Don’t panic!

22. Februar 2017

parasiten„Fast jeder Mensch hat Parasiten! Du auch? So wirst Du sie los!“
lautet der reißerische Titel, der eine Ex- Schülerin dazu brachte mich ganz aufgeregt anzurufen.
Ich ‚musste‘ mir unbedingt dieses Video ansehen. Das ist so schrecklich, was soll sie tun, ob sie auch Parasiten habe, vielleicht sogar im Hirn, was ich von Knoblauch- Einläufen halte, was ich gegen Parasiten tu … Fragen über Fragen, Ängste über Ängste!
Ok, ich hab es getan, obwohl diese youtube- Welt nicht so ganz meine ist.

Leute, solange wir nicht lernen der Natur zu vertrauen haben wir keine Chance auf ein wirklich entspanntes Leben. Und ohne Entspannung und Grundvertrauen, keine wirkliche Gesundheit!

Es ist doch hochwahrscheinlich kein Zufall, dass die beiden Protagonisten dieses Videos von ihrer Internetarbeit leben (wollen). Und dass ‚bad news‘, ‚good news‘ sind, also die Kasse klingeln lassen ist ja mittlerweile Allgemeingut.

Klar gibt es Parasiten. Klar werden auch wir Parasiten haben. Doch die gibt es schon ebensolange wie uns. Und wenn denen Jahrmillionen nicht gelungen ist uns auszurotten, warum sollten sie es dann heute schaffen!?    😉
Mit den angegebenen 80% menschlichem Parasitenbefalls verhält es sich vermutlich wie mit den empfohlenen Mittelwerten von Laborwerten: Sie stammen von Schlechtköstlern!

Ich bin der Letzte, der jemanden davon abhalten würde gegen seine Parasiten vorzugehen. Auch wird in dem Video sicher viel Wissenswertes gesagt. Doch ich würde das gern in einen realistischen Rahmen gerückt sehen. Denn was wissen wird denn schon!? Im Prinzip gar nichts! Was für einen Pasteur von gefährliche Keime waren fegen uns heute gute Immunsysteme weg. Was vor Jahren noch gefährliche Bakterien waren, nennt sich heute Mikrobiom und ist plötzlich lebenswichtig. Suppen die früher ’schlecht‘ geworden waren, sind heute als fermentiert wertvoll! Usw.

Ich halte mich da gerne und mit Überzeugung an die Salutogenese die das Urvertrauen als unseren wichtigsten Gesunderhalter festmachte.
Das heißt nicht, dass wir in unserer Entwicklung zu noch mehr Naturnähe und Artgerechtheit nicht weiterarbeiten sollten. Aber nicht ängstlich und schon gar nicht angstmachend!
Man kann Grapfruit- und Papayakerne auch, so wie ich es mache, essen, weil sie einfach geil schmecken und weil wir generell, auch viele der Rohköstler, weg müssen von unserer Süßwelt und Süßver-rücktheit hin zum Bitteren und Scharfen.
Damit tun wir uns was Gutes, da es nach einer gewissen Umgewöhnung einfach gut schmeckt und gut tut und gesund hält. Und tut den Parasiten etwas Gutes, denn die dürfen dann woanders spielen …    😉

In diesem Sinne
paradise for all!    😉

 

 

 


Wachstum

20. Juni 2013

(von der Finanzkrise zum Kindsein)

WachstumWachstum – ich spreche vom Wirtschafts-, nicht vom Kinder- Wachstum – ist einer der Zivilisations- Begriffe der zeigt wie sehr die Menschen unter ‚Hypnose‘ stehen, wie wenig sie mitdenken, wie sehr sie sich alles überstülpen lassen. Denn ‚Wachstum‘ ist ein gut eingeführter, völlig gängiger und selbstverständlicher Begriff und jedermensch ist überzeugt davon, dass Wachstum notwendig und nichts Böses ist.

Dabei – verwenden wir doch wieder einmal unser kindereinfaches ‚paradise your life‘- Denken oder vergleichen wir mit der Natur – sind wir das einzige Wesen, das auf Wachstum beharrt, das meint, Wachstum erwirtschaften zu müssen.
Und kaum jemand bedenkt was für ein Irrwitz mit Wachstum verbunden ist.

