Krebs

10. Februar 2014

ChemoEin leidiges Thema!
Doch Krebs steht für den Zustand unserer Gesellschaft:
redball Mittlerweile jedeR Vierte bekommt ihn, obwohl es nicht sein müsste.
redball Es werden seit Jahrzehnten irrwitzige Geldmengen in die Krebsforschung gesteckt, ohne auch nur ‚einen Millimeter‘ weiterzukommen.
redball Unsägliches Leid wird durch die konservative Krebstherapie ebenso kaltschnäuzig verursacht,
redball wie unvorstellbar viel Geld damit gemacht wird.

Dabei liegen alle Fakten offen und klar vor jedem Interessierten:
redball Die konservative Krebstherapie ist völlig nutzlos bis kontraproduktiv
greenball Krebs – wie jede andere Erkrankung auch –

       Pfeil müsste nicht sein,
    Pfeil wäre leicht vermeidbar,
    Pfeil zeigt uns bloß unsere Verstöße gegen Naturgesetze und
    Pfeil will uns etwas lehren.

Beispiele gefällig?
Die größte wissenschaftliche Studie über Chemotherapie der letzten Jahre ist „The Contribution of Cytotoxic Chemotherapie to 5-year Survival in Adult Malignancies“.
Dabei flossen Daten von 227.935 Krebsfällen ein. Das Ergebnis ist, ob des dauernden Belobhudelns der modernen Medizin, so verblüffend wie erschütternd. Bei nur 2,2%(!) aller Chemo- Therapien konnte ein Beitrag zur Lebensverlängerung beobachtet werden!

Noch schlimmer im deutschsprachigen Raum! Im Oktober 2005 veröffentlichte das – absolut nicht medizinkritische – Deutsche Ärzteblatt die Studie („Metastasiertes Mammakarzinom: Keine Lebensverlängerung seit 20 Jahren“) von Prof. Dr. Dieter Hölzel vom Tumorregister in München, die besagt, dass aktuelle Brustkrebspatieninnen eine um 2 Monate kürzere Lebenserwartung haben als noch in den 1980er- Jahren (und damals weniger Chemos).

Wer meint, daraufhin hätte ein Umdenken, ein Neustart oder eine vermehrte Anstrengung in der Medizin eingesetzt, muss über diese Brüder noch einiges dazulernen. Denn die einzige Konsequenz war, dass nur eine Woche nach dieser medizinischen Bankrotterklärung im Ärzteblatt ein Artikel („Therapie des primären, invasiven Mammakarzinoms“) erschien, der die Erfolge der konservativen, schulmedizinischen Krebstherapie bejubelte.

Der Skandal aber geht noch weiter. Kaum ein Krebsmittel kann nachweisen, dass es die Leben der Patienten verlängert. Da wird von den Herstellern lieber von der Verlängerung der rezitivfreien Zeit und anderen Kunstbegriffen gefaselt. Und dennoch werden diese, immer teurer werdenden Präparate mit verschiedensten Tricks durch das Zulassungsverfahren gebracht. Das Wohl oder gar Überleben der PatientInnen aber, interessiert niemanden.

„Und wie konnte es so weit kommen?“, könntest Du fragen.
Ganz einfach! Der gesamte Medizinbereich ist fest in Pharma- und diese in Marketing- Hand. Und dass Marketing- und Werbeleute alles versprechen, wenn es um ihre Kohle geht, weiß mensch aus der unverschämten alltäglichen Werbung.

Dabei wäre es so einfach, wie ‚paradise your life‘- Leser wissen, lebenslang dauergesund, und natürlich auch krebsfrei, zu leben. Doch dieses Wissen wird nicht nur nicht verbreitet und sogar behindert, sondern mehrheitlich von den Menschen auch nicht geglaubt. Zu verblö… äh, verblendet wurden die Menschen mittlerweile … 😉

Übrigens, in der Zeit, in der Du eben diesen Artikel gelesen hast, sind ca. 30 Menschen an Krebs gestorben. – Menschen, die noch leben könnten!
Denk mal nach darüber, fühl Dich rein, was das für diese Menschen, für ihre Familien, für ihr Umfeld, für ihre Freunde, für die Gesellschaft bedeutet! Und dann überleg Dir, ob Du wirklich noch länger dazu unwissend bleiben bzw. dazu schweigen willst …

 

 

 


Nebenwirkung Tod

1. Juni 2012

Ich bekam als Rundmail zugeschickt:

Ein ehemaliger Pharmamanager packt aus

Dr. John Virapen ist ehemaliger Manager von Eli Lilly, einem der weltweit größten Pharmaunternehmen. Er hat ein Buch geschrieben mit dem Titel: „Nebenwirkung Tod: Korruption in der Pharma-Industrie“. Das Buch ist ein Bestseller und wurde bisher in 18 Sprachen übersetzt. Die Journalistin und Filmemacherin Anne Blumenthal interviewte Dr. John Virapen über seine Zeit in der pharmazeutischen Industrie.

Sie haben viele Jahre in gehobener Position für die pharmazeutische Industrie gearbeitet und dann ein Buch über deren kriminelle Machenschaften geschrieben. Woher kam der Gesinnungwandel?
Die Einsicht kam, als mein Sohn im Alter von sechs Monaten geimpft werden sollte. Meine Frau war mit ihm in der Klinik gewesen. Meine Frau lehnte die Impfung ab, und dann hat die behandelnde Ärztin sie aus der Klinik geworfen und gemeint, dass sie hier nur geimpfte Kinder behandeln. Ich habe dann recherchiert und herausgefunden, dass diese Ärztin zusammen mit Pharmavertretern und Politikern in einem Komitee sitzt, das sich für Pflichtimpfungen einsetzt. Dann fing ich an nachzudenken, und meine ganze Karriere fiel immer mehr in sich zusammen. Ich musste mich fragen: Was habe ich getan? Ich war Teil dieses ganzen verbrecherischen Systems. Das, was heutzutage Medizin genannt wird, ist einzig und alleine ein Business, das mit Menschlichkeit und dem Hippokratischen Eid nichts mehr zu tun hat. Und diese Art von Business ist wie eine Krankheit, die von den USA aus alle anderen Länder der Welt angesteckt hat. Sie missbrauchen Frauen, Kinder und arme Menschen als Versuchskaninchen, einzig und alleine zu einem Zweck: Profit. Viele tausend Menschen sterben täglich an den Nebenwirkungen der Medikamente.

Geben Sie uns Beispiele für die kriminellen Machenschaften der Pharmaindustrie.
Der Profit der pharmazeutischen Industrie ist aufgebaut auf Lügen.
Wenn bei Medikamenten gefährliche Nebenwirkungen festgestellt werden, dann werden diese vertuscht. Am Beispiel Prozac®, das in Deutschland unter dem Namen Fluctin® vertrieben wird, kann ich das verbrecherische Vorgehen aufzeigen: Zunächst gibt es einen Wirkstoff, das ist im Falle von Prozac® Fluoxetin. Bei der Erforschung von Fluoxetin stellte man fest, dass die getesteten Personen teilweise an Gewicht verloren. Das war ein sehr interessanter Effekt. Eine Zulassung für ein gewichtsreduzierendes Mittel zu bekommen, ist allerdings sehr schwierig und kostenintensiv, also strebte man an, Prozac zunächst als Antidepressivum zuzulassen und später die Zulassung auszuweiten. Fluoxetin beeinflusst die Serotoninbalance im Gehirn und soll zu einem ausgeglichenen psychischen Zustand führen. Während das Medikament zur Zulassung eingereicht wird, beginnt die PR-Maschine zu laufen: Es wird ein Bedarf kreiert. Für Prozac® suchte man sich dafür die Kinder aus, es wurden Anzeigen in Erziehungsmagazinen geschaltet, die versprachen, dass Eli Lilly an einem Medikament forscht, das es Kindern mit ADHS ermöglicht, einen geregelten Tagesablauf zu haben und ihr Potenzial voll zu entfalten. Zuvor schon hatte man über Jahre den Krankheitsbegriff ADHS (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom) geprägt, der mittlerweile in Schulen und Kindergärten bekannt ist wie Schnupfen. Unruhige Kinder wurden zu Patienten und potenziellen Kunden gemacht. Hierdurch wurde ein Bedarf kreiert, der die Zulassungsbehörde unter Druck setzte; immer mehr Patienten und Ärzte fragten nach diesem Medikament. Die Zulassung für Fluoxetin zu bekommen, erschien allerdings aussichtslos, da führende Psychiater in Schweden, denen ich die Daten der klinischen Versuche zeigte, allesamt den Daumen nach unten zeigten. Ich stand mächtig unter Druck. Meine Firma erwartete von mir einen Blockbuster, und nun sollte das Ganze schon an der Zulassung scheitern. Die klinischen Studien, die wir zur Zulassung eingereicht hatten, wurden im Auftrag der Zulassungsbehörde von einem unabhängigen Experten beurteilt. Diesen Experten lud ich zu einem Abendessen ein, ich recherchierte seine Hobbies und Vorlieben. Ich machte ihm ein Angebot, und er schlug ein. Die Zulassung war somit in trockenen Tüchern. Ich hatte einen unabhängigen Experten gekauft, meine Firma erhielt ihre Zulassung, und Prozac® wurde weltweit der erste pharmazeutische Blockbuster, das heißt, es wird jährlich mindestens eine Milliarde Dollar damit umgesetzt. In den Beipackzetteln von Prozac® steht als Nebenwirkung: „Aggressive Verhaltensweisen, abnormes Denken, Suizidgedanken und Selbstmord“. Der Psychiater David Healy, der seinen Patienten Prozac® verschrieben hatte, bevor einer davon in einem grausamen Gemetzel seine Frau und sich selbst getötet hatte, wurde kritisch und begann zu recherchieren. Er kam zu dem Ergebnis, dass sich weltweit eine Viertelmillion Menschen, die auf Prozac® waren, versuchten umzubringen, 25.000 davon erfolgreich. Und dieses Medikament wird weiterhin millionenfach verkauft.

