Paradies versus Schlaraffenland

9. September 2020

Ich stelle unser aller (Zuvielisations-)Probleme gerne anhand des Vergleichs Paradies/ Schlaraffenland dar. Einen kleinen Artikel dazu gabs schon einmal unter ‚Paradies oder Schlaraffenland‘.
Heute möchte ich einige konkretere Vergleiche unseres gelebten und ’normalen‘ Lebens den ebenfalls möglichen, aber kaum gelebten Alternativen gegenüberstellen.
Beginnen wir ganz allgemein:

Paradies Schlaraffenland
Natur Zivilisation
alt, erprobt neu, in Nachbesserung
Natur-/ Gott-/ Evolutions- gemacht Menschen- gemacht
Fülle/ Überfluss- Prinzip Mangel- Prinzip
alles wird geschenkt alles hat seinen Preis
Glück, Zufriedenheit Unzufriedenheit, Geiz, Gier
Entspanntheit, ‚Gottvertrauen’ Stress, Angst
‚Arbeitskräfte’ der Natur Eigene/ anderer Arbeitskraft
es ist wie es ist wir gestalten uns alles genau SO
Sein Haben
Innere Lösung Äußere Lösung
unzielgerichtet zielgerichtet, berechnend
Salutogenese Pathogenese/ Medizin
Lebenslange Dauergesundheit zahllose Krankheiten
an Sinne angepasst Sinne werden entmündigt
an Bedürfnisse angepasst Bedürfnisse werden geschaffen
nackt, frei bekleidet, behaust
Sonnenlicht Kunstlicht
Frischluft ‚abgestandene’/ verschmutzte Luft

Im Bewegungsbereich sieht der Unterschied so aus:

Paradies Schlaraffenland
alle 650 Muskeln einzelne Hauptmuskeln
Ruhe- Anspannung- Ausgewogenheit Extreme in beide Richtungen
Adrenalin wird abgebaut Unstimmige Belastung
selbstverständlich, spielerisch explizit, erzwungen
eingebunden solitär
mit Spaß/ nach Erfordernis verbissen oder gar nicht

Auch bei der Ernährung kann man sich das Leben leicht machen oder unnötig verkomplizieren:

Paradies Schlaraffenland
wie es wächst gezielt gezogen
wie es schmeckt damit es schmeckt
unverändert (hoch)verarbeitet
abwechslungsreich monoton
Vielfalt aus der Fülle vermeintliche ‚Vielfalt’ aus wenigem
saisonal global, künstlich
artgerecht nichtartgerecht
angepasst Würzbetrug
rohköstlich gekocht, gegrillt, gebacken, … erhitzt
Muttermilch als Säugling artfremde Milch für Erwachsene
0- 2% Fleisch >100kg/ Jahr
kaum Samen/ Körner überwiegend Weizen

Dass wir uns unsere Leben durch Zivilisationsverhalten nicht eben glücklicher machen zeigen die Unterschiede der verschiedenen ‚Denk- Arten‘:

Paradies Schlaraffenland
Bauchdenken, Instinkt Kopfdenken, Intellekt
Nichtdenken Dauerdenken
unzielgerichtet berechnend
Hier und Jetzt Vergangenheit, Zukunft
Sicherheit Zweifel
annehmen, bleiben lassen zurechtbiegen, verändern
‚es ist wie es ist‘- zufrieden rastloses Beurteilen und Verändern
sowohl als auch entweder oder
beobachtend, neugierig eingreifend, verändernd
ganzheitlich, harmonisch beur- teilend
Fülledenken Mangeldenken
Liebe, Zuversicht Angst, tun müssen

Abschließend zeigt noch der Sozial- Bereich, dass wir heutzutage tatsächlich unsere Urbedürfnisse und damit unser Glück mit Füßen treten:

