Köstlichkeiten entkochen

4. September 2014

Stell Dir vor, es gibt Menschen und Tiere die Du nur aus ihrer menschlichen Verwendung, Gefangenschaft, Nutzung, etc. kennst. Also Schweine vielleicht nur schmutzig im Stall oder als Braten auf dem Teller. Oder Schwarze nur als Dealer, Straßenkehrer oder Prostituierte.
Dann hättest Du kein Bild von der Reinlichkeit, Quicklebendigkeit, Schlauheit und dem Familiensinn von freilebenden Schweinen. Du könntest Dir keine Königreiche, Kulturen oder geniale Stammesstrukturen von Schwarzen vorstellen.

Denselben Effekt gibt es auch bei Naturprodukten und Nahrungsmitteln.
Welches heutige Kind weiß schon noch woher die Milch kommt, woraus Mehl ist, woher Schokolade kommt?
Doch selbst kulinarisch Aufgeschlossene sind immer noch ‚gefangen‘ in den ‚menschlichen Verfahrens- Fesseln‘. Kaum jemand weiß, wie rohe Rote Rüben schmecken, wissen, dass man Pilze auch roh genießen kann, können sich vorstellen Ungewürztes zu genießen.
Dabei ist es so, dass erst das Kochen, Braten, Backen, also Erhitzen den Zutaten ihren Geschmack genommen und das Würzen ‚erzwungen‘ hat.
Praktisch alle Naturprodukte haben ihren eigenen, oft wunderbaren Geschmack. Diesen mittels Hitze auszutreiben, die Produkte damit zu entschmacken, um sie danach wieder zu würzen, ist doch mehr als verrückt, oder?
Noch dazu mit Geschmäckern zu würzen, die mit dem vorherigen Geschmackseindruck nichts mehr zu tun haben!

entkochenWas also ist zu tun?
Wir haben unsere Naturprodukte zu ‚entkochen‘, zu befreien von diesen unsinnigen Veränderungen und massiven Vergewaltigungen.
Wir wollen schmecken, was die Natur sich für uns ‚ausgedacht‘ hat!
Denn, warum wohl haben sich gewisse Geschmäcker in den einzelnen Pflanzen und Früchten im Laufe der Zeit gebildet? Warum haben gerade diese Pflanzen und Früchte mit genau diesem Geschmack und Geruch überlebt. Während viele andere, von denen wir gar nichts mehr wissen, ausgestorben sind?

Ich kann es Dir sagen! Sie haben überlebt, WEIL sie SO rochen und schmeckten und es ausreichend Tiere und Menschen gab, denen sie so schmeckten, die sie in denau dieser Form anzogen.
Und wenn diese Wesen nach derem Genuss nun verstorben wären? Wenn sie vergiftet sofort tot umgefallen wären? Wenn sie sich nur mehr geschwächt, erblindet oder kotzend weiterbewegen hätten können?
Dann wären diese giftigen oder schädlichen Pflanzen mit ihren Nutzern ausgestorben! Denn es hätte niemanden mehr gegeben, der diesen Pflanzen geholfen hätte sich (über die Samen) weiter auszubreiten. Zudem hätten vermutlich auch unbeteiligte Beobachter dieser Szene diese Pflanzen oder Früchte gemieden bis vernichtet.

Was wollen uns diese Überlegungen sagen?
Diese Geschichte erzählt uns von dem wunderbaren Geschenk, das die Natur uns beschert. Wir haben es heute fast ausschließlich mit Pflanzen, Früchten, samen und Nüssen zu tun, die für uns Jahrmillionen lang optimiert wurden.
Optimiert in dem Sinne, dass sie umso besser für uns sind, je besser sie für uns duften oder schmecken!
Unbehandelt natürlich!

