Vegan war gestern

21. Februar 2018

Jahrzehntelang quälte sich der Vegetarismus durch die Gesellschaften und Zeiten. Auch ich erlebte noch als Antwort auf die Frage ‚Haben sie etwas Vegetarisches?‘, selbst in der gehobenen Gastronomie verständnislose ‚Hä?‘.
Glücklicherweise rutschten wir aber dann doch noch in Zeitalter, das uns in den Kochbuchabteilungen und Lokalen ausgewiesene Fleischlos- Segmente boten.

Es lag auf der Hand, dass einige dieser Vegetarier konsequent weiterdachten und schließlich kreierte Donald Watson das Kunstwort ‚vegan‘ für eine tierleidfreie Lebensweise, die in den letzten Jahren erfreulicherweise Fahrt aufnahm, um nicht zu sagen, sogar hypte.

Nun wäre es eigentlich an der Zeit weiterzugehen …
Ja, ich weiß, die gibt es ohnehin schon, die veganen Rohköstler bzw. rohköstlichen Veganer. Doch ich hab immer noch den Eindruck, das das ‚roh‘ mit ‚kalt‘ und ‚karg‘ assoziiert wird und den Menschen kalte Schauer den Rücken runterjagt oder reines Bedauern über diese armen ‚Nur-…-essen-Dürfenden‘ hervorruft.

Das Hauptproblem aber ist: Weiterdenken allein reicht nicht! Es bräuchte für den nächsten Schritt eine Lobby, ein Geschäftsinteresse, einen neuen Markt!
Denn Geschäftsinteressen waren sowohl für den BIO- Boom verantwortlich, als auch der VEGAN- Turbo.
An Gras- mümmelnden Rohköstlern hingegen, besteht nur wenig Geschäftsinteresse.
Damit bleibt das Weiterdenken ein ‚Auf-der-Stelle-Treten‘. Und Weiterdenker gibt es genug. Denn Veganer sind zwar zu Tieren lieb, aber nicht zu sich und zu ihren Mitmenschen!
Zu sich nicht, da die Veganprodukte längst denselben Weg eingeschlagen haben, wie die mainstream- Normalkost- Produkte: Billigst produziert, hochverarbeitet, denaturiert, bunt- und platikverschweißt. Also ungesund für den Konsumenten, schlecht die Umwelt und noch schlechter für die Arbeitenden in der Herstellungskette.
Das ergibt die absurde Situation, dass zwar von Tierschutz und Tierrechten gesprochen wird, aber nicht von Menschenschutz. Zu fest sitzen noch die Scheuklappen, all unsere moderne Sklaverei nicht zu sehen, bloß weil Geld fließt.
Dass aber Menschen ihre Lebenszeit geben für die Bequemlich- bis Gedankenlosigkeit anderer, ist skandalöser Fakt.

Wann also gibt es endlich Menschen, denen neben dem Tierwohl auch das Wohl ihrer Mitmenschen und eine unversehrte Umwelt wichtig ist?
Wann gibt es endlich Humanveganer!? Wo lebt der erste humanvegan?

Oder nennen wir sie und uns ‚Huganer‘?

‚payoli‘ ist schon besetzt; dafür gehört noch etwas mehr als bloß korrekte Ernährung …

 

 

 


Tierqualen durch Spendengelder

23. August 2016

Harald Ullmann auf fisch+fleisch verdanke ich die Information, dass die Organisation „Ärzte gegen Tierversuche e.V.“ eine Reihe spendenfinanzierter Organisationen aufdeckte, die Tierversuche in Auftrag geben.
Der Tupfen auf diesem Wahnsinn:

Pfeil Man weiß aus zahlreichen Studien, dass Ergebnisse von Tierversuchen ohnehin nicht 1:1 auf den Menschen umlegbar sind

Pfeil Es werden dafür gesunde Tiere künstlich krank gemacht, teilweise werden ihnen Karzinome implantiert, was nicht einer tatsächlichen Erkrankung entspricht und die Ergebnisse weitgehend verfälscht und entwertet und

Pfeil der Gipfel der Frechheit: Es handelt sich ausschließlich um Erkrankungen, die von den Menschen/ Patienten ‚hausgemacht‘ sind und durch entsprechende Aufklärung locker vermeidbar wären.