Wachstum leitet sich ab von der ebenfalls völlig zu unrecht üblichen Zinswirtschaft.
Jeder der sich Geld ausborgt, muss mehr zurückzahlen als er ausgeliehen hat. Das kann er aber nur, indem er es anderen wegnimmt. Denn die Geldmenge wird ja nicht mit jedem Kredit mehr, sondern bleibt gleich!

Sowie wir aber jemandem Geld wegnehmen, muss dieser entweder wieder einem anderen Geld wegnehmen oder wiederum einen Kredit aufnehmen und wieder Geld zurückzahlen das es zuvor nie gab.

So jagen wir ein Unglück nach dem anderen rund um den Globus, obwohl wir bloß arbeiten und tauschen – und uns irreleiten lassen. – Und einige wenige kassieren und werden davon unendlich reich!

Und was treibt all diesen Wahnsinn an?
Die Angst!
Angst morgen zu wenig zu haben. Angst weniger als der Nachbar oder Kollege zu haben. Angst deswegen weniger geliebt, anerkannt, gewertschätzt zu werden …
Also Ängste vor der Zukunft!

Doch wir leben nicht in der Zukunft. Wir leben JETZT!
Zukunft gibt es in diesem Lebens- Sinne nicht!
Also ist auch die Angst davor irreal.
Also gibt es auch nicht wirklich diese Angst.
Wir könnten wunderbar entspannt im Hier und Jetzt und damit völlig angstfrei leben.

Tun wir aber nicht!

Und warum nicht?
Weil unfassbare Verbrechen an uns verübt wurden.
Weil wir nie die Möglichkeit bekamen, Zuversicht und Sicherheit zu erleben, zu erfahren.
Von Anfang an, von Geburt an war die Angst unser Begleiter. Wir haben sozusagen die Angst, die Unsicherheit schon mit der Muttermilch eingeflößt bekommen.
Die Angst verlassen zu werden (wenn die Mutter rausging).
Die Angst nicht genug zu bekommen (wenn bei Hunger nicht sofort die nährende Brust angeboten, sondern erst das Fläschchen gewärmt, wurde).
Die Angst nicht geliebt zu werden (wenn wir alleine im Bettchen lagen, anstatt von der Mutter geherzt zu werden).

Dieses fehlende Urvertrauen, lässt uns ein Leben lang angstvoll handeln und immer mehr Menschen ins Unglück stürzen.

Zuwendung, Liebe und Urvertrauen, die für jedes Tierkind selbstverständlich sind, vermissen Menschenkinder in den allermeisten Fällen und oft auch lebenslang.

Erspar‘ das der nächsten Generation, liebe Dein Kind mit aller ‚Affenliebe‘!

 


Die Krise

18. Januar 2012

Ich finde, das Interessanteste an der Krise die eben wieder einmal herbeigeredet wird, ist, dass damit die Menschen sich immer noch als passive Marionettenfiguren und ‚Angsthasen vor der Schlange’ outen.
Alle sind überzeugt davon, dass die Krise kommen, und etwas mit ihnen tun, wird. Doch gerade durch dieses passive, aber die Angst und Überzeugung weitertragende, Verhalten werden sie zum aktiven Teil der Krise.
Dabei sollte sich langsam herumgesprochen haben, dass wir Götter, dass WIR die Schöpfer und Gestalter unserer Welt und Zukunft sind!
Wer sonst sollte eine Krise auslösen, wenn nicht wir selber?
Selbst die angeblichen Drahtzieher der Krise und Profiteure brauchen willfährige Mitspieler. Warum also mitspielen bei einem Spiel, bei dem alle nur verlieren können?

Gerade in der heutigen Zeit, in einer Zeit, in der jedermensch die Chance hat, sich an die ‚ganze Welt’ zu wenden, dürfte es eine solch passive Sicht der Dinge nicht mehr geben, denke ich …

Ist es aber so, dass die Mehrheit noch nicht reif ist, für eine bessere Welt, wenn die Mehrheit an den Kassen und in den Banken abstimmt und sich für die Krise entscheidet, ist es auch ok. Dann wollte diese Mehrheit sich eben diese ‚ihre’ Lernaufgabe in Form einer Krise herbei- abstimmen …

Ich würde mir aber trotz allem von meinen Mitmenschen wünschen und allen empfehlen sich erwachsen und schöpferisch zu verhalten, das eigene Leben in einem höheren Sinne in Ordnung zu bringen und in diesem Sinne positiv zu netzwerken …

