Es trug sich zu …

30. März 2020

… dass alle Winde sich zur Ruhe legten. Kein Halm, kein Zweig rührte sich. Die Wolken standen still und das Wasser des Sees wirkte wie eine hochglanzpolierte Silberplatte.
Die Fische hielten vor Staunen den Atem an und lagen mit offenen Mündern am Grunde des Sees. Erstmals konnten sie die Pracht des Himmels, ganz ohne Verzerrungen und Kräuselmuster sehen.
Das war der Zustand des absoluten Seins, der Harmonie und Ruhe.

Irgendwann befanden wir uns alle in genau diesem Zustand.
Doch er ist höchst filigran und zerbrechlich.
Schon nur ein Tropfen, nur ein Steinchen oder Blatt ins Wasser, schon eine Sekunde der Gier eines Raubfisches reichen um eine Kettenreaktion auszulösen, die in kürzester Zeit alles wieder in pulsierendes Leben, aber auch in ‚Unordnung‘, in Disharmonie versetzt hat.

Sieht man sich den Beginn solch einer Disharmonisierung sozusagen in Zeitlupe an, wird klar, wie sehr alles Bewegen und Reagieren auf Vorläufer- Ereignisse aufsetzt.
Letztendlich ist alle Bewegung, ist alles Leben, ‚bloß‘ ein Reagieren und Reparieren vorangegangener bzw. fremder Ereignisse.

So seh ich auch all unsere Probleme.
Wir müssten nicht ein Problem, nicht eine Erkrankung haben! Doch wir setzen ‚Kleine- Steinchen- Handlungen‘, fantasieren uns Wünsche und Ziele zusammen, die uns und andere in Bewegung, in ‚Unruhe‘ versetzen. Diese bringt gerne auch Schäden/ Nachteile mit sich.
Praktisch all unser Bemühen und Tun sind Reparaturen von Problemen, die wir gar nicht haben müssten, aber dennoch, in unserer Unwissenheit bzw. Fremdprogrammiertheit, selber verursacht haben.

Der Medizin- und Pharmasektor z.B. sind die größten Wirtschafts- und damit Arbeitsfaktoren, obwohl jede ‚blöde‘ Ameise oder Maus uns vorzeigt, wie locker man lebenslang gesund sein kann.
Ein paar Kleingkeiten nur, die ‚in obiger Zeitlupe‘ Stein auf Stein bzw. Denkfehler auf Denkfehler setzten und schon stecken wir in einem Leben, in dem Erkrankungen und Leid, irriger Weise, für selbstverständlich und lebensimmanent gehalten werden. Bestes Beispiel: All diese Vogel-, Schweine-, SARS- oder, als Dummheitsgipfel, die Corona- Grippe. Ohne Benennung und mit gutem Immunsystem wären sie alle, bloß wenige Stunden ‚rote Wangerl‘ gewesen oder gar nicht bemerkt worden.

Oder der Mobilitätssektor! Die Autoproduktion, -Versorgung, – Reparatur sind einer der größten Wirtschafts- und damit Arbeitsblöcke! Dabei kann jedes ‚Milchmädchen‘ vorrechnen, dass wir in unserem Leben gemütlich einige Male diesen Planeten zu Fuß umrunden könnten.
Doch nur, wenn wir nicht arbeiten und am Wegesrand Wachsendendes genießen würden. Doch beides ist heute denkunmögliche, selbstgebaute Falschsicht, die uns ein Abwechslungs- und Wanderschafts- Leben verunmöglicht. Ein Gedanke, ein ‚Denk- Steinchen‘ und schon sehen wir weder den Lebens- Himmel mehr klar, noch können wir uns der vielen Wellen und Bewegungen erwehren …

Oder, hier schon einmal vorgerechnet, dass jeder Radfahrer schneller ist als ein beliebiger Autofahrer, da der Zeitgewinn der Autonutzung durch den Auto- Erwerb, Erhalt und Betrieb langwierig erarbeitet und diese Zeit in die Geschwindigkeitsrechnung einbezogen werden muss.

Und dann meinen wir auch noch, uns durch den vorgeblich freien Willen von ‚dummen‘ Tieren abzuheben!

 

 

 


In der Ruhe liegt die Kraft

19. September 2012

oder in der Leere liegt unser Potenzial, könnte man auch sagen …
Beides, Ruhe und Leere kommen in unseren heutigen Leben kaum noch vor.
– So sieht es aber auch aus, in dieser Gesellschaft! 😉


Ich hörte den Dalai Lama einmal sinngemäß sagen: ‚Es erscheint vielen unmöglich die Welt durch die Innenreinigung eines jeden Einzelnen zu retten, doch es ist die einzige Möglichkeit‘
Dem kann ich mich nur anschließen.

