Alltagssüchte

8. Januar 2018

Als ich noch Kind war, waren die sogenannten Doppler, also ein Doppel- bzw. 2 Liter Wein bei allen Weinhauern der Gegend üblich und selbstverständlich. – Täglich getrunken natürlich!
Heute nennt man soetwas alkoholkrank.

Detto mit dem Rauchen. Männer meiner Kindheit die nicht rauchten waren seltene Ausnahmen. Oder noch eine Generation davor: Ein Bauer, der kein Pfeifchen im Mundwinkel hängen hatte, war kaum denkbar.
Heute, in Zeiten der Raucherverfolgung und dem vielen Wissen um die Krebsauslöser im Zigarettenrauch, kaum mehr vorstellbar

Bei der Sucht also wird die Absurdität und Tragik des Tuns deutlich sichtbar: Wir tun am intensivsten, was am meisten schadet.

Als payoli, sieht man genau diesen Effekt nicht nur bei den ‚offiziellen‘ Süchten sondern allerorten. Die Menschen hängen an ihren schädigenden Gewohnheiten, die sie krank machen und ihnen Lebenszeit rauben in einer echt absurden Form und Intensität.
Egal ob es die Kochkost, fastfood oder der Bewegungsmangel ist, der Handy- oder Auto- Gebrauch, der Arbeits- oder Schulstress. Wir tun so, als ob es ohne diese Dinge nicht ginge …

Bleibt nur zu hoffen, dass auch dieses absurde Tun in einigen Jahren oder Jahrzehnten ähnlich ‚dumm dastehen‘ wird, wie für uns heute die ‚alten Süchte‘ …

 

 

 

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E-Zigaretten- Studie

16. Februar 2016

Na, so eine Überraschung aber auch!
Laut einer neuen Studie, über genetische Auswirkungen von Elektronischen Zigaretten, die auf der Konferenz des US-Wissenschaftsverbandes AAAS in Washington präsentiert wurde, sind diese gar nicht so harmlos wie vielfach angenommen wird!

Das einzig Überraschende daran:
Dass noch immer niemand merkt, wo das Problem liegt.
Bei uns Zuvielisations- Menschen! 😉

Rauchen war bei den ‚Indianern‘ Jahrtausende kein Problem. Kaum wickelte das ‚Bleichgesicht‘ den Tabak in Papier ging auch schon die Post ab! Innerhalb kürzester Zeit qualmten sich diese ‚Kulturbringer‘ reihenweise in ihre Gräber.
Detto die Kartoffeln und der Mais, ebensolche Indio- Mitbringsel. Jahrtausende lang in deren Herkunftsländern: Nullo Problemo!
Heute, ‚dank‘ der innovativen Zivilisationsmenschen ist Mais, nach Soja die genmanipulierteste und damit bedenklichste aller Feldfrüchte. Für die Zubereitung von Kartoffeln mussten sogar Gesetze erlassen werden, weil wir Schwachköpfe die Pommes in so verrückten Mengen verzehrten und so sehr verbruzzelten, dass die entstehenden Acrylamide jede Menge an Krebsen erzeugten.

FriedenspfeifeIch spar mir jetzt diese Endlos- Aufzählung, was alles kein Problem wäre, wir es aber zu einem gemacht haben.
Aber vielleicht als Positivaufzählung: Wir könnten völlig problemlos Auto fahren, Flugzeug fliegen, Spielzeug schenken, Kleider färben, Maschinen verwenden, Alkohol, Kaffee, Tee trinken, Torten essen …
Aber nicht in diesem völlig ver-rückten Ausmaß!
Müssen die Kleinsten schon ständig neue Kleider tragen, obwohl wir wissen, dass gerade die buntesten und neuesten die giftigsten sind!?
Müssen wir tatsächlich die Zeitung ums Eck oder das Kind zur Schule mit dem Auto fahren!?
Können wir nicht mal angegorenen Früchtesaft bloß kosten oder genießen, sondern müssen ihn kistenweise heimkarren und in uns reinschütten?
Reichen 5 nette und alte Spiele, die man danach wieder weitergibt tatsächlich nicht für heutige Kinder? Müssen es tatsächlich giftige und bedenkliche Berge von Plastik- und Elektronik- Schrott sein!?