Warum also ‚muss‘ es dann Menschen geben, die Ananas nur hemmungslos überzuckert aus Dosen, Spinat nur hoffnungslos zerkocht und püriert aus der Tiefkühlpackung und Dinkel nur entkeimt, vermahlen, gebleicht, verteigt, gewürzt und gebacken, also völlig tot, vom Brot oder den Teigwaren her, kennen?
Und warum muss es in unserer angeblich so aufgeklärten Zeit noch Menschen geben, die nicht wissen, dass Wildkräuter genießbar, ja wunderbar wohlschmackend sind?

Also entkocht, entdost, entzuckert, entsalzt, entbackt, entbratet, entwürzt, entpasteurisiert, entfriert, entmust, entpüriert, entteigt … und vor allem enttötet Eure Nahrungsmittel. Und macht sie damit wieder zu Lebens- Mitteln!
Und genießt damit dieses unendliche Geschenk der Natur!

 

 

 


No milk today

7. Mai 2010

Über Milch gäbe es viel zu sagen. Ein so wunderbar perfektes Nährmittel die arteigene Milch im richtigen Alter ist, so schwachsinnig ist es, auch noch im Erwachsenenalter Säuglingsmilch, noch dazu von fremden Arten, die damit ihre Babys ja völlig anders fördern wollen, zu sich zu nehmen.
Hier möchte ich jetzt bloß zwei, mir besonders wichtig erscheinende Aspekte des Milchkonsums beleuchten.

Der gesundheitlich, historische Aspekt:
Wir sind an die verarbeitete Milch wie wir sie kennen und noch weniger an Milchprodukte biologisch, genetisch angepasst, da Milch (von fremden Tierarten) in unserer ganzen Evolutionsgeschichte keine Rolle spielte. Keine Wildstute, keine Büffelkuh hat je einen Primatenähnlichen an ihre Zitzen gelassen.
Milch, vorzugsweise Kuhmilch nutzen wir erst seit unserer Sesshaftwerdung vor einigen Tausend Jahren, was für eine biologische Anpassung aber viel zu kurz ist.
Die Laktose- Intoleranz z. B. ist EIN Aspekt dieser Nichtangepasstheit.
Wir alle sind nicht an Milchverdauung angepasst. Praktisch alle Allergien stehen in einem Kuhmilch- Zusammenhang. Oft schlimmste Erkrankungen können allein schon durch Milch- und Milchprodukte- Verzicht verschwinden!
Unsere Hochverarbeitung (Homogenisierung, Pasteurisierung, etc.) und damit Denaturierung von Milch tut noch ein Übriges um unsere Immunsysteme zu belasten.
Ich kann nur jedem, der ein gesundheitliches Problem hat empfehlen, versuchsweise für einige Wochen strikt alle Milch und Milchprodukte zu meiden. Das ist eine sehr einfache, garantiert nebenwirkungslose, aber hocheffiziente Methode den ursächlichen Krankheitsauslöser zu finden bzw. zu eliminieren.

Der moralische, der Herzens- Aspekt:
Ein für mich unfassbares Paradoxon: Jede Frau, die Kinder hat, kennt diese in Worten nicht beschreibbare, für Männer vermutlich nie fassbare ‚Mutterliebe’.
Sieht man sich einigermaßen höherentwickelte Säugetiere an, erkennt man, dass auch sie bereits diese Mutterliebe leben, dass Tiermütter unendlich liebevoll mit ihren Jungen umgehen.
Und dennoch kaufen primär Menschen- Mütter tagtäglich für ihre Familien Kuh- Milch. Obwohl jedermensch klar sein müsste, dass das bedeutet, dass unsere leidensfähigen Mitwesen dadurch

    a) unschuldig inhaftiert werden und ihnen
    b) jährlich ein geliebtes Kind weggenommen wird.

Sind nun solche TäterInnen herzlos oder ‚bloß‘ gedankenlos? …

 

PS: Wer Milchprodukte für wichtige Eiweiß- Lieferanten hält, dem sei gesagt, dass Grünes bis zu 8x mehr und in einer weit besser verwertbaren Form enthält. Hier im Artikel über Weizengras mehr davon.