Ein weiteres Beispiel: Anfang 2009 hielt ich eine Rede in Belgien. Auch der belgische Gesundheitsminister war anwesend. Ich fotografierte heimlich die Unterlagen, die er dabei hatte, weil ich kein Französisch kann. Ich stellte hinterher fest: Es waren Unterlagen über Preisverhandlungen mit Glaxo Smith Wellcome (heute GlaxoSmithKline) bezüglich Tamiflu. Einige Monate später wurde die Schweinegrippe verkündet, gegen die man den zugelassenen Impfstoff schon in der Tasche hatte. Also: die Pharmaindustrie erfindet Krankheiten zu vorhandenen Produkten. Ähnlich läuft es bei HIV/AIDS ab, aber das haben Sie ja selbst in Ihrem Film „I won’t go quietly“ eindringlich dargestellt.

Wie konnten Sie 35 Jahre lang für solche Unternehmen arbeiten, ohne dass sich ihr schlechtes Gewissen geregt hat?
Um ehrlich zu sein, habe ich die Privilegien, in Fünf-Sterne Hotels zu übernachten, in den besten Restaurants zu essen, den guten Wein und die Frauen sehr genossen. Als Farbiger hatte ich nicht viel Auswahl und musste bei allem zweimal so gut sein wie meine weißen Kollegen.

Fühlen Sie sich schuldig? Was tun Sie gegen Ihr schlechtes Gewissen?
Glauben Sie mir: Ich habe viele schlaflose Nächte. Dann kam da dieser Ruf, den ich erhielt: „Fang an, deine Geschichte zu erzählen.“ Und als ich damit anfing, habe ich mich damit selbst Stück für Stück rehabilitiert.

Warum stehen nicht mehr Menschen auf?
Es ist immer noch so, dass die Ärzte quasi Götter sind, denen blind vertraut wird. Das ganze System ist so aufgebaut, dass wir den Experten bedingungslos glauben.

Was kann getan werden?
Wir müssen anfangen, die Ärzte zu hinterfragen und aufhören, Medikamente zu nehmen, wir brauchen sie nicht. Es gibt nicht ein einziges chemisches Medikament, das von der Pharmaindustrie verkauft wird, dessen Nutzen höher ist als sein Schaden.

Und was tun Sie, wenn Sie krank sind?
Was heißt es denn eigentlich, krank zu sein? Wenn Ihnen erzählt wird, Sie sind HIV-positiv und werden irgendwann AIDS bekommen, sind Sie dann krank?
Behandelt euch mit den Dingen und Substanzen, die Mutter Natur uns gibt. Wer auch immer unser Schöpfer ist, er hat etwas geschaffen, das so komplex ist, dass der menschliche Geist niemals in der Lage sein wird, diese Geheimnisse vollkommen zu durchschauen.

payoli- Nachsatz: ‚Behandelt euch‘ nicht ‚mit den Dingen und Substanzen, die Mutter Natur uns gibt‘ sondern genießt die köstlichen Wunder der Natur schon vorab und ausschließlich!

Und für alle Medikamenten- und Medizin- Gläubige – man kann es nicht oft genug wiederholen – hier nochmal, von einem Pharma- Fachmann:

Es gibt nicht ein einziges chemisches Medikament, das von der Pharmaindustrie verkauft wird, dessen Nutzen höher ist als sein Schaden.


Dr. Rath wird Politiker?

26. Mai 2012

Der fantastische Rhetoriker und ‚Vitaminverkäufer‘ Dr. Rath macht sich Gedanken über die EU und formuliert sie gleich beeindruckend vor Publikum:

Ich mag mich nicht in die Politik einmischen. Ich möchte hier eher die Menschen ermutigen, sich weitestgehend von der Politik, Wirtschaft und Konsum- Gesellschaft fernzuhalten und sich auf ihre und der Natur Kräfte zu fokussieren.

Ich befürworte auch nicht die Rath’sche Vitamin- Strategie, da eine natur- und artgerechte Lebensweise weitaus effizienter ist.

Doch der Kritik Rath’s sowohl an der Politik, als auch am Pharma- Kartell kann ich nur zustimmen. Beides sind Sackgassen unserer Entwicklung die umgehend verlassen werden müssen.

Bloß ist mein Weg ein anderer; ein liebevollerer, positiverer, selbstbewussterer und naturnäherer! Ein Weg der von den Menschen an der Basis ausgeht, ein Weg ‚von unten nach oben‘, anstatt die Hilfe und ‚Erlösung‘ ‚von oben‘, von der Politik, von den Wirtschaftsbossen und der Wirtschaft zu erwarten.
Jedermensch hat die Kraft sein Leben zu gestalten!
Also schaffen wir gemeinsam eine offene Gesellschaft, die das ermöglicht und gestalten wir …

 


Grippe- Schutzimpfung

21. November 2011

X- mal schon hab ich mir vorgenommen Pharma- Statistiken gar nicht mehr zu lesen und ihnen auch hier im blog keinen Raum mehr zu geben, da ja mittlerweile eh klar ist, wie sehr die tricksen.
Bei diesem Artikel aber – der auch keine wirklichen Neuigkeiten bietet, no na sind die Grippe- Schutzimpfungen nahezu wirkungslos! Bei diesem Artikel aber blieb mir wirklich die Spucke weg, wie schlampig Journalisten arbeiten und frisierte Daten übernehmen. Und mit welch perfiden Statistik- Tricks die Menschen in die Irre geführt werden.
Hier der link:

http://info.kopp-verlag.de/medizin-und-gesundheit/gesundes-leben/mike-adams/schockierende-studie-zeigt-grippeimpfstoffe-verhindern-eine-grippe-nur-bei-1-5-von-1-erwachsenen-.html

Also, natürlich weiterhin einen groooooßen Bogen um alle Pharma- Jubelmeldungen! 😉

 


Virus- Wahn

8. August 2011

‚Alte PayolInnen‘ wissen es ja längst. Dennoch:

Neben den Pharmas sind mittlerweile auch deren Kritiker sehr aktiv.
Der Journalist Torsten Engelbrecht hat sein ‚Virus- Wahn‘- Buch über die Pharma- Machenschaften überarbeitet und die letzten, noch gut erinnerlichen Angstmach- Aktivitäten einfließen lassen.
Das Vorwort schrieb ihm Prof. Dr. med. Etienne de Harven, der es als Insider genau wissen sollte. Er schreibt:

Der Inhalt dieses Buches muss gelesen werden, eilig und weltweit
Das Buch „Virus-Wahn“ des Journalisten Torsten Engelbrecht und des Mediziners Claus Köhnlein wartet mit einer tragischen Botschaft auf, die – hoffentlich – dazu beitragen wird, dass ethische Werte wieder Einzug erhalten in der Virus-Wissenschaft genau wie in der Gesundheitspolitik, in der medialen Kommunikation und in den Aktivitäten der Pharmakonzerne (Big Pharma). Augenscheinlich werden in vielen dieser Felder seit alarmierend vielen Jahren elementare ethische Regeln in einem sehr gefährlichen Ausmaß missachtet.
Als im Jahre 2006 der Artikel „Außer Kontrolle – AIDS und die Korrumpierung der Medizinwissenschaft“, geschrieben von der amerikanische Journalistin Celia Farber, in Harper’s Magazine veröffentlich wurde, versuchten einige Leser zu beschwichtigten, indem sie behaupteten, die hier zu beobachtende „Korruption“ sei nur ein Einzelfall. Doch diese Behauptung ist weit weg von der Wahrheit – und genau dies ist in „Virus-Wahn“ so exzellent dokumentiert. Das, was Celia Farber in ihrem Harper’s-Beitrag beschreibt, ist also tatsächlich nur die Spitze des Eisberges. Korruption ist mittlerweile ein weit verbreitetes Phänomen in vielen Hauptgebieten der Medizin, bei denen es sich angeblich um ansteckende Krankheiten handelt: ob es nun um AIDS geht oder um Hepatitis C, um Bovine Spongiforme Enzephalopathie (BSE oder „Rinderwahn“), um SARS oder Vogelgrippe.
In diesen fünf verschiedenen Gebieten der öffentlichen Gesundheitspolitik ist die Forschung an Viren oder, wie im Fall von BSE, an Prionen auf die falsche Bahn abgerutscht – und überall ist im Grunde dieselbe Vorgehensweise zu beobachten. Diese Vorgehensweise ist stets durch das Aufeinanderfolgen einzelner Schlüsselschritte gekennzeichnet: Zunächst wird das Risiko einer verheerenden Katastrophe erfunden und als Horrorstory an die Wand gemalt und dann wird ein schwer fassbarer Erreger als Schuldiger an den Pranger gestellt; anschließend werden alternativ in Frage kommende Ursachen einfach ignoriert und zugleich die Epidemiologie mit nicht-nachweisbaren Daten manipuliert, um so die falsche Wahrnehmung einer unmittelbar bevorstehenden Katastrophe zu pushen und der Öffentlichkeit als Wahrheit zu verkaufen; und zu guter Letzt wird dann auch noch versprochen, dass man mit Impfstoffen wird aufwarten können und mit ihnen die großen Heilsbringer in den Händen hält. All dies garantiert aber vor allem nur Eines: üppige finanzielle Gewinne für die Pharmakonzerne und die Spitzenforscher. Doch wie ist es überhaupt möglich, so etwas zu erreichen? Ganz einfach: Man bedient sich schlicht des machtvollsten Instruments, um menschliche Entscheidungsprozesse zu beeinflussen: Furcht!
Wir erleben nämlich gar keine Virus-Epidemien – wir erleben Epidemien des Angstmachens.
Und beide – die Medien und die Pharmaindustrie – sind maßgeblich verantwortlich dafür, dass diese Ängste geschürt werden, wodurch man sich immer wieder fantastische Profite sichert. Wissenschaftliche Hypothesen, die aus diesen Feldern der Virus-Forschung stammen, fußen praktisch nie auf Fakten, die durch Kontrollstudien gesichert und letztlich beweisbar sind. Vielmehr ist es so, dass die aufgestellten Thesen einfach durch einen „Konsensus“ – also durch eine Übereinkunft der mächtigen Akteure in diesem wissenschaftlichen Milliardenspiel – etabliert werden. Dieser Konsensus wird dann schnellstens zu einem Dogma, das vor allem durch die Medien in quasi-religiöser Weise immer und immer wieder transportiert und schließlich verewigt wird. Dabei wird auch sichergestellt, dass nur Forschungsprojekte unterstützt und finanziert werden, die das Dogma unterstützen – während Studien, die alternative Hypothesen untermauern könnten, konsequent ausgeschlossen werden. Und ein wichtiges Werkzeug, um abweichende Meinungen aus der Debatte herauszuhalten, besteht darin, Zensur auszuüben auf verschiedenen Ebenen: in den Massenmedien genau wie in den Wissenschaftspublikationen.
Wir haben nicht sonderlich aus vergangenen Erfahrungen gelernt. Es gibt nach wie vor viele unbeantwortete Fragen, zum Beispiel was die Ursachen der so genannten „Spanischen Grippe-Epidemie“ im Jahr 1918 oder die Rolle von Viren bei der Polio-Epidemie nach dem zweiten Weltkrieg anbetrifft (spielen zum Beispiel bei der Ausbildung von Polio Nervengifte wie DDT eine entscheidende Rolle?). Diese modernen Epidemien hätten unseren Verstand öffnen und ihn dazu befähigen müssen, viel kritischere Analysen anzustellen. Pasteur und Koch haben Ende des 19. Jahrhunderts ein Verständnis von Infektion entworfen, das auf verschiedene mit Bakterien in Zusammenhang stehende Krankheiten angewendet werden kann. Doch dies geschah lange bevor die ersten Viren wirklich entdeckt wurden. Es war zwar sehr verführerisch, die Prinzipien der bakteriellen Infektion einfach auf Viren zu übertragen – doch wie dieses Buch auch aufzeigt, ist dies selbst nach dem Verständnis der herrschenden orthodoxen Wissenschaft nicht zulässig – und es hätte auf keinen Fall geschehen sollen, ohne dass man parallel dazu unzähligen anderen Risikofaktoren in der durch den Menschen vergifteten Umwelt Aufmerksamkeit schenkt: der Giftigkeit vieler Medikamente und Drogen oder auch Ernährungsdefiziten.
Die Krebswissenschaft hatte und hat auch noch mit ähnlichen Schwierigkeiten zu kämpfen.
Die Annahme, dass Krebs durch Viren verursacht sein könnte, wurde im Jahr 1903 das erste Mal formuliert, also vor mehr als einem Jahrhundert – doch bis heute konnte diese These nicht überzeugend untermauert werden. Die meisten der in diesem Kontext von Virus-Jägern durchgeführten Laborexperimente wurden an Mäusen exerziert, die durch Inzucht entstanden sind. Doch dadurch weisen diese Tiere einen vollkommen unnatürlichen genetischen Hintergrund. Es drängt sich also die Frage auf, ob diese Mäuse wirklich geeignet waren, um als Modelle für die Entstehung von Krebs beim Menschen zu dienen.
Zumal wir Menschen nun wirklich keine Produkte von Inzucht sind. Sicher, die Experimente mit diesen Mäuse machten es möglich, so genannte RNA-Tumorviren – später in „Retroviren“ umbenannt (HIV etwa soll ein Retrovirus sein) – zu isolieren und zu reinigen und anschließend mit elektronenmikroskopischen Aufnahmen gut zu Charakterisieren. Doch die Frage ist berechtigt, ob diese viralen Partikel womöglich nicht nur den Mäusetumoren zuzuordnen sind – und ob sie wirklich den Übeltäter darstellen für die Entstehung maligner Tumoren? Und überhaupt: Handelt es sich, wie behauptet wird, bei diesen Partikeln tatsächlich um exogene, also von außen den Körper attackierende infektiöse Viren – oder nicht vielmehr um endogene defekte Viren, die in unseren Chromosomen versteckt sind?
Diese Fragen sind nach wie vor zu diskutieren. Was allerdings sicher ist, das ist, dass virale Partikel, die denen ähneln, die man in bereits in an Krebs oder Leukämie leidenden Versuchsmäusen gefunden hat, noch nie in menschlichem Krebsgewebe gesehen oder isoliert wurden.
Indes, als all dies in den späten 60-er Jahren des 20. Jahrhunderts klar wurde, hatte die virale Onkologie (Krebswissenschaft) bereits einen dogmatischen, ja quasi-religiösen Status erreicht. Also wurde seitens des Establishments in der Krebsforschung einfach behauptet: Wenn virale Partikel in menschlichen Krebsgeschwüren durch das Elektronenmikroskop nicht zu sehen sind, dann liegt das Problem beim Elektronenmikroskop und nicht etwa – was natürlich der eigentliche Schluss hätte sein müssen – beim Dogma der viralen Onkologie!
Dies war die Zeit, als die Molekularbiologie eine vollkommen dominante Stellung in der Viruswissenschaft einzunehmen begann. In diesem Zusammenhang wurden vor allem auch so genannte Molekulare Marker oder Surrogatmarker erfunden, mit denen es möglich war zu behaupten, dass Viren existierten, ohne dass auch nur ein Mensch diese Viren je durch ein Elektronenmikroskop gesehen hätte.