Auf der Liste der tierquälenden Stiftungen finden sich die Deutsche Krebshilfe, die Deutsche Herzstiftung, die Deutsche Herz-Lungen Stiftung und die VolkswagenStiftung, die Tierversuche für die Bereiche der Neurobiologie und Schmerzforschung finanziert.

Also, selbst Spenden ist nicht immer einfach und ’nur gut‘!

Dass der Tierschützer Ullmann korrekter Weise auch noch eine Reihe von Stiftungen und Vereinen aufzählt die sich dezitiert gegen Tierversuche aussprechen ist zwar nett, berücksichtigt aber nicht, dass auch sie ausschließlich an zivilisations- und wohlstandsverursachten Themen forschen.

Tja, wer sagt schon gern den Menschen die Wahrheit, wenn man von deren Krankheiten doch – vermeintlich! – soooo gut leben kann … zwink

 

 

 


Schwarze Pädagogik

30. November 2011

Kürzlich war in Wien, durch die Vorfälle am Wilhelminenberg, wieder das Kinder- Missbrauchs- Thema virulent.
Woher kommen, wie entstehen solche oft wahnwitzigen Übergriffe und grottenfalschen bis gemeingefährlichen Denkmodelle?
Wie Paradisianer mittlerweile wissen, hat ALLES eine URSACHE. So auch so schlimme Missbrauchs- und Gewalt- Themen Kindern gegenüber.
Das, im 19. Jahrhundert aufkeimende mechanistische Weltbild fasste zum Beispiel 1857 der Lehrer Tuiskon Ziller für sein Gebiet mit ‚Die Kraft der Kinder muss gebrochen werden, wenn sie nicht zu biegen ist‘ zusammen. Auch befand er, dass Kinder ‚von Natur aus nichts, nur der rohe Stoff, den der Erzieher bearbeitet‘ sind und kam so nur dem Zeitgeist nach, dessen beginnende Industrialisierung nach leicht verfügbarem ‚Menschenmaterial‘ verlangte.
Heute muten solche Irrwege und Meinungen absurd, ja fast unglaublich an, weil man einfach mehr weiß über Entwicklungen, über Verhalten, über Kinder und Menschen.
Unser Mehrwissen bedeutet jedoch nicht, dass wir heute keine Fehler mehr machten!
Im Gegenteil, wir irren noch genauso oft und heftig. Bloß auf anderen Gebieten. Der Irrtumszug ist sozusagen ein Stück weitergefahren und hält nach der Kinder- nun an der Tier- Station. Wenn früher Kinder bloßes ‚Material‘ waren sind das heute für viele noch immer die Tiere. Sie werden unschuldig inhaftiert und ermordet für bloßen Gaumenkitzel.

Sieht man sich einige solche Erkenntniswege genauer an, fällt der immer gleiche Mechanismus auf:

Wir sind immer zu überheblich und halten in unserer Dummheit alles Unbekannte für simpel.

Erst beim Näherkommen begreifen wir oft erst die wunderbare und gigantische Komplexität alles Natürlichen.

Vielleicht könnten wir uns das ‚hinter die Ohren‘ schreiben und erstmal von allem annehmen, dass es unendlich vielfältig, bunt, kompliziert, komplex und wunderbar ist.

Fang vielleicht gleich bei ‚Deinem Nächsten‘ damit an! 😉

 


Gestern war …

5. Oktober 2011

… Welttierschutztag!
Dieser Begriff könnte in seiner Absurdität, nicht typischer sein für das Tun des Zivilisationsmenschen.
Er wurde auf den Namenstag des Franz von Assisi gelegt, der angeblich mit den Tieren redete.
Naja, zumindest predigte er ihnen ‚nur‘! Obwohl auch das bereits absurdestes Nicht- Artgerecht- Verhalten ist. Was brauchen Tiere über Gott zu wissen? Sie LEBEN dessen Schöpfung und Naturgesetze! Während Menschen bloß von Gottes Größe und Nächstenliebe schwafeln, aber mit keinem Nachbarn in Ruhe leben können, einen Krieg nach dem anderen anzetteln und Größe nur in den eigenen Taten und Bauwerken erkennen können.

