Sexueller Missbrauch

14. Juni 2019

Der schreckliche Suizid von Noa Pothoven ging kürzlich durch die Medien.
Die 17-jährige Niederländerin wurde als Kind sexuell missbraucht und im Alter von 14 Jahren vergewaltigt.
Diese Gewalterfahrungen machten sie magersüchtig, sie verletzte sich selbst, beging mehrere Suizidversuche und hungerte sich letztendlich zu Tode.
All die versuchten Behandlungen konnten ihr nicht helfen.

Und was hat das mit paradiesischem Leben zu tun?

Sehr viel!
Nämlich wie es absolut nicht geht!

Dieses Beispiel zeigt wieder einmal, wie unwirksam unsere Arten von Psychotherapie sind. Sie fußen alle auf dem immer wieder Erinnern und Durcherleben der traumatischen Erlebnisse. Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass man über diese barbarische Herangehensweise irgendwann fassungslos den Kopf schütteln wird. Doch jetzt wird erstmal noch einige Zeit damit kräftig Kohle gemacht …

Der Zweite Punkt ist, dass – völlig übersehen und ausgeblendet – auch unsere unnatürlichen Gesellschaftskonventionen ihren Anteil an so furchtbaren Missbräuchen haben.
Das soll natürlich keiner Gewalt den Weg bahnen. Doch ohne unsere zahllosen Tabus und Verklemmtheiten wären auch keine derartigen Übergriffe möglich, gäben Übergriffen nicht diese Schwere.

Und nicht zuletzt, sind derartige Übergriffe nur möglich, weil Kinder von klein an in Gehorsamkeits- Korsette rein’erzogen‘ und ihnen jegliche natürliche Reflexe abtrainiert werden.
All diese Gebrochenheiten nennen wir auch noch ‚Kultur‘!

Diese Punkte zumindest einmal zu überdenken und zu beobachten, vielleicht sogar mit anderen Wesen vergleichen, sollte und könnte ein erster Schritt aus dieser verlogenen Verklemmtheits- Gesellschaft sein.

Ganz im Sinne von
paradise your life!

 

 

 


175 Jahre Haft!

30. Januar 2018

Mein Nachbar hat einen kleinen Hund, der meint, alles Bewegliche in seiner Größe bespringen zu müssen. Die Katzen lassen es sich gefallen bis es ihnen reicht. Dann bekommt er eine Ohrfeige und hält sich etwas zurück.
Seit Jahren beobachte ich mit Interesse wie junge Katzen auf ihn reagieren. Sie haben einen Mordsspass mit ihm. Doch auch sie laufen weg oder springen irgendwo rauf, wenn es ihnen zuviel wird. – Bis sie gelernt haben wehrhafter zu sein.

Jetzt frag ich mich ernsthaft, worin genau die Vorteile unseres Fortschritts, unserer Zivilisation, unserer Kultur bestehen wenn junge Menschen- Weibchen im nordamerikanischen AbsU(SA)rdistan aus derselben Situation lebenslange Traumen davontragen und die männlichen Bespringer 175 Jahre (!) Haft bekommen, wie die Medien kürzlich über den Fall des US- Sportarztes Larry Nassar berichteten.
Wo bitte ist das eine ‚Krönung der Schöpfung‘, wenn durch Sex- Anbahnung Weibchen zerstört und Leben weitergebende Männchen weggesperrt werden?
Wer ist da besser dran, die ‚dummen‘ Tiere oder die gebildeten Menschen?

Damit trete ich absolut nicht für Vergewaltiger und Missbraucher ein! In keinster Weise!
Doch für eine wirkliche Emanzipation und für die Hinterfragung unserer Kultur!
Männern die Uni- Plätze, die sie aufgebaut haben, wegzunehmen ist keine Emanzipation. Alle Zivilisations- Annehmlichkeiten, die allesamt Männer erfunden, entwickelt und gebaut haben, zu genießen, ist auch noch keine Emanzipation. Sich die beruflichen Rosinen rauszupicken und die Männer in den Künetten und Kalalisationen zu lassen ist auch nicht wirklich emanzipiert.
Doch wie wär’s, erstmal das ‚kleine‘ Emanzipations- 1×1 des Selbstbewusstseins zu lernen? Anstatt von Männern völlig absurde – es geht hier hier um einen der beiden wichtigsten Urtriebe! – unaufgeforderte Selbstbeschränkungen zu fordern?