 
PS: Vielleicht passt hierher auch ein, einmal von mir etwas angepasstes, Zitat aus ‚Ein Kurs in Wundern‘:

In dieser unserer Gesellschaft glaubst du, dass alles mögliche dich erhält, nur nicht DU selber und Deine und unser aller LEBENSKRAFT. Du vertraust auf die trivialsten und wahnsinnigsten Symbole: auf Pillen, Geld, Einfluss, Ansehen, Beliebtheit, Beziehungen zu den ‚richtigen’ Partnern und auf eine lange Liste von Formen des Nichts, die du mit magischen Kräften ausstattest.
All diese Dinge sind Dein ERSATZ
für Dein SELBST (= GOTT-)VERTRAUEN!
Vertraue nicht auf Wertloses. Es wird dich nicht erhalten. Nur die Lebenskraft und die Gesetze des ewigen Lebens werden immer und unter allen Umständen wirken und gelten.

 


Was alle sagen …

27. September 2011

… oder auch ‚Herdentrieb‘ genannt:
Kürzlich schrieben meine, wie immer wunderbaren KommentatorInnen Beispiele für ein Phänomen, das auch meine Wege immer wieder, um nicht zu sagen, zu oft, kreuzt:

„Was viele meinen/ sagen, kann doch nicht falsch sein!“

Ich sage: Es kann falscher oft nicht sein!
Woher kommt dieser Glaube, diese Orientierung sich an anderen, an der ‚Masse‘ zu orientieren?

Vorab: Auf andere zu gucken ist eine der besten Erfahrungen und Errungenschaften, die die Evolution je hervorgebracht hat.
Denn Jahrmillionen lang galt: Was die anderen, was die Mehrheit macht MUSS gut sein (denn sonst hätten die nicht überlebt/ wären die nicht so erfolgreich).

Dieses Gefühl, dieses Wissen sitzt immer noch – vielleicht sogar genetisch – in uns!
Und warum sollte das heute nicht mehr gelten/ heute falsch sein?
Unsere Biologie, die Evolution arbeitet ‚unendlich‘ langsam! Vorteile setzen sich erst nach sehr langen Erprobungszeiten wirklich durch.
Heutige Veränderungen passieren von ‚heute auf morgen‘! – Und in Massen!
Doch was die heutigen Massen innerhalb kürzester Zeit annehmen ist absolut nicht erprobt. Schon gar nicht genetisch, d.h. durch überlebende Generationen gesichert.
Da kommen Lollys auf den Markt die nach 2 Generationen Zahnfehlstellungen verursachen, – Karies schon früher!
Da werden Putzmittel angeboten, die die Erbsubstanz verändern.
Da werden Menschen zu einer Lebensweise verführt, die nicht ihren Bedürfnissen entspricht.
Da werden Kosmetika angepriesen, die Hautkrebs verursachen.
Da werden Unterhaltungsmedien forciert, die die Menschen bewegungsarm halten.
Da werden unendlich viele zeitgeistige Dinge angeboten und Verhalten promotet, die von den Massen, die IN sein wollen sofort und bereitwilligst angenommen werden ohne je auf Auswirkungen gecheckt worden zu sein.

Wir fallen also, genauso wie beim Essen, bei dem ebenfalls unsere ‚alten‘ Sinne mit ‚neuen‘ Tricks betrogen werden, auf neue Verhalten und Produkte rein, die noch nie einer generationenlangen Überprüfung standhalten mussten.
Doch das alte Gefühl ‚Was alle tun, kann nicht falsch sein‘ haben wir noch immer in uns!
DAS ist das Fatale am sogenannten Fortschritt!

– Wenn man Obiges nicht weiß! 😉

 


„Wenn Du anfängst …

14. Mai 2011

… Dich für manche Dinge zu interessieren und die Zeit und die Energie frei zur Verfügung hast, ist das Interesse eigentlich ein Strom, der nicht zu bremsen ist“ sagt André Stern, der nie eine Schule besuchte und heute dennoch höchst erfolgreich im Leben steht.