Der Surrogatmarker, mit dem die Orthodoxie sich diesen Weg bahnte weg vom echten Beweis mit Virus-Isolierung und elektronenmikroskopischer Aufnahme und vollständiger Partikelcharakterisierung, war das Enzym Reverse Transkriptase. 1970 wurde es zum ersten Mal beschrieben. Und so nahmen die Virus-Jäger von diesem Enzym vorschnell an, dass es etwas absolut Spezifisches für Retroviren sei. Sie behaupteten also: Wenn wir die Aktivität des Enzyms Reverse Transkriptase im Reagenzglas beobachten, so können wir sicher sein, dass ein Retrovirus anwesend ist. Sogar das Team um den Franzosen Luc Montagnier arbeitete Anfang der 80-er noch mit dieser These, um unter anderem damit HIV in der Laborkultur nachzuweisen. Dabei war die These zu diesem Zeitpunkt bereits seit gut zehn Jahren überholt. Denn Anfang der 70-er Jahre kamen nicht nur die Nobelpreisträger Howard Temin und David Baltimore, sondern selbst auch die engsten Mitarbeiter Montagniers zu dem definitiven Schluss, dass Reverse Transkriptase eben gar nicht für Retroviren spezifisch ist, sondern in allen Zellen vorkommt (siehe Unterkapitel von Kapitel 2: „Das Virus-Desaster der 70-er – und HIV als Rettung in den 80-ern“ sowie das Unterkapitel von Kapitel 3: „HIVAntikörper-
Tests, PCR-Viruslast-Tests, CD4-Zählerei: Aussagekraft wie ein Münzwurf“).
Doch die Medien schauten hier alles andere als genau hin. Und auch die finanziell sehr üppige Unterstützung seitens spendabler Regierungsstellen, Forschungseinrichtungen und Pharmafirmen führten dazu, dass die kritischen Stimmen nicht hinreichend Gehör fanden.
Mit der Folge, dass sich das zentrale Dogma der viralen Onkologie, nämlich dass Krebs durch Viren ausgelöst wird, zunächst bis in die späten 70-er halten konnte. Anfang der 80-er wurden die Defekte und Fehlschläge dieser Forschungslinie jedoch auf beschämende Weise so evident, dass die Schließung so mancher Labore, die sich der viralen Onkologie verschrieben hatten, unvermeidlich gewesen wäre, wenn nicht…
Ja, wenn nicht was? Die Wissenschaft von viral verursachtem Krebs hätte ein jähes Ende gefunden, wenn nicht im Jahre 1981 ein Arzt aus Los Angeles fünf Fälle von Männern, die unter schwerem Immundefizit litten, beschrieben hätte. Alle Männer waren schwul, sie schnüffelten regelmäßig die schwer toxische Gay-Droge Poppers und konsumierten zahlreiche andere Drogen, sie warfen übermäßig Antibiotika ein und sie litten höchstwahrscheinlich unter Mangelernährung sowie an sexuell übertragbaren Krankheiten – alles Faktoren, die das Immunsystem eines Menschen schwer schädigen. Entsprechend wäre es logisch gewesen zu schließen, dass diese Männer ein solch angeschlagenes Immunsystem haben, weil sie verschiedenen giftigen Einflüssen ausgesetzt sind – was wiederum hätte dazu führen müssen, dass man den Lebensstil dieser Männer als Ursache hätte in Betracht ziehen müssen.
Unglücklicherweise wurde eine solche Herangehensweise von den entscheidenden Stellen in der Gesellschaft vor allem auch als Diskriminierung empfunden, weshalb sie politisch absolut unakzeptabel war. Von daher musste schlichtweg eine andere Hypothese gefunden werden – nämlich dass diese Patienten an einer ansteckenden Krankheit litten, die verursacht wurde durch ein neues… Retrovirus! Wissenschaftlich harte Daten, die diese These untermauern hätten, gab es jedoch und gibt es, was vielleicht so manchen erstaunen mag, immer noch nicht. Doch das störte offenbar nicht. Stattdessen bestimmte das sofort geäußerte und passioniert vorgetragene Interesse der Krebsviren-Forscher und Medizininstitutionen die Szenerie. Dies war die große Rettung für die Laboratorien, die sich der Viruswissenschaft verschrieben hatten und in denen fortan – praktisch über Nacht – AIDS zum Hauptforschungsgegenstand wurde. Im Zuge dessen wurden gigantische Forschungsetats generiert: von Big Pharma, von der US-Seuchenbehörde CDC und der US- Gesundheitsbehörde NIH – und niemand brauchte sich Sorgen machen über den auf den Körper zerstörerisch wirkenden Lebensstil der Patienten, die einfach zu unschuldigen Opfern wurden von einem grausamen Virus, dem bald das Etikett „HIV“ angehängt werden sollte.
Doch auch noch Jahrzehnte später ist es der etablierten Forschung nicht gelungen, die Hypothese, wonach HIV AIDS erzeugen soll, faktisch hart zu kriegen – und das, obwohl die zur Verfügung stehenden Forschungsgelder geradezu gigantisch waren und sind und die Gelder ausschließlich(!) in Projekte flossen und fließen, die eben dieser HIV=AIDSHypothese frönen. Dabei wurden besonders drei Ziele nicht erreicht: Eine AIDS-Kur wurde nie gefunden; nachweisbare epidemiologische Vorraussagen wurden nie gemacht; und ein HIV-Impfstoff wurde ebenfalls nie erfolgreich eingeführt. Stattdessen sind hochgradig toxische (giftige) Drogen, die in dem Sinne nicht zu kurieren sind und die oft mit tödlichen Nebenwirkungen einhergehen, meist auf unverantwortliche Weise benutzt worden. Nach wie vor ist nicht ein einziger HIV-Partikel mit Hilfe eines Elektronenmikroskops beobachtet worden im Blut von Patienten, von denen es heißt, sie hätten eine hohe „Viruslast“! Und nun? Alle wichtigsten Zeitungen und Hochglanzmagazine haben schön anzuschauende, durch Computer generierte bunte Bilder von HIV abgedruckt, die wohlgemerkt alle lediglich von Zellkulturen aus dem Labor stammen, nicht aber von auch nur einem einzigen so genannten AIDS-Patienten. Trotz dieser unglaublichen Versäumnisses ist die HIV=AIDSHypothese nach wie vor fest etabliert. Zehntausende von Forschern und Hunderte mächtige Pharmaunternehmen machen weiterhin riesige Profite auf Basis dieser HIV-Hypothese. Und nicht ein einziger Patient, von dem es heißt, er hätte AIDS, wurde je geheilt…
Ja, HIV/AIDS steht symbolhaft für die Korrumpierung der Viruswissenschaft, und genau dies wird in diesem Buch auf so bemerkenswerte und zugleich tragische Weise dokumentiert.
Forschungsprogramme zu Hepatitis C, BSE, SARS, Vogelgrippe sowie aktuellen Impfprogramme sind allesamt nach derselben Logik entstanden, nämlich nach der Maxime, die finanziellen Gewinne zu maximieren. Wann immer wir versuchen zu verstehen, wie einige höchst fragwürdige therapeutische Konzepte empfohlen werden können von den höchsten Autoritäten der Gesundheitspolitik (WHO, CDC, RKI etc.), so finden wir häufig entweder beschämende Interessenkonflikte oder die Abwesenheit von essenziell wichtigen Kontrollexperimenten – und stets die strikte Unterdrückung einer offenen Debatte mit angesehenen Wissenschaftlern, die abweichende schlüssige Sichtweisen von pathologischen Prozessen präsentieren. Manipulationen von Statistiken, Fälschungen von klinischen Studien und die Unterdrückung von Tests zur Feststellung der Giftigkeit von Medikamenten – all dies findet umfassend statt und wurde auch wiederholt aufgedeckt und dokumentiert. Doch zugleich wurde Vieles auch schleunigst vertuscht oder einfach übergangen, weshalb bis dato niemand die zynische Logik des heutigen profitorientierte Business in der Viruswissenschaft durchbrechen konnte. Immerhin gibt es Lichtblicke. So hat die Verschleierung der nervenschädigenden Giftigkeit von Thiomersal – einem Konservierungsstoff, der Impfstoffen zugesetzt wird, der mit dem Schwermetall Quecksilber versetzt ist und der deshalb als mögliche Ursache von Autismus unter geimpften Kindern in Frage kommt – die höchsten Ebenen der US-Politik erreicht (siehe Beitrag von Robert F. Kennedy Jr. „Tödliche Immunität“ am Ende von Kapitel 7).
Der Virus-Wahn ist eine soziale Krankheit unserer hoch entwickelten Gesellschaften. Um diesen Virus-Wahn zu kurieren, ist es notwendig, die Angst zu besiegen. Denn Angst ist das tödlichste ansteckende Virus, das am wirkungsvollsten von den Medien übertragen wird.