Allein schon, dass wir Begriffe wie ‚Tierschutz‘ überhaupt brauchen, schufen, zeigt, dass wir ihn nicht leben.
Ich möchte gar nicht wissen wieviele Tiere an jedem Welttierschutztag ermordet, inhaftiert oder gefoltert werden – ‚zum Wohle‘ des menschlichen Gaumens, des menschlichen Fortschritts.

Selbst die vermeintlichen Tierfreunde sind Tierquäler par excellence!
Denn sieht Dir die Lebensbedingungen der freilebenden Geschwister unserer Haustiere an! Kein Hund will in einer Stadtwohnung vegetieren, keine Katze will Dosenfutter, keine Schlange ein Terrarium!
Auch Tierschützer setzen sich meist bloß für Mindest- Stall- und Käfiggrößen und Ähnliches ein und werden so zum allgemeinen System des sich Gutfühlens, obwohl tagtäglich brutalste Geschwister- Missachtungen passieren.

Aber was kann man schon erwarten von einem Wesen, dass ja nichtmal seine eigenen Urbedürfnisse kennt bzw. tagtäglich missachtet, um nicht zu sagen ‚mit (Fortschritts- und Bequemlichkeits-)Füßen tritt‘!?
Wir faseln ja auch von ‚Liebe‘, sind aber bloß streckenweise verliebt oder wollen jemanden haben! Ich zumindest kenne fast niemanden, der wirklich liebt.
Oder wir haben Worte für ‚Gesundheit‘ und ‚gesund‘ und sind soetwas von weit weg davon!
Freilebende Tiere zum Beispiel leben beides perfekt und ‚Schöpfungs- konform‘ und brauchen deshalb auch keine Worte dafür.

Man könnte sogar sagen, in allem, wofür wir Worte brauchen, steckt garantiert der Wurm drinnen …
– Und wir reden viel und haben für alles Worte! 😉
Wir wollen mit Worten sozusagen unsere Unvollkommenheit, derer wir uns unbewusst offensichtlich sehr wohl schämen, bemänteln, verdecken und schönreden …

Anderntextes hier (zum Beispiel hier, hier oder hier) konnten wir auch tatsächlich schon feststellten, dass alles zu benennen, ein Teil unserer Dualität/ Zwei-heit/ Getrennt-heit ist. Und Dualität ist nun mal keine Harmonie, keine Ein-heit!

 


Skandal in Österreich

15. Dezember 2010

Wer’s immer noch nicht gecheckt hat, wofür unser aller Steuergeld verschwendet wird, der google doch mal nach dem österreichischen Tierschutz- Prozess .

Skandalösester Weise werden hier Existenzen von Menschen zerstört, bloß weil sie sich irgendwann selbstlos für den Schutz wehrloser Tiere eingesetzt haben.
Ich danke allen Angeklagten und knie förmlich vor deren Arbeit und Einsatz!
Eure Arbeit, Eurer Einsatz ist ein überaus wertvoller Beitrag für uns alle in dieser ‚verrückten’ Welt.
Ich bin mir absolut sicher, Ihr werdet in wenigen Jahren schon Helden, und Eure Ankläger und Richter peinlichst verachtete Häscher, sein.
Siehe auch ‚Tierschutz- Prozess- Stimmen‘

Um dieses Thema nicht gänzlich der verkopften Welt anheim fallen zu lassen: Jedermensch, der auch nur ein klein wenig Ahnung von den Vorgängen in der freien Natur hat, der gerne die Tiere und Pflanzen beobachtet, der noch mit dem Herzen gut sieht, wird wissen, dass es diese ‚grausame Natur‘ von der viele Menschen immer wieder schwadronieren und sich auf sie berufen nicht gibt.
Die schlimmste Bestie ist zweifellos der Mensch, trotz aller seiner Ethikkommissionen, Religionen und imposanten Gesetzes- Werke.
In diesem Sinne und zum x’t wiederholten, diesmal fast flehentlichen Sinne:
paradise your life !