Alkohol

16. November 2011

In der rohköstlichen Ernährung sollte Alkohol eigentlich tabu sein, da es sich dabei eindeutig um ein – verdünntes – Gift handelt.
„Aber wenn er doch roh ist“, wie Wein beispielsweise, wird bei diesem Thema von Rohköstlern gerne gewitzelt.
– Schnaps und Bier sind übrigens nicht roh!

In Maßen genehmige ich mir so wohl immer wieder Ausnahmen.
Das köstliche Rejuvelac- Sekt- Rezept hab ich hier ja schon mal beschrieben.
Gestern bescherte mir der Zufall bzw. meine Schlampigkeit eine ungeplante Alkohol- Köstlichkeit.
Ich hatte für eine Rohkost- Torte zuviele Trockenfrüchte eingeweicht und ließ den übriggebliebenen Rest in einem verschlossenen Glas stehen. Als ich erst nach einigen Tagen wieder heimkam, waren die Trockenfrüchte in ihrem Einweichwasser bereits vergoren und rochen sehr hochprozentig.
Als sparsamer Mensch brachte ich es nicht übers Herz, dieses ‚Drogen- Süppchen‘ wegzuschütten.
Ich ‚verdünnte‘ mit einer Banane das Ganze im Mixer und hatte eine selten köstliche Creme! – Hicks! 😉

 


Gourmet- Resteverwertung

18. März 2010

In der Kochkost ist Resteverwertung durch Neukombinationen und Wiederaufwärmen üblich, was dem Vitalstoffgehalt der Lebensmittel aber abträglich ist.
In der rohköstlichen Lebensweise wird primär durch schonendes (<42°C) Trocknen haltbar gemacht. Auch zur Resteverwertung eignet sich das schonende Dörren ganz wunderbar.

Bananen z.B. wenn sie beginnen braun zu werden, ergeben in Scheiben geschnitten und getrocknet noch ganz wunderbare Konfekts (links).
Detto Äpfel, wenn sie beginnen zu schrumpeln. Einfach mit einer 90°- Drehung nach jedem Schnitt, über eine Profil- Raffel ziehen und trocknen (rechts). In der Heizsaison ist das soagr kostenlos über dem Kachelofen oder auf den Radiatoren möglich …
Eine sehr leckere und attraktive Verwertung von Karotten sind die Karottennester (mitte). Karotten in lange Streifen raffeln oder schneiden, in pikanter Sauce (z.B. Apfel mit Datteln mixen) marinieren und häufchenweise trocknen.

Eine andere sehr leckere und einfache Verwendung älterer Bananen besteht in der Herstellung von Energie- Busserln (links), eventuell mit einem visuellen wie geschmacklichen Kontrast wie z.B. einem roten Pfefferkorn (mitte) oder Knusper- Blättchen (rechts).
Man mixt einfach die Bananen und vermischt sie mit beliebigen gehackten (Wal-, Hasel-, Pecan-, etc.) Nüssen , kleingeschnittenen Trockenfrüchten (Rosinen, Feigen, Marillen, etc.) und Samen (Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Sesam, Buchweizen, etc.), formt die Masse zu Häufchen oder streicht sie flächig aus und trocknet sie unter 42°C.

Der bei der Saftherstellung anfallende, ausgepresste Trester von Kokosnüssen (links) oder Karotten (rechts) kann ebenfalls mit beliebigen Bindestoffen (vermuste Früchte, Trockenfrüchte, Nüsse, Leinsamen) vermischt, geformt und getrocknet werden.
Am einfachsten und dennoch eine wunderbar pikante Gaumenfreude ist, Äpfeln das Kerngehäuse auszustechen, sie in Spalten zu schneiden und zu trocknen (mitte). 2 kg Äpfel sind in 15 Minuten verarbeitet, in ca. 30 Stunden am Radiator (mit einem einfachen Vertikalrost, platzsparend) getrocknet und ergeben ein Riesen- Schraubglas (2l) voller herrlichster Apfelscheiben.

All diese Köstlichkeiten schmecken absolut lecker und sind in Anbetracht der einfachen Herstellung oder gar in Hinblick auf ihre vermiedene Entsorgung wunderbare Geschenke.

Durch die schonende Trocknung bleiben alle Vitamine und Vitalstoffe erhalten und diese Konfekts sind sogar topgesund und keine ‚Gefahr für die Linie‘ 😉