Fenster 11

11. Dezember 2012

11Ups! Jetzt hätt’ ich doch fast auf das heutige Adventkalender- Fensterchen vergessen!
Oh! Da duftet es ja ganz wunderbar raus!
Ein Mann. Ein Mann mit hochgekrempelten Ärmeln, die Zunge im linken Mundwinkel eingeklemmt.
Was macht der da?
Es sieh aus wie in einer Backstube. Es duftet auch so ähnlich, nur weitaus süßer, fruchtiger, einfach besser. Doch da ist kein Backofen, kein Mehl, keine Eier. Da sind nur Nüsse, Trockenfrüchte …
Da schrillt das Telefon und reißt ihn aus seiner Konzentration.
‚Ja, bitte?’
‚Ach, Claudia! Schön Dich zu hören! Ich bin zwar eben beim Zubereiten der Weihnachts- Süßigkeiten, aber … Nein, ich backe nicht. Ich möchte heuer meine Lieben mit etwas ganz Besonderem, mit etwas ganz besonders Leckerem, mit etwas ganz besonders Gutem überraschen. Ich hab mich heuer für süße Rohköstlichkeiten entschieden …
Nein, nein, das ist gar nicht schwierig. Ganz im Gegenteil. Das geht so flott und ist so einfach …
Naja, das kann ich Dir jetzt nicht so schnell am Telefon erklären. Aber komm einfach vorbei. Du wirst es sehen und fährst in einer Stunde mit einer Schüssel voller rohköstlicher Herrlichkeiten heim …’

DAS ist eine Idee’ denke ich mir. Da guck ich jetzt noch ein bisserl durch’s Fenster zu und versuch das heuer gleich auch einmal … 😉


Absurd, absurder, am absurdesten

27. Februar 2011

(Reisebericht Äthiopien)

So wunderbar das Land und die Menschen hier sind, komme ich dennoch oft aus dem Staunen nicht raus, wie unsinnig vieles von dem was sie tun oder sich wünschen mir erscheint.
Umgekehrt seh ich mich dann aber immer wieder auf unsere eigene Absurdität zurückgeworfen …
Es will offensichtlich wirklich jeder genau das, was er im Moment nicht hat 😉
Ich hab mich schon oft gefragt, warum Zuckerrohr bei ORKOS so teuer sein muss, wo das doch in den Herkunftsländern wächst wie ‚Unkraut’.
Auch hier liegen die Zuckerrohrstangen in Haufen rum wie bei uns das Bauholz und es ist spottbillig.
Aber nach welchen Süßigkeiten gieren die Äthiopier!?
Nach Keksen, die soetwas von unmöglich schmecken, dass ich es echt nicht beschreiben kann. Staubtrocken, überzuckert und mit einem Hauch von einer knallbunten Kunstcreme, die von der Farbe und dem Geschmack her reine Chemie sein muss.
Die – auch chemischen – Brausepulver meiner Kindheit sind gegen diese Geschmacksrichtung Gourmet- Kreationen! 😉
Ähnlich mit allem anderen!
Gestern beim Spazierengehen sah ich eine Familien- Idylle vor einem urigen Häuschen in total naturbelassener Umgebung, die mir fast feuchte Augen machte.
Spricht man aber mit Äthiopiern, wollen sie alle nach Amerika! 🙂
– Übrigens, ohne wirklich etwas von Amerika zu wissen! Außer, dass dort nicht monatlich, sondern nach Stunden bezahlt wird! 🙂
Von unseren Zivilisations- Problemen wollen sie absolut nichts wissen. In dieser Beziehung kommen sie mir wie Kinder vor, die nicht wahrhaben wollen, dass es das Christkind doch nicht gibt …

 


Der Supermarkt- Killer

27. April 2010

Einige Zeit war es ein stilles Spielchen für mich, mir vor der Kasse des Supermarktes die Einkaufswagen- Inhalte der Leute anzugucken, mich zu wundern und zu freuen, was ich alles NICHT brauche 😉
Da dieses Spiel aber niemandem nützt außer meiner Unterhaltung, möchte ich es in abgewandelter Form anregen und empfehlen.
Guck Dir doch, bevor Du Richtung Ausgang gehst, noch mal Deinen Wagen- oder Korb- Inhalt bewusst und nach ‚paradise your life’- Kriterien an. Frag Dich bei jedem Teil,

    ob er wirklich notwendig ist,
    ob er Dir wirklich Freude macht,
    ob er Deiner Gesundheit zuträglich ist,
    ob er Dein Leben bereichert oder ob Du ihn nur aus

    Gedankenlosigkeit
    Unbewusstheit
    alter Gewohnheit
    Gier oder
    Sucht mitgenommen hast.