Er ist ein weiteres lebendiges Beispiel dafür, dass die Natur immer das Richtige tut, dass unsere, für so wichtig genommenen Zivilisations- Errungenschaften, wie hier die Schule, höchst entbehrlich sind.
In seiner Freizeit lernte André Stern von sich aus Tanz, Literatur, Gitarrenbau und mehrere Sprachen. Heute lebt er als Musiker, Komponist, Journalist und erfolgreicher Autor in Paris – und ist selbst Vater eines Sohnes, der nie zur Schule gehen wird.
Bei einer internationalen Konferenz in der Wiener Hofburg erzählte er vor Hunderten von ZuhörerInnen von seiner Kindheit ohne Schule, ohne Leistungszwang, ohne Benotung:
„Guten Tag. Ich heiße André, ich bin ein Junge. Ich esse keine Bonbons und ich gehe nicht zur Schule.“ So lautete der Standardsatz, mit dem der kleine André Erwachsenen begegnete, die ihn auf der Straße ansprachen und wissen wollten, warum er denn an einem Vormittag nicht in der Schule sei. „Schulen zwängen Kinder in ein Korsett, das für die meisten zu eng ist und das viele krank macht“, sagt André Stern. „Kinder lernen gern – wenn man sie in Ruhe lässt“.
„Ich hätte gar nicht zur Schule gehen können“ fügt er mit einem Zwinkern hinzu. „ Ich war viel zu beschäftigt!“
Der kleine André lernt früh die Grundkenntnisse der Fotografie, er interessiert sich für den Bau und die Funktion von Kameras, er ist fasziniert von der Arbeit mit Metall, der Arbeit mit einem Imker an Bienenstöcken, dem Lesen geliebter Bücher und dem Schreiben, bei dem er den Stil von Marcel Proust zu kopieren versucht. Er beschäftigt sich mit Autos, Flugzeugen, Lokomotiven und entwickelt selbst gewagte Modelle und Konstruktionen. Nach einer Ausstellung über Ägypten lernt er Hieroglyphen zu entziffern. Angeregt durch eine Radiosendundgen, in der er Worte wie „Supernova, Galaxis, Spiralnebel, Lichtjahre“ hört, beschäftigt er sich intensiv mit der Astronomie.

Der junge André geht in all diesen Jahren in keine Schule und ist doch ständig am Lernen. Sein Unterricht sieht anders aus. Fasziniert vom Klang der Gitarre, wird der junge André zum Musiker und zum kundigen Instrumentenbauer.
„Kinder nehmen das Spiel ernst“, sagt sein Vater Arno Stern. Er selbst hat die Bedürfnisse seiner Kinder auch als Vater ernst genommen, weder Sohn André noch Tochter Delphine wurden in eine Schule geschickt. Sie wurden auch nicht zu Hause von den Eltern unterrichtet. Arno Stern und seine Frau Michelle vertrauten darauf, dass das Lernen bei Kindern auch anders geschehen kann, und zwar in großer Freiheit.
Ein Wort ist ihnen dabei besonders wichtig, ein Schlüsselwort für alle Beziehungen: Vertrauen. – ‚Unter anderem auch in die Natur’ möchte ich hinzufügen!
Heute lebt André Stern mit seiner Familie Tür an Tür mit seinen Eltern in einem „Großfamilienverbund“, wie er sagt, in Paris und auf dem Land.

 


Einsame Zweisamkeit

1. August 2010

So üblich und selbstverständlich unsere Exklusiv- bzw. Paar- Beziehungen sind, so sehr wir Hoch-zeiten feiern und uns mit den Jungvermählten freuen, so üblicher und häufiger Single- Lebensmodelle werden, so sehr leidet unsere Seele darunter.
Zu lange schon leben wir Kleinfamilienmodelle um auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden, ob diese Enge und Mindergesellschaft tatsächlich unseren inersten Bedürfnissen entspricht.
Auf der feststofflichen, körperlichen Ebene zeigt uns unser Körper, der weder lügt noch sich von neuen Ideen oder Werbe- Einflüsterungen so leicht beeinflussen lässt, wie unser Gehirn, wo es langgeht. Er reagiert auf nicht artgerechtes fast food, auf Braten und Cremeschnitten mit Adipositas, Darmkrebs und Karies und fühlt sich mit Rohernährung pudelwohl und bleibt lebenslang dauergesund.
Etwas anders verhält es sich mit unserer ‚Software‘. Was unsere Psyche betrifft, dauert es länger bis sie körperlich bzw. in Erkrankungen manifest wird.
Man ist eben vorerst etwas weniger zufrieden. Doch auch daran gewöhnt man sich oder merkt es nichtmal, dass man nur mit ‚halber Kraft‘ fährt, da man so sozialisiert wurde und alle anderen ja auch so leben.
Doch warum gehen so viele Partnerschaften schief je bewusster wir werden, warum gibt es so viel Gewalt in Familien, warum suchen die Menschen jetzt wieder vermehrt Nähe über Partnerbörsen?
Ein Blick zu den Primaten zeigt uns wie unsere Vorfahren Jahrmillionen gelebt haben: In Gruppen.
In überschaubaren Gruppen von vertrauten Individien aller Altersgruppen.
Danach haben wir auch heute noch ein Ur- Bedürfnis, auch wenn wir es uns nicht mehr vorstellen können und unsere Unabhängigkeit hochhalten.


