. So sehr wir im ‚Normalleben’ unbewusst von Werbung, Erzählungen, Artikeln, Berichten, etc. beeinflusst werden, so sollten wir uns tools zurechtlegen, die uns zu Beginn unseres neuen Lebens ‚auf Linie’ halten. Es gibt sehr gute Bücher zu dem Thema, unzählige websites und blogs. Wenn man sich mit solchen Häppchen täglich eine Freude macht, flutscht auch das neue Leben viel leichter.
In diesem Sinne:
paradise your life!

– Oder: Ja! Ich will! Ich (re)paradiese mein Leben!