Neulich bei Gericht …

1. September 2011

… trafen 2 Dinge aufeinander, die eine Synergie ergeben könnten.
Ich hatte schon wieder vergessen, dass vor Jahren, nachdem ein ungerecht Behandelter in einem Gericht Amok lief, alle Gerichtsgebäude sicherheitstechnisch Flughafen- ähnlich aufgerüstet wurden.
Als ich beim Betreten des Gebäudes wie ein Hochverdächtiger perlustriert und ‚durchleuchtet‘ wurde fiel mir das wieder ein.
Im Gericht hatte ich ein weiteres eher unangenehmes Erlebnis. Eine blutjunge Richtersanwärterin war für die kostenlose Rechtsauskunft eingeteilt und mit meinem Anliegen so heillos überfordert, dass sie sich entschloss, ihre Unwissenheit zu kaschieren und schon mal für ihre spätere Richtertätigkeit zu üben indem sie versuchte, mich sehr ‚von oben herab abzuschasseln‘.
Ich bin Lichtjahre von einer Amokläufer- Persönlichkeit entfernt, fragte mich aber dennoch beim Verlassen des Gerichtsgebäudes, wo die Security sich nasenbohrend langweilte, wieso auch hier wieder der erste Gedanke, die einzige Lösungsidee, die Gewalt bzw. die Gewaltunterstellung samt Perlustrierung sein musste.
Hätte nicht auch der Gedanke ‚Es soll kein Unzufriedener das Gericht verlassen‘ zur Tat gerinnen können, indem nicht ein Security aus Stärke, sondern ein Mediator auf Versöhnung macht, indem er jeden fragt, ob er restlos zufriedengestellt ist und freundlich verabschiedet. Wenn nicht, müsste ein klärendes Gespräch doch das Gro der Probleme eliminieren können, denke ich.
Soviel zum Thema ‚Liebe in die Welt bringen‘, das wir hier ja schon des öfteren hatten … 🙂