Errare humanum est sed diabolicum preservare… (irren ist menschlich, doch einen Fehler zu bewahren, das ist diabolisch).

Etienne de Harven
Emeritus-Professor für Pathologie an der Universität Toronto und
Mitglied des Sloan Kettering Institute for Cancer Research, New York (1956-1981)
Mitglied des AIDS Advisory Panel von Thabo Mbeki, Präsident Südafrikas
Präsident von Rethinking AIDS (www.rethinkingaids.com)


Das Scheinargument „medizinischtechnischer Fortschritt“

4. März 2011

Hier einige Auszüge aus dem neuesten Rundbrief von Dr. Rath. Ich befürworte seine Geschäfte keinesfalls, will er m.E. sich bloß einen Teil des fetten Pharma- Kuchens selber einverleiben und nicht Menschen gesunden lassen. Doch seine Argumente über die Pharma- Machenschaften sind stichhaltig und gut belegt.

… Die besonders besorgniserregende Entwicklung der
Arzneimittelkosten über einen Zeitraum von 60 Jahren zeigt diese Abb.:

Nicht zu vergessen: Hinzu kommen auch noch die privaten Zuzahlungen der Kassenpatienten sowie die arzneimittelbezogenen Ausgaben der Privaten Krankenkassen (PKV). Erstere wurden im vergangenen Jahr mit 1,8 Mrd. Euro für Arzneimittel zusätzlich aus eigener Tasche abgezockt. Bei verschreibungspflichtigen Medikamenten muss jeder Patient grundsätzlich10 % des Preises draufzahlen. Auch bei diesen Zuzahlungen gibt es über die Jahre hinweg nur einen Weg: nach oben.
Die Bedingungen für stets sprudelnde Gewinne sind perfekt: Patente sind der Schlüssel. Damit verbunden ist das Preisdiktat. Studien werden von den Pharmafirmen selbst durchgeführt, ggf. entsprechend vorteilhaft manipuliert oder ganz zurückgehalten, alles im Hinblick auf eine gewinnträchtige Vermarktung. Kontrollmöglichkeiten durch nabhängige Institutionen existieren kaum.
Dafür aber weitreichende Einflussmöglichkeiten der Pharmalobby, ob in „gut betreuten“ Selbsthilfegruppen, mittels diensteifriger Politiker oder durch hörige Medien. Nicht Gesundheit, sondern steigende Gewinnerwirtschaftung ist die Triebkraft in diesem Gesundheitssystem. Ganz offen wird bereits von Gesundheitswirtschaft gesprochen. Sie muss hochrentabel sein. Wie kann es sein, dass z. B. Krankenhäuser ihren Chefärzten Verträge vorlegen, um diese zu jährlichen Umsatzsteigerungen von vier Prozent zu verpflichten! An erster Stelle rangiert immer der höchstmögliche Umsatz der Praxis, des Krankenhauses, der Apotheke.
Ganz oben steht allerdings der Hauptakteur:
das Pharmainvestmentgeschäft.
Nur noch den Aktionären verpflichtet, steht einzig die Gewinnmaximierung im Vordergrund, nicht die Gesundung von Kranken oder gar eine Krankheitsvermeidung.
Die unbegrenzte Renditebefriedigung der Investoren mittels der Kranken ist ein einzigartiges Geschäft. Hier gibt es keine Patienten, nur noch Kunden. Der Arzt verkommt zum bloßen Dienstleister und muss selbst in Kategorien steigender Umsätze denken. So werden Krankenakten nach möglichen neuen, behandlungsbedürftigen Krankheiten durchgeforstet, immer neue Termine zwecks Untersuchungen mit den „Kunden“ vereinbart, zweifelhafte Diagnosen gestellt, ob nicht doch noch eine ernsthafte (vermarktungsfähige) Krankheit vorhanden sein könnte, und Medikamente verschreiben ist nahezu immer dabei. Gelangt der Patient erst in dieses Stadium, dann übernimmt die Gesundheitswirtschaft die volle Macht, meistens für die verbleibende Zeit seines Lebens. Viele werden durch übertriebene Verschreibung von Arzneimitteln mit ihren hochgradigen Nebenwirkungen schier zu Tode therapiert.
Die Medizin ist verkommen zu einem reinen Konsumgut. Und nur Konsumenten kurbeln schließlich die Wirtschaft an. Schwerstkranke bzw. chronisch Kranke sind somit die besten „Verbraucher“ und unglaublich profitable Kunden für die Gesundheitswirtschaft. Das ist unfassbar zynisch, leider aber das Ergebnis dieser nur noch auf Profit getrimmten Gesundheitsindustrie. Und noch perfider ist, dass es dieser Branche mit Hilfe der Politik gelingt, uns allen per Gesetz die dafür benötigten finanziellen Mittel über ständige Beitragssteigerungen Jahr für Jahr aus der Tasche zu ziehen. Um es deutlich zu formulieren: Nicht der propagierte medizinisch-technische Fortschritt ist eine Hauptursache der massiven Kostensteigerung im Gesundheitsbereich, sondern die tägliche Jagd nach Rendite, also nach Kranken oder zukünftigen Patienten.
Mehr Werbung als Forschung Die Pharmabranche argumentiert, dass neue Medikamente deswegen immer teurer würden, weil die Forschung und Entwicklung große finanzielle Mittel verschlingt. Dass dies nicht den Tatsachen entspricht, ist offenkundig. Unabhängige Berechnungen zeigen, dass die Branche dafür nur etwa ein Achtel des Betrages aufbringt, den sie offiziell angibt. Statt dessen wird doppelt so viel Geld wie für die Forschung in die Vermarktung dieser Medikamente gesteckt. Es wird geschätzt, dass in Deutschland etwa 40 % der Gesamtumsätze der Pharmaindustrie
für das Marketing verwendet werden.1 Auch diesen Etat finanzieren selbstverständlich die Versicherten, einzig damit die Pharma-Abzocker ihre Arzneien zwecks Renditeerwirtschaftung schnellstmöglich auf den Markt bringen und möglichst lange dort halten können. Dies ziemlich unabhängig davon, ob es wirklich neue oder nur Scheininnovationen sind oder ob ein wirklicher Zusatznutzen vorhanden ist.
Im Sinne eines dauerhaften Profits gilt, möglichst lange an der „Bekämpfung“ von Krankheiten zu forschen. Nur der Verkauf immer teurerer Medikamente sorgt dafür, die Aktienkurse hoch zu treiben, die für die Existenz dieser Pharma-Giganten die Grundlage sind. Die medizinische Wissenschaft wurde fast ausnahmslos in deren Dienste gestellt. Unabhängige Forschung ist heute zu einem Fremdwort geworden. Das gilt auch für die meisten Hochschulen und Universitäten, die zwingend auf finanzielle Drittmittel angewiesen sind.

Deshalb: Trau keinem, der Geld nimmt! Vertrau auf die Großzügigkeit und Freigibigkeit der Natur.
Oder noch kürzer und einfacher:
paradise your life ! 🙂

 


Arzneimittel-Tollhaus Deutschland

25. Oktober 2010

Da ich mich eher für positive, bzw. Lösungs-, Vorschläge zuständig fühle aber doch auch immer wieder einmal die div. Schieflagen und Gesellschaftsprobleme dargestellt werden sollten, hier ein Beitrag, den Tobis Knorr entdeckt hat:

Das Diktat des Überflusses. Eine Bestandsaufnahme der gigantischen Verschwendungen im deutschen Medizinbetrieb von Kurt G. Blüchel

http://www.fr-aktuell.de/ressorts/nachrichten_und_politik/dokumentation/?cnt=271056&page=4
(Erklärung: Leider hat die „Frankfurter-Rundschau“ umgebaut und in Folge dessen alle Adressen geändert. Deshalb stimmt die hier Angegebene nicht mehr, finde aber auch den Artikel in deren Archiv nicht wieder. Na ja, obige war jedenfalls die Originaladresse)

http://www.miprox.de/Sonstiges/Arzneimittel-Tollhaus-Deutschland.htm

Der von Bundesregierung und Opposition ausgehandelte Gesundheitskompromiss gebietet der systematischen Plünderung der Krankenkassen durch medizinische Überversorgung kaum Einhalt. Die Verschwendungsorgie im Gesundheitswesen koste die Versicherten aber jährlich fünfzig Milliarden Euro, kritisiert Kurt G. Blüchel. Ausländische Pharma-Multis erfänden völlig neue Massenkrankheiten, um den deutschen Markt für Arzneimittel zu vergrößern. Die Schulmedizin verkomme zur Quacksalberei; ihre Misserfolge machten das Gesundheitswesen unbezahlbar. Und die Politik kuriere den Medizinbetrieb zu Tode.

Der weltberühmte Arzt Ferdinand Sauerbruch, Chef der Berliner Charité im Dritten Reich, wurde einmal zu einem Notfall in seiner eigenen Familie gerufen. Bei dem schwer kranken Patienten handelte es sich um den Hund seiner Tochter. Nach dem Eingriff kommentierte er das Resultat seiner Bemühungen mit jener Bemerkung, die als geflügeltes Wort zu zweifelhaftem Ruhm gelangen sollte: „Operation gelungen, Patient tot.“

Vor einem ähnlich jammervollen Schicksal steht vermutlich das soeben von Regierung und Opposition verabschiedete Gesundheitsreförmchen. Sein größter Fehler: Rücksichtnahme auf vordemokratische Systemstrukturen. Sein größtes Handicap: Nichtberücksichtigung eines rasant wachsenden Verschwendungspotenzials. Nicht etwa leere Kassen treiben den schwer angeschlagenen Medizinbetrieb in die Katastrophe, sondern die maßlose Vergeudung des Beitrags-Reichtums durch nimmersatte Interessengruppen.