Paradies Schlaraffenland
Babys am Körper allein in Kinderwagen/ Bett
ständige Gruppen- Zuwendung punktuelle Einzelperson- Kontakte
in vertrauter Umgebung viel Fremdes
Natur- Vielfalt Kunst- Monotonie
solange und was Kleine wollen Pläne lt. Fachleuten, Krippenzeiten, etc.
Du bist ok Du musst alles erst lernen
eigene Erfahrungen entmündigender Lernstoff
Teil eines Ganzen Ego pur
grenzenlos eingeengt
viel Körperkontakt Steif- u. Reserviertheit
freier, unkomplizierter Körperbezug zahllose Tabus und Verbote

 

 

 


Komm ich kürzlich …

10. Mai 2017

… während einer Radtour bei einem offenen Bücherregal vorbei, entdecke Roland Düringer und Clemens Arvay’s ‚Leb wohl, Schlaraffenland‘, seh rein und finde den bemerkenswerten Satz:

„Ich hoffe, dass wir, die Angehörigen unserer Generationen in den frühindustrialisierten Ländern, dafür [unser Öko- und Wohlstands- Wahnsinn] geradestehen werden müssen und nicht unsere Kinder und der Rest der Welt. Das wäre nur gerecht. Denn eine Gesellschaft, die 50 Prozent der produzierten Lebensmittel jeden Tag in den Mülltonnen der Supermärkte verschwinden lässt und Tiere so schlecht behandelt. als wären es leblose Waren, darf nicht ungeschoren davonkommen.“

Danke! Kommen eh nicht! Die Menschen werden immer kränker, gestresster und kaputter. Und leider kommen doch auch bereits die Kinder ‚zum Handkuss‘ die in immer jüngeren Jahren immer schwerer erkranken …

Wo Herr Düringer von mir etwas lernen könnte, ist die Unterscheidung in menschengemachtes Schlaraffenland und Natur- Paradies. Er wirft nämlich diese beiden Begriffe wild durcheinander.

Aber sonst ein durchaus lesenswertes, gutes Buch! (das sich Interessierte gerne abholen können, bevor ich es wieder anderweitig freisetze)

 

 

 


Narrenschiff

21. Dezember 2015

Nicht nur ich habe den Eindruck, dass alle verrückt geworden sind und schreibe hier immer wieder darüber.
Ich bin damit in ‚bester Gesellschaft‘!    🙂

Der wunderbare Reinhard Mey hat einen selten treffenden Text dazu geschrieben:

Das Narrenschiff
Das Quecksilber fällt, die Zeichen stehen auf Sturm,
Nur blödes Kichern und Keifen vom Kommandoturm
Und ein dumpfes Mahlen grollt aus der Maschine.
Und rollen und Stampfen und schwere See,
Die Bordkapelle spielt „Humbatäterä“,
Und ein irres Lachen dringt aus der Latrine.
Die Ladung ist faul, die Papiere fingiert,
Die Lenzpumpen leck und die Schotten blockiert,
Die Luken weit offen und alle Alarmglocken läuten.
Die Seen schlagen mannshoch in den Laderaum
Und Elmsfeuer züngeln vom Ladebaum,
Doch keiner an Bord vermag die Zeichen zu deuten!

Der Steuermann lügt, der Kapitän ist betrunken
Und der Maschinist in dumpfe Lethargie versunken,
Die Mannschaft lauter meineidige Halunken,
Der Funker zu feig‘ um SOS zu funken.
Klabautermann führt das Narrenschiff
Volle Fahrt voraus und Kurs auf‘s Riff.

Am Horizont wetterleuchten die Zeichen der Zeit:
Niedertracht und Raffsucht und Eitelkeit.
Auf der Brücke tummeln sich Tölpel und Einfaltspinsel.
Im Trüben fischt der scharfgezahnte Hai,
Bringt seinen Fang ins Trockne, an der Steuer vorbei,
Auf die Sandbank, bei der wohlbekannten Schatzinsel.
Die andern Geldwäscher und Zuhälter, die warten schon,
Bordellkönig, Spielautomatenbaron,
Im hellen Licht, niemand muß sich im Dunkeln rumdrücken
In der Bananenrepublik, wo selbst der Präsident
Die Scham verloren hat und keine Skrupel kennt,
Sich mit dem Steuerdieb im Gefolge zu schmücken.