Das alles, all dieses ‚den Hals nicht voll genug kriegen‘, ist unser Problem!
Eine Friedenspfeife, ein Joint zu ‚heiligen Zeiten‘, ein Flug alle paar Jahre, ein ‚abgetragener‘ PC … Alles kein Problem.
Doch die Menge macht das Gift! – Für uns und den Planeten!

Und warum diese Gier!?
Ganz einfach!
Pfeil Wir leben in einem absoluten Mangeldenken,
Pfeil bekommen von klein an nie die uns zustehende ‚artgerechte‘ Liebe und Zuwendung,
Pfeil werden von klein an dazu erzogen, besser, durchsetzungskräftiger, gescheiter, tüchtiger … zu werden.
Pfeil Unseren Eltern, Erziehern, Lehrern, Chefs, Partnern reicht nie, was wir sind, haben, können.

In unserer Gesellschaft drängt jeder jeden ins Hamsterrad oder ganz derb gesagt: Wir alle gehen im Kreis, werden von hinten so getreten wie wir nach vorne treten und merken das nicht.
Wir sitzen in Firmen um möglichst wertlose Produkte möglichst teuer zu verkaufen. Um danach rauszugehen und als Konsumenten möglichst wertvolle Produkte möglichst billig zu kaufen.

Also – um den Kreis zum Ausgangsthema zu schließen – dreh Dir, wenn’s sein ‚muss‘, eine Zigarette, lass sie Dir schmecken und vergiss den Tabak dann wieder bis zu unserem nächsten ‚Friedenspfeifen- Treffen‘ 😉

 

 

 


Coole Raucher

15. Juli 2013

hbSieht er nicht lässig aus der Humphrey Bogart, mit seiner Zigarette?
Dieser ‚ewige‘ Glimmstängel zwischen den Lippen kostete ihn aber auch das halbe Leben. Und ob er im Endstadium seines Raucherkrebses auch noch so cool war, darf bezweifelt werden …

Unsere Rauchgewohnheiten zeigen m.E. recht deutlich unseren Zustand, lassen tief blicken über diese Gesellschaft und seine Individuen.
Die Nordamerikanischen ‚Indianer‘ von den wir uns das Rauchen abgeguckt haben, taten es genussvoll, achtsam und fast sinnvoll. Und das vermutlich Jahrtausende lang und nebenwirkungsfrei.
Wir haben daraus ein Suchtmittel par excellence gemacht, dass viel zu viele, viel zu früh abtreten lässt, unvorstellbares Leid verursacht, Unsummen kostet, die Umwelt belastet und eine höchst sinnlose Beschäftigung ist.

Dazu kommt noch, dass sich laut diverser Statistiken, Raucher auch noch als Mitglieder bildungsferner Schichten, gesellschaftlich unangepasst, kaum gesundsheitsbewusst und unstrebsam outen.

 


Ich hab’s versucht!

25. Mai 2013

Fragt mich nicht warum es mir dazumals so wichtig erschien, mit dem Rauchen nicht gänzlich aufzuhören, sondern versuchte, es langsam und ‚genussvoll‘ zu reduzieren.

Es funktioniert nicht!
Oder es hätte seeehr lange gedauert, bis ich das geschafft hätte.

Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass es mit der Ernährung(s- Umstellung) nicht anders ist.
Bloß, ich wusste es damals schon vom Rauchen, dass es weitaus besser klappt, wenn man einen ‚harten Schnitt‘ macht und von einer Minute auf die andere Schluss macht.
So hab ich es auch mit der Ernährungsumstellung gemacht und es funktionierte wunderbar.

Wenn ich mir heute Leute anseh, die sich immer noch mit der Fleischreduktion herumplagen, wenn ich Medien- Artikel sehe, die seit Jahren einen minimalen Fleischverzicht trommeln, tun mir diese Leute eigentlich nur Leid.

Denn was ist schon der Fleischverzicht allein?
Ein Baum weniger von einem ganzen Irrtums- Wald!
Und damit kaum wirklich erfolgversprechend.

