Eigentlich erschreckend …

16. Juni 2013

… wenn man bedenkt, dass die eine Hälfte der Menschheit permanent und unterschwellig immer Angst vor der anderen Hälfte der Menschheit hat, diese für potentielle Täter hält und sich stets vor ihnen in Acht nimmt.

AngstJa, Du hast richtig getippt! Es geht um Frauen und Männer.

Wie muss ein Leben aussehen, frage ich mich als Mann, in dem man jeden Mann als potentiellen Täter sieht, in dem jeder schnelle Schritt hinter sich einen Angst- Impuls auslöst, in dem man meint, ein erstes Treffen immer in die Öffentlichkeit verlegen zu müssen, in dem man beim Reinigen immer die Hotelzimmer-, die WC-, welche auch immer, Tür offenlassen, muss?

Schon kleine Mädchen werden gewarnt mit keinem Fremden mitzugehen, unbekannte, fremde Männer vor Schulen und Kindergärtnen zu melden.

Teils sind diese Ängste natürlich berechtigt, teils ruinieren sie unbegründet Frauen- Leben, Entspanntheiten und Vertrauen.
Aber nicht nur für die Frauen! Es ist auch für Männer unangenehm, wenn eine Frau demonstrativ die Straßenseite wechselt, einen vorgehen lässt etc.; man ist ja schließlich ein Netter und kein Verbrecher …

Und warum das Ganze?
Weil Sex – immer noch! – hoffnungslos tabuisiert ist. Weil das, was Männer von Frauen wollen immer noch von diesen verknappt wird. Weil Männer bezüglich Frauen immer noch Exklusiv- und Besitzansprüche stellen.
Oder ganz schlicht und einfach gesagt, weil wir uns für ein stressiges Schimpansen-, anstatt für ein entspanntes Bonobo- Leben entschieden haben bzw. dazu entschieden ‚wurden‘.
Siehe ‚Diametrale Geschwister‘

 

 
PS: Und all diese uns gar nicht bewussten Gedankengänge kosten uns genau die Energie, die ich im letzten Beitrag beschrieben habe.

 


Was ist gut am Sex?

1. August 2012

Sehr viel könnte ich jetzt dazu aufzählen! 🙂
Besser aber ist es, es einfach zu spüren …
Und da sind wir auch schon beim Thema: Eine der wunderbaren Eigenschaften unserer Sexualität ist, dass sie ohne viel Nachdenken funktioniert, dass jedermensch einfach das(selbe) Bedürfnis hat, dass nicht viel ausdiskutiert, nachgedacht, geplant oder konzipiert werden muss.
Es ist einfach in uns angelegt, drängt nach Umsetzung – und macht glücklich!

Doch es gäbe auch viele andere, sehr ähnliche Glücklichmacher.
Doch die haben sie uns, haben wir uns, bereits gründlich ausgetrieben.
Viele der ‚automatischen‘, der ’nicht darüber nachdenken müssen‘- Glücksmacher sind durch’s Denken, durch Gier, durch Zwänge verdrängt, wenn nicht sogar vernichtet worden …

Wie schön wäre es, morgens barfuß durchs nasse Gras zu schlendern und vielleicht sogar die Wildkräuter für den smoothie zu sammeln!? Doch wir waren zu lange auf, das Büro, die Termine warten!

Wie schön wäre es, sich täglich nach dem – rohköstlichen – Essen vitalisierter zu fühlen als zuvor!? Doch Restaurants bieten nur Müdemacher an, Geschäftsessen wollen eingehalten werden, das Mikrowellen- Fertigmenü war wieder mal sooooo günstig …

Wie schön wäre es, ohne Geldsorgen leben zu können!? Doch Banken, die Wirtschaft und Werbung, unsere Gier sorgen für unser stetiges Strampeln und Hampeln …

Wie schön wäre es den Kleinen aufwachsen zusehen zu können!? Doch da stehen Karriere und der Druck der Firma, des Chefs vor!

