Weg mit dem Schwachdenken

24. April 2017

 

 

 


Unsere Rollen

17. Februar 2014

Wir alle spielen Rollen!
typenJa, tatsächlich!
Beobachte bloß die Menschen um Dich! Da gibt’s die Drama- Queen, den Mürrischen, die Hilflose, den Großzügigen, die Qurlige, den lässig Schlampigen, die aufgebrezelte Tussi, den forsch Foranschreitenden, die taffe Businessfrau, und, und, und.

Und …. beobachte Dich mal selber! Welche Rolle spielst Du?
Bist Du das wirklich? Oder wurde Dir Deine Rolle bloß zur Gewohnheit und damit zum eigenen Leben?

Rollen können wunderbar sein und uns helfen aus einer ungeliebten Situation, ja sogar aus ungewollten Lebensbereichen rauszukommen.
Rollen können wunderbar sein und uns helfen uns zu erkennen und zu formen oder uns ‚feinzuschleifen‘.

Rollen können aber auch Fallen sein!
Einmal – vielleicht in jungen Jahren, als Rettung oder zur Anerkennung oder Akzeptanz – eine Rolle angenommen, werden wir sie so einfach nimmer los.
Denn man muss beachten, jede Rolle formt auch unser Umfeld, zieht gewisse Menschen an, stößt andere ab, gewöhnt Menschen daran in einer bestimmten Art auf uns zu reagieren, lässt Menschen darauf vertrauen, wie wir reagieren werden.

Wechselst Du Deine Rolle, stößt Du vermutlich viele Menschen vor den Kopf, stiftest Du Verwirrung, wirst Du Dein Umfeld verändern …

Mach Dir vieleicht auch mal in einer stillen Stunde klar, was alles an Deiner Rolle ‚dranhängt‘. Was Du damit auslöst in anderen, an Erwartungen, Hoffnungen, Enttäuschungen …
Willst Du das wirklich!?
Oder möchtest Du Deine Rolle eher etwas ’nachbessern‘?

Verlier aber auch bei Deiner Rollen- Gestaltung nicht aus den Augen, dass wir nie fixe, ‚ewig gleiche‘ Rollen spielen, sondern sieh sie immer als Prozess, als sich verändernde Größen.

Und, das Wichtigste: Mach Dich frei von alten, nachteiligen Rollen!
Mögen sie Dir auch mal geholfen haben, Dich vor Spott oder Missachtung bewahrt haben.
Vielleicht brauchst Du sie dennoch längst nicht mehr! Vielleicht ketten sie Dich fest in der Rolle der gutmütigen Dicken, in der Rolle des allen Helfenden und Du willst das längst nicht mehr sein.

Vergiss aber auch nicht bei Deiner Rollengestaltung Deine (positiven) Fernziele einzubauen bzw. nicht über Bord zu werfen.

Liebe Leute, kreiert Rollen über Rollen! Gestaltet Euch immer wieder neu! – Daraus können wir unendlich viel lernen.
Macht die Welt bunter!
Aber achtet auch auf Eure Urbedürfnisse, auf die Wünsche Eures ‚inneren Kindes‘, auf unser aller wunderbarer Zukunft im Sinne von

paradise your life ! 😉

 

 

 


Bekennender Müßiggänger

1. Mai 2010

Zum heutigen ‚Tag der Arbeit‘ ein, mir ganz besonders wichtiges Lob des Müßiggangs:

Müßiggang ist geil!
– Und nicht aller Laster Anfang.
Der Laster Anfang sind doch die Stoßstangen 😉