Wir leben heute soooo falsch, dass das eine Änderungsliste ergibt, die einem wirklich das Fürchten lehren könnte.
Allein schon bei der Ernährung gehört weg:

redball das Fleisch,
redball Wurstwaren sowieso,
redball Milch,
redball Milchprodukte,
redball Brot,
redball Süßigkeiten,
redball Backwaren,
redball Teigwaren,
redball Eier,
redball das Kochen,
redball Backen,
redball Braten,
redball das Mikrowellen sowieso,
redball Drogen,
redball Alkohol,
redball Chemikalien
redball Salz,
redball Zucker,
redball

Damit aber ist noch nicht Schluss!
Dazu wäre auch noch soviel an unserem

redball Bewegungsverhalten, an unseren
redball Denkgewohnheiten und bei unserem
redball Sozialverhalten zu ändern, um ein wirklich gutes Leben zu haben …

Dazu kommt noch, dass manche Gewohnheiten, manche Bilder so fest in uns verankert sind, dass Menschen mich natürlich für verrückt erklären, wenn ich statt Kaffee mit Marmeladesemmeln, zu Blattgrün mit Früchten zum Frühstück rate.

Deshalb, der ‚payoli- Trick‘!
Vergiss alle Entsagungen, alle Verzichte, alles detailierte Weglassen!
Hol Dir einfach – wie beim Rauch- Stopp – von einer Minute auf die andere ein neues Bild in Dein Leben!

Das Bild einer topgesunden, entspannten und zufriedenen Primaten- Gruppe! 😉
Ja! Klingt verrückt, aber es gibt leider noch zu wenige vorzeigbare attraktive Menschenbilder …
Und diese süßen FellgesellInnen sind ja ohnehin zu 98,6% mit uns genetisch ident! 😉
Oder bau Dir aus Deinem Detail- Wissen EIN Bild zusammen, benenn‘ es und ruf das Dir immer wieder in Erinnerung!

Vergiss die ‚TAUSEND‘ Verbote!
Lebe EIN Positivbild!

Du wirst sehen, es ist herrlich!
Das ‚Normal- Leben‘ ist absurd! 😉

 


Wann änderst Du Dein Verhalten?

28. März 2013

Wann änderst Du Deine Gewohnheiten?
Was muss passieren, bevor sich Menschen ändern?

Wir haben nichts gelernt aus Tschernobyl. Oder steigt der Stromverbrauch seither nicht dennoch weiter?
Wir haben nichts gelernt aus Fukoshima. Oder essen wir etwa jetzt nicht doch stärker radioaktiv verseuchte Produkte?
Wir haben nichts gelernt aus Gewaltfilmen, die schon Kleinste sich ansehen dürfen. Oder steigt die Jugendbrutalität etwa nicht stetig an?
Kaum ein Atemwegskranker lernt durch seine Krankheit etwas dazu. Oder rauchen die meisten Kranken etwa nicht weiter?
Kaum jemand lernt von den Medienberichten, die unsere grottenfalsche Ernährung aufzeigen. Oder steigt das Durchschnittsgewicht etwa nicht weiter an?

Diese Liste ließe sich beliebig fortsetzen …
Doch die Frage ist: WARUM bloß, wollen wir partout nichts ändern an unseren Gewohnheiten?

Warum denkt nicht jemand mal selbständig über religiöse Inhalte nach?
Warum schreiben sich die Menschen die Wahlversprechen der Parteien nicht wenigstens auf, wenn sie schon so ein kurzes Gedächtis haben?
Warum hinterfragt niemand den oft hanebüchenen Unsinn der in den Medien vermittelt wird?
Warum geben wir lieber unsere Meinungsbildung an Fachleute, Wissenschafter, etc. ab, als unseren ‚Hausverstand‘ – der sehr vieles sehr eindeutig klärt! – einzusetzen?

baby-mannIch sags Dir. Und vielleicht wachen dadurch einige doch noch auf und werden erwachsen.
Mit 4- 6 Jahren sind Kinder bzw. Menschen ‚fertig‘. Das heißt, alle Gewohnheiten, Vorlieben, ja oft sogar Meinungen, die uns bis dahin von unseren Eltern, Omis, etc. ‚einprogrammiert‘ wurden bleiben ein Leben lang unverändert.