Ich bin sehr oft mit Menschen konfrontiert, denen meine webseiten, mein blog, denen meine Vorträge gefallen und das probieren möchten. Das ist auch gut so. Doch fallen sie mir auf durch die Unzahl an (Detail-)Fragen die sie stellen.
Da denke ich mir oft ‚Wie wunderbar einfach doch mein Leben läuft! Mir ist alles klar. Alles läuft wie ‚am Schnürchen‘.

Doch ganz stimmt das natürlich nicht.
Ich war schon sehr fleißig in meinem Leben. War sehr neugierig auf diverse Kontemplationstechniken, hab sehr viel gelesen, Selbstversuche gemacht und Vorträge besucht. Ich habe sozusagen mein Inneres ‚in Ordnung‘ gebracht. Ich habe gelernt auf meine innere Stimme zu horchen, geistige Hilfen anzunehmen und auf mich und das Leben zu vertrauen.
Aus diesen Quellen schöpfe ich nun …

Achte also gut darauf, womit Du Dich befasst, was Du denkst, was Du in Dich hineinlässt!
Ich hatte eine Zeit, in der ich etwas unrund war und viel PC- Spiele spielte; bevorzugt Tetris, dieses Puzzelteile- runterpurzel- Spiel.
Nach Wochen ertappte ich mein Gehirn dabei, wie es in stillen Momenten, wie z.B. beim Einschlafen weiterhin diese Puzzleteile drehte und ordnete!
Wir werden also tatsächlich, was wir bevorzugt tun!
Das war mir eine Lehre!

Versuche also, Dich nur mit Positivem zu befassen, nur Angenehmes und Konstruktives in Dich zu lassen.
UND sorge regelmäßig für Leere in Deinem Kopf!
Klingt blöd, ist aber enorm wichtig!
Denn unser Hauptproblem in allen Bereichen ist nicht das Zuwenig, sondern das Zuviel.
Und Neues, Inspirationen, Ideen können nur ‚auf leeren Plätzen landen‘.

Mach Joga, Chi Gong oder eine andere bekannte Technik. Oder achte auch nur auf Deinen Atem. Zähle, um die Gedanken- Tornados zu beruhigen. Beobachte Deine Bewegungen, sei achtsam über lange Strecken und Zeiten …

So wirst Du zu Dir und zu neuen Qualitäten finden.

PS: Aber, don’t panic wenn Du ‚von der anderen Seite‘ kommst und Dich erstmal in ‚paradise your life‘ einarbeitest. Auch da wird Dir mit der Zeit ‚richtiges Denken‘ immer leichter fallen.
Es ist egal wie man ans Ziel kommt. Hauptsache man kommt! 😉

 


Wie oft guckst Du auf Deine Uhr?

18. August 2012

Hoffentlich nicht oft!
Hoffentlich lebst auch Du schon weitgehend ‚zeitlos‘!

Akzeptiere nur mehr EINE Uhr!
DEINE innere Uhr!

Mach Dich frei von zeitlichen Gewohnheiten und Zwängen, wie zum Beispiel dem Mittag- Essen.
Lass Dich nicht mehr von einem Wecker aus dem Schlaf reißen.
Lass Dein Zu-Bett-Gehen nicht von TV- Programmen o.Ä. bestimmen.

Arbeite nur in Deiner besten Aktivzeit.
Schlafe nur in Deiner individuellen Ruhezeit.
Iss nur bei wirklichem Hunger.

Bedenke: Wer Deine Zeit kontrolliert, kontrolliert Dich!
Gib niemandem Kontrolle über Dich!

Du hast DEINE Zeiten!
Die sind wichtig!
Lass sie Dir wichtig sein!

Lass NUR den Sonnenkreis, nur die natürlichen Tag-/ Nacht- Zeiten gelten.
Lass Dich nicht in Arbeits- Schicht- Zeiten pressen.
Lass Dich nicht auf fixe Arbeitszeiten festlegen.
– Aber verlang auch nicht von anderen solche!

Was ist schon Zeit?!
Übe Langmut.
Nütze die Verspätungen anderer.
Du ‚musst‘ Dich darüber nicht ärgern! Du kannst Wartezeiten auch nutzen!
Es sind Zeitgeschenke für Dich! 😉

Pünktlichkeit ist Gewalt an jedermensch, die Profiteuren dient, für die Zeit Geld ist.

Für Dich sollte Zeit Leben, sollte Zeit Genuss sein!

