Unsere Schatten

20. Januar 2020

Jaja, wir alle sind eben Kinder unseres Umfeldes, unserer Geschichte.
Kennst Du das auch?
Dass wir uns sehnen nach dem, was uns als erstrebenswert vermittelt wurde?

Oder umgekehrt gesagt: Hast Du tiefsitzende Wünsche und Sehnsüchte, von denen Du nicht genau weißt, woher sie stammen, die nicht unbedingt logisch und nachvollziehbar sind?

Nein?
Setz Dich doch einmal hin, nimm Dir die Zeit, um in Dich reinzuspüren, was Dich wirklich berühren würde.
Oder beobachte auch nur, welches Buch, welcher Film, welche Situation oder Szene Dich besonders berührt, Dir wirklich nahe geht.

Das kann auch etwas völlig Unlogisches, Dummes, Unverständliches sein. ‚Hauptsache‘ es berührt Dich!

Ja, das ‚Knödel im Hals‘ beim nächsten Film, die eine Träne beim nächsten Zeitungsartikel, das nächste klamme Gefühl bei einer Buchseite, die Bewegung bei einer der nächsten Geschichten, die Dir erzählt wird.

DAS sind Deine verschütteten Probleme!
Ja, wir alle haben die!
DIE horch Dir genau an!
Über DIE denk‘ nach!
DIE genieße!
Denn sie werden Dir Tore, Riesentore öffnen!
Tore in Dir unbekannte Welten!

In diesem Sinne:
Geh neugierig bis forsch voran in diese Dir noch unbekannten Welten und

paradise your life!     

 

 

 


Ist Dir eigentlich klar …

7. März 2019

… dass all unser Wohlstand Illusion ist!?

Überlege: Warum sehnen wir uns so sehr nach Bequemlichkeit, nach Wärme und Wohligkeit, nach Zuwendung, Anerkennung und Liebe?

All das sind Sehnsüchte und diffuse Erinnerungen an unsere frühen Leben, unbewusste Erinnerungen an unser aller Paradies.

Doch unsere heutige, unsere zivilisatorische Form des Paradieses ist nicht nur schädlich für uns, sondern auch eine Illusion.

’schädlich‘, weil Bequemlichkeit uns schwächt, Fremdenergien unsere Regulationsfähigkeit schwächen, berufliche oder äußerliche Zuwendungen unser Selbst schwächen.
‚Illusion‘, weil wir für all diese vermeintlichen Goodies hart arbeiten! Uns wird heute, im Gegensatz zur Natur, absolut nichts geschenkt! Erst arbeiten wir für den Erwerb, dann für den Erhalt und letztendlich für Wartung und Reparatur! (siehe auch Warum Radler schneller sind als Autofahrer)

 

 

 


Der Weg (2)

11. September 2012

Wer sich noch auf Wandern einlässt, wird eine seltene, heute fast schon vergessene Erfahrung machen.
Er wird nicht nur die Strecke Schritt für Schritt er- leben, erwandern oder er- fahren, sondern auch immer wieder an Weg- Gabelungen und Kreuzungen kommen.
Dort muss man sich entscheiden. Man kann nur hier oder da weitergehen. Man kann nur einen Weg – zumindest für diesmal – gehen und muss den anderen unbegangen zurücklassen.
Man muss wählen, sich entscheiden.

Wie aber, nehmen wir das Gehen und Wandern übers Land, als Parabel für unseren Lebensweg, sieht es dann mit unserem heutigen, vermeintlich ‚goldenen Mittelweg‘ aus?
In Ernährungsfragen bin ich mittlerweile fast schon allergisch auf die so oft gehörte ‚gesunde Mischkost‘! Was mischen? Gutes und Schlechtes!? Gesundes und Ungesundes!? Das ist doch völlig verrückt!
Kluge wählen doch den Weg des Besten! Oder?

Was wäre die wandernde Entsprechung zu unserem heutigen ‚Alles und das sofort‘?
Man kann nicht beide Wege gehen! Man kann nicht alles haben. – Ohne sich aufzureiben!

Vielleicht kann dieses Beispiel zeigen, wie irreal unsere heutigen Wünsche oft sind. Wie unbunt sie eigentlich unsere Leben machen …

Sind nicht ungegangenen Wege, unerreichbare Geliebte, Nichtgetanes manchmal stärkere Erlebnisse als alles hektisch bis manisch Durch- Konsumierte?

Könnte es nicht sogar ein Problem sein, dass nur Getanes, nur Gekauftes, nur Besessenes, nur Erlebtes zählt?
Kann man wirklich all das Nichtgetane, Nichterlebte, Nichterreichte als ‚Nichts‘ abtun? – Einfach vergessen? Einfach ignorieren?
Könnte es nicht sein, dass wir uns das halbe Leben vertun, wegwerfen, ignorieren, indem wir keine Wünsche und Sehnsüchte mehr zulassen bzw. in erreichbare Nähe planen?

Nur mal so zum Nachdenken …
– Im Zweifelsfall: Wandern … 😉