Ja! Mit unserer Freiheit, unserer Selbstbewusstheit ist es nicht allzuweit her. Der überwiegende Teil der Menschen bleibt ein Leben lang Kind, ja verteidigt sogar ’seine Persönlichkeit‘ als wärs tatsächlich seine eigene! 😉

Kaum jemand wird sich je bewusst, dass er sich in jeder Sekunde neu gestalten könnte!
Damit meine ich jetzt nicht die paar Prozente unserer Gesamtheit, die wir immer wieder Modeströmungen wie Tatoos, Piercings oder anderen Verrücktheiten unterwerfen. Nein, damit meine ich, dass man seine Art, seinen Charakter, sein Äußeres jederzeit frei und gänzlich neu gestalten könnte.
Aber auch nur kleine Änderungen, die aus Überzeugung oder bewusstem Nachdenken resultieren, wären schon ein wunderbarer Schritt zu einem eigenverantwortlichen selbstbewussten Menschen.

Bloß tun müsste man ihn!

Wohl noch überflüssig zu sagen, dass ich das deshalb schreibe, weil ich oft völlig fassungslos bin, wieviele Ausflüchte, Argumente, Rechtfertigungen den Menschen einfallen, um nur ja nicht paradiesisch leben zu ‚müssen‘ … 😉

 


Gesund in Äthiopien

21. Februar 2011

(Reisebericht Äthiopien)

Dass es hier ein relativ paradiesisches Früchte- Angebot gibt, hab ich ja schon geschrieben. Auch dass die Äthiopier 3x am Tag Gekochtes essen.
Doch es gibt auch viele Aspekte, warum sie dennoch relativ gesund sind.
– Sie essen zwischendurch doch auch Obst
– Sie essen ihr Fleisch großteils roh
– Kaum jemand raucht
– Sie trinken sehr wenig Alkohol
– Kaum Zucker und Süßigkeiten; leider steigt der Zuckerkonsum mit fortschreitender Entwicklung
– Sie haben 2 Fasttage pro Woche (Mittwoch und Freitag) an denen sie sich faktisch vegan ernähren
– Sie haben ca. 4 Monate Fastenzeit im Jahr (eine längere Vor- Oster- Fastenzeit als wir + Adventzeit + div.) die eingehalten wird und vegan ist
– Sie bewegen sich doch noch weitaus mehr als wir (mangels Autos und öffentlichen Verkehrsmitteln und Maschinen)
– Die dünne Luft (2400m Seehöhe) tut ihr übriges

 


Soooo einfach

9. September 2010

Sag, rauchst Du?
Nein!
Sehr gut!

Hängst Du an Deinem Schnuller?
Nein?
Sehr Gut!

Fixt Du?
Natürlich nicht?
Wunderbar!

Und? Fehlt Dir deshalb etwas?
Nö!
Wie? Du lebst dennoch und all ohne diese Dinge gut?
Klar!

Du kennst aber schon Raucher, Schnuller- Kinder, Fixer und weißt, wie sehr die an ihrer Droge hängen?
Klar!
Wie kannst dann DU so locker ohne dem auskommen? Wo dieses Zeugs doch sooo unverzichtbar sein soll? …
Einfach keine Lust drauf!

Siehst Du!
Einfach nicht nehmen! Und die Welt stürzt dennoch nicht ein, oder?

Ist doch wirklich lächerlich, sich so sehr an derartige Lappalien zu hängen …

Genauso ist es mit allen Gewohnheiten!
Auch mit unseren alten ‚harmlosen‘ Gewohnheiten!
Jedermensch kann locker und jederzeit seine Lebensweise ändern; – nicht nur ohne Qualitätsverlust, sondern sogar mit einer Bereicherung.
Es ist einfach lächerlich lebenslang am Mama- Happahappa, an einmal ‚anerzogenen‘ Marotten, an, unter anderen Bedingungen vielleicht nützlichen Gewohnheiten, hängenzubleiben.

Bloß:
Wann, wenn nicht jetzt?
Wer, wenn nicht Du?

Also, worauf wartest Du?
paradise your life !