Heute ganz, ganz ehrlich!

27. August 2019

Liebe Leute,
auch wenn ich seit Jahren mit diesem blog Mut zu machen versuche, das Leben so zu leben, wie es für uns vorgesehen ist:

Wir haben – kurzfristig – keine Chance!
Ich merke es an mir, obwohl ich heute ‚Lichtjahre‘ von meiner Ausgangsposition entfernt bin.
Ich merkte es an vielen, vielen Klienten, obwohl ich dem Gro ganz entscheidend helfen konnte.

Doch wir müssen einsehen, dass vieles in unserem Leben, sich nur über Generationen wieder auflösen lässt.
So Generationen- lang wir in eine Sackgasse reingerudert sind, so lange haben wir einfach auch wieder zurückzurudern.
That’s it!

Zu viele Glaubenssätze sitzen zu tief, um sie mit noch so erfolgversprechenden, neuen Methoden, so schnell ändern zu können, wie wir es gerne hätten.

Doch das hat auch einen durchaus vernünftigen Grund!
Evolution ist langsam!

Ich selber spür‘ es immer wieder und oft sehr schmerzlich: Ist man ‚zu sehr‘ im Kopf, das heißt ‚zu schnell’/ anderen ‚zu weit voraus‘, ist das nicht nur schmerzlich, da man nicht verstanden wird, sondern auch sinnlos, da man nichts erreicht damit.

Das heißt, wir müssen/ sollten uns Zeit geben.
Zeit um zu genießen, Zeit um so manches ‚einsickern‘ zu lassen, Zeit um andere nachkommen zu lassen.
Man kann ja vieles schon auch ohne andere genießen. Doch mindestens ebenso vieles bedarf der Mitwesen.
Und Ihnen ist Zeit zu geben.
Denn auch wir hatten unsere Zeit!
Denk nur an die zahllosen Weisen, an die jahrtausendealten Weisheiten Indiens, Chinas …!
Wir sind für sie ‚hoffnungslos hintennach‘ und dennoch heutige ‚Vorreiter‘
Wir alle sind im Fluß! Und dieser Fluß passiert immer wieder neue Passagen, Sensationen und Erfahrungen …

In diesem Sinne:
Genieß‘ Deine Flußfahrt und
paradise your life !

 

 

 


Bauch statt Kopf

2. Juli 2018

Wisse: Einzig der Verstand trennt Dich von der Weisheit, der Intuition, vom Allwissen des Universums!

Ein winzig kleines Beispiel aus meinem Leben:
Jahrelang hatte ich Freude daran Musikinstrumente zu bauen, obwohl ich keinerlei musikalische Ausbildung habe.
Eines Urlaubs baute ich im Zuge eines Seminares ein Monochord. Viele Teilnehmer hatten am Ende ihre Instrumente vor sich liegen, der Seminatleiter lud uns zum gemeinsamen Spiel. Es war wunderschön. Als Abschluss fragte er, wer mit ihm ein Duett spielen wolle …
Stille! Absolute Hemmung!
Alles Laien, die vor Angst sich zu blamieren förmlich gelähmt waren.
Unerträglich lange Stille, dann: ‚Willi, ich spür‘, dass Du willst‘.
Ich hör das wie durch einen Nebel, beginne zu spielen, merke bald gar nicht mehr dass und was ich spiele, höre nur den Klang, der einfach ‚astral‘, überirdisch, mir fehlen die Worte … ist.
Ich schwöre bei allen Musik- oder auch anderen Geistern, an die ich nie glaubte, noch immer nicht glaube, der Seminarleiter endete selten harmonisch und ich weiß nicht wie, ich weiß nicht warum, ich stieß ‚irrtümlich‘ einen letzten Ton an der perfekter nicht den Abschluss bilden hätte können.
Es war einige Sekunden vollkommen still. Ich fragte mich, wie ich da ‚irrtümlich ankommen‘ hatte können. Dann brach die Begeisterung aller aus. Es war einfach Harmonie pur gewesen!

Liebe Leute, es steht mir nicht zu, irgendjemandem Rat- und schon gar nicht Schläge zu erteilen. Aber lasst so oft wie nur möglich Euren Verstand raus!
Horcht auf Euer Herz! Beobachtet Euer Umfeld auf ‚geheime‘ Winke und Botschaften, seid offen für ‚Zufälle‘!
Ermöglicht Euch Geschenke, ansattt Leistungen zu erzwingen!