Die Diagnose ist unstrittig, und sie gibt wenig Anlass zur Hoffnung: Das deutsche Gesundheitswesen, einst das Mekka der Medizin und jahrzehntelang von Experten im In- und Ausland als vorbildlich gepriesen, ist enorm überteuert und gleichzeitig unglaublich ineffizient. Im Ergebnis produziert es inzwischen mehr Kranke als Gesunde. Die Versicherten zahlen für die Luxusklasse, der Service allerdings ist – von rühmlichen Ausnahmen abgesehen – drittklassig. Dieses Fazit legen nicht nur internationale Studien mit zum Teil vernichtender Urteilsbegründung nahe, die beispielsweise der deutschen Herzmedizin – für viele das Filetstück unseres Medizinbetriebs – weit gehende Inkompetenz bescheinigen. Beschämender noch ist der Qualitätsstandard der deutschen Krebsmedizin, die seit Jahren im internationalen Ranking das Schlusslicht bildet. Mittlerweile ist selbst die wenig verwöhnte „Kundschaft“ unzufrieden: Mehr als die Hälfte aller Deutschen bewerten nach jüngsten Umfragen die Qualität der „Leistungserbringer“ im Medizinbetrieb als mangelhaft, in vielen Bereichen gar als völlig ungenügend. Hauptkritikpunkte: falsche und überflüssige Diagnosen sowie unsinnige und riskante Behandlungsmethoden.

Durchleuchtungswahn
In Deutschland werden jährlich rund 1250 Röntgenuntersuchungen pro 1000 Einwohner vorgenommen. In den Niederlanden und Schweden liegt diese Zahl zwischen 500 und 600. Dabei ist die ärztliche Versorgung in diesen Ländern auf Grund europäischer Vergleichsstudien erheblich besser als bei uns. Auf bis zu 50 Prozent der jährlich rund 100 Millionen von Internisten, Orthopäden, Chirurgen und Ärzten anderer Fachrichtungen durchgeführten Röntgenuntersuchungen könnte verzichtet werden, ohne dass die Qualität des ärztlichen Handelns darunter leiden würde – Einsparpotenzial: eine Milliarde Euro. Prof. Dr. Horst Kuni von der Universität Marburg weist darauf hin, dass infolge von Röntgenuntersuchungen in Deutschland etwa 50 000 Menschen jährlich an Krebs erkranken, 15 000 davon sterben.

Von den jährlich rund 200 000 an deutschen Kliniken vorgenommenen Gebärmutterentfernungen ist „mindestens jede Zweite überflüssig“. Bei Frauen, denen auf Grund von Bauchbeschwerden der Blinddarm entfernt wurde, stellte sich laut Prof. J. Waninger von der Universität Freiburg heraus, dass in 75 Prozent aller Fälle die Beschwerden auch nach dem Eingriff noch vorhanden waren. Bei 40 Prozent aller Eierstockoperationen lag nach Prof. Dr. H. Koester, ehemaliger Direktor der Frauenklinik der Städtischen Kliniken Dortmund, keine ausreichende medizinische Begründung vor.

Die Zahl der Herzkatheter-Labors hat sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt. Im gleichen Zeitraum ist die Zahl der Katheteruntersuchungen um 250 Prozent auf rund 490000 angestiegen. „Sicher wird heute zu viel und zu unkritisch kathetert“, erklärt Dr. Ernst Giert vom Städtischen Krankenhaus Offenbach. Aber: „Wer einen Hammer hat, tendiert dazu, jedes Problem für einen Nagel zu halten.“ Die Zahl der Ballondilatationen (mit Ballondilatationen werden Verengungen der Herzkranzgefäße aufgesprengt) ist gar um 400 Prozent angestiegen. Mit 4267 Linksherzkatheter-Untersuchungen pro eine Million Einwohner liegt Deutschland in Europa mit Abstand an der Spitze. Im europäischen Durchschnitt, so ist einem Herzbericht der obersten Landesgesundheitsbehörden zu entnehmen, wurden 1873 Linksherzkatheter-Untersuchungen pro eine Million Einwohner durchgeführt. Die meisten Herzkatheter-Unterschungen werden anscheinend nur um ihrer selbst willen gemacht, es schließt sich keine Therapie an. „Da kann man schon auf die Idee kommen“, so der Berliner Herzspezialist Professor Eckart Fleck, „dass mancher Kardiologe mehr für sein Konto als für den Patienten arbeitet.“

Deutschland nimmt im internationalen Vergleich mit rund 70 Betten je 10 000 Einwohner einen Spitzenplatz ein. Gleichzeitig dauert die Krankenhausbehandlung hier zu Lande mit durchschnittlich 12 Tagen je Krankenhausfall am längsten. Der Grund: Die Betten müssen belegt sein. Regierungsberater Professor Karl W. Lauterbach rechnete vor, dass hier zu Lande etwa 230 000 (von rund 550 000) Klinikbetten abgebaut werden müssten, um auf den internationalen Durchschnittswert zu kommen. Das Sparpotenzial beläuft sich in diesem Bereich auf rund 20 Milliarden Euro.

Unnötige Überdiagnostik
Bei der Krebsdiagnostik könnten nach Prof. Dr. Henning König von der Universität Erlangen bis zu 25 Prozent der Kosten eingespart werden. Die Einsparungen seien möglich, ohne dass die Qualität der Diagnosen und der nachfolgenden Behandlung leidet. Es sei lediglich erforderlich, auf die gegenwärtige „unnötige Überdiagnostik“ zu verzichten – damit könnte gleichzeitig Zehntausenden von Patienten viel Leid erspart werden. Jedoch: „Das im Gesundheitssystem erbrachte Leistungsspektrum orientiert sich primär – völlig zu Recht – an den wirtschaftlichen Überlebenschancen der Leistungserbringer und nicht an den Bedürfnissen der Leistungsnehmer“ (Patienten), wie einem Leitartikel des Deutschen Ärzteblattes zu entnehmen war.

Eine von der Schwäbisch Gmünder Ersatzkasse in Auftrag gegebene Studie ergab, dass 30 Prozent aller Knie-Operationen überflüssig sind und darüber hinaus 50 Prozent der Operierten mit dem Ergebnis nur bedingt oder gar nicht zufrieden waren. Andererseits ist es, wie Professor Jani in der Ärztezeitung Medical Tribune darlegte, innerhalb von nur drei Jahren zu einem Anstieg arthroskopischer Eingriffe von 600 Prozent gekommen. Bei 442 kontrollierten Spiegelungen des Magens waren 43 Prozent medizinisch unbegründet.

Deutsche Chirurgen amputieren bei Zuckerkranken viel zu häufig: In unseren Kliniken werden pro Jahr fast 30 000 Amputationen vorgenommen. „Das sind viel mehr als in anderen europäischen Staaten wie Frankreich, den Niederlanden, Italien und den skandinavischen Ländern“, sagte Hans Henning Wetz von der Universität Münster. „Es könnten 8000 bis 10 000 weniger sein.“ Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Deutschland schon vor Jahren in einer Deklaration aufgefordert, die Amputationen bei Zuckerkranken zu halbieren.

Derzeit werden auf Grund von jährlich vier Millionen „grauen Mammographien“ 100 000 Frauen operiert, die nicht operiert werden müssten, wenn stattdessen mit der Qualität der europäischen Nachbarländer wie zum Beispiel der Niederlande gescreent würde, heißt es in einem Gutachten des Sachverständigenrates für die Konzertierte Aktion im Gesundheitswesen. Von den jährlich 100 000 operierten Frauen sterben im Schnitt 4000.

Überflüssige, d. h. medizinisch unbegründete Operationen werden fast allen Fachgebieten vorgeworfen. Insgesamt sollen sich von den jährlich acht Millionen vorgenommenen Eingriffen etwa die Hälfte als nicht notwendig erweisen. Der Münchner Medizin-Informatiker Wilhelm von Eimeren warnte vor allzu unspezifischen Massentests. Damit drohen die Deutschen zu einem „Volk von Vorsorgegeschädigten“ zu werden.

Falls das Verhalten der Ärzte selbst und ihrer Familienangehörigen zum Maßstab genommen würde, könnten nach Schätzungen von Experten allein 30 Millionen Krankenhaustage oder ca. 22 Milliarden Euro eingespart werden – aber auch Zehntausende von Toten sowie Hunderttausende Medizingeschädigte pro Jahr verhindert werden. Bei Operationen der Gallenblase liegt die Eingriffshäufigkeit 84 Prozent höher, bei Hämorrhoiden-Operationen 83, bei Gebärmutteroperationen 53 Prozent und bei Mandeloperationen immer noch 46 Prozent höher als bei Ärzten und ihren Familienangehörigen. Lediglich bei Blinddarmoperationen liegen die Vergleichszahlen bei der übrigen Bevölkerung mit acht Prozent nur unwesentlich höher als bei Ärzten. Dafür lehnen fast 95 Prozent der Ärzte für sich und ihre Familienangehörigen eine Chemotherapie bei Krebs ab.

