Wusstest Du …

14. Mai 2012

… das der weltweite Fleischkonsum mehr (=18% aller) Treibhausgase freisetzt als der Verkehrssektor (13,5%)?

Dabei sind die

Schadstoffeinträge der Nutztiere, die
Minimierung des Ressourcenbestandes, die
Aufwändungen für Verarbeitung,
Transport,
Zubereitung und die
negativen Auswirkungen auf die Konsumentengesundheit

noch gar nicht berücksichtigt !!!

 


Ihr seid dran!

21. Februar 2012

Heute einmal eine Frage an Euch:
Angenommen, Ihr lebt mit Begeisterung und Überzeugung eine bestimmte Lebensform, wie Vegetarismus, Veganismus, Rohköstlichkeit, Makrobiotik, Vollwerternährung, seid Nichtraucher … was immer und habt sie für Euch für richtig befunden.
Und Ihr habt in Eurem Haushalt oder Umfeld geliebte Menschen, wie Partner, Kinder, Geschwister, Nachbarn, etc. die diese Lebensweise nicht teilen.

Bereitet Ihr ihnen das von ihnen gewünschte Essen zu, bringt Ihr ihnen ihre Gustostückchen mit, kauft Ihr ihnen das von Euch Abgelehnte ein, etc.?

Oder denkt Ihr: Ich mach mein Ding, will deren Schaden nicht mitverantworten und die sollen sich das Ihre selber organisieren?

Danke für Eure Abstimmung! Ich bin neugierig auf Eure Antworten!

 

 


Schwarze Pädagogik

30. November 2011

Kürzlich war in Wien, durch die Vorfälle am Wilhelminenberg, wieder das Kinder- Missbrauchs- Thema virulent.
Woher kommen, wie entstehen solche oft wahnwitzigen Übergriffe und grottenfalschen bis gemeingefährlichen Denkmodelle?
Wie Paradisianer mittlerweile wissen, hat ALLES eine URSACHE. So auch so schlimme Missbrauchs- und Gewalt- Themen Kindern gegenüber.
Das, im 19. Jahrhundert aufkeimende mechanistische Weltbild fasste zum Beispiel 1857 der Lehrer Tuiskon Ziller für sein Gebiet mit ‚Die Kraft der Kinder muss gebrochen werden, wenn sie nicht zu biegen ist‘ zusammen. Auch befand er, dass Kinder ‚von Natur aus nichts, nur der rohe Stoff, den der Erzieher bearbeitet‘ sind und kam so nur dem Zeitgeist nach, dessen beginnende Industrialisierung nach leicht verfügbarem ‚Menschenmaterial‘ verlangte.
Heute muten solche Irrwege und Meinungen absurd, ja fast unglaublich an, weil man einfach mehr weiß über Entwicklungen, über Verhalten, über Kinder und Menschen.
Unser Mehrwissen bedeutet jedoch nicht, dass wir heute keine Fehler mehr machten!
Im Gegenteil, wir irren noch genauso oft und heftig. Bloß auf anderen Gebieten. Der Irrtumszug ist sozusagen ein Stück weitergefahren und hält nach der Kinder- nun an der Tier- Station. Wenn früher Kinder bloßes ‚Material‘ waren sind das heute für viele noch immer die Tiere. Sie werden unschuldig inhaftiert und ermordet für bloßen Gaumenkitzel.

Sieht man sich einige solche Erkenntniswege genauer an, fällt der immer gleiche Mechanismus auf:

Wir sind immer zu überheblich und halten in unserer Dummheit alles Unbekannte für simpel.

Erst beim Näherkommen begreifen wir oft erst die wunderbare und gigantische Komplexität alles Natürlichen.

Vielleicht könnten wir uns das ‚hinter die Ohren‘ schreiben und erstmal von allem annehmen, dass es unendlich vielfältig, bunt, kompliziert, komplex und wunderbar ist.