 

 

 


Schon Arthur Schopenhauer wusste …

10. März 2017

Im Allgemeinen haben die Weisen aller Zeiten immer dasselbe gesagt, und die Toren, d.h. die unermessliche Majorität aller Zeiten, haben immer dasselbe, nämlich das Gegenteil getan und so wird es denn auch ferner bleiben.

 

 

 


Jaja, hat soooooo einen Bart …

7. Februar 2015

… diese Geschichte. Aber dennoch kann mensch – nach dem was ich so beobachte – nicht oft genug daran erinnert werden 😉

 

Ein alter Indianer erzählte seinem Enkel:

„In meinem Herzen leben zwei Wölfe.
Der eine Wolf ist der Wolf der Dunkelheit, der Ängste, des Misstrauens und der Verzweiflung.
Der andere Wolf ist der Wolf des Lichts, der Lust, der Hoffnung, der Lebensfreude und der Liebe.
Und beide Wölfe kämpfen manchmal miteinander.“

„Welcher Wolf gewinnt?“ fragte der Enkel.

„Der, den ich füttere“ antwortete der Indianer ….

 

 

 


Glücklich ohne Denken

23. Januar 2014

Dieser Titel ist natürlich scherzhaft gemeint, enthält aber ein Körnchen Wahrheit über das ich heute erzählen möchte.
Ich versuch sozusagen nochmal die Quadratur des Kreises. Ich versuche mit (logischem) Denken für’s Nichtdenken zu werben 😉

Wer ‚Katastrophen in Folge‘ nicht gelesen hat oder es noch immer nicht glauben kann: Wir sollten uns mit unserer Fähigkeit zu Denken nicht privilegiert, sondern fast schon gestraft fühlen. Denn kaum eine Erfindung, eine Idee, eine Errungenschaft hielt dauerhaft, was wir uns von ihr erwartet hatten.
Ganz im Gegenteil! All diese Errungenschaften wurden zu Selbstschüssen, die bloß viele noch immer nicht als solche erkennen.
Deshalb postuliere ich:
Je weniger wir denken, desto mehr SIND wir, und desto besser ist das für uns, – und die Mitwelt!
Das kannst Du vermutlich nicht sofort so annehmen, denke ich.

Ich geb Dir zwei Beispiele:
Du kennst doch sicherlich auch den Effekt, dass einem oft ein Begriff, ein Wort, ein Name nicht und nicht einfallen will. Wir zermartern uns das Hirn, durchforsten es, denken und denken. Aber es will uns partout nicht einfallen.
Dann gehen wir aufs Klo oder befassen uns mit etwas anderem und – zack! – das Wort ist da!
Es ließ sich also durch Denken nicht hervorholen, war aber durch Nicht(daran)denken sofort da. Ist nun das Denken gut oder das Nichtdenken zielführender!?

urzeitbierZweites Beispiel:
In inserer ganzen Jahrmillionen langen Evolutionsgeschichte wurde nie geplant, gedacht. Kein Einzeller wünschte sich je mit anderen Einzellern zusammen ein höheres Wesen zu bilden oder an Land zu gehen. Dennoch passierte es!
Kein Saurier dachte je: ‚Es müsste schön sein, sich zu einem süßen, fiederflauschigen Zwitscher- Vogerl zu entwickeln‘. Dennoch passierte es!
Kein mausähnliches Säugetier dachte je ‚Wie nur, kann ich zu einem Primaten oder gar zur ‚Krone der Schöpfung‘ werden?‘. Dennoch passierte es!
Und frag alle Wissenschafter, einigermaßen Denkenden und Sehenden! Sie alle werden Dir bestätigen, dass es nichts besseres, effizienteres und genialeres als die so entstandene Natur gibt.
War nun das Denken der Antrieb für all diese größten Naturwunder dfie wir kennen oder das Nichtdenken!?

Oder die alte Weisheit eine Entscheidung ‚zu überschlafen‘! Denken oder Nichtdenken?
Oder all die erfolgreichen (Geist-)Heiler, die sich nicht zufällig als Kanal einer höheren Kraft fühlen! Sie alle wissen: Je mehr sie sich zurücknehmen, je weniger sie denken, je weniger sie sich vorstellen, sich wünschen, um so besser funktionieren die ‚Höheren Mächte‘.

