Krieg und Frieden

25. Mai 2022

Schon als Kind war ich kaum je in eine Rauferei verwickelt und konnte auch nicht verstehen, warum es Kriege gibt, obwohl doch alle immer Frieden wollen.

Als Jugendlicher wunderte ich mich, dass von all dieser Friedfertigen immer wieder Parteien gewählt wurden, die die Finanzierung von waffenstrotzenden Armeen befürworteten.

Als Wahlberechtigter war mir schnell klar, dass es keine wirkliche Wahl gab und alle Parteien das Heer befürworteten.

Umso größer die Freude bei einigen Diskussionen im frühen Grünbereich (als es noch linke und konservative Grün- Gruppierungen gab), dass es jede Menge ähnlicher Pazifisten gab.

Heute unterscheiden sich die Grünen in keinster Weise von allen anderen Parteien, ja tun sich sogar immer wieder selbst als Kriegstreiber hervor.

Und ich denk mir immer noch: Wie müsste es sein, wie würde es ausgehen, wenn anstatt der vielen Soldaten und Waffen, freundliche Menschen mit Kuchen und Wein in fremde Länder ‚einfielen‘. Wie schnell wäre man sich einig, dass niemand Krieg will, dass es keinerlei unüberbrückbare Differenzen gibt und Nachbarschaft unvergleichlich gewinnbringender ist, als Feindschaft, Zerstörung und Leid.

Doch dazu bräuchte es eine neue Art von Menschen … Soll ich hier jetzt tatsächlich nocheinmal all das schon so oft Gesagte wiederholen oder blättert Ihr selber zurück zu all den Liebe-, Mutterschaft-, Primatenbaby- Texten und den Beiträgen über Prof. Franz Ruppert?

In jedem Fall: Behaltet bitte dieses Bild der Friedenssoldaten im Kopf und herzlichen Dank und Gruß an den titelspendenden Leo Tolstoi, von dem nicht zufällig: ‚Solange es Schlachthöfe gibt, wird es auch Schlachtfelder geben‘, überliefert ist.

In diesem Sinne:


 
 
 


Geschlachteter Weltfrieden

26. Dezember 2019

Ich bin es kaum noch gewohnt mit ’normalen‘ Menschen und deren Gebräuchen zusammenzutreffen.
Umso tragischer war es heuer beim und rund ums Weihnachtsfest.

Mit welcher Selbstverständlichkeit sogar beim ‚Fest des Friedens‘ ausschließlich von Konsistenzen, Geschmäckern und Zubereitungsarten von Braten, also ermordeten Tieren, gesprochen wird, ist für mich nahezu unglaublich.
Und auch noch vor Kindern! Vor diesen Wunderwesen und Geschenken des Himmels, die nie und nimmer Tiere töten würden!
Die ausschließlich aus Liebe zu ihren Eltern dieses Zeugs essen, das aus getöteten Tieren stammt!

Das heißt aber nicht, dass ich solche Menschen verurteile oder missachte. Nur zu gut erinnere mich mich noch daran, dass ich irgendwann vor Jahrzehnten schon vegetarisch lebte aber den Wahrspruch Tolstoi’s

    Solange es Schlachthöfe gibt,
    wird es auch Schlachtfelder geben

noch immer nicht verstand. Heute kann ich mich diesgezüglich selber nicht mehr verstehen. Ebensowenig wie mich andere heute verstehen, wenn mir in solchen ‚Weihnachtssituationen‘ einfach nur die Tränen runterrinnen …

Jaja, langsam, langsam mahlen nicht nur Gottes Mühlen, sondern sickern auch unsere Gedanken ‚in den Bauch‘ um sich in Gewohnheiten zu mainifestieren …
Oft schmerzlich langsam!
Doch ich bin zuversichtlich. Es wird …