Du solltest bedenken, dass ‚Sünden’ beim Einkauf weit einfacher abwendbar sind als zu Hause.
Ich habe das jahrelang praktiziert in einem rohköstlich völlig cleanen Haushalt zu leben. Wenn Dich die Schokolade, der Käse und Wein nicht ‚anlachen’ bzw. solange auf Dich warten, bis Du mal schwach wirst, geht einem dieses Zeugs überhaupt nicht ab.
Die 5 oder 10 Minuten des Einkaufens sind locker überstehbar, Wochen neben einer gutgefüllten Naschlade aber kaum!

Bei mir sieht es so aus, dass ich im Supermarkt praktisch nur mehr Obst, Gemüse, Sämereien, Nüsse, Gewürze und (sehr wenig) Klopapier und Waschmittel kaufe.
Fertiggerichte waren immer schon tabu für mich,
all die Grieße, Mehle, Teigwaren will ich längst nicht mehr, weil ich weiß, wie sehr sie verschleimen (siehe ‚Leben ohne Brot‘). Wenn ich wirklich mal unendliches Verlangen nach Spaghetti oder Lasagne kriegen sollte, geh ich einfach essen.
Ebenso ist der ganze Milchprodukte– Bereich für mich ein Schnelldurchgang. Die Liste der schädigenden Wirkung der Milchprodukte ist ellenlang und wurde von mir bereits ausreichend leidvoll durchlebt.


Sowohl die Süßigkeiten– Meile als auch der Chips & Co– Gang können mich nicht locken, da mit einem rohköstlich wiederhergestelltem Geschmackssinn ersteres unangenehm klebrig und viel zu süß und das andere unerträglich salzig schmeckt.
Hinter den Fleisch– Angeboten sehe ich das Tierleid, die Metzger- Rohheit und die absolute Gesundheitsbeeinträchtigung und nichts davon will ich.
Auf Konserven– Dosen und Gläser können die Firmen ‚Bio’ draufschreiben soviel sie wollen. Ich weiß, dass dieses Zeugs töter als tot, und absolut keine artgerechte Nahrung, sondern eine reine Zumutung, ist.
Öl und Essig verwende ich nicht bis selten und dann nur in Spuren.
Geschirrspülmittel brauche ich dadurch genauso wenig wie einen Geschirrspüler, samt Betriebsstoffen, da Fett- loses unbebratenes Geschirr mit Wasser bestens und einfachst sauber zu halten ist.
Dass Leuten unvermeidbare Spülmittelrückstände lieber, als mikroskopische Spuren Ihrer Essensreste, sind, hab ich übrigens noch nie verstanden 😉
Deos, Duschgels, Shampos, etc. brauch‘ ich als reiner Wasser- Schwitzer nicht und erspare meiner Haut gerne die Parfüm- und Tenside- Belastungen. Für die seltenen Fälle wo ich mit Schmiere oder ähnlich heftigem Schmutz in Berührung komme liegt eine, seit Jahren kaum kleiner werdende, Seife bereit 😉
Auch die Zahnpasta wartet nur auf die seltenen Momente, wenn ich vom ‚Sündigen’ heimkomme. Rohköstliches Essen bedürfte gar keines Zähneputzens, aus alter, gutgedrillter Gewohnheit tu ich’s aber mit Wasser.
Ja, und zuletzt, ich hab’s schon hier beschrieben, ich brauche kaum Klopapier.

Also, sieh Dir nach diesen Gesichtspunkten wirklich mal Deine Einkäufe durch …
Sollte Dir das damit übrig gebliebene Geld zuviel werden, verrate ich Dir gerne Quellen für sündteure – aber topgesunde – Roh- Köstlichkeiten 😉