Pünktlichkeit ist wunderbar, ist eine Form der Wertschätzung anderer.
Aber nur in DEINEM und jedermenschs Rahmen!
Sonst wird sie zur GEWALT!

 


Schlafologie

1. Januar 2011

Die Silvesternacht hast Du vielleicht durchgemacht. Das war hoffentlich lustig und ist vermutlich auch für Deinen Körper ok gewesen.
Das fast schon allnächtliche ‚Nacht-zum-Tag-machen’ aber, schadet uns mehr als wir denken.


Wir sind seit Jahrmillionen an den Tag- Nacht- Rhythmus gewöhnt. Der Körper hat sich darauf eingestellt gewisse Dinge bei Tageshelle, anderes wieder nur im Dunkel der Nacht zu erledigen.
Das Hormon Melatonin z.B. wird erst Nachts, ab ca. 21 Uhr und nur bei völliger Dunkelheit ausgeschüttet und verlangsamt den Alterungsprozess. Auf diesen nachtnächtlichen Jungbrunnen, auf dieses Verjüngungshormon zu verzichten indem man sich die Nacht verkürzt ist höchst ungeschickt und wird irgendwann sichtbar werden durch vorzeitig gealterte Haut und verringertes Leistungsvermögen des Gehirns.
Auch die dadurch verminderte, wenn nicht sogar verhinderte Regeneration der Nervenzellen kann zu Nervosität und verminderter Lebensqualität führen.
Bei Menschen mit einem täglich gesunden und tiefen Schlaf bleibt die Haut länger jung und elastisch.
Selbst die Alzheimer- Erkrankung steht im Verdacht, durch Schlafdefizite forciert zu werden.
Auch die Produktion des Vitalstoffes DHEA und des Wachstumshormons STH sind an einen erholsamen ruhigen Schlaf gebunden.
Das heißt, die Früchte all unsere ‚paradise your life’- Aktivitäten unter Tags, wie

  • artgerecht, naturrichtige Ernährung,
  • gesunde Bewegung in der freien Natur,
  • ganzheitliches Denken und
  • liebevolle Sozialkontakte
  • können sich erst mit einem ausgewogenen Wach- Schlaf- Rhythmus und einer tiefen, entspannten Nachtruhe voll entfalten.
    Begib Dich mit, oder bald nach, Einbruch der Dunkelheit zur Ruhe, sorge für eine gute Liegestatt, geh den verwichenen Tag im Geiste noch einmal in aller Dankbarkeit durch, such die Nähe eines geliebten Wesens und segle mit dem tief empfundenen Gefühl des Geborgenseins, der Dankbarkeit und Zuversicht in die Welt des Schlafes.

    Abgesehen von den oben geschilderten Ruhe- Erfordernissen des Körpers, tun wir uns auch mit allzu viel Kunstlicht nichts Gutes. Alle heute bekannten Kunstlichtquellen sind zu verschieden vom natürlichen Tageslicht, um uns keinen Lichtstress zu machen. Sie pulsieren 50 oder 100mal in der Sekunde, haben ein völlig anderes Farbspektrum und lassen es an natürlicher Dynamik mangeln.
    Die derzeitige Entwicklung hin zu Energiespar-, Halogen- und LED- Lampen verschärft diese Situation leider noch …

    Die gute Nachricht: Dein früheres Schlafengehen belohnt Dich reichlichst durch prickelnde Frische, helle Wachheit und neuen Energien am frühen Morgen.
    Versuchs einfach für einige Wochen …
    Jede gute Nacht ist eine Verjüngungskur !!!

     


    Bewegung, nicht Sport!

    14. Juli 2010

    Das Yin- Yang- Symbol zeigt sehr schön, wie beide Pole eine Einheit bilden. Yin und Yang sind eng zusammen, schmiegen sich aneinander, ergänzen sich zu einer runden Sache.

    Unsere Auffassung von Ruhe/ Nichtbewegen und workout ist eine gänzlich andere. Wir verbringen den ganzen Tag unnatürlich sitzend und bewegungsarm und meinen dieses Extrem mit dem anderen Extrem des Abschwitzens beim abendlichen Laufen oder im Fitnesscenter ausgleichen zu können.
    Unser Körper will sich aber bewegen und nicht schinden!
    Es werden damit zwar Höchstleistungen erreicht, die einen gewissen Mangel an Zuwendung vermuten lassen könnten, aber einem hohen Gesundheitsstatus und einem langen Leben sind sie abträglich.
    Was uns gut tut, ist freudvolle, spielerische Bewegung in freier Natur und frischer Luft.