Fang vielleicht gleich bei ‚Deinem Nächsten‘ damit an! 😉

 


Karl Wilhelm Diefenbach

6. Juni 2011
Erkenne, Menscheit,
Deine Mutter, – die Natur!

… die rein und frei als höchstes Wesen dich geboren und – nicht befleckt mit Erbsünd, Fluch und Schande! – dich in ihr blühend Eden setzte.
Dass alle Herrlichkeit des Erdballs, des Weltalls Unermesslichkeit als Keim verborgen liegt in jedes Menschen Brust!
Erkenne dich, Mensch!
In Dir ist Gott!
Frei bin ich jetzt!
Frei, trotz der Ketten, welche Wahn und Niedrigkeit der Zeit um mich legen.
Frei in mir selbst!

Immer wieder gab und gibt es Visionäre, die die Essenz des Lebens erkennen, die ein Paradiesleben leben, die ihren Mitmenschen eine Tür öffnen.
Leider aber treibt der Gesellschafts- und Wirtschaftsdruck ‚die Herde‘ meist wieder zurück in den ‚Pferch der Unselbständigkeit‘.
Deshalb haben wir die Leben die wir allerorts beobachten können, mit all ihren Geldnöten, Umweltverschmutzungen, Ungerechtigkeiten, Krankheiten, Energieverschwendungen, Hungerkatastrophen, Kriegen, Lieblosigkeiten, Drogenproblemen, und, und, und.

Einer dieser Visionäre und Lebensreformer, der bereits ab 1880 mit seinen Thesen zur Nacktheit, freien Liebe und zum Vegetarismus für Aufsehen sorgte, war der begnadete Maler Karl Wilhelm Diefenbach.
1851 in Deutschland geboren wurde er nach einer schweren Typhuserkrankung und anschließenden Heilung durch Naturheilkunde und einer ‚Erleuchtung‘ in den Bergen zu einem Lebensreformer. Der ‚Jesus von München‘ brachte es neben einigen Verurteilungen und Gefängnisaufenthalten auch zum ersten ‚Nudistenprozess‘ Deutschlands und musste durch gesellschaftliche Probleme bald nach Österreich auswandern, wo er als ‚Kohlrabi- Apostel‘ verspottet und in den Ruin getrieben wurde aber dennoch eine naturnahe Kommune am Himmelhof gründete. Sein unangepasstes Leben führte ihn schließlich weiter nach Kairo und Triest. Diefenbach starb 1913 auf der Mittelmeerinsel Capri und geriet vorerst in Vergessenheit.
In seinen monumentalen spätsymbolistischen Bildern thematisiert er immer wieder Themen wie Friede, Vegetarismus, Paradies.
Sein Hauptwerk ist der 34- teilige 68 m lange Fries ‚Per aspera ad astra‘ (Über raue Pfade zu den Sternen) der in scherenschnittartiger Schwarz- Weiß- Technik Diefenbachs (Natur-)Gesetze darstellt.
Zu seinen ‚Jüngern‘ zählen der bekannte Künstler Franticek Krupka, der esoterische Jugendstilgrafiker Fidus und der – ebenfalls Natur- ‚Revoluzzer‘ Gusto Gräser, der bei Ascona, fernab der ‚Zuvielisation‘ die Naturkommune Monte Verità begründete.

Bis 26.10 2011 ist in der Hermesvilla in Wien eine sehr beeindruckende Ausstellung über diese seltenen Ausnahme- Künstler und Menschen zu sehen, die ich nur wärmstens empfehlen kann.

Immer wieder erstaunlich finde ich in diesem Zusammenhang, wie sehr die Gesellschaft solche Menschen, die niemandem etwas zuleide tun, die bloß visionäre und ‚weitere‘ Wege aufzeigen zu Feinden macht und in die Knie zwingt um nur ja ihre eigene Kleinheit, um nicht zu sagen Armseligkeit, zu erhalten …
In Diefenbachs Fall z.B. jubelte die Presse nach seinem unverschuldeten Konkurs: ‚Meister des Nichtstuens‘, ‚endlich zur Strecke gebracht‘ und ‚Lass‘ sie gehen, ’s sind Diefenbacher‘ …

‚Wie so oft in meinem Leben mußte ich auch jetzt die Erfahrung machen, daß in meinem Kopfe anders als in anderer Menschen Köpfe die Welt sich malt‘