Fellini hat ‚Die Müßig- Gänger’ gedreht, Russel schrieb das ‚Lob des Müßiggangs’, Hesse „Die Kunst des Müßiggangs“.
Vor dem Losbrechen unseres Industrialisierungs- Wahnsinns war Müßiggang noch eine hochgeschätzte Tugend und veritabler Zeitvertreib.
Kierkegaard schwärmte noch: ‚An sich ist Müßiggang durchaus nicht eine Wurzel allen Übels, sondern ist, im Gegenteil, ein geradezu göttliches Leben, solange man sich nicht langweilt.’
Den Römern war (Erwerbs-)Arbeit sogar noch so fremd, dass sie das Wort dafür (negotium) aus der Verneinung der Muße (otium) bilden mussten.
Bei uns dagegen ist heute einer der nicht arbeitet ‚arbeitslos’! 😉
Dabei hat Müßiggang nichts mit Nichttun zu tun, sondern ist unser ureigenster Lebenszustand.
Ich hatte jahrelang ein schlechtes Gewissen, nicht so fleißig wie meine Eltern zu sein. Erst meine Befassung mit den Primaten, zeigte mir, dass das Leben unserer vorprimatischen Ururur- Ahnen noch immer als Urbedürfnis in uns steckt.
Da die Menschenaffen uns dieses alte Verhalten bis heute konserviert haben, können wir gut sehen, dass der Müßiggang, nichts verwerfliches, sondern unser Geburtsrecht ist.
In solch einem Leben ist einfach zu tun, was zu tun ist und Spaß macht, aber es muss absolut nichts!
– Und dennoch läuft es wie geschmiert!
Hufeland hat es ganz wunderbar ausgedrückt:

    Muße? Das ist das Gegenteil von Nichtstun. Es ist gesteigerte Empfänglichkeit, ein Tun, das nicht aus dem Zwang der Not kommt, nicht aus der Gier nach Gewinn, nicht aus dem Gebot oder der Pflicht, sondern allein aus der Liebe und der Freiheit. Es ist die anspruchsvollste aller Beschäftigungen, weil sie aus dem Kern unseres Wesens hervorgeht und aus der Freude am Schaffen selbst getan wird. Es ist vor allem die unverwelkliche Fähigkeit zum Staunen und zum Ergriffensein.
    [1000x unterschreib]

Und Albert Schweitzer erkannt schon damals was sich bis heute exzessiv verschärft hat:
‚Der moderne Mensch wird in einem Tätigkeitstaumel gehalten, damit er nicht zum Nachdenken über den Sinn seines Lebens und der Welt kommt.‘

    Also raus aus dem ‚Tätigkeitstaumel’!
    Genießen wir die Fülle des Seins,
    genießen wir unsere Aktivitäten,
    genießen wir den Müßiggang und
    halten wir beides im Gleichgewicht

Oder kurz gesagt
paradis your life ! 😉

 


Überlebenshilfe Fernsehen

30. März 2010

Ich war erschüttert, als ich kürzlich aus erster Quelle erfuhr, dass zwei sehr bekannte und angesehene Promis ihr ‚Leben’ hauptsächlich vor der Glotze verbringen.

Aber, genau besehen, was sonst bleibt einem Primaten, der wir genetisch und damit Urbedüfnis- mäßig noch immer sind, schon anderes übrig?

Wir sind von Natur aus, Evolutions- Jahrmillionen- lang auf, einerseits externe Highpower- Abenteuer und andererseits, innerhalb der Sippe, auf maximale ‚Kuschel- Harmonie’ programmiert.

Aber wo bitte, sollten diese Urbedürfnisse in der heutigen Gesellschaft noch befriedigt werden können?
Die Abenteuer wurden uns durch ein selten enges Rechts- Korsett verunmöglicht und Gruppen- Harmonie gibt es durch Zerschlagung erst der Groß-, bald darauf der Familien, nun auch schon der Partnerschaften ebenfalls nicht mehr.
Was in meiner Jugend noch als augenbezwinkerter Jugendstreich durchging, ruft bei meinen Kindern heute die Polizei auf den Plan.
Was früher eine Geschichte von der Oma war, ist heute ein Videoclip. Was einst das Herumtollen und Knuddeln mit Tieren am Bauernhof war, ist heute das vereinsamte Meerschweinchen im Käfig und die minutengenau getimte Reitstunde.
Heute erleben nur mehr die allerwenigsten Kinder mit, wie Eltern lieb zueinander und zu ihren Eltern sind …

All diese entgangenen Verhalten besorgen, nachdem der Spielraum eines jeden von uns immer enger (gemacht) wurde, nun Schauspieler, die stellvertretend für uns leben.
So sitzen Millionen vor einem Roman, im Kino oder vor dem TV- Schirm und erleben diese Stellvertreter- Leben als ihre eigenen.
Die einen heulen sich die Augen aus dem Kopf, wegen des Herzensbrechers, der in ihr Büro niemals kommen würde. Die anderen bespringen im Geist die Schönheit, die nie mit ihnen Überstunden machen würde.