Das Wissenschaftliche Institut der Allgemeinen Ortskrankenkassen hat errechnet, dass die Lebenserwartung der Bevölkerung im gleichen Maße sinke wie die Arztdichte in Ballungsräumen zunehme. Der renommierte Medizinpublizist Dr. med. Hans Halter ist auf Grund eigener Nachforschungen zu ähnlich alarmierenden Ergebnissen gelangt: „Bürger, die in einem Gebiet mit vielen Ärzten und reichlich Krankenhäusern wohnen, verwandeln sich rascher in Patienten, werden häufiger operiert, nehmen mehr nebenwirkungsreiche Medikamente und sterben, gemessen am statistischen Durchschnitt, früher.“ 46 Prozent der Ärzte sind nach einer Emnid-Umfrage davon überzeugt, dass es in Deutschland zu viele Ärzte gibt. Zwei Drittel aller Patienten haben das Gefühl, dass im Verlauf einer Behandlung mit wechselnden Ärzten viele Untersuchungen doppelt vorgenommen werden. Rund die Hälfte aller Patienten hat die Erfahrung gemacht, dass Ärzte überflüssige Leistungen erbringen. Die Ärzte bestätigen diese Erfahrung: Zwei Drittel geben an, dass Ärzte gelegentlich oder sogar häufig therapeutisch überflüssige Leistungen erbringen.

Sinnlose Verschreibungen
Obwohl die Bevölkerungszahl (Versicherte) sich in den letzten zwanzig Jahren mit rund sechs Prozent nur wenig entwickelt hat, stieg nach einer Mitteilung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung die Zahl der niedergelassenen Ärzte um das Zehnfache auf 65 Prozent. Die Zahl der Fälle je Arzt ist seither jedoch konstant geblieben. Hartmut Recke vom Berufsverband Deutscher Laborärzte schätzt die jährliche Verschwendung allein durch falsche und überflüssige Labortests auf 250 Millionen Euro. Mit der Zahl der Ärzte ist, so berichtet der Deutsche Apothekerverband (ABDA), gleichzeitig auch die Zahl der Apotheken in Deutschland kontinuierlich angestiegen – innerhalb von vier Jahren um rund 4,4 Prozent. Dies hat jedoch nicht zu Umsatzrückgängen geführt, sondern im Gegenteil: Der Umsatz je Apotheke ist in diesem Zeitraum um 23,1 Prozent angestiegen. Für die Gesetzliche Krankenversicherung bedeutet dieser Anstieg eine zusätzliche Finanzbelastung von mehr als 15 Prozent.

Im Bereich der fast 130 000 niedergelassenen Ärzte führen nach einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft Kiel die Überkapazitäten zu einem regelrechten Abrechnungskrieg. Im Rahmen der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen – im Zusammenhang mit der explosionsartigen Leistungsmengenentwicklung – wurden reihenweise Abrechnungsbetrügereien aufgedeckt. Niedergelassene Ärzte rechneten zum Beispiel Leistungen ab, für die sie mehr als 30 Stunden am Tag hätten arbeiten müssen. Aus den Abrechnungen ging hervor, dass manche Ärzte sogar Säuglinge über Sexualität, Drogenkonsum und Verhütungsmittel im Rahmen der „Lebensberatung“ aufgeklärt haben wollten.

Skandalöse Qualitätsmängel in der Arzneimitteltherapie verursachen nach Meinung von Prof. Dr. Manfred Wehling, Leiter des Instituts für Klinische Pharmakologie Mannheim, „eine extreme Schieflage“: Bluthochdruck-Behandlungen seien nach umfassenden Studien nur bei sechs Prozent der Patienten „leitliniengerecht realisiert“ worden, Cholesterin-Behandlungen bei Herz-Kreislauf-Krankheiten gar nur bei vier Prozent. Der Hauptgrund für diese Tragödie: Mehr als die Hälfte der deutschen Ärzte kann nicht fachgerecht mit Arzneimitteln umgehen. Der bekannte Internist und Klinische Pharmakologe Prof. Dr. Jürgen C. Frölich an der Medizinischen Hochschule Hannover sagt in diesem Zusammenhang: „Ein erheblicher Teil der Ärzte weiß nicht, wie viel Wirkstoff sie einem individuellen Patienten verschreiben dürfen und wie viel ihn womöglich umbringen wird.“ Frölichs Institut hat diese erschreckende Erkenntnis an 168 Ärzten in deutschen Krankenhäusern gewonnen. Diese Ärzte arbeiteten im Durchschnitt seit drei Jahren an ihren Kliniken, „waren also keine Neulinge“. Professor Frölich, der 1994 zusammen mit der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen den Arzneimittelinformationsdienst AID einrichtete, fragte nach den richtigen Dosierungen der 17 meisteingesetzten Medikamente – „bei einem geradezu irreal einfachen Kranken: ungestörte Leber- und Nierenfunktion, Normalgewicht, mittleres Alter, keine Begleiterkrankungen“. Das Ergebnis: 46 Prozent der befragten Ärzte machten korrekte Angaben zur Dosierung. 15 Prozent der Angaben hätten deutliche Unterdosierungen bedeutet, „so dass kein Behandlungserfolg zu erwarten gewesen wäre“. Sieben Prozent der Antworten waren Überdosierungen – „und zwar heftige“. 32 Prozent aller befragten Mediziner hatten es vorgezogen, zum Thema Dosierung überhaupt keine Antwort zu geben …

Kein Wunder, dass auch die Zahl der durch Arzneimittel geschädigten Patienten ohne direkte Todesfolge ungeheuer groß ist. So kam Professor Wehling an seinem Mannheimer Institut zu einem nicht weniger skandalösen Resultat: Mehr als zwei Millionen ältere Menschen über 60 Jahre müssen jährlich nur deshalb in Kliniken eingewiesen werden, weil sie von niedergelassenen Ärzten unsachgemäß mit Medikamenten behandelt werden.

Seit langem gilt Deutschland im internationalen Vergleich als das Arzneimittel-Tollhaus Europas. Schon heute zählt hier zu Lande die unüberschaubare Fülle der Zäpfchen und Pillen, Tropfen und Salben – insgesamt soll es zwischen 50 000 und 60 000 verschiedene medikamentöse Darreichungsformen geben – zu den wichtigsten Todesursachen. Würden auf den Gräbern aller Arzneimittelopfer Kerzen brennen, wären unsere Friedhöfe des Nachts erleuchtet wie sonst nur zur Adventszeit. Der frühere Bundesgesundheitsminister Horst Seehofer bezeichnete es bereits in den neunziger Jahren als „schwachsinnig, risikoarme Arzneimittel durch risikoreiche und billige durch teurere zu ersetzen“.

Das „abwartende Offenlassen“ von Diagnosen von Hausärzten und Internisten sowie der Einsatz „angemessen wirksamer“ Medikamente dürfte künftig die einzige Möglichkeit sein, vor allem Patienten mit Bagatellerkrankungen – das sind mehr als 80 Prozent aller Behandlungsfälle im Bereich der niedergelassenen Ärzte – vor Schäden zu bewahren. Der Münchner Arzt Dr. med. Klaus-Eberhard Haase, ehemals leitender Manager in der pharmazeutischen Industrie und Mitglied der Transparenzkommission beim Bundesgesundheitsamt, hat in einer viel beachteten Abhandlung über „Positiv-Liste: Risiken und Gefahren für Patient und Arzt“ schon vor Jahren auf diesen Zusammenhang aufmerksam gemacht: „Je ernsthafter die Erkrankung, desto wirksamer muss das Arzneimittel sein, auch unter Inkaufnahme von Risiken – und umgekehrt! Eine Nutzen-Risiko-Abwägung als Voraussetzung für die Verordnung eines angemessen wirksamen Arzneimittels ist allerdings nur beim jeweiligen Patienten durch den behandelnden Arzt, nicht pauschal durch bewertende Listen (z. B. Positiv-Liste!) möglich. Er muss deshalb schwächer wirksame (nicht unwirksame!), aber gut verträgliche Arzneimittel ebenso ungehindert verordnen können wie stärker wirksame und nicht so gut verträgliche.“

Gesundheit rechnet sich nicht
Die internationalen Pharma-Konzerne sind jedoch stattdessen zu einem globalen Arzneimittel-Wettrüsten angetreten. Das hat inzwischen dazu geführt, dass heute bei fast 20 Prozent der Todesfälle in einem Krankenhaus die unerwünschten Nebenwirkungen von Medikamenten und ihre fehlerhafte Anwendung infolge falscher Diagnosen die Hauptrolle spielen. Vor allem die aktuellsten, in US-Laboratorien entwickelten Medikamenten-Innovationen können nicht nur zehntausende Todesfälle verursachen, sie können auch hunderttausende Todesfälle mitverursachen; ganz zu schweigen vom Schicksal jenes Patientenheeres, das auf Grund der heute üblich gewordenen Übermedikalisierung viele kranke Menschen für den Rest ihres Lebens zu Krüppeln stempelt.