Wie schön wäre es, einfach SEIN zu können!? Doch die Gesellschaft sorgt mit ihren Regeln und Zwängen dafür, dass wir uns ständig verbiegen, ‚wohlverhalten‘, uns einschränken bis unterdrücken …

Wie schön wäre es, mit der Liebsten, mit dem Liebsten einfach nur in die untergehende Sonne zu gucken!? Doch da müssen noch Überstunden geschoben, da muss noch zum Shopping gehetzt werden …

‚Wie schön wäre es …‘ denkst Du?

Es IST schön!
Du brauchst Dir all das und noch viel mehr bloß zu nehmen! Es ist da!
Du brauchst bloß einige der unnötigsten Kunst- Bedüfnisse zu streichen. Und schon hast Du Platz für Deine wirklichen, für Deine Ur- Bedürfnisse!
Nur deren Befriedigung lässt Dich wirklich zufrieden sein.
Die Befriedigung der Kunst- Bedürfnisse ist immer hohl bzw. nur kurzfristig.

Also! Worauf wartest Du?
Wer soll etwas ändern, wenn nicht DU?
Wann solltest Du etwas ändern, wenn nicht JETZT?

 


Der männliche Schwanz

10. Juni 2012

.. oder ‚korrekter‘ gesagt ‚Penis‘. – Aber die Quote will auch immer wieder bedient werden und ich möchte nicht wissen um wieviel mehr bei ‚Schwanz‘ als bei ‚Penis‘ hierherklicken … 😉

Was es in Zeiten der – vermeintlichen – Aufklärung dazu noch zu sagen gibt?

Viiiiiel! Seeeehr viel!

Für mich war jahrzehntelang mein Penis ausschließlich ein Ding für die Freude und fürs Pinkeln.
Bei einem Äthiopien- Besuch hatte ich für einige Tage die Möglichkeit einen kleinen Affen hautnah zu beobachten.

Sein Penis war ständig, das heißt in Sekunden- Intervallen am Wechseln zwischen erigiert und ‚zurückgezogen‘.
Jede Beobachtung, jede Emotion, jeder Schreck, jede Neugierde schlug sich sichtbar an der Steifigkeit/ Sichtbarkeit seines Gliedes nieder.

Davon hab ich viel gelernt!
Ich weiß jetzt WIE DIREKT ’natürliche Penise‘ reagieren, wie nah sie am vegetativen Nervensystem sind, wie direkt sie Befindlichkeiten anzeigen. Und wie ‚flach‘ wir Zivilisationsmenschen leben. Wie unterdrückt wir leben. Wie sehr wir uns kontrollieren.

Schon Wilhelm Reich erkannte vor ca. 80 Jahren dass der Zivilisationsmensch den größten Teil seiner Lebensenergie dafür verwendet, seine stärkste, nämlich die Sexual- Energie zu unterdrücken!

Ich geh einen Schritt weiter und sage:

1. Wir projizieren all unsere Gefühle und Regungen – bloß weil das ‚Nervenkostüm‘ an den Geschlechtsorganen unter der ‚dünnsten Haut‘ liegt – auf die Sexualität. Als

2. Schritt tabuisieren und unterdrücken wir diese auch noch soweit wie möglich!

Damit unterdrücken wir so ziemlich ALLE unsere Regungen und Gefühle!

Und so sehen die heutigen Menschen auch aus!
Jeder ist höchst kontrolliert. Kaum jemand reagiert – zumindest öffentlich – emotional. Viel zu viele Regungen und Gefühle werden unterdrückt, überspielt, versteckt. Kaum jemand traut sich zu sagen, was er wirklich denkt und fühlt.
Ja, die ‚Unterdrückungs- und Anpassungs- Maschinerie‘ hat uns bereits soweit verformt, dass wir kaum noch selber wissen, was wir wirklich empfinden …

Aus diesem Regungs- Vakuum könnten uns Körperzugänge bzw. Körpersignale raushelfen. Denn der Körper weiß immer noch am besten, was wir längst und perfektest verdrängt haben.