Aber mit TV und ein bisserl Fantasie ist das Leben doch ganz wunderbar, gell

Eigentlich bedarf es bloß einer kleinen Neudefinition für ‚Leben’ bzw. ‚Lebendigkeit’:
Alles was atmet, sich noch (in Spuren) bewegt und tut (was der Chef oder die Modegazette sagt) ist lebendig.
Voila! That’s life! 😉

 


Körperkontakt

14. März 2010

Dank Wissenschaft bzw. Genforschung wissen wir, dass der Mensch sich fast 99% seiner Gene mit den Menschenaffen teilt.
Wenn also unsere Muskeln, unsere Sinne, unsere Nerven zu fast 99% mit denen der Schimpansen übereinstimmen, werden sich doch auch unser beider (Ur-)Bedürfnisse nicht allzu sehr unterscheiden.
Nun zeigen uns aber Primatenmütter vor, dass sie das Bedürfnis haben, ihre Kleinen jahrelang, 24 Stunden täglich am Körper zu halten. Und die Kleinen zeigen, dass sie das sehr genießen.

Wie dagegen sieht das bei ‚zivilisierten’ Menschen aus?
Da wird das eben ‚geschlüpfte’ Kleine gleich einmal der Mutter weggenommen, denn Blutabwischen und wiegen sind offensichtlich weit wichtiger als Körperkontakt bzw. das Beruhigen der Geburtsschock- Aufregung.
Danach sieht es nicht viel besser aus. Sie bleiben großteils allein in übergroßen Gitterbetten oder Kinderwägen, ohne der mütterlichen Wärme, ohne dem vertrauten Herzschlag, ohne der vielfältigen Sinnes- Stimulanzien der Natur und der entspannten Harmonie einer vertrauten Gruppe, die die ‚dummen’ Tiere genießen dürfen.
Später dann, toppen dem Heranwachsenden die schwachsinnigen Kontakt- und Sex- feindlichen Gesellschaftskonventionen diesen Seelenkälte- Wahnsinn bloß noch ….

Auf diese Weise werden die allerorts sichtbaren Neurotiker hergestellt, die den Spruch ‚Wenn ich mir so süße Kinder anschau’, frage ich mich, wo die vielen erwachsenen Wahnsinnigen herkommen’ verkörpern.

Und warum ändert sich an dieser Situation nichts? Warum (re)integrieren die Menschen dieses ‚Paradies- Verhalten’ nicht in ihre modernen Leben?

Ganz einfach! Der eine Teil der Menschheit merkt gar nicht, was ihm fehlt und der andere hat Interesse daran, dass die Dummen dauerunbefriedigt bleiben. Nur so kann das höchst einträgliche ‚Immer-weiter-stolpern’ von einer Befriedigungs- versprechenden (Konsum-)Enttäuschung zur nächsten, aufrechterhalten werden …

 


Sexueller Missbrauch

10. März 2010

Derzeit quellen Medien und blogs von Berichten über sexuelle Übergriffe über.
2 Punkte dazu:

‚Sex sells‘ weiß man in der Medien- Branche. Das gilt nicht nur für nackte Mädchen am Cover, sondern auch für Skandälchen bis Skandale in diesem Bereich.
Warum ist das so? Warum gerade bei dem Thema?
Völlig klar! Kein anderes Thema wurde, durch ehemals klerikale und herrschaftliche, mittlerweile – längst ‚breitest eingesickert‘ – gesellschaftliche Konventionen und Tabus, derartig verformt.
Was wir kaum noch wahrnehmen, weil wir alle in diesem verlogenen System aufwuchsen und sozialisiert wurden, wird wunderbar deutlich, wenn wir Tieren zugucken, wie selbstverständlich und unkompliziert Sex sein kann.
Wir alle haben mehr – nicht nur sexuelle – Urbedürfnisse in uns gespeichert, als wir gemeinhin wissen oder glauben. Diese Bedürfnisse wollen befriedigt werden und ihre Missachtung bricht sich IMMER Bahn, egal in welcher Form und wie verbogen.
Diese Verbiegungen schaffen Probleme von ’seltsamen‘ Menschen bis hin zu psychischen Erkrankungen, Kriegen und Schlimmerem.
Man könnte es – auch wieder mit Blick auf die Tierwelt – sogar so zugespitzt sagen, dass es ohne unsere Tabus und Konventionen überhaupt keine psychischen Erkrankungen und Probleme gäbe.

