Objektiv betrachtet (3)

26. Januar 2012

Es gibt verschiedenste Denkrichtungen und Philosopien, wie Rationalismus, Esoterik, Spiritualität, unterschiedlichste Religionen, Relativismus, Taoismus, Nihilismus, Skeptizismus, Anarchismus, Amoralismus, und, und, und.
Sie alle gehorchen unterschiedlichen Prinzipien und Regeln und bewirken unterschiedliche Lebensweisen. Sie lassen sich nach verschiedensten Kriterien einteilen, zusammenfassen oder benennen.

Objektiv betrachtet aber, im Sinne von Ganzheitlich- und Artgerechtigkeit, gibt es nur eine Einteilung, nur eine Unterscheidung:

Dient diese Art des Denkens einem glücklichen Leben in seiner Gesamtheit oder nicht?
Entspricht diese Art des Denkens unserer Natur, unseren Bedürfnissen oder nicht?
Fußt diese Art des Denkens und Handelns auf evolutionär altem Verhalten oder drängt es uns zu neuen Herausforderungen?

Alle Denk- und Verhaltensarten sind ok, wenn der, der es tut daran Freude hat.
Jede Art zu Denken und Handeln ist besser als keine.
Doch das Optimum für unsere Gesundheit, Zufriedenheit und Harmonie sind ausschließlich die erstgenannten Beispiele.

Natürlich kann man naturferne Philosophien anstreben und leben. Man wird vermutlich auch Freude daran haben. Doch unseren ureigendsten Bedürfnissen entspricht das nicht. Wir beschreiten damit neue Wege, erweitern das menschliche Spektrum an seinen Rändern, was natürlich ok und spannend sein kann. Doch – siehe oben – für einen Hamster oder Fuchs sind volle Getreidekammern- oder erjagte Gänse artgerechter und kommen seinen Ur- Intentionen näher als im Rad zu laufen oder Kunststücke einzutrainieren.

Für das Finden unserer artgerechten Denkformen in diesem fast unüberschaubaren Angebots- Dickicht ist der Blick auf unsere nächsten Verwandten als auch auf alte, einfachere Lebensformen sehr lehrreich.
Affen leben das reine Sein, handeln intuitiv, lernen durch Nachahmung, beobachten alles entspannt und offen, sind neugierig, sozial, Sinnes- und Körper- orientiert, praktisch und naturnah. Weder rechnen, noch monologisieren oder theoretisieren sie.
Auch unser Gehirnaufbau zeigt, dass das weit überschätzte Großhirn bloß die ‚Draufgabe‘ zum lebenswichtigen Kleinhirn ist. Viele unserer lebenswichtigen Reflexe sind dezentral im Körper verteilt angebracht.

Objektiv gesehen ist die Welt der Denkrichtungen und Philosophien die wir heute vorfinden vielfältiger und bunter als die ‚fade‘ Evolution uns nahelegen würde. Doch harmonisierender, ausgleichender und ganzheitlicher – gesünder sowieso – sind artgerechte Denk- und Handlungsweisen, wie beobachten, tun, lieben, staunen, einssein, gemeinsam sein, erwandern, spüren, fühlen, sehen, hören riechen, schmecken …

 


Das Goldene Zeitalter

12. Januar 2012

In Esoterik- und spirituellen Kreisen wird heute gerne vom bald anbrechenden ‚Goldenen Zeitalter‘ gesprochen.
Die dazu verkauften Bücher, die dazu angebotenen Vorträge und Seminare sind ganz wunderbare Lebenshilfen. Es wird dabei positiv dargestellt, wie einfach und harmonisch unser Leben sein könnte.

Bloß drei Trugschlüsse liegen bei der Befassung mit diesem Themenbereich relativ nahe:

Die Tatsache, dass der Geist die Materie lenkt/ formt wird ev. falsch verstanden.

Es ist nicht so, dass wir weiterhin faul anderen die (schwerere) Arbeit machen lassen sollen, weiterhin die ‚Dritte Welt‘ für uns arbeiten lassen sollen, um uns währenddessen geistig so weit zu vervollkommnen, diese Arbeiten dann irgendwann mit Geisteskraft materialisieren zu können.
Wir sollten vielmehr unseren Geist dahingehend vervollkommnen, dass wir auch in ’niederen‘ Arbeiten Erfüllung finden.

Auf die Ernährung angewandt, sollte auch nicht geglaubt werden, dass der Geist die Materie so weit führen kann, dass Esssünden locker geistig ausgebessert werden können. Vielmehr sollten wir uns soweit vervollkommnen, dass wir glasklar sehen, dass nur eine artgerechte Ernährung die einzig für uns richtige und für Mitwesen leidfreie ist. DIESE Geisteskraft wird uns zu lebenslanger Dauergesundheit führen!
Nur INSOFERNE ist es richtig, dass der Geist die Materie führt!

Das Goldene Zeitalter kann nicht erwartet, sondern will von uns allen erarbeitet, werden.
Es existierte bereits einmal als evolutionäres Paradies und kann mit unserem Einverständnis und Willen jederzeit wiedererstehen. Ja kann sogar jederzeit bloß wiederangenommen werden. Denn es ist da! Es war immer da!
Wir wollten bloß neue Erfahrungen machen und versuchten unser eigenes Paradies zu erschaffen (siehe auch ‚Paradies oder Schlaraffenland‘).
Wer Lust hat bzw. wer noch nicht ausreichend Erfahrungen gemacht hat, kann gerne an diesem utopischen Zivilisations- Paradies weiterarbeiten.
Andere sind bereits dabei, wieder umzukehren. – Zum Goldenen Zeitalter!

Es ist ja gut und schön, dass immer wieder ‚Weisheiten von aufgestiegenen Meistern‘ gechannelt werden. Doch das inkludiert ganz perfide, dass wir ‚dumm und ohnmächtig‘ ihrer Hilfe bedürfen.
Doch wir alle sind Götter und wissen und können alles für uns Erforderliche selber. Wir wollen bloß fallweise daran erinnert werden. Und dazu reicht es bereits, mal auf die Natur und die Tiere zu gucken. Sie leben bereits das Goldene Zeitalter, ohne Streit, Kinderweinen, Kriegen und Krankheiten …

Es scheint mir fallweise ein letzter Rest unseres ‚Wir sind die Krone der Schöpfung‘- Glaubens zu sein, dass wir lieber nach ‚Höherem‘ streben, lieber ‚Weißen Bruderschaften‘ und anderen ‚Aufgestiegenen‘ glauben als uns mit ’niederen Tieren‘ und ’simpler, schmutziger Natur‘ zu befassen 😉