Dieser Morgen!

10. Februar 2020

Gab es je einen Morgen wie diesen!?
Ich öffne das Fenster,
ich bin fast betäubt von dieser einströmenden Fülle!
Dieses junge Licht, diese Frische!
Diese Naturklänge- Symphonie!
Diese Perspektiven!
Mir steht die ganze Welt offen.
Ich habe alle Möglichkeiten, zu lernen, zu erleben, mich zu verschenken!
Ich kann weinen, lachen, denken, tanzen, reden, wandern, atmen, lieben, genießen, gehen, laufen, sitzen, ruhn, sehen, lauschen, spüren, essen, trinken, mich spüren, mich verbreiten, beschenken, lernen, verstehen, aufgehen, mitschwingen, müßiggehen, singen, riechen …
Ein neuer Tag, ein neues Leben!
Danke für dieses wunderbare Geschenk!

 

 

 


Fensterchen 7

7. Dezember 2012

7Ich mach’ das heutige Fensterchen des Adventkalenders auf und was seh ich!?
Eine junge Frau, die ganz versonnen und lächelnd bei einer Bastelei sitzt. Sie faltet, klebt, beschriftet. Sie nimmt das Halbfertige immer wieder hoch, blickt es mit strahlenden Augen von allen Seiten an, um es dann wieder abzusetzen und nach einem Buntstift zu suchen.
Im Hintergrund betreten zwei Frauen das Zimmer. ‚Sieh nur Anni, unsere Lini ist solch ein Schatz! Immer ist sie am Gestalten, Singen, Tanzen, Dekorieren. Jedem will sie eine Freude machen.’
Die junge Frau ist so vertieft in ihre Arbeit, dass sie weder von ihrem Lob noch von den beiden Frauen etwas mitbekommen hat …
Langsam nehme ich mein Auge vom kleinen Fensterchen um nicht zu stören …
Aber sehr lehrreich, solch ein Fensterchen! Was kann es schönes geben, als sich immer wieder gestalterisch auszudrücken und anderen eine Freude zu machen …


Schrei und tobe!

17. Februar 2012

Wir nennen uns nicht nur Zivilisationsgesellschaft, wir verhalten uns auch sehr zivilisiert. Genau betrachtet, heißt das, wir verhalten uns gehemmt.
Uns wurden im Laufe unserer Kindheit, unseres Lebens so viele Regeln und Verbote auferlegt, dass wir es meist gar nicht mehr bemerken WIE OFT und WIE VIELE Spontanimpulse wir unterdrücken.
Natürlich profitieren wir auch alle von diesem ‚zurückhaltenden‘ Verhalten der Anderen.
Aber immer nur angepasst, immer nur gefasst und ruhig sein ist nicht ok für Dich.
Obwohl es bei unseren Mitwesen im Dschungel, bei den Menschenaffen keine so starken Reglementatiirungen gibt, kann man an ihnen dennoch immer wieder beobachten, dass sich einer einen Ast abreißt und damit durch die Gruppe tobt oder sich gegen die Brust trommelnd auf ‚wilden Mann‘ macht.
Genau das, solltest auch Du immer wieder mal tun! 😉
– Aber vielleicht in einer anderen Form! 🙂
Schrei, tobe, trommle, schüttle Dich!
Reagiere Dich ab, schüttle Dich und Bäume, – aber nicht Kinder!
Schrei im Wald, unter der Eisenbahnüberführung, im Badezimmer, – aber nicht mit Deinen Mitmenschen!
Trommle gegen Wände, auf den Boden, – aber nicht im Restaurant auf den Tisch!

Wenn Du’s nicht ganz so wild magst, kannst Du auch mit dem bekannten OM- Laut, alle Selbstlaute durchsingend, Deinen ganzen Körper ‚durchmassieren‘.
Oder im Badezimmer laut singen!

Du musst von Zeit zu Zeit auch laut sein dürfen und können. Gib und nimm Dir diese Freiheit!

Falls ich’s Dir vielleicht wieder mal zu arg treibe mit dem ganzen Unsinn, den ich hier schreibe, kannst Du Dich auch gern vor den PC setzen und mich aus Herzenslust anbrüllen … 😉
Aber nachher haben wir uns wieder lieb, gell! 🙂

 

 
PS: Sich von oben bis unten, von links nach rechts, Körperteil für Körperteil durchzuschütteln ist eine ganz wunderbare Entgiftungs-, als auch Meditations- und Konditions- Übung, die bereits Wilhelm Reich, Osho und viele andere empfohlen und praktiziert haben. Probiers!

 


Objektiv betrachtet

24. Januar 2012

Es gibt verschiedenste Bewegungs- und Sportarten, wie Fußball, Schifahren, Skateboarden, Schwimmen, Wandern, Bergsteigen, Laufen, Qi Gong, Aerobic, Gewichtheben, Hürdenlaufen, Tanzen, Marathonlaufen, Gymnastik, und, und, und.
Sie alle gehorchen unterschiedlichen Prinzipien und Regeln und stimmulieren und trainieren unterschiedliche Körperpartien und Muskeln. Sie lassen sich nach verschiedensten Kriterien einteilen, zusammenfassen oder benennen.

Objektiv betrachtet aber, im Sinne von Ganzheitlich- und Artgerechtigkeit, gibt es nur eine Einteilung, nur eine Unterscheidung:

Dient diese Art der Bewegung dem Körper in seiner Gesamtheit oder nicht?
Entspricht diese Art der Bewegung unserer Physionomie, unserem Körper, unseren Bedürfnissen oder nicht?
Fußt diese Art der Bewegung auf evolutionär altem Verhalten oder drängt es uns zu neuen Herausforderungen?

Alles ist ok, wenn der, der es tut daran Freude hat.
Jede Art der Bewegung ist besser als keine.
Doch das Optimum für die Gesundheit, für die Zufriedenheit, sind ausschließlich die erstgenannten Beispiele.

Natürlich kann man anstreben Weltmeister im Gewichtheben oder Skispringen zu werden. Man wird u.U. auch Freude daran haben. Doch unserem Körperbau, unseren ureigendsten Bedürfnissen entspricht das nicht. Wir beschreiten damit neue Wege, erweitern das menschliche Spektrum an seinen Rändern, was natürlich ok und spannend sein kann. Doch – siehe oben – für einen Löwen oder Seehund ist Gazellen- oder Fische jagen artgerechter und kommt seinen Ur- Intentionen näher als Feuerreifenspringen oder Bälle- Ballancieren.

Für das Finden unserer artgerechten Bewegungsformen in diesem fast unüberschaubaren Angebots- Dickicht ist der Blick auf unsere nächsten Verwandten als auch auf unsere Physionomie sehr lehrreich.
Affen toben, raufen und klettern gerne herum, laufen, kugeln sich am Boden und schwingen sich in Bäumen. Sie tragen ihre Babies und ruhen ausgiebig.
Auch unser Körperbau zeigt, dass wir weder überstarke Hände oder Arme haben um Seewolf’sches Kartoffelzerdrücken oder Matthias Steiner’sches Gewichtheben unbedingt forcieren zu müssen.

So gesehen ist die ‚ver-rückte‘ Sportwelt die wir heute vorfinden vielfältiger und bunter als die ‚fade‘ Evolution uns nahelegen würde. Doch harmonisierender, ausgleichender und ganzheitlicher, gesünder sowieso, sind artgerechte Bewegungsformen, wie tanzen, raufen, herumtollen, klettern, wandern …