Demnächst verrat‘ ich Dir einen weiteren seeeehr wichtigen Grund, warum wir nicht denken sollten.

 

 

 


Die 99- 100%- Klippe

7. Oktober 2013

‚paradise your life‘ ist wunderbar, wie immer mehr Menschen erfahren und erleben. Allein schon die ‚paradise your life- Säule‘ Roh- bzw. Paradies- Ernährung kann schon Veränderungen, Verbesserungen, ja sogar Heilungen bewirken, die fast unglaublich erscheinen.

Einen Punkt aber wollen oder können selbst rohköstlich Praktizierende nur schwer einsehen:
Die 99- 100%- Klippe!

Was meine ich damit?
Ganz einfach! Je mehr Rohköstliches man verzehrt, je höher der Rohkost- Anteil ist, desto besser wird die Gesundheit sein.
Das ist ein relativ linearer Verlauf. Bis, – ja, bis kurz vor dem 100% Rohkostanteil!

Ich stoppe hier und versuch’s erst mit Beispielen aus anderen Gebieten.
Nehmen wir an, Du bis ein völliger musikalischer Laie. Als solcher wirst Du den reinen Musikgenuss haben und kleine Fehler, Unregelmäßigkeiten, Einfachheiten u.Ä. kaum merken.
Beginnst Du nun ein Instrument zu lernen, wird Dein Ohr, Dein musikalisches Verständnis geschult und feiner werden. Du wirst bald genauer hinhören und auch mehr Feinheiten, aber auch Fehler heraushören als früher.
Du wirst in ein neues Musikverständnis hineinwachsen und die ‚frühere Unschuld‘ verlieren.
Was nach den ersten Musikstunden ein riesiges Erfolgserlebnis war, wäre nun eine Katastrophe.
Oder anders ausgedrückt: Von unten rauf gesehen, kann man kaum ermessen, was einen noch erwartet oder woran ‚die da oben‘ so lange arbeiten. Von oben runtergesehen, erscheinen selbst kleinste Fehler sonnenklar.
So verhält es sich in der Musik, der bildenden Kunst, im Marketing oder in der Technik, Medizin und Dolmetscherei.
So verhält es sich auch bei der Ernährung.

Je natürlicher bzw. naturrichtiger wir uns ernähren, desto besser für uns und die Umwelt.
100%ige Rohernährung wird uns eine perfekte Gesundheit schenken.

Doch bereits eine nur 99%ige Rohernährung kann uns jede Menge an Problemen machen!
Wie dieses!?
Eine fast perfekte Ernährung müsste doch eine fast perfekte Gesundheit garantieren!

Unsere (armen) Körper werden von klein an – ernährungsmäßig – vergewaltigt!
Was soll also so ein kleiner Körper sonst tun, als ‚Augen zu und durch‘? Ich nenne das auch gern ‚Toleranzstarre‘.
Kotzt er all das Ungenießbare, das ihm reingestopft wird aus, verhungert er.
Reagiert er auf all das reingestopfte Ungesunde natürlich, ist er ständig krank, da er diesen Mist ständig ausscheiden und deponieren müsste.
Die vermeintlich vorübergehende Lösung also heißt Toleranzstarre. Das heißt, stillhalten, bis vielleicht irgendwann mal wieder etwas Vernünftiges reinkommt.

Mit dieser Toleranzstarre überleben wir so recht und schlecht oft Jahrzehnte.
Doch je mehr artgerecht Gesundes der Körper kriegt, desto mehr schüttelt er diese Toleranzstarre ab, desto besser entgiftet er, desto sensibler wird er, desto wachsamer reagiert er.

SteilküsteDas heißt – es sieht auf den ersten Blick ungerecht aus, ist tatsächlich aber eine wunderbare Weisheit – je gesünder wir uns ernähren, desto eher wird der Körper gegen ‚Sünden‘ rebellieren bzw. diese umgehendst ausscheiden oder deponieren.