Natürlich ist nicht ausschließlich der männliche Penis ein Anzeigeinstrument unseres vegetativen Nervensystems. Da wären auch Atmung, Puls, Hautreaktionen wie Gänsehaut, ‚Haareaufstellen‘, Brustwarzen erigieren, ‚Bauchkribbeln‘, etc. zu nennen.

Doch es könnte zweifellos wichtig für jeden Mann sein, zu wissen, dass die Reaktionen seines Penis nicht unbedingt einzig mit Sex zu tun haben, dass sie gar nichts mit ‚langfristigen Gefühlen‘ zu tun haben, dass hier bloß sehr direkt kleinste Regungen, Eindrücke und Gefühle gespiegelt werden, was sehr aufschlussreich und ‚erklärend‘ sein kann.

Ob bzw. wie weit Fauen mit ihrer eher ‚verdeckten‘, aber eventuell dennoch spürbaren Erregung, Zugang zu ihrem Nervensystem erhalten und daraus Erkenntnisse und Nutzen ziehen können, kann ich leider nicht sagen.

Zumindest aber für ‚ganz normale‘ Männer könnte es sehr entspannend sein, wenn sie diese Spontan- Reaktionen als das erkennen und annehmen könnten, was sie sind …

Natürlich werden sensible Reaktionen (primär in jungen Jahren) häufig durch ‚Testosteron- Überschüsse‘ überlagert und sind dadurch nicht so deutlich sicht- und empfindbar …
Das Wissen um die grundsätzliche Verbindung zum vegetativen Nervensystem aber, ist dennoch sehr aufschlussreich und könnte für so manchen erklärend und damit entspannend wirken …

In diesem Sinne:

NieMANNd/ NieMENSCH muss etwas,
jederMANN/ jederMENSCH kann,
jede Regung ist zulässig,
jede Regung will etwas sagen,
jede Regung will sich mitteilen,
alles ist möglich,
alles ist wunderbar
paradise your life

 


Diametrale Geschwister

25. Mai 2012

In der heutigen Republik Kongo leben zwei Stämme von Menschenaffen, die einst durch den Fluss Kongo getrennt wurden. Heute noch sind sie genetisch praktisch ident, könnten in ihrem jeweiligen Sozialverhalten aber unterschiedlicher nicht sein: Die Gemeinen Schimpansen und die Bonobos oder Zwergschimpansen.

Schimpansen haben das Patriachat, die Alpha- Männchen ‚terrorisieren‘ die Weibchen ihres Clans so lange, bis sie ihnen unterwürfig das Hinterteil anbieten. Es gibt ständige Machtkämpfe unter den Männchen, Junge von fremden Männchen werden getötet. Schimpansen sind aggressiv, jagen auch und fressen Fleisch.

Völlig anders die Geschwister am anderen Ufer. Bonobos leben das Matriachat, haben den ganzen Tag Sex und Zärtlichkeiten, – sozusagen jeder mit jedem in allen Varianten, gesteuert von den Weibchen.
Dadurch wachsen die Jungen weitaus liebevoller auf. Niemand weiß, von welchem Männchen sie sind und genießen deshalb die Zuwendungen aller, sind ‚everybodys darling‘.
Es gibt keine männlichen Machtkämpfe, da ohnehin die Weibchen ‚das Sagen‘ haben. Bonobos sind überaus friedfertig, jagen nicht und leben vegetarisch.

So massive soziale Auswirkungen können kleine Unterschiede haben … 😉

… Fiel mir bloß ein, weil ich den Dalai Lama gestern sagen hörte, dass das menschliche Patriachat als Folge unserer Sesshaftwerdung entstand, für die Kraft und Verteidigungsbereitschaft gefragt war, heute aber nicht mehr notwendig wäre …

Wir könnten also auch jederzeit Bonobo spielen, wenn wir Männer über unseren Schatten springen könnten …
Oder haben wir unsere Kriege, unser ‚Sagen‘, unseren Stress und unsere Burn outs schon zu lieb gewonnen? 😉

 


Sex = Energie

18. Mai 2012

Was meinst Du was uns ‚antreibt‘, Kraft gibt, Elan veruracht, Ziele erreichen und Passionen ausleben lässt?

