Einfach verrückt …

30. März 2011

… diese Welt!
Irgendwie ist es ‚denen’ gelungen, uns einzureden, dass Fortschritt immer gut und Neueres besser als Altes ist.


Dass es in den allermeisten Fällen genau umgekehrt ist, fällt mir immer wieder auf.
Jetzt gerade beim Plündern meiner Nusskörbe:
Ich kenne bzw. habe derzeit 5 Sorten von Haselnüssen zur Verfügung.
• Geschälte Supermarktware
• die von meinen teuer, von einer Baumschule, gekauften Büsche
• die von den Uraltbüschen meines gekauften Hauses,
• eine Wildform, die ich beim Radfahren entdeckt habe und
• Nüsse einer Baumform aus einem Wiener Park

• Mit Abstand die schlechteste Qualität (geschmacklich) ist die aus Kanada stammende Supermarktware.
• Die nächst bessere Sorte sind meine eigenen Haselnüsse, die zwar für eine gekaufte Zuchtform auffallend klein, aber doch einigermaßen wohlschmeckend sind.
• Die nächstbessere Form sind die alten, großen, aber leider mit ‚Weichholzbast’ überzogenen und deshalb etwas mühsam essfertig zu bekommenden Haselnüsse des Uralt- Busches.
• Eindeutig besser sind die zwar kleinen und dickschaligen Park- Haselnüsse.
• Die mit Abstand besten aber, sind die großen, dünnschaligen und wohlschmeckenden Nüsse des zufällig entdeckten ‚wilden’ Strauches.

Diese Gesetzmäßigkeit beobachte ich immer wieder.
Die Leute mähen und entsorgen z.B. ihren Rasenschnitt samt wertvollster Wildkräuter, kaufen sich aber teuer wertlosestes fast food- Zeugs, kaufen sich kernlose Trauben aus der Türkei, zuungunsten der heimischen, robusten Kernsorten und meiden generell die (kleineren) Wildformen.

Detto in anderen Bereichen:
Anstatt z.B. a la Jesus einfach wieder ‚wie die Kinder’ zu denken und zu handeln, werden immer mehr Seminare besucht und auf die Wissenschaft gehört.

Anstatt wieder zumindest wie der Opa oder die Oma zu leben und zu arbeiten, sitzen wir lieber in modernen Autos, Büros und auf Couchen rum.

Anstatt uns wie ‚einfache Tiere’ den ganzen Tag natürlich und freudvoll zu bewegen absolvieren wir stinklangweilige, aber wissenschaftlich ausgeklügelte Fitnessprogramme.

Anstatt natürlich ‚drauf los’ zu leben, konsultieren wir Zeitungs- oder TV- Ratgeber oder einen Fachmann nach dem anderen, um nur ja nichts ‚falsch’ zu machen.

Guck genau hin, ob Fortschritt wirklich immer etwas Besseres ist oder bloß ein Fort- Schreiten vom Besseren! 😉

 


Essen, das gegen Krebs schützt

23. Juli 2010

Zu der Viel-, um nicht zu sagen Unzahl an Ratgeber- Büchern, die Errettung vor Krebs versprechen und dennoch nichts an den anhaltend stetig steigenden Erkrankungsraten ändern konnten, kam nun das Buch von Kerstin Hulten dazu.
Es beinhalttet viel Richtiges aber auch viel Unsinniges, vor allem aber aus der ‚paradise your life‘- Sicht unglaublich viel umständlich Kompliziertes, wie es sich eben für eine Ernährungswissenschafterin gehört 😉

Allein der Titel ist ja eigentlich eine Lachnummer. Denn Krebs gibt es nur in Gesellschaften, die ihn sich ‚anessen‘. Da von einem Essen zu sprechen das vor Krebs schützt, schummelt natürlich gleich wieder das beliebte Medizinerbild der pösen, pösen Erkrankungen rein, die sich über uns hermachen und die wir ‚bekämpfen‘ müssen.
Diese Sicht kommt natürlich gut an bei den Menschen, da sie diese natürlich ganz wunderbar ‚Ursachen‘- entlastet und nicht ungebührlich an deren Verhalten kratzt.
Doch in Zeiten, in denen mittlerweile bereits jeder Dritte im Laufe seines Lebens an Krebs erkrankt, ist Schluss mit Geschummel, denke ich. Es muss auf den Tisch, dass jeder sich selber seine Erkrankung (mit)verursacht.
Jedermensch sollte ständig in seinem Kopf ein ‚Anzeigeinstrument‘ präsent haben, das ihm anzeigt wie artgerecht sein jeweiliges Verhalten ist bzw. wie weit es vom Primaten- und damit von unserem Ur- Verhalten abweicht.
Gänzlich unglaubwürdig wird das o.g. Buch, wenn es unter anderem Curry- Hähnchen- Rezepte empfiehlt.

Die Wahrheit wie man lebenslang dauergesund lebt, gibt es völlig kostenlos in jedem beobachtend, wachen Gehirn, hier im ‚paradise your life‘- blog, zusammengefasst in dem Satz ‚Lebe möglichst nahe an unserem, Jahrmillionen lang erfolgreichen Ur- Verhalten, das uns die Primaten bis heute ‚konserviert‘ haben‘ oder in meinem Buch, das so prominent empfohlen wird 😉