Dieser Mechanismus bewirkt, dass wir häufig nach dem Motto ‚Ich hab’s probiert, aber es hilft nichts‘ reagieren werden.
Die Leute schaffen keine 100%! Sie ‚müssen‘ sich immer irgendwo ein Hintertürchen offenlassen, sich irgend eine Ausnahme genehmigen …
Und dann haben sie ihre Kopfschmerzen, ihren Husten, Ihre Ausschläge, ihre Hämorrhoiden, ihre Blähungen, Hautunreinheiten, und, und, und.
Und sie können es sich dann auch nicht und nicht erklären, wie sie trotz ihrer ohnehin soooo gesunden Ernährung zu diesen Problemen kommen können … 😉

Ein Tipp: Es einige Wochen mit 100%iger Rohernährung versuchen. Von dieser ‚gesicherten Plattform‘ aus kann man dann

a) ev. noch immer vorhandene Probleme leichter lokalisieren oder
b) ev. sich beobachtend wieder Schritt für Schritt ‚in die heißgeliebte Sünde‘ zurückbegeben

Als Bild zusammengefasst: Das Ufer unter dem Krankheitsmeer ist ein stetig ansteigendes. Die letzten Meter vor dem Gesundheitsfestland aber steigt steil die 1%- Klippe an, gegen die die Brandung noch oft heftig antobt …

Auch Menschen die schon gefastet haben, kennen diesen Effekt. Nach drei Tagen hat der Körper meist die Nahrungslosigkeit akzeptiert, hat auf Entgiftung ‚umgeschaltet‘ und man verspürt keinen Hunger mehr.
Unterbricht man aber, auch nur durch einen kleinen Happen, beginnt das ‚ganze Spielchen‘ samt Hungeranfällen wieder von vorne …

 

 


REDE AN DEN KLEINEN MANN (4)

4. September 2012

Kleiner Mensch, Du hältst alles klein, um selber nicht so klein zu erscheinen.

Du machst alles Große klein, weil es Dir Angst macht und Dir Deine Kleinheit zeigt.

Du hältst alles Große von Deiner Welt fern.

Als Mutter sagst Du zu Deinem Kind: ‚Das ist nichts für Kinder‘.

Als Professor sagst Du: ‚Das ist nichts für seriöse Studenten‘.

Als Ehefrau sagst Du: ‚Was! Eine Entdeckung hast Du gemacht? Warum gehst Du nicht geldverdienen wie andere auch?‘.

Als Ehemann sagst Du: “Eine neue Idee? Als wären Frauen schon jemals Erfinder oder Entdecker gewesen. Mach uns lieber etwas zu essen‘.

Ich sage Dir, kleiner Mann, Du hast das Beste in Dir verloren. Deine Lebendigkeit und Zuversicht ans Leben. Du ermordest sie, wo immer Du nur kannst …

Sicherlich, die Natur, Deine göttliche, schöpferische Natur, lässt sich nicht immer unterdrücken. Auch Du hast in Deiner Kleinheit manchmal Ideen und Inspirationen. Doch Du wurdest klein gemacht. Deshalb tust Du sie ab. Deshalb hast Du nicht die Kraft und Ausdauer, sie weiter zu verfolgen. Deshalb zerrinnt Dir alles je kreativ Geschöpfte zwischen den Fingern. – Und bestätigt Dich damit abermals in Deiner Kleinheit.

Du wünscht Dir im Geheimen zwar Glück und vielleicht auch Größe. Doch Du hast Angst davor. Du wagst es nicht, etwas zu riskieren. Du wagst keine Herausforderung. Denn Du schätzt Dich gering.

Deshalb setzt Du auf Sicherheit, die es aber nicht gibt.

Du setzt auf Sicherheit, die Dir Schlaue vorgaukeln. Sicherheit, die Du kurzfristig bei anderen beobachten kannst.

Du kennst nicht den Mut des Aufrechten. Du fühlst Dich nur in der Herde, die von den Großen beliebig herumgetrieben wird, Du fühlst Dich nur unter Deinesgleichen, in Deinen vertrauten Gewohnheiten und Niederungen, wohl.

Dabei ist es auch für Große nicht einfach. Jede große Idee will erst einmal realisiert, umgesetzt, zur Marktreife gebracht werden. Das ist oft mühevoll und kostet Zeit und Energie.

Dazu aber haben die Großen auch noch den Gegenwind Deiner Kleinheit, Deines Misstrauens, Deiner Zweifel, Deiner Häme zu ertragen.

Doch wenn es geschafft ist, hast Du es immer schon gewusst, läufst sofort hin und musst es haben …

Deine Kleinheit und Deine Fähigkeit vorauszudenken reicht gerade mal für’s Konsumieren, kleiner Mann, kleine Frau.