Ja! Die Sexualenergie!
Wir benennen sie bloß nach unserer Geschlechtlichkeit. Doch sie ist eine universell einsetzbare und angewandte Energie.
Es steht uns frei, diese Energie auf geschlechtliche Aktivitäten zu verwenden, damit ein Gedicht zu schreiben, irgendeine Bestzeit zu erreichen oder wie Adriano Celentano sehr witzig in einem Film vorzeigte, Holz zu hacken.

Wer das nicht glauben kann, sehe sich doch nur die höchst unterschiedlichen Sexualpraktiken und Objekte der Begierde an. Homo- und Hetero- Sexualität, Sado-, Maso- Praktiken, verschiedenste Fetischismen, Voyeuris- und Exibitionismen zeigen WIE austauschbar unsere Möglichkeiten sind, Lust aus unserer Sexual- oder Ur-Energie zu schöpfen.

Die Psychologie geht sogar so weit, hinter jedem Alltagsverhalten, hinter jeder Geste und Handlung die entsprechenden sexuellen Vorlieben ausmachen zu können.
Die Logik dahinter: Jede (Verhaltens-)Art muss ihre ureigene Ursache haben. Wenn der Antrieb hinter allem Tun die Ur- Energie ist, muss deren individuelle Lenkung zu unseren Eigenheiten führen …

Ein Maler oder Fotograf zum Beispiel kann nur durch das Ausleben seiner Voyeuristischen Sexualenergie- Umlenkung ausreichend emotionell und damit erfolgreich sein.
Detto ein Schauspieler, der ohne ein gerütteltes Maß an Exibitionismus nur müdes Agieren zustande brächte …

Ganz brutal gesagt: Unsere sogenannte Kultur fußt auf Sexualstörungen!

Jeder unglücklich Verliebte oder Pubertierende zeigt, dass nur damit die schönsten Liebesgedichte gelingen.
Wäre uns heute noch ein paradiesisch tabuloses Leben möglich, würden wir unsere Ur- Energie an unsere Partner ‚verschenken‘, es gäbe all unsere Errungenschaften, Kunstwerke, Entdeckungen, Erfindungen, etc. nicht.
Wir hätten sozusagen alles, ohne etwas tun zu müssen. Wir hätten alles, durch reines Sein.
– Wie die Tiere! 😉

Natürlich gibt es viele, denen leid wäre um unsere Kultur. Auch das ist eine legitime Position.
Doch mir wurde häufig fast schon schlecht, wenn ich mir in zweifellos oft imposanten Domen das viele Blut und den Schweiß, der da drinnensteckt, vorstellte.
Natürlich liest sich Goethes und Heines Geschmachte wunderbar. Wenn diese stattdessen aber ein entspanntes, liebevolles Miteinander mit ihren Liebesten hätten genießen können, anstatt Entbehrungs- Gedichte zu verfassen, wär‘ das sicherlich nicht weniger wunderbar gewesen … 😉

Brauchen wir noch die aus Verweigerungen und Tabuisierungen entsteheneden ‚Aufregungen‘, Abwechslungen, Antriebe und Werke oder sind wir schon reif uns dauerhaft in Harmonie zu ‚langweilen‘? 😉

Allein DAS sich immer zu vergegenwärtigen, kann fallweise höchst bereichernd und erhellend sein!