Der Steuermann lügt, der Kapitän ist betrunken
Und der Maschinist in dumpfe Lethargie versunken,
Die Mannschaft lauter meineidige Halunken,
Der Funker zu feig‘ um SOS zu funken.
Klabautermann führt das Narrenschiff
Volle Fahrt voraus und Kurs auf‘s Riff.
Man hat sich glatt gemacht, man hat sich arrangiert.
All die hohen Ideale sind havariert,
Und der große Rebell, der nicht müd‘ wurde zu streiten,
Mutiert zu einem servilen, gift‘gen Gnom
Und singt lammfromm vor dem schlimmen alten Mann in Rom
Seine Lieder, fürwahr: Es ändern sich die Zeiten!
Einst junge Wilde sind gefügig, fromm und zahm,
Gekauft, narkotisiert und flügellahm,
Tauschen Samtpfötchen für die einst so scharfen Klauen.
Und eitle Greise präsentier‘n sich keck
Mit immer viel zu jungen Frauen auf dem Oberdeck,
Die ihre schlaffen Glieder wärmen und ihnen das Essen vorkauen.

Der Steuermann lügt, der Kapitän ist betrunken
Und der Maschinist in dumpfe Lethargie versunken,
Die Mannschaft lauter meineidige Halunken,
Der Funker zu feig‘ um SOS zu funken.
Klabautermann führt das Narrenschiff
Volle Fahrt voraus und Kurs auf‘s Riff.

Sie rüsten gegen den Feind, doch der Feind ist längst hier.
Er hat die Hand an deiner Gurgel, er steht hinter dir.
Im Schutz der Paragraphen mischt er die gezinkten Karten.
Jeder kann es sehen, aber alle sehen weg,
Und der Dunkelmann kommt aus seinem Versteck
Und dealt unter aller Augen vor dem Kindergarten.
Der Ausguck ruft vom höchsten Mast: Endzeit in Sicht!
Doch sie sind wie versteinert und sie hören ihn nicht.
Sie zieh‘n wie Lemminge in willenlosen Horden.
Es ist, als hätten alle den Verstand verlor‘n,
Sich zum Niedergang und zum Verfall verschwor‘n,
Und ein Irrlicht ist ihr Leuchtfeuer geworden.

Der Steuermann lügt, der Kapitän ist betrunken
Und der Maschinist in dumpfe Lethargie versunken,
Die Mannschaft lauter meineidige Halunken,
Der Funker zu feig‘ um SOS zu funken.
Klabautermann führt das Narrenschiff
Volle Fahrt voraus und Kurs auf‘s Riff.

Wer es lieber hört als liest:

NarrenschiffSchon Hieronymus Bosch’s visionäres Auge sah uns nicht nur auf seinem ‚Garten der Lüste‘ Höllenqualen leiden, sondern auch auf unserem Narrenschiff.
Und auch Andre Heller schätzte unsere Situation wohl ähnlich ein als er schrieb und sang:

… Abendland, Abendland,
wir sind aus dir geboren,
wir fahren auf deinem Narrenschiff dem Abschied
entgegen …

Doch die gute Nachricht:
Soll mit diesem Narrenschiff weiterfahren wer will,
soll in diesem Schlaraffenland bleiben wer will.
Es gibt ein unsinkbares Schiff, eine wunderbare Oase. Und die heißt ‚Natur‘. Sie zieht seit Jahrmillionen ihre sicheren Bahnen und gibt Schutz.
Ihr sich anzuvertrauen ist Sicherheit und Paradies!
Oder wie es sonst hier immer heißt:
paradise your life !   🙂