Was aber tust Du, während die Großen arbeiten? Du siehst TV, Du spielst Karten und Videogames, Du säufst mit Kumpeln, Du tratscht mit Freundinnen, Du verhältst Dich klein. Du tust Dinge, die Dich klein halten, von denen selbst Dir klar ist, dass daraus nie Großes, Neues entstehen kann. Du hältst Dich klein. Du schlägst Deine Zeit tot. Doch Du bist nicht glücklich. Du wirst in Deiner Kleinheit nie glücklich sein. Denn Glück will erarbeitet, erlebt, nicht erbequemt, sein!

 


REDE AN DEN KLEINEN MANN (3)

2. September 2012

Kleiner Mann, Du bist auf große Menschen stolz. Aber nicht auf Dich!

Du bewunderst Stars, Prominente und Royals und missachtest Dich selber.
Mit der Energie der Großen, mit dem Schwärmen und Bewundern dieser, überdeckst Du Deine eigene Kleinheit.

Du bist es, der sich klein macht!

Du bist Dein eigener Sklaventreiber! Du vergötterst die, die Dich ausbeuten.

Du ziehst den Hut vor Generaldirektoren, Generälen und Regierungsmitgliedern. Vor genau den Menschen, die Dich unterdrücken und ausbeuten.

Wer also ist der Sklaventreiber? Du selber oder sie, die bloß nicht ablehnen, was ihnen an Bewunderung entgegenbrandet?

Aus diesem Kreis kann nur einer Dich befreien: Du selber!
DU musst diesen unseligen Kreislauf durchbrechen.

Du musst Dich lieben und annehmen!

Das kann Dir niemand abnehmen.

Du, kleiner Mensch bist klein, weil Du klein gemacht wurdest und machst alle und alles klein.
Große Menschen müssten sich Dir anpassen, müssten Dir nach dem Mund reden, um von Dir akzeptiert zu werden. Denn mehr als Dein kleines Denken ist für Dich nicht vorstellbar. Deshalb wird alles Neue und Große ersteinmal lächerlich gemacht, verhöhnt, bezweifelt, bekämpft, ignoriert …, einfach klein gemacht.

Würde sich aber solch ein Großer tatsächlich an Deine Kleinheit anpassen, wäre er  nicht mehr groß!

Denn Dein Sinn, Dein Tun, Dein Denken ist klein. Solche Menschen kannst Du akzeptieren und schulterklopfend annehmen. So versuchst Du Große klein zu machen, um nur ja ewig in Deiner Kleinheit verbleiben zu können.

Kleiner Mann, Du bist ein Herdentier, ein Gewohnheitstier.

Jede Veränderung macht Dir Angst, weil Du Dich nicht schätzt. Weil Du Dir nichts zutraust.

Dieses ewige Wiederholen des Vertrauten und Bekannten ist Deine Welt. Ihr müsste sich alles beugen und anpassen.
Jede Abweichung wird bekämpft. Du willst klein bleiben …

Andererseits kannst Du auch niemanden akzeptieren der Dein Freund ist, da Du Dich selbst nicht achtest.

Sollte sich also ein Großer Dir anpassen um das Große im trojanischen Pferd der Anpassung zu Dir, in Deine Welt, zu bringen, lehnst Du ihn samt seiner Ideen erst recht ab. Denn was soll das für ein Freund sein, der nicht in der Dir vertrauten Klein- und Vertrautheit bleibt, sondern solch ungewöhnliche, für Dich undenkbare Ideen hat?

Soetwas macht Angst!

Und wer Angst macht, ist nicht mein Freund, gell!

Du pflegst Weisheiten wie ‚Gleich und gleich gesellt sich gern‘ ohne zu merken, dass und wie sehr Du Dich damit begrenzt. Du trittst auf der Stelle und bringst Dich um neue Eindrücke und Erlebnisse und damit um wirkliches Leben …

Und Du grenzt damit aus, was Dich bereichern könnte …

Das ist der Grund, warum alle großen Menschen einsam sind und immer einsam waren.

Und warum ‚die breite Masse‘ der kleinen Menschen tumb bleibt.