Eine Gruppe sendet z.B. an ein neugeborenes Mitglied von Anfang an andere Signale und schafft andere Werte und Gefühlslagen, als eine Mutter, die bloß zu Wickel und Fütter- Zeiten, oder ein Vater, der überhaupt nur 1x täglich für eine Stunde, auftaucht und eine Kindergärtnerin, die plötzlich da, eine Mutter die plötzlich verschwunden, ist oder Lehrer die völlig inkontinuierlich wechseln. Auch Arbeitskollegen und Chefs sind nur ein Aufblitzen im gesamten Lebensfluss und keine gewachsene vertraut, harmonische Erscheinung.
Natürlich will ein jungverliebtes Paar Distanz von seiner Gruppe, doch sie sind sozusagen aus ihr hervorgegangen und fügen sich nach der ‚heißen Phase‘ auch wieder in sie ein.
Ein Menschenpaar aber, reißt sich aus seiner Stamm- Familie und Umgebung heraus und zieht sich in seine eigene Exklusivität zurück, in der beide überzeugt davon sind, dass der jeweils andere nun 100% ihrer Bedürfnisse abdecken wird, was natürlich von Anfang an zum Scheitern verurteilt ist. In einer Gruppe ist das kein Problem, da gibt es für alle Eventualitäten, Probleme und alles gemeinsame Freuen, Partner.
Für Menschenkinder ist es eine noch größere Katastrophe. Es gibt kaum noch Kontinuitäten, sie werden einmal dahin, dann wieder dorthin verschoben. Was bei Primaten ‚aus den Augenwinkeln‘ und nebenbei von Anderen und Älteren gelernt wird, muss jetzt durch Erziehung oder in reglementierter Form in Kindergärten, Schulen und Kursen gelernt werden.
Was unseren frühen Vorfahren unverbrüchliche Sicherheit und Vertrauen gab, was in der Salutogenese als Kohärenzgefühl als so wichtig für unsere Gesundheit und Zufriedenheit erkannt wurde, fehlt uns Zivilisationsmenschen meist völlig. Wir haben unzählige Ängste, fürchten uns vor Katastrophen und Schicksalsschlägen und wähnen die Zukunft und Mitmenschen als gefährlich und unsicher.
In einer vertrauten und von Anfang an bekannten Gruppe erlebt man sekündlich Geborgenheit. Hier wächst ganz selbstverständlich ein Urvertrauen in die Zukunft und in die Mitmenschen.
Diese Vertrautheit in der Gruppe fördert auch die körperliche Nähe und Zuwendung, nach der wir Heutigen so sehr ausgehungert sind. Wenn man sich unsere Kennenlern-, Begrüßungs- und Näherkomm- Rituale ansieht, ist es zwar verständlich, dass der Umgang Fremder irgendwie geregelt werden muss, aber ist es eigentlich nur zum Weinen lachhaft, wie sich Wesen, die im Prinzip alle Eins sind sich künstlich distanzieren.
Sich diese Herzlosigkeit und Seelenkälte erstmal bewusst zu machen und zu beobachten ist bereits ein erster Schritt zu mehr Nähe, Vertrautheit und Liebe des Nächsten und seines Umfeldes.
Im Paradies fühlen wir uns nicht mehr getrennt, sondern als Einheit, in der jedes Glied wichtig und von allen anderen liebevoll angenommen ist. Zu diesem Zustand, zu dieser Einstellung sollten wir langsam wieder hinkommen. In diesem Sinne:
paradise your life !