Brrrrrrrrr und Huhuhu

17. Oktober 2012

Die Tage werden wieder kälter und damit hört man wieder kältefördernde Kommentare wie ‚Brrrrrrrrr‘, ‚Huhuhu‘ und ‚Mir ist kalt‘ von den sich rubbelnden und selbstumarmenden Frauen und händereibendes ‚Scheiß- Kälte‘, ‚Saukalt‘ von den Männern.

Ändern können wir die Witterung ohnehin nicht. Nur unsere Einstellung dazu.
Warum also sagen wir nicht ‚Ahhhh, diese Frische‘ oder ein zuversichtliches ‚Das bisschen Kälte wärme ich locker weg‘ oder Ähnliches? Hm? …

Der österreicheisch- kanadische selfmade- Mann Frank Stronach erzählt gerne, dass er immer wieder, wenn er über Wiesen geht, nach vierblättrigen Kleeblättern Ausschau hält. Einfach so, um zu sehen ob sein Blick noch ‚funktioniert‘. Denn obwohl auf 10.000 Kleeblätter nur ein vierblättriges kommt, findet Frank immer eines oder mehrere. Er hat einfach den ‚richtigen‘ Blick! Er fokussiert ausschließlich auf vierblättrige und kümmert sich nicht um die anderen …

So können und sollten auch wir ausschließlich auf das Erwünschte, das Schöne, das Nützliche fokussieren.
Warum zum Beispiel auf die Kälte draußen und nicht auf unsere wärmende Kraft innen!?

Ich wünsche Euch schöne, herrlich frische Tage, an denen es so richtig Spaß macht sich zu bewegen und zu sehen wie einem dabei im Nu warm geworden ist.

 


Das war er …

26. September 2011

… der Badeofen meines Elternhauses!
Was ein Badeofen ist, fragst Du?
Tja, ein seltsam antiquiertes Ding! 😉
Um warmes/ heißes Wasser zum Duschen oder Baden zu erhalten heizt man ihn ein!
Ja! Tatsächlich! Ich bin schon so steinalt, dass ich mich an Zeiten erinnern kann in denen nicht das Warmwasser einfach aus der Wasserleitung floss 😉
Ehrlich: Ich hab diesen Ofen nie wirklich wahrgenommen. Es war einfach von Kindheit an das Selbstverständlichste der Welt, dass er beheizt wurde, bevor jemand duschen/ baden wollte/ konnte.
Ich selber hatte in meinen Wohnungen und Häusern dann zwar immer elektrische Boiler. Doch der Badeofen meines Elternhauses war einfach da und keines Gedankens wert.
Immer wieder freute ich mich, wenn ich meine ‚steinalte‘ Mutter sah, wie sie frohgemut ihr Kleinholz aus dem Garten hackte und immer einen Holz- Vorrat für den Badeofen hatte.
Jetzt, wo dieses Ding seine Geist aufgegeben hat, wo er – nach ca. 40 Jahren – meinte das Wasser in den Feuerraum ausrinnen lassen zu müssen und eine Internet- Recherche ergab, dass die letzte ihn prodzierende Firma schon vor 10 Jahren seine Herstellung eingestellt hat, ist mir erst klar geworden, was da ‚verstorben‘ ist:
Er hat das Gratis- Kleinholz, das in jedem Garten anfällt, zu herrlich warmem Gratis- Wasser gemacht, hat für angenehme Arbeit und Wärme gesorgt. – Holzarbeit ist – allein schon wegen des Duftes – herrlich!
Jetzt zahlt meine Mutter für den Boiler- Strom und für die Holz- (=Biomüll-) Entsorgung nochmal extra, ist um eine ausgleichende, jungerhaltende Beschäftigung ärmer und friert wenn sie aus der Dusche kommt- bzw. zahlt vermutlich bald nocheinmal, wenn ich ihr einen Elektrostrahler im Bad montiere!

Frage: Geht’s noch ein bisserl verrückter? 😉

Aber dennoch leben Millionen von Menschen diese Verrücktheit, ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden.
Auch eine Nachbarin erzählte mir kürzlich, dass sie sich eine automatische Gasheizung machen lasse um es bequem zu haben.
Ich wähle den umgekehrten Weg. Ich lasse mir eben einen Kachelofen bauen und bin schon ganz begierig um
a) dabei zugucken zu können, um dann x andere selber zu bauen, und um
b) endlich das Holz, das ich gerne hacke und schneide auch ein zweites Mal genießen zu können … 😉