 


Heute mal …

29. Juni 2012

… eine süße Geschichte, ein Fundstück aus dem weltweiten Netz:

Die Freude und Fülle von Swabedu
In einem fernen Land gab es ein friedliches Dorf, das man Swabedu nannte.
Dieses Dorf war nicht nur wunderschön und blitzsauber, seine Bewohner waren meist auch von aussergewöhnlicher Höflichkeit. Wenn sie sich trafen, begrüssten sie einander mit einem Lächeln. Fanden sie Zeit zu einem Schwätzchen, so fragten sie zunächst nach dem Befinden des anderen.
Was die Swabedudahs am meisten liebten, war einander warme weiche Fellchen zu schenken. Ein jeder trug über seiner Schulter einen Beutel, er gefüllt war mit weichen Fellchen. So oft sich Swabedudahs trafen, gab gewöhnlich der eine dem anderen ein Fellchen.
Besonders schön war, jemandem ein warmes weiches Fellchen zu geben, denn es sagte dem anderen, er sei etwas Besonderes. Es war eine Art zu sagen: Ich mag dich. Und selbstverständlich war es sehr erfreulich, ein solches Fellchen zu bekommen. Wenn man Dir ein Fellchen anbot, wenn Du es nahmst und fühltest, wie warm und flaumig es an Deiner Wange lag, und Du es sanft und leicht in Deinen Fellchenbeutel legtest, dann war es wundervoll. Du fühltest Dich anerkannt und geschätzt, wenn Dir jemand ein weiches Fellchen gab, und Du wolltest ihm ebenfalls etwas Schönes tun. Die kleinen Leute von Swabedu gaben gerne weiche Fellchen und bekamen gerne weiche Fellchen. Und ihr gemeinsames Leben war ohne Zweifel sehr glücklich und froh.
Viele Jahre lebten so die Bewohner in Glück und Harmonie. Freud und Leid wurden gemeinsam getragen, keiner verschloss nachts seine Haustür und jeder half dem Nächsten.
Aber unweit vom Dorf hauste ein furchterregender Kobold. Keiner wollte mit diesem schrecklichen Kerl in Verbindung treten; alle hatten Angst. Doch die Einwohner überlegten hin und her, wie man auch mit diesem Kobold Freundschaft schliessen könnte.
Schließlich fand sich ein kleiner, mutiger Junge, der sich anbot, den bösen Kobold in seiner Höhle am Berghang zu besuchen. Viele Freunde gaben dem Jungen das Geleit, aber die letzten tausend Schritte musste er alleine gehen.
Der Junge gelangte an den Eingang der Höhle. Der Kobold fuhr ihn heftig an: «Was willst Du hier?» Der Kleine nahm seinen ganzen Mut zusammen: «Ich heisse Johann und bin 12 Jahre alt. Ich möchte Dich fragen, wie es Dir geht. Bei uns schenkt man einander, wenn man sich begegnet, ein Stück Fell, um zu zeigen, dass man sich lieb hat! Ich habe Dich gern und hier ist ein Fellchen, das ich Dir schenken möchte. Bitte nimm es an!»
Der Kobold wusste nicht, was er antworten sollte. Umständlich nahm er das Stück Fell in die Hand, prüfte es und wollte es achtlos in die Höhle werfen, aber es blieb an seiner Hand haften. So überlegte er, wie er den Dorfleuten einen Streich spielen könnte. Er sagte zu dem Jungen: «Das ist doch alles blödes Zeugs mit Eurer unnötigen Schenkerei. Wenn Du immer Deine Fellchen verschenkst, wirst Du nachher selbst keine mehr haben, dummer Junge!»
Mit diesen Worten schob der Kobold den Jungen aus der Höhle. Dieser murmelte erschrocken einen Abschiedsgruss und lief dann, so schnell ihn seine Füße tragen konnten, zurück zu seinen wartenden Freunden! Der tapfere Junge wurde von seinen Freunden staunend empfangen; er musste immer wieder von seiner Begegnung mit dem bösen Kobold erzählen und von allem, was dieser geantwortet hatte. Schliesslich war das ganze Dorf auf dem Marktplatz versammelt. Manche gaben dem Kobold sogar Recht, denn einige Dorfbewohner hatten nur noch wenige Fellchen, andere dagegen sehr viele. Es war wie immer im Leben: Einige waren recht geizig, andere sehr grosszügig; manche vergassen einfach, die Fellchen von zu Hause mitzunehmen oder waren die gute Gewohnheit leid!
Unbemerkt war der Kobold dem Jungen ins Dorf gefolgt.
Die Swabedudahs erschraken zu Tode, als sie den bösen Kobold in ihrer Mitte sahen. In die Stille hinein rief der Kobold: «Ihr seid ja strohdumm! Warum wollt Ihr immer die kostbaren Fellchen verschenken? Nehmt doch einfach die kleinen Steine, die hier überall herumliegen. Hiervon gibt es immer genug und keiner hat zuviel davon zu Hause liegen!»
Die meisten Leute fanden diese Idee so grossartig, sodass sie sich schnell einigten, in Zukunft so zu verfahren. Nun begannen sie, kleine Steinchen zu sammeln. Bei einer Begrüssung verschenkte man diese anstatt der wunderbaren Fellchen. Die Fellchen waren bald vergessen.
Aber mit der Zeit nahm die Freundlichkeit unter den Swabedudahs immer mehr und mehr ab. Sie entdeckten, dass sie mit den Steinen auch werfen konnten. So gaben sich auch nicht mehr die Mühe, kleine Steinchen zu suchen, sondern griffen auch zu grösseren und schwereren Steinen. Aus der früher so fröhlichen Begrüssung mit den weichen Fellchen wurden jetzt Begegnungen voller Misstrauen. Man fürchtete sich immer mehr voreinander und war nie sicher, ob nicht ein grosser Stein geflogen kam. Das einst so fröhliche Swabedu versank in Angst und Feindschaft.