Der zweite Punkt, der mir hier wichtig scheint, ist:
Diskussionen zu dem Thema sollten ja nicht nur unseren Sensationshunger, unsere Exhibitions- oder Voyeursgelüste stillen, sondern etwas an der unerträglichen Situation verändern.
‚Das geschieht ja ohnehin‘ könntest Du sagen, ‚es werden ja bessere Kontrollen und härtere Strafen, Therapien, etc. gefordert‘.
DAS ist weitaus zuwenig und zu kurz gegriffen!
Probleme sind immer erst erledigt, wenn ihre URSACHE beseitigt ist. Und Ursache ich eine vielschichtige Sache.
In einem Missbrauchsfall ist die offensichtlichste Ursache der Täter. Deshalb auch die Rufe nach Bestrafung.
In der zweiten Schicht aber ist jeder Täter auch ein Opfer. Es wird nur geklaut, wenn jemand unterversorgt ist, es wird nur missbraucht, wenn nicht anders Befriedigung erlangt werden kann.
Jetzt könnte man natürlich auch die Täter, die den Täter zum Täter machten suchen, ausforschen und ebenfalls bestrafen. Bloß, dieser Täter wird ebenfalls ein Opfer sein und die Kette wird vermutlich ziemlich lange, bis in den Bereich der Verstorbenen zurückführen.
Die, m. E. letzte Instanz in dieser Kette sind die bereits erwähnten völlig unnatürlichen, gesellschaftlichen Konventionen, die soviele unserer Urbedürfnisse verunmöglichen und die harmlosen bis wunderbaren Bedürfnisse verformen, verbiegen, unterdrücken.
Das ist zwar auch noch nicht die allerletzte Ursache; das wären die Kleriker und Herrscher im Dunkel der Geschichte, die derartige Vorschriften aus eigennützigen Motiven durchsetzten. Doch wem würde das nützen diese ‚an den Pranger‘ zu stellen? Die gesellschaftlichen Konventionen aber wären die erste sinnvoll änderbare Ursache.

Deshalb würde ich sehr bitten und anregen, aus diesem jetzt virulenten Thema Nutzen zu ziehen, indem mehr Menschen genauer hingucken, besser in sich reinhören, ehrlicher zu sich und anderen sind und artikulieren, was da an Bedürfnissen ist und wenn auch nur wenige, so doch einige URSÄCHLICHE Missstände aufzuzeigen und zu beseitigen.

Und was hat dieses Thema auf ‚paradise your life‘ zu suchen?
Einerseits, können wir nur gesund, zufrieden, paradiesisch leben, wenn auch der mentale, soziale und sexuelle Aspekt naturrichtig gelebt wird. Andererseits kann man aus der angeführten Ursachen- Kette auch viel über unsere Gesundheit bzw. über die Fehler der Medizin lernen.
Auch die Medizin arbeitet völlig kurzsichtig und stürzt sich auf die erste, naheliegendste Ursache, auf das Symptom. Doch den Hautausschlag wegzucortisonieren, das Fieber zu unterdrücken, den Tumor wegzuschneiden beseitigt nicht die Ursache, sondern nur das Problem, – und das nur kurzfristig! Denn jedem unterdrückten Symptom folgt irgendwann eine nächste Erkrankung, die leider nie im Zusammenhang erkannt wird.
Auch hier müssen wir lernen, die Ursache hinter der Ursache , hinter der Ursache … zu finden.
Und das ist in praktisch JEDEM Fall unsere unartgerechte, naturferne Lebensweise!
In diesem Sinne:

                         paradise your life !

 
(siehe auch Sexueller Missbrauch 2)