Gefahr in Verzug

2. Oktober 2020

Vor wenigen Tagen erst hab ich diesen bewegenden Wahnsinn um Julian Assange thematisiert. Und nun wurde Dr. Heiko Schöning, der Mitbegründer von „Ärzte für Aufklärung“ in London vom ‚Speakers corner‘ im Hyde park, dem Symbol für Redefreiheit weg verhaftet, weil er zu Menschen gesprochen hat! (siehe: https://www.youtube.com/watch?v=RcOAmaefVLg)

Leute, es ist mittlerweile echt Gefahr in Verzug!
Nicht nur, dass uns Politiker und Medien seit Monaten nach Strich und Faden belügen, Menschen wegen nichts und wieder nichts, beschränkt werden, Grundgesetze gebrochen werden, Demonstranten verhaftet werden, Kinder in ihrer Entwicklung geschädigt werden, Alte in schmerzlicher Isolation gehalten werden …
Die Polizei nimmt sich völlig undemokratische Verhalten heraus bzw. wird ‚dank‘ absolut stiller Oppositionen gesetzlich dazu angewiesen.

Liebe Leute, wenn Ihr all das schon mit Euch machen lasst, wäre es doch das Mindeste, das wunderbare, unten stehende, Lied von Reinhard Mey auf alle Kinder und auf die heutige Situation umzutexten und zu leben.
Denn mittlerweile geht es nicht mehr um den Schutz unserer Kinder vor herkömmlichen Kriegen.
Die modernen Kriege sind bereits unter uns und werden weitaus perfider geführt, durch 5G-Bestrahlung, Glyphosat- Vergiftung, fast food, Handy- Verstrahlung und Horizontverengung, durch soziale Isolierung und Entfremdung, durch Zwangsimpfungen, Globalisierung, globale Ausbeutung, und, und, und.
Längst ist es erwiesen, dass Kinder immer kränker, immer psychisch auffälliger, autistischer, unfruchtbarer, übergewichtiger, asozialer … werden.

Leute, steht auf! Lasst das nicht mit Euren Kindern machen!
Lasst Euch von diesem Lied motivieren und aufrütteln. Hört daraus die heutigen Gefahren heraus und stimmt mit ein mit: ‚Nein, meine Kinder geb‘ ich nicht!‚:

    Ich denk‘, ich schreib‘ euch besser schon beizeiten
    Und sag‘ euch heute schon endgültig ab –
    Ihr braucht nicht lange Listen auszubreiten
    Um zu sehen, dass ich auch zwei Söhne hab‘!
    Ich lieb‘ die beiden, das will ich euch sagen
    Mehr als mein Leben, als mein Augenlicht
    Und die, die werden keine Waffen tragen!
    Nein, meine Söhne geb‘ ich nicht –
    Nein, meine Söhne geb‘ ich nicht!

    Ich habe sie die Achtung vor dem Leben
    Vor jeder Kreatur als höchsten Wert –
    Ich habe sie Erbarmen und Vergeben
    Und wo immer es ging, lieben gelehrt!
    Nun werdet ihr sie nicht mit Hass verderben
    Keine Ziele und keine Ehre, keine Pflicht
    Sind’s wert, dafür zu töten und zu sterben –
    Nein, meine Söhne geb‘ ich nicht –
    Nein, meine Söhne geb‘ ich nicht!

    Ganz sicher nicht für euch hat ihre Mutter
    Sie unter Schmerzen auf die Welt gebracht –
    Nicht für euch und nicht als Kanonenfutter
    Nicht für euch hab‘ ich manche Fiebernacht
    Verzweifelt an dem kleinen Bett gestanden
    Und kühlt‘ ein kleines glühendes Gesicht
    Bis wir in der Erschöpfung Ruhe fanden
    Nein, meine Söhne geb‘ ich nicht –
    Nein, meine Söhne geb‘ ich nicht!

    Sie werden nicht in Reih‘ und Glied marschieren
    Nicht durchhalten, nicht kämpfen bis zuletzt
    Auf einem gottverlass’nen Feld erfrieren
    Während ihr euch in weiche Kissen setzt!
    Die Kinder schützen vor allen Gefahren
    Ist doch meine verdammte Vaterpflicht
    Und das heißt auch, sie vor euch zu bewahren!
    Nein, meine Söhne geb‘ ich nicht –
    Nein, meine Söhne geb‘ ich nicht!

    Ich werde sie den Ungehorsam lehren
    Den Widerstand und die Unbeugsamkeit –
    Gegen jeden Befehl aufzubegehren
    Und nicht zu buckeln vor der Obrigkeit!
    Ich werd‘ sie lehr’n, den eig’nen Weg zu gehen
    Vor keinem Popanz, keinem Weltgericht
    Vor keinem als sich selber g’radzustehen!
    Nein, meine Söhne geb‘ ich nicht –
    Nein, meine Söhne geb‘ ich nicht!

    Und eher werde ich mit ihnen fliehen
    Als dass ihr sie zu euren Knechten macht –
    Eher mit ihnen in die Fremde ziehen
    In Armut und wie Diebe in der Nacht!
    Wir haben nur dies eine kurze Leben –
    Ich schwör’s und sag’s euch g’rade ins Gesicht:
    Sie werden es für euren Wahn nicht geben!
    Nein, meine Söhne geb‘ ich nicht –
    Nein, meine Söhne geb‘ ich nicht!