 

 

 


Ein Gourmet- Leben

23. Mai 2014

Heute hätte Christoph Wagner seinen 60 Geburtstag feiern und weitere wunderbare 60 Jahre vor sich haben können. Doch er schaffte nichteinmal die erste Hälfte.
Eine kleine Weichenstellung in Richtung ‚barocker Völlerei‘ und schon war alles anders, schon fuhr sein Lebenszug am Paradies vorbei, geradewegs ins Schlaraffenland …

gourmet„Erst wollte er, inspiriert vom barocken Dorfpfarrer und den Erzählungen des Vaters von den italienischen „bicchieri di vino“, Papst in Rom werden. Später dann Kulturmanager. Tatsächlich wurde er Österreichs vielleicht bekanntester Gourmetkritiker, Gastrosoph und Kochbuchautor. Am 23. Mai wäre Christoph Wagner 60 Jahre alt geworden. Er starb 2010 an „unknown cancer“, nicht näher identifiziertem Krebs.“ schreibt Teresa Schaur-Wünsch in der Presse und fasst damit alles Unparadiesische in Wagners Leben kurz zusammen.
Es fehlt nur noch eine Vokabel und die liefert er selber in seinem letzten Buch nach: „Ich war ein Bewohner des Schlaraffenlandes“ und seine Ehefrau ergänzt: „Dass er dabei ungesund gelebt hat, schwer übergewichtig war, das hat er gewusst. Und es war ihm egal. Die Länge des Lebens war ihm nicht wichtig“.

So sehr ich jedermenschs Lebensentwurf und -art respektiere, kann ich mich nur wundern, dass man dieses selten wunderbare Geschenk ‚Leben‘ so wenig wertschätzen und so leichtfertig, bzw. wegen solch läppischer Gaumenkitzel, derartig missachten und ruinieren kann.
In diesem Fall sogar auch noch von einem lebenslang falsc…, äh, hochgläubigen Menschen!

Auch er hatte von seinem Gott alles mitbekommen um ein fröhliches, genussvolles, glückliches, gesundes und langes Leben zu führen …
Aber der menschlichen, um nicht zu sagen satanischen, Versuchungen, Irrlehren und Fallstricke sind gar viele … 😉

In diesem Sinne:
paradise your life


Das Goldene Zeitalter

12. Januar 2012

In Esoterik- und spirituellen Kreisen wird heute gerne vom bald anbrechenden ‚Goldenen Zeitalter‘ gesprochen.
Die dazu verkauften Bücher, die dazu angebotenen Vorträge und Seminare sind ganz wunderbare Lebenshilfen. Es wird dabei positiv dargestellt, wie einfach und harmonisch unser Leben sein könnte.

Bloß drei Trugschlüsse liegen bei der Befassung mit diesem Themenbereich relativ nahe:

Die Tatsache, dass der Geist die Materie lenkt/ formt wird ev. falsch verstanden.

Es ist nicht so, dass wir weiterhin faul anderen die (schwerere) Arbeit machen lassen sollen, weiterhin die ‚Dritte Welt‘ für uns arbeiten lassen sollen, um uns währenddessen geistig so weit zu vervollkommnen, diese Arbeiten dann irgendwann mit Geisteskraft materialisieren zu können.
Wir sollten vielmehr unseren Geist dahingehend vervollkommnen, dass wir auch in ’niederen‘ Arbeiten Erfüllung finden.

Auf die Ernährung angewandt, sollte auch nicht geglaubt werden, dass der Geist die Materie so weit führen kann, dass Esssünden locker geistig ausgebessert werden können. Vielmehr sollten wir uns soweit vervollkommnen, dass wir glasklar sehen, dass nur eine artgerechte Ernährung die einzig für uns richtige und für Mitwesen leidfreie ist. DIESE Geisteskraft wird uns zu lebenslanger Dauergesundheit führen!
Nur INSOFERNE ist es richtig, dass der Geist die Materie führt!

