Was machte Hitler böse?

1. März 2012

Gibt es ‚das Böse‘?
Ist Böse- Sein ein Charakterzug, eine unverrückbare Eigenschaft oder etwa gar genetisch bedingt?
Wer ist böse?
Warum ist er böse?

Findest Du diese Fragen schwierig zu beantworten?

Wenn ich mir die vielen psychologischen Arbeiten zu diesem Themenbereich ansehe, scheint es sich um überaus schwierig zu beantwortende Fragen zu handeln.
Kaum aber macht man wieder einmal den schon bekannten payoli- Blick ins Tierreich, in die Natur, ist es schlagartig ganz einfach:

Dieses sogenannte Böse gibt es primär in Zivilisationen!

In der Zivilisation, aus drei Gründen:

a) durch Charakter- ‚Defekte‘
b) aus Mangel und Not
c) durch abstraktes Denken

Sehe ich mir den ersten Grund an, unter welchen Bedingungen kleine Menschenkinder aufwachsen, ist es sofort klar: In unserer Gesellschaft passieren frühkindliche bis kindliche Seelen- Verletzungen und Persönlichkeits- Verbiegungen bis Verstümmelungen sonder Zahl.
Gerade unsere frühen Wochen und Monate sind überproportional wichtig für unsere späteren Lebensverläufe und Stabilitäten. Und gerade die werden so selten nichtartgerecht und lieblos gestaltet, dass man weinen könnte.
Was jeder ‚dumme Affe‘ selbstverständlich macht, kommt kaum einem Menschen in den Sinn. Kleine Primaten genießen 24 Stunden pro Tag den Mutterkörper- Kontakt, werden sofort nach der Geburt beleckt, erfahren in jeder Sekunde Geborgenheit, sind nie allein, können trinken wann immer sie wollen, können sich ständig in einer vertrauten Sippe aufgehoben und geborgen fühlen, und, und, und.

Es ist doch völlig unvorstellbar, dass ein Wesen, das immer nur Vertrauen, Geborgenheit, Liebe erlebt hat, irgendwann einmal zu einem Erwachsenen heranreift, der andere quält. All die Sadismen, Grausamkeiten, Bestialitäten die in unserer Gesellschaft allerorten präsent sind, sind Ausformungen einstmals verletzter Kinderseelen.

Auch die zweite Böse- Ursache ist ein typisches Zivilisationsprodukt.
In der freien Natur, oder z.B. wieder bei unseren nächsten Verwandten im Tierreich, wäre es undenkbar, dass jemand in der Sippe verhungert, während andere übergewichtig sind.
In unserer Gesellschaft ist das tagtäglich gelebte ‚Normalität‘! Je höher der einen Müllberge wachsen, desto mehr verhungern jenseits einer fiktiven Grenze.
Getoppt wird das Ganze auch noch dadurch, dass Armen das Luxus- Geprotze der Reichen via TV frei Haus geliefert wird. Um so unverständlicher dann das Erstaunen und Verärgertsein, wenn diese dann versuchen sich ihren vermeintlichen Teil vom Wohlstands- Kuchen zu holen …

Der dritte Grund ist ebenfalls ein Kind unserer Zivilisation. Goethe lies es in seinem Faust als ‚Die Kraft, die Gutes will und böses schafft‘ ausdrücken.
Praktisch alle unsere Kriege, Umweltkatastrophen sind darauf zurückzuführen.
Wir spinnen uns in unseren Gehirnen irgendwelche Theorien zusammen und sehen meist erst später, wie sehr es in der Praxis wieder einmal ‚in die Hose gegangen‘ ist.

Was wäre aus Hitler geworden, wenn er umhegt, geliebt und geborgen aufwachsen hätte können und in seiner Zeit Zufriedenheit und Wohlstand vorherrschend gewesen wären …

 


Liebe (x) angewandt

27. September 2010

Was ich unter ‚Liebe (1- 7)’ geschrieben habe stimmt zu 100%. Bloß wird man es nicht glauben und umsetzen können, solange man sich in der ‚Zivilisations- Programmierung’, zu sehr in der Zivilisationswelt befindet, in der das Böse einfach unentbehrlicher Teil des Lebens ist, in der Mangel- Denken vorherrscht, in der Krankheiten zum Leben gehören, usw.
Ich kenne einen Menschen in meinem Umfeld, der ist so hasszerfressen, dass ich es oft nicht begreifen kann. Sehe ich mir aber sein Umfeld an, ist es völlig klar, dass er aus diesem Sumpf gar nicht rauskommen KANN!
Er liest ausschließlich Kriminalromane, sieht sich generell nur Krimis an, lebt also primär in einer ‚bösen Denkwelt’. In seinen Gesprächen geht es ausschließlich um Skandale, Missstände, Verbrechen, Ungerechtigkeiten und um Fehler und Bösartigkeiten anderer.
Dass da die allgegenwärtigen ‚only bad news are good news’- Nachrichten noch einen draufsetzen, versteht sich von selbst.
Solche Menschen können nie und nimmer glauben, dass Liebe unsere Grundenergie ist, dass ein Leben in Liebe möglich sein könnte, dass ihnen alle liebevoll entgegenkommen könnten …

Natürlich gibt es (noch) jede Menge an Unerfreulichem in dieser Welt. Das weiß auch ich. Doch ich muss mir das nicht ansehen, anhören, muss es nicht an mich heranlassen.
ICH bestimme meine Zufriedenheit, mein Glück, indem ICH meinen Fokus lenke, indem ICH im Lebens- Supermarkt meine Produkte auswähle.
Das ist aber nicht gleichbedeutend mit ‚verdrängen’, gell! Ich lasse all diesen Dingen bloß nicht meine (Aufmerksamkeits-) Energie zukommen.
In der materiellen Außenwelt ist es jedermensch klar, dass man sein Haus, seinen Lieblingsteller, seinen Tisch sauber hält.
Aber an eine ähnliche Hygiene im Geist denkt kaum jemand. Zu viele lassen sich ihr Gehirn, ihre ‚Kopf- Festplatte’ mit unnötigstem Negativ- Krempel verschmutzen.
Doch sollten wir sehr genau darauf achten, was wir in uns rein lassen, denn was mal drinnen ist, bleibt drinnen und wirkt auch. Nicht zufällig heißt es


‚Achte auf Deine Gedanken,
denn sie werden Deine Worte.
Achte auf Deine Worte,
denn sie werden Deine Taten.
Achte auf Deine Taten,
denn sie werden Deine Gewohnheiten.
Achte auf Deine Gewohnheiten,
denn sie werden Dein Schicksal.

Eine große Hilfe bei der Erstellung dieser ‚Liebe’- blog- Serie war mir das wunderbare Buch ‚Leide nicht – liebe’ von Werner Ablass, das ich nur jedermensch empfehlen kann.

Hier nochmal alle links, falls Du einen Beitrag versäumt haben solltest:
Liebe (1)
Liebe (2)
Liebe (3)
Liebe (4)
Liebe (5)
Liebe (6)
Liebe (7)