payoli erklärt die Liebe …

18. September 2014

payoli spricht Liebe… das Leben, das Werden, die Menschen und die Welt 🙂
payoli erklärt den Wahnsinn, der fast schon alltäglich abgeht!

Ähnlich wie die Ernährung, die uns allen in frühen vorzivilisatorischen, paradiesischen Zeiten geschenkt wurde und die wir uns heute hart erarbeiten müssen, hat seither auch die Liebe und Partnerschaft eine nicht unbedingt günstige Entwicklung genommen.
So einfach und anstrengungslos sich früner zwei Wesen, ein männliches, ein weibliches begegneten, sich wahrnahmen, sich zueinander hingezogen fühlten und zusammenkamen und irgendwann Nachwuchs bekamen, so kompliziert wird heute mit einer Fülle von Erwartungen und Wünschen gezielt gesucht und ‚gecastet‘.
Was uns früher geschenkt wurde, womit wir überrascht und beglückt wurden, ist heute mühsames Suchen mit immer wieder Enttäuscht- Werden.
Wie wir in diese Situation gestolpert sind, die genauen Zusammenhänge und Erklärungen mit eventuellen Auswegen wollen wir uns heute ansehen.

Bleiben wir bei unserem ersten, paradiesischen ‚Ur- Paar‘. Sie bekamen Nachwuchs.
Dieses Kind der Anziehung und Liebe spürt von der ersten Sekunde an die Liebe und Freude seiner Eltern sozusagen ‚vorsinnlich‘. Im Bauch seiner Mutter kann es diese Harmonie dann bald auch sinnlich wahrnehmen. Alle diese Eindrücke werden bereits gespeichert.
Ab der Geburt wird der ‚Datenspeicher‘ des Kleinen – noch lange vor jedem Wort- und Sprachverständnis! – mit zahllosen liebevollen, harmonischen und herzlichen Gesten, Stimm- Eindrücken, Bewegungen, Mimiken gefüllt.
Diese Eindrücke bleiben bis ans Lebensende dieses Wesens die Basis, die Grundlage seines Denkspeichers. Auf diesem Synapsen- Verbindungsmuster baut alles Denken, Handeln und Empfinden auf!
Jedes spätere Erleben, jedes einzelne Wort kann nur mit dem bereits Vorhandenen verknüpft werden.
Das ‚Urverhalten‘ der Eltern wird sozusagen zur Ur- Matrix des neuen Lebens.

Nocheinmal! JEDES neue Wort, jeder neue Begriff, jedes neue Erleben wird mit dieser allerersten Matrix verknüpft und das GANZE Leben lang bei jedem Gedanken, bei jeder Verwendung eines Wortes, bei jedem Hören eines Wortes, bei jedem Erleben, mitschwingen!

So wie die allererste Menschenzelle, die befruchtete Eizelle, empfindlicher und für die Weiterentwicklung entscheidender ist als eine Zellansammlung mit z.B. 100 Zellen, so wie eine derartige Zygote weitaus empfindlicher ist, als ein 3 Monats- Embryo, so wie ein 3 Monats- Embryo empfindlicher ist als ein Neugeborenes, so entscheidend wichtig sind auch die ersten angelegten Gehirnmuster.
Wird jede neue Synapsen- Verbindung in Harmonie und Wohlbefinden hergestellt, wird diese neue Verbindung mit den Synapsen dieses angenehmen Empfindens gekoppelt. In der Folge wird jedesmal, wenn derselbe Sinneseindruck wieder entsteht, in Erinnerung kommt oder durch andere Inputs hervorgerufen wird, auch dieses damit gekoppelte angenehme Empfinden angestoßen.

böser TeddyDas muss man sich einmal vorstellen!
Sieht ein unglückliches, schreiendes Baby erstmals z.B. einen Teddybären, wird – stark vereinfacht gesagt – den Synapsen für flauschig, rund, Augen, Schnauze auch diesem sein Schmerz, zum Grundmuster ‚Teddybär‘ zusammengefügt. In späterer Folge wird natürlich solch ein Begriffs- Muster um immer neue Details erweitert; irgendwann um das Wort, um die Buchstaben T E D D Y B Ä R usw. Doch ein Leben lang wird bei jedem Teddybär, bei jedem Bären- ähnlichem Wesen, bei jeder Bären- Zeichnung, jedem Comic, bei jedem Bärenfoto zwar nur sehr kurz, aber genau dieser alte Schmerz anschwingen und wahrgenommen werden.

