‚Die sind noch nicht!‘ …

19. Mai 2012

… meinte die kochende Hausfrau, die soeben die, schon einige Zeit vor sich hin köchelnden Pilze, die für ihre Kartoffelsuppe mit Pilzen gedacht waren, gekostet hatte.

‚Was bitte, kann an Pilzen ’noch nicht sein‘?‘ musste ich sie verwundert fragen.

‚Na sie sind einfach noch zu … zu intensiv, zu fest, … naja, sie sind einfach noch nicht richtig!‘ klärte sie mich auf und ließ sie weiterköcheln …

Und so durfte ich also wieder einmal schaudernd einen der vielen Kochgeheimnis- Abgründe erblicken 😉
Denn just am Vortag hatte ich mir einen rohköstlichen Pilze- Auflauf zubereitet der recht schnell und unkompliziert ‚richtig war‘ und der ganz wunderbar mundete.

Für die paar Verwegenen, die es wagen wollen, hier das Rezept:

Pilze putzen,
in ca. 5mm dicke Scheiben schneiden.
Halb soviele gehackte Nüsse dazumischen.
Etwas Salz und
etwas Öl einmassierend dazumischen,
eine Handvoll gehackter Wildkräuter untermischen und
einige Stunden zugedeckt in die Sonne bzw. warm stellen.
Fertig!

Rohköstliches Schmausen!

– Vielleicht will einE ‚NachahmerIn‘ uns ja berichten ob die Pilze ’schon waren‘ 😉

 

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Ich gratuliere …

22. Februar 2012

… Euch ganz herzlich zu Eurem Durchhaltevermögen, zu Eurer Treue. Ich danke Euch ganz herzlich für Euren Zuspruch, Eure Kritik, Eure Anregungen.

gibt es nämlich schon 2 Jahre!
Am 22. Februar 2010 hieß es ‚Herzlich willkommen!‘

Seither gab es 590 Artikel, 1697 veröffentlichte Kommentare und 109.898 Aufrufe, mit dem Jänner 2012 als dem stärksten Monat, der KW39 2011 der stärksten Woche und dem 28. September 2011 als dem stärksten Tag.
Viel unbezahlte, aber auch geschenkte Zeit! Viele Enttäuschungen und viele Freuden. Viele Überraschungen, viel ‚Alltag‘. Viele Nächte, viele Gedanken, viele Versuche, viele Gespräche, viele mails, viele Fragen und viel zuwenige Antworten …
Ich hab mir manchmal die Haare gerauft, hab an meinen Fingern gesogen, um Formulierungen gekämpft, oft den Schreibfluss kaum stoppen können, mich gefreut, mich geärgert, mich ver- und entspannt und viel, viel gelernt.
Mit einem Wort: Ich liebe diesen blog mitsamt seinen entzückenden LeserInnen.
Danke!

Einerseits würde ich den blog gerne bald schließen, da er bereits längst dem – Prinzip widerspricht, dass alles ganz einfach ist und jedermensch selber die Natur beobachten und von ihr lernen sollte.
Andererseits geht es mir selber so wie vielen meiner MitleserInnen. Dieses Leben ist so unerschöpflich reich an Anregungen, Fragen und Themen, dass man ihm – wie dem Horizont – ‚ewig‘ entgegengehen könnte ohne es nie wirklich zu erreichen …

Da ich egoistischer Weise die blog- Geburtstags- Torte bereits verputzt habe, bleibt Euch leider, leider nur das Rezept: 😉

Boden:
200g Rosinen,
200g Mandeln und
200g Datteln uneingeweicht durch den Greenstar. Mit
Kakao und
etwas Zimt verkneten und
in Springform drücken (den Rand etwas hochziehen)

Darauf:
ca. 1 kg Äpfel raffeln,
Zitronensaft dazu.
2 Bananen mit
etwas Zimt und
Vanille pürieren und
mit der abgetropften Apfelmasse und
eingeweichten Rosinen mischen.
Masse auf dem Boden verteilen.