 

 

 


Narrenschiff

21. Dezember 2015

Nicht nur ich habe den Eindruck, dass alle verrückt geworden sind und schreibe hier immer wieder darüber.
Ich bin damit in ‚bester Gesellschaft‘!    🙂

Der wunderbare Reinhard Mey hat einen selten treffenden Text dazu geschrieben:

Das Narrenschiff
Das Quecksilber fällt, die Zeichen stehen auf Sturm,
Nur blödes Kichern und Keifen vom Kommandoturm
Und ein dumpfes Mahlen grollt aus der Maschine.
Und rollen und Stampfen und schwere See,
Die Bordkapelle spielt „Humbatäterä“,
Und ein irres Lachen dringt aus der Latrine.
Die Ladung ist faul, die Papiere fingiert,
Die Lenzpumpen leck und die Schotten blockiert,
Die Luken weit offen und alle Alarmglocken läuten.
Die Seen schlagen mannshoch in den Laderaum
Und Elmsfeuer züngeln vom Ladebaum,
Doch keiner an Bord vermag die Zeichen zu deuten!

Der Steuermann lügt, der Kapitän ist betrunken
Und der Maschinist in dumpfe Lethargie versunken,
Die Mannschaft lauter meineidige Halunken,
Der Funker zu feig‘ um SOS zu funken.
Klabautermann führt das Narrenschiff
Volle Fahrt voraus und Kurs auf‘s Riff.

Am Horizont wetterleuchten die Zeichen der Zeit:
Niedertracht und Raffsucht und Eitelkeit.
Auf der Brücke tummeln sich Tölpel und Einfaltspinsel.
Im Trüben fischt der scharfgezahnte Hai,
Bringt seinen Fang ins Trockne, an der Steuer vorbei,
Auf die Sandbank, bei der wohlbekannten Schatzinsel.
Die andern Geldwäscher und Zuhälter, die warten schon,
Bordellkönig, Spielautomatenbaron,
Im hellen Licht, niemand muß sich im Dunkeln rumdrücken
In der Bananenrepublik, wo selbst der Präsident
Die Scham verloren hat und keine Skrupel kennt,
Sich mit dem Steuerdieb im Gefolge zu schmücken.

Der Steuermann lügt, der Kapitän ist betrunken
Und der Maschinist in dumpfe Lethargie versunken,
Die Mannschaft lauter meineidige Halunken,
Der Funker zu feig‘ um SOS zu funken.
Klabautermann führt das Narrenschiff
Volle Fahrt voraus und Kurs auf‘s Riff.
Man hat sich glatt gemacht, man hat sich arrangiert.
All die hohen Ideale sind havariert,
Und der große Rebell, der nicht müd‘ wurde zu streiten,
Mutiert zu einem servilen, gift‘gen Gnom
Und singt lammfromm vor dem schlimmen alten Mann in Rom
Seine Lieder, fürwahr: Es ändern sich die Zeiten!
Einst junge Wilde sind gefügig, fromm und zahm,
Gekauft, narkotisiert und flügellahm,
Tauschen Samtpfötchen für die einst so scharfen Klauen.
Und eitle Greise präsentier‘n sich keck
Mit immer viel zu jungen Frauen auf dem Oberdeck,
Die ihre schlaffen Glieder wärmen und ihnen das Essen vorkauen.

Der Steuermann lügt, der Kapitän ist betrunken
Und der Maschinist in dumpfe Lethargie versunken,
Die Mannschaft lauter meineidige Halunken,
Der Funker zu feig‘ um SOS zu funken.
Klabautermann führt das Narrenschiff
Volle Fahrt voraus und Kurs auf‘s Riff.

Sie rüsten gegen den Feind, doch der Feind ist längst hier.
Er hat die Hand an deiner Gurgel, er steht hinter dir.
Im Schutz der Paragraphen mischt er die gezinkten Karten.
Jeder kann es sehen, aber alle sehen weg,
Und der Dunkelmann kommt aus seinem Versteck
Und dealt unter aller Augen vor dem Kindergarten.
Der Ausguck ruft vom höchsten Mast: Endzeit in Sicht!
Doch sie sind wie versteinert und sie hören ihn nicht.
Sie zieh‘n wie Lemminge in willenlosen Horden.
Es ist, als hätten alle den Verstand verlor‘n,
Sich zum Niedergang und zum Verfall verschwor‘n,
Und ein Irrlicht ist ihr Leuchtfeuer geworden.

Der Steuermann lügt, der Kapitän ist betrunken
Und der Maschinist in dumpfe Lethargie versunken,
Die Mannschaft lauter meineidige Halunken,
Der Funker zu feig‘ um SOS zu funken.
Klabautermann führt das Narrenschiff
Volle Fahrt voraus und Kurs auf‘s Riff.

Wer es lieber hört als liest:

NarrenschiffSchon Hieronymus Bosch’s visionäres Auge sah uns nicht nur auf seinem ‚Garten der Lüste‘ Höllenqualen leiden, sondern auch auf unserem Narrenschiff.
Und auch Andre Heller schätzte unsere Situation wohl ähnlich ein als er schrieb und sang:

… Abendland, Abendland,
wir sind aus dir geboren,
wir fahren auf deinem Narrenschiff dem Abschied
entgegen …

Doch die gute Nachricht:
Soll mit diesem Narrenschiff weiterfahren wer will,
soll in diesem Schlaraffenland bleiben wer will.
Es gibt ein unsinkbares Schiff, eine wunderbare Oase. Und die heißt ‚Natur‘. Sie zieht seit Jahrmillionen ihre sicheren Bahnen und gibt Schutz.
Ihr sich anzuvertrauen ist Sicherheit und Paradies!
Oder wie es sonst hier immer heißt:
paradise your life !   🙂