Jede Mutter, jeder Vater weiß, dass die Liebe zum Kind kein willentliches, sondern naturgegebenes, vielleicht hormonell induziertes, Gefühl ist. Eltern ‚müssen‘ einfach ihr Kind lieben, wie nichts sonst auf der Welt. Das strahlen sie auch aus und das wird auch vom Kind wahrgenommen und wird zur Basis all seines Tuns und Denkens.
WENN die Eltern selber eine solche liebevolle Matrix ‚eingebaut‘ bekamen!

Wuchsen sie aber in einem lieblosen Umfeld auf, geben sie das unbewusst weiter! Sie können später dann sehr wohl liebe, selber angelernte Worte sagen, können sich sehr um das Kind bemühen, können sich bewusst liebevoll verhalten. Doch diese vorbegriffliche Urliebe wird dem neuen Leben ein Leben lang fehlen, da der vorwortliche Ausdruck fehlte.
Dazu muss man wissen, dass es eine sprachliche und eine nonverbale Kommunikation gibt. Erstere macht nur ca. 20% des gesamten Austausches aus. Die weit überwiegenden 80% unserer Kommunikation bestehen aus Mimik, Gesten, Körpersprache, Tonfall, etc.
Oder obiges Beispiel umgekehrt gesagt, Eltern mit purer Affenliebe zu ihrem Kind schenken diesem eine so unerschütterliche Basis, dass in solchen Leben eigentlich nichts wirklich schief gehen kann.

Dieses Bild, diese Erklärung zeigt, wie wir nach und nach diese heutige Welt mit ihren Kriegen, Ausbeutungen und anderen Egoismen und Neurosen bis Bestialitäten, selber geschaffen haben und diesen Weg nur genauso langsam wieder ‚zurückrudern‘ können.

‚Wieso Kriege, wegen ein paar liebevoller Blicke zuwenig?‘ könntest Du fragen.
Das ist einfach erklärt.
Wir alle haben Ur- Erinnerungen, um nicht zu sagen Ur- Sehnsüchte, nach unserem ‚alten‘, früheren Paradiesleben in Harmonie, in uns.
Dieses wurde eben durch diese beschriebene unbewusste und absichtslose Weitergabe von Generation zu Generation erhalten. Wir alle wurden einst durch diese (heute sagen wir fast bösartig ‚Hormon- gesteuerte‘) bedingungslose Liebe, durch dieses immer Angenommensein zu Menschen, die das auch für andere austrahlten.
Diese Ausstrahlung, diese Angenommensein und bedingungslos Geliebtwerden erwarten wir uns unbewusst auch heute noch.
Oftmals bekommen wir das auch – gesagt! ‚Ich liebe Dich!‘ ist sicher einer der häufigst gesagten Sätze.
Doch die Körpersprache sagt Gegenteiliges! – Weil das liebevolle Nonverbal- Vokaular nie gelernt werden konnte!
Diesen Zwiespalt, diese Ablehnung spüren wir alle und immer häufiger.
Die Frauen sagen ‚Der will doch nur das Eine‘. Die Männer sehen aber nur die Geschlechtlichkeit der Frau. Ihre liebevolle, frauliche Herzenswärme ist nicht ausgebildet, nicht sichtbar. Auf sie kann er nicht ansprechen.
Die Männer sagen ‚Die hat es nur auf mein Geld abgesehen‘. Die Frauen sehen aber nur die vordergründige Macht, den Wohlstand. Das bedingungslos schenkende, fürsorgliche Herz ist nicht ausgebildet. Auf dieses kann sie nicht ansprechen.
Beide haben ellenlange Wunsch- und Erwartungslisten im Hinterkopf, sprechen von Liebe und strahlen aber dieses berechnende Kalkül aus.
Niemand fühlt sich mehr gut. Jeder wittert Betrug, ist verunsichert, interpretiert rein … Eine Negativspirale hat sich zu drehen begonnen!
Detto in der ‚Geschäftswelt‘. Früher sind – um es hier anders und als Parabel darzustellen – zur Kirschenzeit alle zum Kirschenbaum und in der Apfelzeit alle zum Apfelbaum gekommen. Denn die Kirschenbaum- Besitzer hätten die Kirschen ohnehin nicht alle alleine in dieser kurzen Zeit aufessen können. Detto mit den Äpfeln …
Dennoch, heute verkauft der eine die Kirschen und der andere die Äpfel, beide beides möglichst teuer. Und jeder äugt misstrauisch, ob er beim Preis nicht über den Tisch gezogen wird.
Früher war es Geschenk, heute ist es Arbeit und Grund zu misstrauen.