Ich habs hier schon einmal geschrieben, dass auch an mir als Kind und Jugendlichem einige solcher Versuche gestartet wurden. Mit einer, auch nur einigermaßen intakten Erziehung weiß kind jedoch genau was es will und was nicht und kann das kommunizieren.
Eine Gesellschaft, die es sich so einfach macht, einem Einzelnen alle Schuld aufzuhalsen und derartig erbärmliche 175 Jahre- Urteile zu befürworten, kann ich leider nicht ernst nehmen

Man muss sich das ja einmal vorstellen! Weltweit bewunderte Frauen, die sich, ob ihrer körperlichen und mentalen Fitness auf Weltmeister- und Olympia- Niveau bewegten können sich nicht gegen Übergriffe eines Mannes wehren!? Bringen kein ‚Nein!‘ heraus? Schaffen es nicht, dem eine Ohrfeige zu verpassen? Schaffen es nicht zum Trainer, Vater, Nachbarn zu rennen? Schaffen es nicht eine Anzeige zu erstatten? – Und sind Weltbeste!?
Na hallo! Könnte es nicht sein, dass da vielleicht auch die Gesellschaft ein dlitzedleines Problem hat?

Und all die Trainer, Eltern, Kolleginnen dieser Mädchen?
Alle taubblind? KeineR etwas bemerkt?
Nicht eineR davon soweit vertraut mit ihnen, dass sie sich hätten anvertrauen können?
DAS soll eine intakte Gesellschaft sein!?

Und dieser Arzt. Wenn der schon so krank ist seine Vertrauensposition derartig auszunutzen, woher hatte er diesen ‚Dachschaden‘? Täter schreien doch nicht bei der Charakterverteilung ‚Ich, ich, ich will ein Perverser werden‘!
Heute weiß man doch bestens Bescheid, dass Täter praktisch immer ehemalige Opfer oder ‚zumindest‘ Kinder aus ‚desolaten‘ Verhältnissen sind.
Was bitte ist denn das für eine ’normale‘ Gesellschaft, in der soetwas immer noch möglich ist?

Und nicht zuletzt: Was ist das für eine prüde verlogene Gesellschaft, in der um diese paar Zentimeter zwischen den Großen Zehen so ein Theater gemacht wird? All unsere sexuellen Probleme, von denen es doch wahrlich nicht eben wenige gibt, sind doch ‚hausgemacht‘, sind die schrecklichen Nachwehen dieses verlogenen Pfaffen- Gewäschs, dieser Erfindung der Sünde!
Fiele mir nach 40 Jahren ein, dass ich traumatisiert bin, weil mir einmal eine Lehrerin in die Haare griff, wäre das eine Lachnummer. Derselbe Griff zwischen die Beine und sie ginge in den Knast.
Also echt! Gehts noch absurder? Warum nehmen wir diesen lebensvergiftenden Unsinn alle so unkritisch hin?

Um den Bogen zum Anfang dieses Beitrags zu schlagen: Kommen nun alle Hunde die sich in unserer Gegenwart ungeniert ihreN … lecken in die Hölle? Haben sie schlaflose Nächte vor schlechtem Gewissen? Sind sie des Teufels? … Ach, Fragen über Fragen …    

 

 
PS: Auf Verdacht fragte ich einst meinen Psychologie- Professor ob er wisse wo Psychiatrie, Psychologie und Psychotherapie wären, wenn es keine Religionen gäbe. ‚Nicht da!‘ antwortete er lakonisch und goldrichtig