Das Goldene Zeitalter kann nicht erwartet, sondern will von uns allen erarbeitet, werden.
Es existierte bereits einmal als evolutionäres Paradies und kann mit unserem Einverständnis und Willen jederzeit wiedererstehen. Ja kann sogar jederzeit bloß wiederangenommen werden. Denn es ist da! Es war immer da!
Wir wollten bloß neue Erfahrungen machen und versuchten unser eigenes Paradies zu erschaffen (siehe auch ‚Paradies oder Schlaraffenland‘).
Wer Lust hat bzw. wer noch nicht ausreichend Erfahrungen gemacht hat, kann gerne an diesem utopischen Zivilisations- Paradies weiterarbeiten.
Andere sind bereits dabei, wieder umzukehren. – Zum Goldenen Zeitalter!

Es ist ja gut und schön, dass immer wieder ‚Weisheiten von aufgestiegenen Meistern‘ gechannelt werden. Doch das inkludiert ganz perfide, dass wir ‚dumm und ohnmächtig‘ ihrer Hilfe bedürfen.
Doch wir alle sind Götter und wissen und können alles für uns Erforderliche selber. Wir wollen bloß fallweise daran erinnert werden. Und dazu reicht es bereits, mal auf die Natur und die Tiere zu gucken. Sie leben bereits das Goldene Zeitalter, ohne Streit, Kinderweinen, Kriegen und Krankheiten …

Es scheint mir fallweise ein letzter Rest unseres ‚Wir sind die Krone der Schöpfung‘- Glaubens zu sein, dass wir lieber nach ‚Höherem‘ streben, lieber ‚Weißen Bruderschaften‘ und anderen ‚Aufgestiegenen‘ glauben als uns mit ’niederen Tieren‘ und ’simpler, schmutziger Natur‘ zu befassen 😉

 


Ist Liebe mehr als Partner- Shoppen?

10. Oktober 2011

Sagen wir’s offen raus: Wir sind derzeit die verwöhnteste und bestens umsorgte Gesellschaft aller Zeiten.
Verkäufer, Werbung, Firmen, Psychologen, Ärzte, Berater …
Sie alle machen uns vor, uns alles wünschen zu können, alles bekommen zu können, ja sogar auf alles das uns eben in den Sinn kommt, ein Anrecht zu haben.
Dieser Schlaraffenland- Zustand (siehe auch ‚Paradies oder Schlaraffenland?‘) macht natürlich auch vor der Partnerschaftswahl und Paarbindung nicht halt und erklärt vermutlich auch zum Teil unsere hohen Trennungsraten.
‚Mit ihr konnte ich einfach nicht‘, ‚Neben ihm konnte ich mich nicht entfalten‘, ‚Die Neue ist jünger‘, ‚Zu verschieden waren unsere Wunsch- Lebensstile‘ …
So die vermeintlich berechtigten Erklärungen. Und weiter geht’s mit dem Partner- Shoppen!

Doch hat das noch etwas mit Liebe zu tun?
War nicht gerade das – heute leider auch schon seltene – bedingungslose Geliebt-Werden im Elternhaus so wunderschön? Lässt uns nicht die bedingungslose Freudenbekundungen eines Hundes das Herz hüpfen?
Waren die früheren Helden, die sogar ihr Leben gaben für die Geliebte wirklich nur Kitschfiguren? Waren Frauen, die nach Kriegen jahrelang auf ihre Männer warteten einfach nur einfältig?
Tun wir uns mit unserem Partner- Shoppen, bei dem wir uns ja – angeblich – haargenau unsere Wünsche erfüllen wirklich etwas Gutes? Gewinnen wir dadurch den perfekten Partner? – Und verlieren vielleicht die Liebe?