ca. 150g Cashewkerne fein mixen
5 Datteln,
Zitronensaft und
Wasser für cremige Konsistenz dazu und nochmal mixen.
Diese Creme auf die Apfelmasse streichen
mit Mandarinenspalten verzieren und
kühl stellen

 
PS: Heute beginnt die Fastenzeit!
Obwohl rohköstliche Ernährung eine absolut vollwertige ist, nennen sie auch viele Rohkost- Fasten.
Wär‘ die obige Torte und ein paar andere Rezepte dieses blogs nicht gleich ein guter Einstieg, heute mit Rohkost- Fasten zu beginnen. Die paar Wochen bis Ostern dürften doch kein Problem sein und erste Erfolge sind vielfach schon nach Wochen zu bestaunen …

 


Traubenkur

9. Oktober 2011

Weintrauben- und Weinlesezeit ist!
Man kann natürlich mit jedem Obst wenn es vollreif ist eine Kur machen. Oder um es weniger medizinisch zu sagen: Es genießen, wenn es am besten ist!

Doch besonders die herrlich süßen Weintrauben bieten sich dafür an. Sie entschlacken und werden häufig bei Hautproblemen, Übergewicht, Verdauungsproblemen und rheumatischen Beschwerden empfohlen, – und sie schmecken wunderbar!

Man sollte auf biologische ungespritzte Qualität achten und kann davon essen soviel man will …
Beachtet man einige einfache Kauregeln auch beim Trinken, kann man die Trauben auch als Saft genießen.

Auch ‚Eine Banane geht durch den Garten‘ kann mit Weintrauben statt Bananen ‚gespielt‘ werden bzw. eignet sich wunderbar dazu, Weintrauben mit Wildkräutern zu kombinieren.
Zur Abwechslung zwischendurch würde sich auch eines meiner Lieblingsrezepte anbieten. Es ist fein gehobelter roher Weißkrautsalat mit Kümmel, Salz, Avokados (zerdrückt) und Weintrauben … Hier zum Nach- und Wiederlesen.

 


Kochen verboten

5. August 2011

Viele unserer Koch- und Erhitzungspraktiken würden, wenn sie nicht altes ‚Kultur’gut wären, wegen ihrer gesundheitlichen Bedenklichkeit, heute keine Neuzulassung mehr bekommen.
Das Erhitzen über 42°C macht aus biologisch lebendigen Lebensmitteln tote, und damit nicht nur relativ wertlose, Nahrungsmittel, sondern belastende und schädigende Substanzen.
Da die moderne Ernährungsweise bereits für viele unserer Zivilisationserkrankungen verantwortlich gemacht wird, wechseln immer mehr Menschen zu einer rohköstlichen Ernährungsart. Dabei werden Früchte, Gemüse, Nüsse, Samen, Wildkräuter und Trockenfrüchte gegessen.
Die rohköstliche Zubereitungs- Bandbreite ist ähnlich breit und vielfältig wie die der Koch- Gastronomie.
Der Bogen spannt sich von frugaler Einfachheit alles möglichst so zu essen wie es für uns wächst bis zur rohköstlichen Spitzenkulinarik, die höchst originell ist und teilweise auch aus der Kochkost Bekanntes verblüffend ähnlich nachgestaltet.
Die Art und weise des unerhitzenden Zubereitens nenne ich nochen, von n(icht k)ochen.
In diesem blog finden sich immer wieder Noch- Rezepte.
Mit dem entsprechenden know-how und einigen Küchenhilfen ist nochen weitaus einfacher und weniger arbeitsaufwändig wie die gängige Koch- und Küchenarbeit. – Gesünder ist es sowieso!
Demnächst findest Du hier die rohköstlichen Küchenhelfer und Geräte.


Menschen sind sooooo wunderbar!