Unterdessen werden durch millionenschwere Aufklärungskampagnen alle möglichen Allerweltsleiden zu bedrohlichen Krankheiten aufgebauscht oder – schlimmer noch – Massenkrankheiten völlig neu erfunden. Handel treiben mit Krankheiten („Disease Mongering“) bezeichnen Kritiker dieses makabre Spiel mit der Angst der Bürger, das nicht nur zum festen Bestandteil von Marketingstrategen der Pharma-Multis zu werden droht, sondern sich offensichtlich auch für das ständig wachsende Heer der Ärzteschaft auszahlt. Denn „der Wettbewerb zwingt zur Erschließung neuer Märkte“, so das Thema einer Titelgeschichte, die im September vorigen Jahres im Deutschen Ärzteblatt erschien. Dort heißt es weiter: „Das Ziel muss die Umwandlung aller Gesunden in Kranke sein …“

Die Urologen sprangen als Erste auf den Zug in eine verheißungsvolle Zukunft. Der „Männer Leibärzte“ wollen sie werden, „unverzichtbare Begleiter für ein ganzes Männerleben“. Der Bundesverband Deutscher Urologen etablierte flugs einen „Innovationsausschuss“, um künftig auf der „Erfolgswelle“ mitzuschwimmen. Bei so viel Zukunftsbegeisterung wollen die Frauenärzte natürlich nicht abseits stehen. Sie waren ja schon in der Vergangenheit nicht ohne Kreativität und Fantasie. Von präventiven Brustamputationen bis zu vorsorglichen Gebärmutterentfernungen haben sie in den letzten Jahren ihre Patientinnen stets mit einer erstaunlich großen Angebotspalette überrascht. „Häufig macht man sogar Hysterektomien, um die Frauen von ihrer menstruellen Migräne zu befreien“, wundert sich die Ärztin Dr. A. Gendolla von der Neurologischen Universitätsklinik Essen. „Die haben natürlich überhaupt keinen Einfluss. Die absurdesten Dinge, von denen ich gehört habe, waren Brustreduktionen wegen Migräne.“ Dass die Pfründe der Gynäkologen nicht austrocknen, dafür wollen künftig auch die Pharma-Hersteller sorgen. Mit „Viagra für Frauen“ werden jetzt Arzneimittel-Unternehmen die Normierung des Geschlechtsaktes vorantreiben – wer nicht mitmacht, wird als krank erklärt.

43 Prozent aller US-Amerikanerinnen über 18 Jahre sollen an einer „sexuellen Funktionsstörung“ leiden, weil sie angeblich keine Lust oder 0rgasmusschwierigkeiten beim Geschlechtsverkehr haben. Alle diese Frauen seien behandlungsbedürftig. Nur ganz vereinzelt gibt es hier zu Lande kritische Stimmen: „Jeder zweiten Frau eine Sexualstörung anzudichten, ist eine üble Tour“, meint Klaus Diedrich, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Frauenheilkunde und Geburtshilfe.

Angst bringt Profit
An einer Fülle anderer Beispiele für Disease Mongering mangelt es nicht: Schlafstörungen, Essstörungen, Angst, Aufmerksamkeitsstörungen bei Kindern, aber auch unerwünschte Kinderlosigkeit oder Schönheitsmängel, Erektionsstörungen, Sodbrennen, Existenzangst, Vergesslichkeit, Fußpilze, Glatzenbildung, Depressionen oder das so genannte Reizdarmsyndrom werden durch konzertierte Aktionen vom großen Bruder Pharma und seinen medizinischen Handlangern in den Stand gefährlicher und behandlungsbedürftiger Krankheiten erhoben – besonders dann, wenn auch die passenden Medikamente zur Verfügung stehen. Die Pharma-Industrie macht die Angst der Menschen zum Programm; ihre subtilen „Aufklärungskampagnen“, die subjektiv Krankheit heilen wollen, in Wirklichkeit aber der Bevölkerung nachhaltig die Gesundheit austreiben, wirken sich, wie der Hamburger Psychiater Prof. Dr. Klaus Dörner es formuliert, „umso destruktiver aus, je mehr sie der Vermarktung und dem Wettbewerb überlassen werden“. Diese Prinzipien seien in der übrigen Wirtschaft segensreich, im Gesundheitswesen jedoch „tödlich“.

Nach Prof. Dr. Peter Schönhöfer, Pharmakologe und seit vielen Jahren Mitherausgeber des unabhängigen Arznei-Telegramms in Berlin, steht zweifelsfrei fest: „Das allgemeine Handlungsprinzip im deutschen Gesundheitswesen ist Betrug.“ Mit einer im medizinischen Fachschrifttum seltenen Deutlichkeit hat sich auch die altehrwürdige Münchner Medizinische Wochenschrift in die gesundheitspolitische Diskussion eingemischt. Unter der Überschrift „Weiße Kittel und schmutzige Hände“ nahm das angesehene Ärzteblatt den Medizinbetrieb als „Unrechtssystem“ ins Visier und zitierte den Leiter der Sonderkommission „Abrechnungsbetrug“ beim Bundeskriminalamt, Raimund Schmidt, mit einer vernichtenden Feststellung: „Die kriminellen Strukturen im Gesundheitswesen sind nur noch vergleichbar mit der ‚organisierten Kriminalität‘.“

Damit der deutsche Medizinbetrieb nicht unter dem Primat der Ökonomie verkommt, fordert auch Professor Dr. med. Jürgen C. Frölich vom Institut für Klinische Pharmakologie an der Medizinischen Hochschule Hannover auf einem Gesundheitsforum in München radikale Konsequenzen. Angesichts der von ihm geschätzten 30 000 Arzneimitteltoten pro Jahr sei nun vor allem die Politik zu raschem Handeln aufgefordert; denn die durch diese Todesfälle verursachten Folgekosten allein beziffert Frölich auf mehr als 30 Milliarden Euro pro Jahr. Noch bizarrer sind die Untersuchungsergebnisse seines Kollegen Wehling, der jüngst in dem angesehenen Fachjournal Deutsche Medizinische Wochenschrift die Vermutung anstellte, dass von den 500 000 Todesfällen durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen wahrscheinlich 100 000 verhindert werden könnten, wenn die Patienten nicht die falschen Arzneimittel bekämen.

Ulla Schmidt und Horst Seehofer haben mit ihren derzeitigen Reformbemühungen fast nichts gegen die gigantische Verschwendung im Gesundheitswesen getan, vor allem die vordemokratischen Systemstrukturen unangetastet gelassen. Nicht der medizinische Fortschritt lässt das marode System aus dem Ruder laufen, vielmehr sind es die weltweit einmaligen Verhältnisse des deutschen Medizinbetriebs als Anbietermarkt. Kliniken und Ärzte, Apotheker, Krankenkassen und Arzneimittelhersteller beeinflussen das Preisgefüge viel nachhaltiger. als es Patienten je könnten. Für die so oft zitierte „Anspruchsinflation“ der Bürger konnten empirische Belege bis heute nicht beigebracht werden.

Zweifelsfrei belegt ist dagegen die Erkenntnis, dass Ärzte die Leistungen in Praxis, Klinik und vielen anderen Gesundheitseinrichtungen festlegen, die Produzenten pharmazeutischer und medizinischer Gerätschaften den Preis bestimmen, gesetzliche Krankenkassen ohne Kontrolle Rechnungen bezahlen – von den Beiträgen, die den 72 Millionen Versicherten monatlich zwangsenteignet werden.

Eigenverantwortung der Bürger ist gut, Transparenz und hinreichende Aufklärung ebenfalls. Doch als Kontrollinstanz, als reformerischer Machtfaktor, der gewissermaßen vom Feldherrnhügel die Richtung vorgibt, ist der Kranke maßlos überfordert. Die Patienten stehen im undurchdringlichen Labyrinth des Gesundheitssystems auf verlorenem Posten. Deshalb sollte die Bundesregierung endlich die Selbstverwaltungsorgane und ihre Leistungserbringer zwingen, zumindest eklatante Versäumnisse und Mängel bei der medizinischen Versorgung zu beseitigen, die Strukturen durchsichtig zu machen, und damit ansatzweise Kundensouveränität im chaotischen Gesundheitsmarkt sicherstellen.