Könnte es sein, dass in Wirklichkeit diese unsäglich altmodischen Menschen, die noch selbstlos lieben können, überreich beschenkt werden?
Könnte es sein, dass die einen im Schlaraffenland, die anderen aber im Paradies leben? …
Könnte es sein, dass wir Leid säen, wo wir Liebe wähnen? …

Und, könnte es nicht sein, dass wir uns selbst beschränken, wenn wir genau das Unsere wählen, anstatt uns von Nweuem, vom Anderssein überraschen, beschenken zu lassen?

Die einmalige Jane Goodall sagte einmal über die Scheidung von ihrem ersten Mann sinngemäß: ‚Es gibt unschöne Ereignisse, die über uns hereinbrechen. Die schmerzen sehr. Die von uns (mit)verursachten Unglücke aber schmerzen noch weit mehr‘.

 


Mein Beitrag

4. November 2010

Vielen Menschen ist gar nicht klar, was wir mit unserem Tun der Erde und unseren Nachkommen antun. Vielen ist es auch egal.

WIR LEBEN, ALS HÄTTEN WIR

WIR HABEN ABER NUR


Jeder möchte ein schönes Leben und strampelt und hampelt wie ein Kleinkind, das alles was es sieht, haben will.
Alle wollen haben, was die Reichsten haben. Doch der Lebensstil ‚einfacher’, durchschnittlicher West- Bürger lässt sich, Milchmädchen- einfach errechenbar, unmöglich anwenden auf die ganze Weltbevölkerung.
– Auch mit allen noch so tollen technischen Errungenschaften wäre das nicht möglich!

Was ist die Alternative?
Einfache Antwort: paradise your life
Ja! Kein Witz!
Paradise your life ist die einzige Möglichkeit allen Menschen ein gutes, harmonisches und glückliches Leben zu ermöglichen.
Und warum?

    a) Weil nur ein artgerechtes Leben wirklich glücklich macht
    b) Weil nur ein artgerechtes Leben unsere Ressourcen ausreichen lässt

Das einzige Problem ist, dass die Menschen noch ein grottenfalsches Bild im Kopf haben, von einem guten Leben. Sie schwärmen von einem Schlaraffenland- Leben, das uns die Herrscher voriger Jahrhunderte vormachten und heutige Stars und Millionäre vormachen. Ein Leben voller Nichtstun und dennoch berstendem Überfluss anstatt eines Paradieslebens in Liebe, Harmonie und Zufriedenheit.
Wie nun, könnte solch ein neues, solch ein Paradiesleben- Bild aussehen?
Die Menschen müssen erkennen,

  • dass wir alle eins sind und damit jeder Verstoß gegen natürliche Gleichgewichte uns selber schadet,
  • dass wir uns selber krank machen und teuer und schmerzlich unsere Völlereien zu bezahlen haben,
  • dass wir uns und unserer Fitness und Gesundheit massiv schaden, wenn wir uns Arbeiten von Maschinen oder Hilfskräften abnehmen lassen,
  • dass wir uns ein Armutszeugnis ausstellen, wenn wir andere übervorteilen und für uns arbeiten lassen. Denn tüchtige Menschen können alles und wachsen mit dem Abwechslungsreichtum ihrer Aufgaben. Spezialisierung macht dumm und ist eintönig.
  • Die Menschen müssen erkennen,

  • dass Glück nicht kaufbar ist,
  • dass nur Liebe und nicht Geld uns leben lässt und glücklich macht,
  • dass wir nicht in einer Mangelwelt, sondern in der Fülle leben.
  • Wir müssen erkennen, dass alles wir selber verursachen, dass WIR unserer Glücke Schmiede sind.
  • Wir müssen erkennen,

  • dass unser vermeintliches ‚Uns-gut-gehen-lassen‘, grottenschlecht für uns ist,
  • dass ein einfaches artgerechtes Leben der Himmel auf Erden ist,
  • dass wir ganzjährig urlauben könnten,
  • dass wir umso mehr geliebt werden, je mehr wir lieben,
  • dass wir uns an unseren Aufgaben und Fähigkeiten erfreuen könnten,
  • dass wir dauergesund 120 Jahre jung bleiben könnten,
  • dass wir unzählige kostenlose Naturköstlichkeiten genießen könnten,
  • dass wir das Paradies bereits auf Erden haben und es bloß zu leben bräuchten,
  • In diesem Sinne:
    paradise your life!