Eines Tages kam ein weiser Mann auf seiner Pilgerreise durch das Dorf. Er klopfe an die erste Haustür und bat um einen Becher Wasser. Es war das Haus einer alten Dame, die mutterseelenallein wohnte! Sie reichte dem frommen Pilger nicht Wasser, sondern frisches Obst. Die Grossmutter war froh, wieder mit jemandem sprechen zu können, und so erzählte sie dem Pilger von dem fröhlichen Dorf, das durch den Ratschlag des bösen Kobolds in die Irre geleitet worden war.
Da ging der Pilger von Haus zu Haus und bat alle Bewohner, auf den Marktplatz zu kommen. «Warum begrüsst Ihr Euch nicht wie früher mit Fröhlichkeit, Anteilnahme und den seidenen Fellstückchen?», fragte er die Leute. Die Swabedudahs sagten, dass sie Angst um ihre Fellchen hätten, denn einige hätten nur noch wenige Stücke, andere dagegen über hundert. Niemand wollte riskieren, aus lauter Grosszügigkeit alle Fellchen zu verlieren! Da bat der fromme Mann alle, nach Hause zu gehen und ihre Fellchen zu holen. Als alle Fellstückchen vor dem Pilger lagen, mussten die Bewohner einen grossen Kreis bilden und alle Fellchen wurden in die Mitte gelegt. Der Pilger sagte: «Das reicht doch! In Zukunft grüsst Ihr Euch wieder in alter Freundschaft. Wer ein Fellchen bekommt, gibt auch eines. Wer seine Fellchen vergisst, läuft nach Hause und holt sie. So hat keiner mehr als die anderen, und so werdet Ihr wieder in Frieden miteinander leben können!» Nun bat er jeden der Reihe nach ein Fellchen zu holen. Als jeder ein Fellchen in seinen Händen hielt, begannen die Swabedudahs, sich wieder anzulächeln. Bei der dritten Runde fing jemand an zu singen und bald sang das ganze Dorf zusammen wie in alten Zeiten. So wurden alle Fellchen verteilt und als es bereits dunkel war, wollten alle dem weisen Mann danken und ihm ein Nachtquartier anbieten. Aber wie sie auch suchten, sie fanden den Pilger nicht mehr.
Da erkannten sie, dass der Weise vom Himmel geschickt worden war, um den Frieden wieder in ihr Dorf zu bringen.

 


Wieder mal ‚Herz‘

15. September 2011

Sieh Dir jeden Weg genau und in aller Ruhe an. Probiere ihn so oft aus, wie Du es für nötig hältst. Und dann stell Dir, einzig Dir, eine Frage. Diese Frage ist eine von der Art, wie nur ein sehr alter Mann sie stellt. Mein Wohltäter hat mir einmal davon erzählt, als ich noch jung war und mein Blut noch zu heftig wallte, um sie zu verstehen. Aber jetzt verstehe ich sie. Ich werde Dir sagen, wie sie lautet: Hat dieser Weg ein Herz? Wenn ja, ist der Weg gut. Wenn nicht, dann ist er nicht zu gebrauchen.
(Don Juan Matus/ Carlos Castaneda)