Vom Fuchs dem die Trauben zu hoch hingen

31. August 2015

TraubenfuchsDiese Fabel erzählt vom Fuchs der pralle aber sehr hoch hängende Trauben auf einem Weinstock entdeckte, sich abmühte sie zu erreichen und als seine erfolglosen Bemühungen von Vögeln beobachtet wurden nur meinte: ‚Ach die sind ja viel zu sauer. Die will ich ja gar nicht‘.

So ähnlich machen auch wir Zivilisationsmenschen es tagtäglich. Wir halten uns für etwas Besseres, für technisch fortgeschritten, kulturell hochentwickelt, intelligenter als alle anderen Wesen, summa sumarum einfach als die Krone der Schöpfung.

Sieht man aber genauer hin, sind wir die Lehrlinge, die Anfänger! Denn wir brauchen für alles Hilfsmittel und Fachleute. Jedes vermeintlich dumme Tier zieht ohne Babypaket- Unterstützung, ohne Kinderarzt, Schule und Entwicklungspsychologen lebensfähige Junge heran.
Jedes ‚dumme‘ Tier findet sich ohne hochkomplizierte Internet- Partnervermittlungen seinen Partner, findet ohne Supermärkte, Ernährungsberater und Nahrungsergänzungsmittel seine genau passende Nahrung, braucht dafür weder im Büro noch in einer Fabrik oder Werkstätte zu arbeiten und bleibt auch noch lebenslang gesund, während das Gesundheitssystem der ‚Krone der Schöpfung‘ schon kaum mehr finanziefrbar ist und Blüten treibt wie die, dass die Länder mit den höchsten Medizinausgaben die kürzesten Lebenserwartungen haben.

Gehen wir noch einen Schritt in unserer Geschichte zurück dämmert uns vielleicht der Zusammenhang mit dem erfolglosen Fuchs des Titels.
Wir haben uns nämlich laut Menschen- Diktion vor 6 Millionen Jahren von den Affen ‚wegentwickelt‘. Wir waren einfach die Klügeren und Geschickteren und dadurch war kein Bleiben im Regenwald. Wir wollten uns weiterentwickeln und sind nun die erfolgreichste Spezies.
– Glauben und behaupten wir!

a) Wir können doch diese Affen, die noch immer in diesem Paradies sitzen, ohne Krebs, Allergien, Drogen- und Übergewichtsproblemen, die keine Kriege führen müssen, deren Kinder nicht stillsitzen, die nicht arbeiten müssen usw. nur beneiden.

Und b) Wir mussten aus dem Paradies raus!
Wer bitte verlässt freiwillig solch ein Paradies um Raketen, Windelhosen und Rasenmäher zu erfinden!?
Wir waren die schwächeren und lebensuntüchtigeren Affen und mussten deswegen weg.
Klar bastelten wir daraus eine neue Trauben- Fabel. Welcher erfolglose Sohn einer Stadt träumt nicht davon es denen daheim irgendwann noch mal so richtig zu zeigen!

Dazu ist unser Gehirn gut genug! Uns unsere Welt so sehr auf den Kopf zu stellen, unser lebenslanges Rackern und Kranksein höher zu loben als das Genießen einer geschenkten Fülle.
Eine wirkliche Glanzleistung! 😉

 

 

 


Herbstbeginn

23. September 2011


All die letzten Tage und Wochen spürte man ihn schon trapsen, bemerkte die Verfärungen, die wehenden Morgennebel, die kühlen Abende …
Heute nun ist offizieller Herbstbeginn!
Ich hab ihn heuer im Garten begrüßt!

 
Ach, herrlich dieses goldene Herbstlicht!
Diese wärmenden Strahlen!
So schön das Rascheln des ersten Laub’s
Schau! Eine Nuss!
Da! Noch eine!
Und da, – dort drüben …
noch eine, noch eine!
Jöööö, so viele!
Jetzt hol ich mir einen Kübel um sie einzusammeln.
So eine schöne Pralle!
Na, Du KLeine, wolltest auch schon runterspringen?
Boooaaahhh, so viele Nüsse …
Herrlich, der Duft der Nussschalen!
– Auch wenn sie mir braune Finger machen …
Und da! Wie schön die Lampionblumen leuchten!
Hmmmmhhh, diese paar Gundermann- Blättchen ‚wollten‘ vernascht werden …
Ach Fischchen, da im Teich,
schon zu Ende Dein schöner Lebensbogen?
Komm, Du bekommst das schönste und kühlste Plätzchen im Garten
– unterm Habebutten- Busch.
Da ist ja noch eine späte Hibiskusblüte …
und noch ein Nüsschen!
Da, diese herrliche blaue Traube!
Die wird mein heutiges Mahl!
Fast schon voll das erste Kistchen!
Herrlich diese geschenkte Fülle!
Dabei ist das erst der Beginn …
Würd‘ sich nicht immer wieder mal der Rücken melden:
Ich könnte ihnen stundenlang nachjagen,
diesen kleinen Holzkugeln.
– Und mich selbst vergessen …
Ich danke Dir, Du goldener Herbst!
Ich freu mich schon,
bald den Kachelofen einzuheizen …
Ich danke Euch allen!
Euch Schönen und Selbstlosen,
Euch Kindern der Natur!
Vor allem dank‘ ich ‚meinem Glück‘,
das nicht viel braucht um mein Gast zu sein
😉