 


Gebärmutterhalskrebs …

17. Mai 2012

… oder auch Zervixkarzinom genannt wird angeblich durch Infektionen beim Geschlechtsverkehr verursacht. Für diese Entdeckung bekam der deutschen Mediziner Harald zur Hausen sogar den Nobelpreis.
Auch in Zusammenhang mit den, bei Frauen häufiger als bei Männern auftretenden Blasenproblemen wird, neben der kürzeren Harnröhre, als Ursache ebenfalls gerne Geschlechtsverkehr genannt.
Dass derselbe auch einigen durch die AIDS– Hyserie, samt Kondom- Zwang gegällt wurde ist ja hinlänglich bekannt.

Ganz ehrlich: Als Mann ärgert mich das über alle Maßen! 🙂
Ich will nicht ‚der Böse‘ sein, der Frauen krank macht. Ich will liebevolle Freude machen … 😉

Und sieht man sich diese angeblichen ‚Gefahren‘ die von den Männern ausgehen sollen genau, das heißt mit der ‚Natur- Brille‘ an, wird schnell klar, dass da tatsächlich genau gar nichts dran ist.

Wir erkranken heute bzw. in diesen Fällen erkranken die Frauen heute, weil ihr Immunsystem geschwächt ist!

Für ein intaktes Immunsystem sind ein paar humanpathogene Papilloma-Viren grade mal ein läppischer ‚Jausen-Gegner‘ und Immunschwäche – nichts anderes ist ja AIDS – ist dafür schon überhaupt kein Thema.

Ist es da nicht angenehmer, lieber naturrichtig a la ‚paradise your life‘ und damit angstfrei zu leben, als weiterhin Wurstsemmeln, Torten und Hamburger zu mampfen und in jedem Mann einen pösen, pösen potentiellen Infektor zu sehen? 😉

 


Objektiv betrachtet (4)

27. Januar 2012

Es gibt verschiedenste Sozial- Verhalten und Verbindungen, wie Egoismus, Hilfsbereitschaft, Zivilcourage, Freundschaft, Ehe, Single- Leben, Kommunen, Einzelgängertum, Gruppensex, offene Partnerschaft, free hugs, und, und, und.
Sie alle gehorchen unterschiedlichen Prinzipien und Regeln und bewirken unterschiedliche Lebensweisen. Sie lassen sich nach verschiedensten Kriterien einteilen, zusammenfassen oder benennen.

Objektiv betrachtet aber, im Sinne von Ganzheitlich- und Artgerechtigkeit, gibt es nur eine Einteilung, nur eine Unterscheidung:

Dient diese Art des Lebens und Zusammenlebens einem glücklichen Leben in seiner Gesamtheit oder nicht?
Entspricht diese Art des Sozialverhaltens unserer Natur, unseren Bedürfnissen oder nicht?
Fußt diese Art des Verhaltens und Zusammen- oder Nichtzusammen- Seins auf evolutionär altem Verhalten oder drängt es uns zu neuen Herausforderungen?

Alle Lebensarten sind ok, wenn der, der es tut daran Freude hat.
Jede Art zu Leben, Lieben und Handeln ist besser als keine.
Doch das Optimum für unsere Gesundheit, Zufriedenheit und Harmonie sind ausschließlich die erstgenannten Beispiele.

Natürlich kann man neue und naturferne Sozialverhalten anstreben und leben. Man wird vielleicht auch Freude daran haben. Doch unseren ureigendsten Bedürfnissen entspricht das nicht. Wir beschreiten damit neue Wege, erweitern das menschliche Spektrum an seinen Rändern, was natürlich ok und spannend sein kann. Doch – siehe oben – für eine Taube oder einen Wolf ist ihr Lebenspartner oder sein Rudel artgerechter und kommt seinen Ur- Bedürfnissen näher als alleine oder mit Menschen zu leben.

