Ein Wintergeschenk

15. Januar 2012

Granatäpfel, dieses Symbol Aphrotites, gehören für mich sowohl als Ästhet als auch als Feinschmecker zu den selten wunderbaren Naturgeschenken.
Im Winter, eventuell neben blühenden Barbarazweigen, ein Erlebnis!
Ich kann mich bei ihnen an der äußeren Form mit diesen süßen Krönchen genauso berauschen wie an der edlen Rotfärbung und faszinierenden Schalen- Textur.
Nach dem Öffnen aber, beginnt erst der ‚richtige Rausch‘!
Diese Farben, dieser Glanz dieser vielen, vielen ‚Edelsteinchen‘! Und wie sie alle zusammengeknuddelt in ihren ‚Bettchen‘ liegen, mit weißen Laken zugedeckt bis über die Nasenspitzen … 😉
Doch ich ‚Böser‘ kann da nicht umhin, sie dennoch herauszukitzeln, sie mir nochmal in ihrer auch solitären Pracht anzugucken. Dann aber doch meist – fast zu – schnell zwischen die Lippen zu stecken.
Selbst diese glatt samtige Oberfläche ist nochmal ein Genuss!
Das Zerbeißen oder Zerdrücken im Mund ist zwar bereits ein fast schmerzliches Ende dieser kleinen Wunderdingerchen, aber nichts desto Trotz ein selten geiles Erlebnis! Dieses Aufplatzen, Herumspritzen, dieser Geschmack! Süßlich, säuerlich, prickelnd, fallweise mit einem Hauch Roter Rüben, oft nur moussierend, wenn schon älter nur noch süß. Wunderbar!
Früher hab ich sie nur zwischen Zunge und Gaumen zerdrückt und die Kerne als Ganze geschluckt. Durch die grünen Müslis, die in den Wintermonaten auch fallweise mit Granatapfelkernen bereichert werden und die auch Knurpsiges, wie Buchweizen, Leinsamen, Sonnenblumenkerne, Nüsse und Leinsamen enthalten, hab ich mir angewöhnt auch ihre Kerne noch zu zerbeißen. Sie sind angenehm breiig bis ölig und ich möchte ihren Geschmack nicht mehr missen. Zumal sie wertvolle, natürliche Vitalstoffe (Phytoöstrogene) und in ihrer Gamma-Linolensäure hochwertige Omega-6 Fettsäuren enthalten.

So ein Frühstück mit einem Granatapfel gehört zu meinen heißgeliebten Wintertagsritualen und erinnert mich immer wieder an die leider oft auch vergessene Essensmeditation, mit der man sich eigentlich jede Mahlzeit aufwerten sollte.
Ich wünsche auch Euch noch viele, viele wunderbare Granatapfel- ‚Orgien‘ 😉

PS: Wer schon das Glück hatte, auch die Granatapfel- Sträucher kennenzulernen, wird wohl auch von diesen bezaubert gewesen sein. Die wunderbaren Blüten, die zarten Blätter … Ein seltenes Geschenk, für uns Erdenkinder!

 


Mjammmmmm!

8. März 2011

Kaum guckten heuer die ersten Bärlauch- Spitzen aus dem Boden, ‚musste’ ich sie auch schon ausrupfen und mir ein Bärlauch- Pesto machen.
Als Nicht- Rezept- Fan kann ich bloß sagen:

  • Bärlauch,
  • irgendwelche Nüsse oder Samen (ich hab diesmal rohe Erdnüsse und Sonnenblumenkerne genommen),
  • Salz und
  • Öl
  • in den kleinen Mixer,
  • einschalten,
  • fertig!
  • Schmeckt herrlich als Aufstrich auf rohe Cracker und verfeinert in Verdünnung Salatdressings, kann zu Toppings, Saucen oder Dips weiterverarbeitet werden und hält sich im Kühlschrank Monate.
    Weitere Bärlauch- Verwendungen gabs hier schon im Vorjahr.
    Um sich vor Verwechslung und Vergiftung zu schützen: Er muss unbedingt nach Knoblauch duften bzw. diese Hinweise sind ebenfalls dienlich.