9. April 2011

Ich bin immer wieder begeistert, habe es immer wieder bei Seminaren, in Arbeitsgruppen, etc. erlebt, dass kein Einzelner die Kreativität von unterschiedlichen Menschen übertreffen kann.
Man erfährt im Zusammensein mit anderen die oft verblüffendsten Zugänge zu bestimmten Themen.
Mein letztes Jubelerlebnis in dieser Richtung war das Preisausschreiben der rührigen Vollwertlerin Ute Wilkesmann. Sie stellte dabei die Aufgabe, mit Ihren Zutaten und Mengenangaben (2 EL Öl, 1 EL Zitronensaft, 1 TL Salz, 30g Sonnenblumenkerne, 75g Möhre, 150g Blumenkohl, 100g Rotkohl, 40g Wasser, 1 EL Schnittlauch) eine rohköstliche Speise zu kreieren und das Foto davon einzusenden.
Nun liegen 50 Fotos vor und eines ist schöner und origineller als das andere.
Guckt mal hier!

 


Mjammmmmm!

8. März 2011

Kaum guckten heuer die ersten Bärlauch- Spitzen aus dem Boden, ‚musste’ ich sie auch schon ausrupfen und mir ein Bärlauch- Pesto machen.
Als Nicht- Rezept- Fan kann ich bloß sagen:

  • Bärlauch,
  • irgendwelche Nüsse oder Samen (ich hab diesmal rohe Erdnüsse und Sonnenblumenkerne genommen),
  • Salz und
  • Öl
  • in den kleinen Mixer,
  • einschalten,
  • fertig!
  • Schmeckt herrlich als Aufstrich auf rohe Cracker und verfeinert in Verdünnung Salatdressings, kann zu Toppings, Saucen oder Dips weiterverarbeitet werden und hält sich im Kühlschrank Monate.
    Weitere Bärlauch- Verwendungen gabs hier schon im Vorjahr.
    Um sich vor Verwechslung und Vergiftung zu schützen: Er muss unbedingt nach Knoblauch duften bzw. diese Hinweise sind ebenfalls dienlich.

     


    Einfach ein Apfel …

    17. Januar 2011

    Ein Biss in einen frischen, kühlen Apfel kann ein ganz wunderbarer Genuss sein!
    Natürlich MIT Schale!
    Auch auf die Bio- Qualität ist zu achten.
    Neuerdings werden leider alle, auch die Bio- Äpfel, durch ein 52°C- Tauchbad gegen Fäulnis behandelt um damit ihre Lagerfähigkeit zu erhöhen. Eine private oder anderweitig verlässliche Quelle ist also anzuraten.
    Auch sollte man auf Sorten achten, die noch gut ausgebildete Kerne besitzen, da das von hoher Vitalität zeugt.
    Die Kerne sollte man mitessen. Enthalten sie doch das seltene und wertvolle B17 (Amygdalin) das u.a. in der Krebs- Prävention zu Anwendung kommt.
    Auch (schonend und unter 45°C) getrocknet sind Apfelringe ein großartiger Genuss. Die gekauften Apfelringe sind leider meistens geschält und gebleicht. Aber es ist sehr einfach sich Apfelringe selber zu trocknen. Mit einem Kernausstecher das Kerngehäuse entfernen, den Apfel in Scheiben schneiden und die Ringe auf Schnüre oder Stäbe auffädeln, die man dann – im Winter – über Radiatoren oder andere Heizungen hängen kann.
    Natürlich kann man sie auch in Dörrgeräte legen, doch das erfordert natürlich zusätzliche Energie.

    Ein nettes Apfelrezept und pikantes Naschwerk sind Karotten- Nester:

    • Karotten zu feinen Stiften raffeln
    • einen Apfel im Mixer zermusen
    • Karottenstifte im Apfelmus wälzen und
    • kleine Stifte- Bündel/ Nester zum Trocknen auf Backpapier legen

    Nicht zufällig sagen die Engländer ‚An apple a day, keeps the doctor away’ 🙂