Für das Finden unserer artgerechten Lebens- und Zusammenseins- Form in diesem fast unüberschaubaren Angebots- Dickicht ist der Blick auf unsere nächsten Verwandten als auch auf unsere zutiefsten Bedürfnisse sehr lehrreich.
Affen z.B., leben in Gruppen, haben viel Körperkontakt und Nähe, kennen keine Tabus, teilen alles, sind tolerant, hochsozial, Sinnes- und Körper- orientiert, liebevoll und naturnah. Weder vereinsamen, noch verherden sie oder verpaaren sich exklusiv.
Auch unsere Bedürfnisse und Sinne zeigen, dass wir soziale Wesen mit einem Urbedürfnis nach Körperkontakt sind. Unsere Sinne sind hochsensitiv, unsere Libido und unser Interesse an Mitwesen lebenslang aktiv.

Objektiv gesehen ist die Welt der verschiedenen Lebens- und Zusammenlebensformen die wir heute vorfinden vielfältiger und bunter als die ‚fade‘ Evolution uns nahelegen würde. Doch harmonisierender, ausgleichender und ganzheitlicher – gesünder sowieso – sind artgerechte Sozial- und Handlungsformen, wie lieben, zuhören, ansehen, spielen, kommunizieren, küssen, berühren, streicheln, erriechen, ablecken, Eins- Sein, umarmen …

 


Wir schaffen alles!

4. Oktober 2011

Dem Zivilisationsmenschen gelingt es spielend aus freudvoller Tätigkeit, verhasste Arbeit, aus Liebe, Sex- Stress, aus spielerischer Bewegung, beinharte Wettkämpfe, aus wunderbaren Kindern, überforderte Schüler zu machen.
So ziemlich alles, was mal Spaß war, was freilebende ‚dumme‘ Tiere genießen oder selbstverständlich tun, wurde von uns tabuisiert, monetarisiert oder zu Pflicht und Zwang gemacht.
Genauso verkomplizieren wir selbst Einfachstes!
Jedermensch weiß wie leicht wir uns Bilder oder Erzähltes oder mitangesehene Geschichten merken. Doch was müssen wir lernen? Fakten, Zahlen, Details!
Ein kleines Beispiel: Jeder erkennt spielend die Gesichter seiner Eltern, Geschwister, Kinder wieder.
Zerlegt man solch ein Gesicht in seine Abmaße und versucht die auswendig zu lernen bzw. mit diesen Daten Personen zu erkennen ist das nahezu unmöglich.
Dennoch lernen und lesen wir fast ausschließlich solche denkfernen Daten.
So ziemlich alles Leben, die ganze Welt wird in benenn- und quantifizierbare Scheibchen zerteilt, über die dann berichtet, gesprochen wird, die dann verglichen und beurteilt werden.
Alle reden dann von Budgetdefiziten, Lebenserwartungen, Schadstoffgrenzwerten u.Ä. obwohl sich die Leute nichtmal unter ‚1 Million‘ oder unter ‚1 Mikrogramm‘ etwas wirklich vorstellen können.

Wir sollten uns unsere Welt wieder in überschau- und verstehbare Dimmensionen zurückholen!

Im Gesundheits- und Lebens- bzw. Glücks- Bereich z.B. zeigt sich dieser Wahnsinn mit ‚voller Wucht‘!

Da wird, was sich mit dem einfachen Verhaltens- Bild einer Primaten- Gruppe merken und weitergeben lässt, in Cholesterin- Werte, Omega 3 Säuren, Blutdruckwerte, Blutsenkungen, hochkomplizierte Diätvorschriften, Vitamin- Empfehlungen, und, und, und zerschnippselt.

Was ‚Alles essen wie es wächst und schmeckt‘- einfach sein könnte wird zerlegt in antioxidative Enzyme, Carotinoide, Vitamine, Bioflavonoide, Mangan, Kupfer, Zink, Calcium, Resveratrol, Polyphenole, Lycopin, Omega-3-Fettsäuren, Probiotika, Spurenelemente, und, und, und.

