Vorsätze

1. Januar 2017

Ich sollte …
Ich werde …
Ich nehme mir vor …
Meine Vorsätze …

Kennst Du das?    😉
Und wie lange hat das jeweils gehalten?
Eeeeecht? Nicht lange?    😉

Weißt Du auch wieso?
Wir sind nicht gemacht für Vorsätze!
Wir waren Jahrmillionen genau richtig, so wie wir waren. Das haben wir noch immer tief in uns stecken und das ist auch richtig so.
In der ganzen Natur gibt es keine Vorsätze! Da wird immer nur gemacht, was Freude macht, was Bedürfnis ist.

Mach Dich frei von den tausenden ‚Ich sollte‘, ‚Ich müsste‘ …!
Sie bewirken das genaue Gegenteil! Sie bewirken, dass Du Dich für nicht in Ordnung hältst. Das kränkt, macht krank!
Du bist in Ordnung! Du bist in Ordnung, genauso wie Du bist!
Bloß … nein, hier gehört ein riesengroßes ‚bloß‘ hin!

Bloß, unsere heutige Zeit, Welt und Gesellschaft lässt das nicht mehr uneingeschränkt zu!
Zu viele gefährliche Gifte, Maschinen, Meldungen wurden und werden von uns in die Welt gesetzt um noch offen für alles sein zu können, um alles was uns in den Sinn kommt, tun zu können.

Du siehst, wie sehr wir uns unser Paradies, wie sehr wir uns unser unbeschwertes Leben selber verunmöglichen.
Doch da stecken wir nun einmal drinnen und können nur (Generationen-)langsam zurückrudern aus diesem Machbarkeits- Wahn. Jetzt und heute können wir nur versuchen mit und in dieser Welt und Gesellschaft möglichst unbeeinträchtigt zu leben, uns von allzu blöden Dingen, Meldungen und Verunsicherungen fernzuhalten.

‚Und was hat Dauer, wenn schon nicht gute Vorsätze‘ könntest Du fragen.
Die Lust, der Genuss, das Sinnliche, die Neugierde!
DAS
sind unsere Stärken, die unsere Leben lenken!
Du kannst also, wenn Du etwas in Deinem Leben verändern möchtest, Dir nur den sinnlichen Aspekt Deines Tuns heraussuchen und auf ihn fokussieren.
Zum Beispiel wenn Du abnehmen möchtest, erleben wie lecker Rohköstliches (von dem man essen kann soviel man will ohne zuzunehmen) schmeckt. Oder Nichtraucher- Anwärter sollten nicht ans ‚Ich darf nicht‘ oder an die Entbehrungen, sondern sich auf die künftige Geschmacks- und Geruchsfülle, auf den klaren Atem, auf die Hustenfreiheit freuen.

Das zweite, für Vorsätze unabdingbare Goldkörnchen ist das richtige Vorhaben. Sobald wir etwas tun WERDEN, tun WOLLEN, ANSTREBEN, ‚denkt‘ sich unser Unterbewusstsein: ‚Oh, der/ die will! Also sind wir noch nicht so weit‘ und setzt das in die Realität um und belässt alles beim Alten!
Du müsstest denken ‚Ich BIN Freiatmer‘, ‚Ab heute BIN ich Rohköstler‘, ‚Ab heute BIN ich Läufer‘, etc.

Also, machen wir’s diesmal richtig, am Beginn dieses neuen wunderbaren

 

 
2017

 

 

 


Ziele und Wünsche für 2017

4. Dezember 2016

Langsam nähern wir uns dem Jahreswechsel der vermutlich wieder unter diversen Änderungs-, Besserungs-, Vorsatz- Orgien ächzen wird. Eine Bloggerin hat sogar einen Aufruf zu einer Blogparade zu diesem Thema gestartet, dem ich mich gerne anschließe.

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Bloß, ich weiß nicht, ist es die Alters- Abgeklärtheit, ist es meine Selbstzufriedenheit, ist es die Perfektion meines, auch hier seit Jahren gebloggten, paradiesischen Lebensstils oder ist es, weil mein Leben schon so vollgestopft ist mit alten Vorsätzen, die irgendwann zur unbemerkten Gewohnheit wurden … Aber mir fällt kein Vorsatz mehr ein!    🙂
Ich bin ein selten lieber Mensch, liebe meine Mitwesen, die Welt ist herrlich und ich bin rundum zufrieden mit meinem Leben, und ehrlich gesagt auch froh, dass ich keine Vorsätze mehr haben ‚muss‘    😉
Ihr müsst jetzt aber nicht als 2017- Ziel wählen, so zu werden wie ich    😉
Es gibt auch ganz entzückende andere Lebensvarianten!    🙂

 

 

 


Noch eine ‚Neujahrs- Ansprache‘!

6. Januar 2013

payolis 2013Was gibt es da nicht wieder an großartigen Vorsätzen!?
Wieviele wohl, werden vielleicht sogar schon wieder gebrochen sein?

Bedeuten Vorsätze aber nicht auch, dass wir meinen, nicht zu genügen, nicht gut genug zu sein, noch etwas lernen zu müssen?
Wir haben diese Einstellung des ‚Nichts- Seins‘ von klein auf einprogrammiert bekommen.
‚Was willst Du werden?‘ ist eine der gängigen Stehfragen an Kinder, bei denen sich kaum jemand etwas Böses denkt. Doch sind nicht gerade Kleinkinder schon unglaubliche Wunder? Und in dem Sinn bereits ‚fertig‘, dass nicht alle Wissenschafter der Welt solch ein Wunder erklären, geschweige denn schaffen könnten???