Doch Auswege sind möglich und werden klar, wenn man sich vorstellen kann wie das Gehirn funktioniert.
Also gelöscht können einmal angelegte Synapsen- Verbindungen und Muster nicht mehr werden. Aber diese Begriffs- Muster werden im Laufe des Lebens natürlich immer komplexer und umfangreicher und können auch willentlich erweitert werden.
Dazu ist erforderlich sich in einem möglichst liebevollen und harmonischen Zustand zu begeben, um sich dann und darin die einzelnen Bilder vorzustellen. Damit werden ‚dem Teddybären‘ die Liebes- und Hormonie- Synapsen dazugeschaltet.
Damit ist die alte Schmerzsynapse zwar nicht vom Teddybären- Synapsengebilde getrennt worden. Doch es schwingt bei jedem Teddybären dann nicht nur der Schmerz, sondern auch die Liebe mit.
Deshalb wäre es wichtig möglichst immer sich in einem liebenden, liebevollen Zustand zu befinden um möglichst viele Eindrücke, mit möglichst vielen ‚Liebe- Etiketten‘ zu ‚bepflastern‘ 😉
mutterprioritätDas aber ist nun Arbeit, – was irgendwann einmal ganz von alleine funktionierte! Aber dann kam die Kultur, das Wort, der Fortschritt! Dieses Stück müssen wir eben arbeitssam wieder zurückgehen …

Diesen Text ‚musste‘ ich schreiben, da die Zahl der Jungmütter die ihre Babys intellektuell, aber emotionslos zutexten oder während ihrer Handy- Bearbeitung ’nebenher betreuen‘, meiner Beobachtung nach, dramatisch zunimmt …
Von den vielen, vielen Krippen- und Schlüsselkindern erst gar nicht zu reden! Wobei den PädagogInnen dort, ihr Engagenent und ihre Kompetenz nicht abgesprochen werden soll. Aber diese ‚hormonelle Elternliebe‘ die sich eben in den frühen und vorwortlichen Körperäußerungen zeigt, schaffen sie natürlich nicht.

 

 

 


