Du denkst mich, ich denk Dich

12. Mai 2011

Ich fühl Dich, Du fühlst mich.

Wir alle sind in einer Welt, mit einem Weltbild aufgewachsen, in dem es als selbstverständlich gilt, dass wir alle eigenständige Einzelwesen sind, die von anderen getrennt sind.
Das was wir fühlen beziehen wir deshalb automatisch ausschließlich auf uns selber.
Was aber, wenn wir telepathische Fähigkeiten hätten und jeder jeden beeinflusste?
Wenn unsere Gefühle gar nicht ausschließlich unsere eigenen, sondern zu einem Teil die empfangenen Gedanken, Wünsche und Bilder anderer wären?
Wenn unsere Gedanken, Wünsche und Bilder auch die Mitwelt beeinflussen würden?
Ich finde es sehr interessant, sich mit dieser Annahme zu befassen. Es könnte tatsächlich so sein und wir könnten es nicht überprüfen oder entkräften.
Ja, wir hätten dann sogar einige Erklärungen wieso sich doch meistens ‚die Richtigen’ zusammenfinden, warum (Familien-)Aufstellungen funktionieren, wieso man mit seinem Partner den gleichen Gedanken hat, warum Leute sich umblicken, die man sie von hinten ansieht, etc.
Vielleicht hast Du Lust, Dich auf diese Denkwelt einzulassen.
Viele Indizien und sogar wissenschaftliche Arbeiten sprechen nämlich dafür, dass es tatsächlich so ist!

 


Bestellungen beim Universum

10. Mai 2011

Vorausschicken möchte ich, dass für mich Telepathie, Morphogenetische Felder bzw. allgemein das Gefühl, dass wir alle eins, dass wir alle miteinander und mit allem verbunden sind und uns damit auch gegenseitig beeinflussen, unverrückbare Fakten sind.
Selbst Wissenschafter kennen solche Einheits- Phänomene aus dem Bereich der Quantenphysik. Das Einstein-Podolsky-Rosen- Paradoxon z.B. besagt, dass zwei Teilchen so eng miteinander verbunden sein können, dass selbst eine Messung an einem der beiden sofort auch das andere – weit entfernte – in seinem Verhalten beeinflusst.
Bei solchen Fakten ist es natürlich auch nicht weiter erstaunlich, wenn wir es sind, die durch ihr Denken die Welt gestalten.
Dennoch hat diese Denkweise meines Erachtens Grenzen. Unser All-eins-sein will nicht durch Bestellen beim Universum unsere Allmachtsgelüste befriedigen sondern ist zum demütigen Umgang mit allen und allem angetan.
Bärbel Mohr war eine sehr bekannte Autorin dieser Denkrichtung und löste mit ihrem Buch ‚Bestellungen beim Universum‘ einen wahren Bestellungs- Boom aus.
Ich kannte das Buch noch gar nicht, als mir schon auffiel, dass von den Menschen von freien Parkplätzen bis zu Traumpartnern so ziemlich alles bestellt und angeblich auch erhalten wurde.
Bärbel Moor’s Bestellungen wurde eine natürliche Grenze gesetzt: Sie erlag ihrem Krebsleiden.
Von einigen Autoren wurde zwar selbst dieser ‚Heimgang‘ schöngeredet. Doch dass eine so junge Frau mit relativ kleinen Kindern tatsächlich vorzeitig in andere Dimensionen will, mag ich nicht glauben.
Was ich mit dieser Geschichte sagen will ist, dass der (wünschende, schöpferische) Geist zwar Fakt und wunderbar ist, aber ein ‚Fahrzeug‘, einen (intakten) Körper braucht! Ohne ihn hat es sich aus- gewünscht und aus- bestellt.
Das sind unsere Grenzen!
Wir sind frei, wir können gestalten. Doch können wir Naturgesetze nicht nach Belieben verbiegen.
Unser Körper ist einfach das letzte und neueste Modell einer langen, evolutionären Natur- Entwicklung, die nach tierischen Gesichtspunkten erfolgte. Dieser unser – noch immer – Tierkörper will und braucht das, wofür er ausgelegt wurde. Alles andere schadet ihm oder tötet ihn gar. Diese Tatsachen lassen sich auch mit Geisteskräften und Universums- Bestellungen (noch) nicht umschiffen.