     


    Mal ein Gedichtchen

    24. April 2010

    Paradies- Flucht

    So ein Mensch, der guckt sich um,
    sieht andre Menschen rundherum.
    Ach, wie sind wir doch alle eins,
    Problem seh’ ich da weiters kein’s.
    Wir alle sind so wunderbar,
    genau besehen, fast genial sogar!
    Nicht umsonst sind wir der Schöpfung Krone,
    unsre ganze Entwicklung war nicht ohne.
    Als kleine Amöbe ging es los,
    im Lauf der Jahrmillionen wurden wir groß.
    Was früher noch höchst einfach war,
    ist jetzt high- tech und ganz wunderbar!
    Was einst uns hat mit andren verbunden
    lässt uns jetzt, allein die Welt umrunden.
    Was unsre Ahnen in der Natur noch fanden
    kam durch die Zivilisation abhanden.
    Nun liefern Handel und Fabrik
    was früher war unsrer Ernte Glück.
    Die Maus noch, die dumme kleine
    schafft locker und alleine,
    womit der Mensch die Kinder schlaucht,
    und Schulen, Lehrer, Psychologen braucht.
    Was wir uns mühevoll erarbeiten, errennen,
    die Freizeit, die wir Urlaub nennen,
    haben Has und Igel, Reh und Aar,
    ganz von allein das ganze Jahr.
    Kein kleines Schwein, kein Fasan
    hatte Mumps je oder gar Masern.
    Menschenkinder aber, oh wie wunderbar
    ‚brauchen‘ Kinderkrankheiten sogar!
    Auch Arthrosen und Krebs für die Alten,
    bleiben allein den Menschen vorbehalten.
    Kein Tier hat all die Probleme,
    die uns schafft die Mediziner- Akademe.
    Des Menschen Schwachsinnsliste ist gar lang,
    doch keinem wird’s dabei wirklich bang’.
    Der ‚kluge’ Mensch hält für normal,
    was für’s ‚dumme’ Tier wär’ schlimmste Qual.
    So rackern wir mit Hirn und Hand
    für ein unerreichbares Schlaraffenland,
    um weiterhin vom Plan nichts zu versteh’n
    und unser herrliches Paradies zu übersehn.
    Doch, selbst wenn unser Leben ganz entartet,
    eins ist sicher, das Paradies ist da und wartet …

     

     


    Paradies oder Schlaraffenland?

    6. März 2010

    Was ist der Unterschied?

    Das Paradies ist – je nach Sicht – von Gott, von der Evolution, von der Natur geschaffen, seit unvorstellbar langen Zeiten bestens erprobt und in seiner Fülle, Großzügigkeit und Genialität unerreicht. Wir bzw. unsere Ururur…- Ahnen haben Jahrmillionen in diesem Paradies, das wir heute Regenwald oder Tropen nennen, ganz wunderbar, eben paradiesisch gelebt. Für alle ihre Bedürfnisse war gesorgt. Wir waren perfekt an diese Gegebenheiten angepasst. Dieses Paradies war und ist die Natur. In Spuren ist sie auch heute noch vorhanden und es bedarf bloß unserer Entscheidung wieder dorthin zurückzukehren, was aber nicht heißt wie die Affen zu leben!
    Zu einem großen Teil besteht dieses Paradies in unserem Kopf. Aber auch in den wunderschönen Bildern von Landschaften, Himmelsformationen, in den wunderbaren Menschen, den knuffigen bis interessanten Tieren, den herrlichen Früchten, Gemüsen, Wildkräutern, Nüssen und Samen und den unendlichen Weiten und Zeiten die uns geschenkt sind (und die wir uns leider selber begrenzen).