Alles was Kinder und Affen von sich aus und mit Riesenspaß tun, nämlich sich vielfältig bewegen wird in unzählige streng reglementierte Bewegungsdisziplinen aufgeteilt (Qi Gong, Tai Chi, Yoga, Beckenboden- Gymnastik, Yi Qigong, Aerobik, Nordic Walken, Pilates, Fünf-Organe-Qigong, Falun Dafa, Wirbelsäulen- Gymnastik, Holistische Gymnastik, und, und, und).

So ziemlich alles was Tiere an Sozialkontakten leben ist in unserer Gesellschaft tabuisiert oder zumindest streng reglementiert (Bruderkuss, FKK- Gelände, therapeutisches Gespräch, free hugs, Ehe, usw.)

Alles was Tiere ‚ohne Denken‘ – also ihr ganzes Leben – bestens auf die Reihe kriegen, ‚muss‘ bei uns streng strukturiert und logisch aufgebaut und geplant sein …

Wir schaffen – im Sinne von kaputt machen – tatsächlich alles! 😉

 


Gegut

2. Oktober 2011

Nachdem was unsere Geschlechtlichkeit uns angenehmes beschert und wie sehr sie uns das Leben verschönert, dürfte es doch nicht ‚Ge-schlecht‘, sondern müsste es doch ‚Gegut‘, wenn nicht sogar ‚Gewunderbar‘ heißen 😉

Nicht lachen, aber so wie ich mir die Gehirnfunktionen vorstelle und erlebe (siehe ‚Hirn- Architektur‘) schwingt jedesmal bei ‚Geschlecht‘ auch das ’schlecht‘- Neuron an. Und da das mit unzähligen schlechten Erfahrungen bzw. deren Neuronen vernetzt ist, bekommt ‚Geschlecht‘ jedesmal einen negativeren Anstrich.
Vielleicht ist unter den LeserInnen hier ja einE KinesiologIn. Das müsst sich m.E. leicht austesten lassen.

Bis dahin, um nicht zu sagen ‚Im Zweifelsfall für‘ Gegut! 🙂

 


Liebe, Sex und anderes Herummachen …

15. April 2011

… ist und bleibt der Menschen liebstes Thema.
Meine Serie über die Liebe hier im blog liegt lang zurück, wird aber immer noch sehr oft aufgerufen und immer noch erreichen mich mails dazu.
Nur, ich kann und will keine konkreten Fragen dazu beantworten, denn dieses Thema ist m.E. als Geschenk zu sehen, dessen man sich nur durch eigenes Bemühen und Erleben erfreuen kann.
Sieh Deinen Partner an! – Wirklich an!
Lausche seiner Stimme, seinen Erzählungen …
Sei neugierig auf ihn! Saug Dich voll mit ihm!
Und – traurig genug es heute erwähnen zu müssen – sei mit ihm zusammen, wann und wo immer es nur irgendwie möglich ist.
Das wäre das Einfachste und Selbstverständlichste. Aber sieh Dir heutige Familien an! Sie strömen schon morgens auseinander, als müssten sie voreinander flüchten …

Vielleicht reicht es den vielen Fragenden schon, nur dies zu beachten und ev. zu ändern: Einfach zusammen sein!
Einfach sein!
Denn die wunderbarsten Dinge sind immer die allereinfachsten!

Auch Mozart/ Schikaneder schon, konnten die Essenz allen Liebens mit nur wenigen Worten ausdrücken:

Ihr hoher Zweck zeigt deutlich an,
Nichts Edler’s sei, als Weib und Mann.
Mann und Weib, und Weib und Mann
Reichen an die Gottheit an.

Aber auch Andre Heller brachte es mal in einem wunderschönen Lied auf den – einfachen – Punkt:

Frau und Mann, Mann und Frau
wissen beide ganz genau
Mann und Frau, Frau und Mann,
daß man nicht verbergen kann
ob man liebt, daß man liebt,
wo und wann es Liebe gibt,
jeder Tag und jede Nacht
sind für Mann und Frau gemacht
etwas steigt etwas fällt
Liebe gibt es nicht für Geld
Lachen laut und Schweigen stumm
Liebe geht im Kopf herum …