Dennoch freut es mich immer wieder, wenn ich bei Menschen dieses ‚Wer strebend sich bemüht …‘, das Goethe schon den Göttern in den Mund legte, beobachten kann.
Es sollte immer von der tiefen Überzeugung getragen sein, dass auch der jetzige Zustand bereits wunderbar und genügend ist. Wir wollen bloß weitergehen und freuen uns auf neue Erlebnisse, Erfahrungen, Bilder, Lektionen …

Zwei solcher ‚Weiterarbeits- Themen‘ möchte ich euch in den nächsten Tagen als Jahres- Vorschlag sozusagen, vorstellen. Eines davon klingt ziemlich banal, da es ohnehin, aber teilweise in anderem Kontext, allgegenwärtig ist: Die Liebe!

Das zweite Thema ist nicht minder wichtig, ja sogar lebensentscheidend und trotz seiner Einfachheit kaum bekannt bzw. in unser aller Leben kaum präsent: Der Fokus!

Vielleicht, will der eine oder die andere sich eines davon oder beide heuer ‚zur Brust‘ – die ja bekanntlich der Sitz des Herzens ist – nehmen …

In jedem Fall aber: Uns steht ein weiteres wunderbares Lebensjahr bevor. Nützen wir es bestmöglich, seien wir uns tagtäglich, um nicht zu sagen sekündlich, gewahr, welch ein Geschenk ein erlebnisreiches, gesundes Leben ist.
– Nicht zu vergessen, dass WIR es sind, die es lenken und ev. erhalten!

 


Ausnahmslos

10. Oktober 2012

Immer wieder ‚ertappe‘ ich mich beim ‚Ausnahmen- Machen‘ vom Angestrebten, vom Vorgenommenen, vom Gewohnten, vom Alltag. Auch bei anderen beobachte ich diesen Effekt immer wieder.
Leider verselbständigen sich diese Ausnahmen recht gerne …
Das ergibt dann postulierte Veganer, die ihr Brot schon mal auch, und das meist unbewusst mit Frischkäse bestreichen, Antialkoholiker, die in einer prostenden Gesellschaft ‚brav mithalten‘ oder Rohköstler die schon mal auf ein Eis gehen.

Das ist natürlich völlig ok. Etikettierungen sind ohnehin nur unnötig einengend. Wir wollen uns, sollen uns ‚erlauben‘ was uns Freude macht. Alles Unterdrückte schafft bloß künftige Probleme.

Doch wie kommen wir dann weg, von unserem derzeitigen – vielleicht ungeliebten – Gewohnheiten?
Durch BEWUSSHEIT!

Indem wir uns allem was wir tun bewusst sind! Indem in unserem Kopf immer ein kleiner Buchhalter alles, was wir tun, mitschreibt.
Da wir von unserer Zukunftsvision ja vermutlich ein fertiges Bild im Kopf haben – zum Beispiel ein ‚paradise your life‘- Bild mit ausschließlich veganer Rohkost, mit viel Bewegung in freier Natur, mit liebevollem Denken und Umgang mit allen Mitwesen – schreibt der kleine Buchhalter jede Handlung, jeden Gedanken sofort in die entsprechende Spalte. So haben wir immer einen Überblick, was wir ‚gut‘ gemacht haben und was eine ‚Ausnahme‘ war.

Nocheinmal: Für Ausnahmen verurteilen wir weder uns noch andere. Sie sind ok.
Es reicht, sie anzusehen bzw. zu beobachten, wie sie ganz von alleine weniger und weniger werden …

So ist es z.B. ein ’nettes Spielchen‘ zu versuchen einen ganzen Tag, eine Woche, ein Monat, ein Jahr – ganz wie Du willst und wie ‚gut‘ Du schon bist – ausschließlich die ‚gut‘- Spalte zu füllen. Also eine Woche lang ausschließlich vegan rohköstlich zu leben, einen Tag ausschließlich dankbar liebevolle Fülle- Gedanken zu haben, eine Woche kein motorisiertes Fortbewegungsmittel zu verwenden, täglich 2 Stunden nackt Frischluft zu baden, einen Tag lang niemanden unumarmt ‚entkommen‘ zu lassen, und, und, und …

Oder umgekehrt, zu gucken wie lange man den jeweiligen Vorsatz ausnahmslos durchhält.

Dabei hilft sehr die Denkweise, sich nichts vorzunehmen, sondern so zu tun als wäre man schon ‚dort‘.
Wie wichtig dieser kleine Tipp ist, zeigen zahlreiche erfolgreiche Nichtrauch- Beispiele. Solange man z.B. denkt ‚Ich werde aufhören zu rauchen‘, ‚denkt‘ sich unser Unterbewusstsein, das man sich wie einen willfährigen Sklaven vorstellen kann: ‚Aha, er will aufhören. Raucht also noch. Also rauchen wir‘.
Sobald man sagt: ‚Ich bin Nichtraucher‘ – wobei allein schon das Wort ‚Nicht- RAUCHER‘ proplematisch ist – ist man Freiatmer und hat es, wenn überhaupt, bloß noch mit seltenen Ausnahmen zu tun, die einfach nur beobachtet werden wollen …