Hirn- Architektur

3. Juni 2011

Wir lernen und lesen so vieles.
Doch kaum jemand weiß wie unser Gehirn funktioniert.
Dieses Wissen wäre aber wichtig! Denn wie will man einen Wasserhahn reparieren, wie will man ordentlich Wäsche waschen, wenn man sich nie mit der Funktion eines Wasserhahns oder der Bedienungsanleitung der Waschmaschine auseinandergesetzt hat?
Ich will ganz laienhaft, aber doch fundiert versuchen dazu einige Hinweise zu geben.
Beginnen wir vielleicht mit der Psychoanalyse, die von so vielen so hochgehalten wird, die in unserer Gesellschaft für so unverzichtbar gilt.
Sie beruht auf der Überlegung, dass psychische Probleme auf
frühe(re)n Erlebnissen beruhen, die nur durch ein Wieder- Er- und Durchleben aufgelöst werden können.
Das ist m.E. grottenfalsch und belastend. Denn
   a) für den Körper ist es völlig wurscht und gleich schädlich, ob wir Schreckliches erleben oder ‚bloß‘ an Schreckliches denken. Also tun wir uns nichts Gutes, ‚ewig‘ in den alten Problemen ‚herumzurühren‘, uns wieder ihrer zu erinnern.
Und
   b) ist ein solches Problem mit neueren Gehirnfunktions- Erkenntnissen weit besser und effizienter zu lösen.
Und zwar wie?
Unser Denken und Erinnern beruht auf der Vernetzung von ca. 100 Milliarde Nervenzellen über ca. 100 Billionen Nervenbahnen (die über sogenannte Synapsen ‚zusammengesteckt‘ werden). Eine einfache Rechnung ergibt, dass somit jede Nervenzelle mit ca. 1000 anderen Nervenzellen verbunden ist.
Jede Nervenzelle steht für einen sehr einfachen und ursprünglichen Sinneseindruck, eine Farbe, eine Tonfrequenz, o.Ä.
Unsere, in der Sprache verwendeten, komplexen Begriffe werden durch entsprechende Vernetzungen aktivierter Nervenzellen dargestellt/ hervorgerufen.
Ein sehr, sehr stark vereinfachtes Beispiel:
Für ein Kleinkind, das erstmals einen Hund sieht, verbinden sich vielleicht die Nervenzellen für
weich, flauschig (durch die Berührung des Felles) mit
rot (der Hundezunge) und mit
‚wau wau‘ (das sich aber bereits wieder aus der Verbindung vieler Tonfrequenz- Zellen zusammensetzt).
Dieses einfache Netzwerk dreier Nervenzellen bedeutet für das Kind ‚Hund‘.
Jedesmal wenn es einen Hund sieht, werden diese 3 Nervenzellen aktiviert. Jedesmal, wenn das Kind an einen Hund denkt, werden diese drei Nervenzellen, wird dieses kleine Netzwerk aktiviert.
Mit jeder neuen Hunde- Erfahrung werden neue Nervenzellen an dieses Hund- Ur- Netzwerk dranverbunden. Geht es dann zur Schule und lernt lesen, werden z.B. die Buchstaben- Nervenzellen für H, U, N und D auch noch drangehängt.
Somit ist praktisch jedes Wort, jeder Begriff ein dreidimmensionales Nervenbahn- Gebilde das irgendwo im Gehirn aktiviert wird. In der nebenstehenden Darstellung wären durch die Fraben Gelb, Grün und Orange 3 Begriffe angedeutet.
Natürlich werden einzelne Nervenzellen von vielen unterschiedlichen Vernetzungen mitverwendet und miteingebunden. Genauso wie sich der Buchstabe ‚g‘ sowohl in ‚gut‘, als auch in ‚gerne‘ oder ‚Berg‘ findet.

Noch ein anderes Bild um diese Funktion darzustellen:
Verschiedene Orte auf einer Landkarte die durch Straßen verbunden sind können wir uns als Nervenzellen vorstellen. Die Verbindungsstraßen sind die Nervenbahnen, die nach und nach angelegt wurden.
So, und nun wieder zurück zu unserem ‚alten Problem‘:
Irgendein schlimmes Erlebnis hat uns einen ‚Straßenzug‘ im Gehirn angelegt, der nun jedesmal wieder als ganzer ‚aufleuchtet‘, sobald wir an nur einen der damals mitbeteiligten Eindrücke denken.

Häufiger verwendete Straßen und Pfade werden mit jedem Begehen breiter, und breitere Bahnen werden leichter und häufiger ‚aufgefunden‘ als schmale.
So legen wir uns immer dicker werdende Angstpfade im Gehirn an.

Was wir einmal gelernt haben bleibt gespeichert! Durch Hypnosesitzungen kann man nachweisen, dass nichts vergessen wird.

ABER, vieles wird verschüttet und überbaut von neuen Netzwerken!
Und das wäre auch schon der sinnvollste Ansatz!
Nicht versuchen, alte Netzwerke aufzulösen, sondern ‚Umleitungen‘ zu bauen.
Das sieht in der Praxis so aus, dass man alle Dinge, Begriffe und Erinnerungen ‚in liebevoll verzeihendes Licht taucht‘, praktisch alles Denken mit der Nervenzelle der Liebe verbindet. Dadurch bauen wir uns förmlich wunderbar breite ‚highways‘ zu all unseren Lebensbereichen und wir verfallen nie mehr auf die Idee die alten Angst- und Negativ- Wege die wir uns früher irrtümlich angelegt oder die uns angelegt wurden zu ‚begehen‘.