    Das Schlaraffenland ist sozusagen ein menschenerdachtes Paradies, das wir in unserem Zivilisations- Bestreben offensichtlich errichten wollen. Die Energie soll aus der Steckdose, das Geld unbegrenzt aus dem Bankomaten kommen. Wir wollen nicht gehen sondern von Autos, Liften und Rolltreppen transportiert werden. Maschinen und Roboter sollen unsere Arbeit tun, Filme sollen für unsere Unterhaltung sorgen.
    Kälte soll von Heizungen vertrieben, warme Räume sollen von Klimaanlagen gekühlt, werden. Das Essen soll aus der Mikrowelle, die Gesundheit aus Pille und Klinik kommen.

    Funktioniert das wirklich so, wie wir uns das erträumt haben? Oder blättert der Glanz unserer Visionen bereits ab? Zeigen uns Finanzkrisen nicht bereits, was jedes Kind weiß? Dass Geld nicht arbeitet und sich nicht vermehren, sondern nur anderen etwas wegnehmen, kann.
    Zeigen uns unsere, trotz immenser Gesundheitsausgaben, steigenden Erkrankungsraten, immer jünger an Krebs erkrankende Kinder, zunehmende Allergie- Raten und zahllose Zivilisationserkrankungen nicht die Grenzen unserer Träumereien auf?
    Arbeiten wir trotz angeblich so toller Rationalisierungen nicht immer mehr? Verelenden trotz steigendem Wohlstand nicht immer mehr Menschen?

    Wollen wir all das tatsächlich?
    Wollen wir wirklich weiterleben in diesem Schlaraffenland, in dem wir für Autos, Pestizide und Raketen bezahlen müssen in bar oder mit Leib und Leben, während das Wachsen in der Natur uns geschenkt wird?

     

     

     


    Herzlich willkommen!

    22. Februar 2010

    Das biblische Paradies gab es tatsächlich. Heute bekannt aus der ‚out of africa- theorie‘.

    Unsere Vorfahren lebten im Regenwald, ließen sich die süßen Feigen in den Mund wachsen, lebten in überschaubaren vertrauten Gruppen, kannten keine Krankheiten, keine Geldnöte, keine Kriege, Stechuhren und Prüfungsstresse.

    Sie wurden von der Natur selbstlos mit Nahrung, Behausung, Unterhaltung und alltäglicher Pracht und Fülle beschenkt.

    Wir arbeiten heute an einem menschengemachten Schlaraffenland, das mit jedem Schritt zu ihm hin, weiter wegrückt von uns. Die 1950er- Jahr- Träume von der arbeitsfreien Freizeitwelt mit Roboterfabriken und kosten- und problemloser Energie aus Atomkraft sind längst geplatzt.

    Wer ebenfalls spürt, dass wir eine zwar ereignis-, aber auch leidvolle ‚Abzweigung‘ genommen haben, wer ebenfalls das Gefühl hat, dass unser Konsum- Schlaraffenland nicht wirklich glücklich macht, dass ein Paradiesleben durchaus wieder möglich wäre, dass viele der ehemaligen Paradies- features auch in unsere heutigen Leben integrierbar wären, ist herzlich eingeladen ein Stück des Weges mit mir zu gehen.
    Wir, die wir uns nicht länger etwas vormachen lassen wollen, die wir uns nicht länger von Werbung, Medien, Wirtschafts- und Gesellschaftsdruck manipulieren und ausbeuten lassen wollen, wir, die in einer neuen paradiesischen Lebensweise unser Glück finden, werden glücklicherweise von Tag zu Tag mehr …

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