1 – 2 – 3 – Klatschen

7. Juni 2012

Vor einigen Tagen durfte ich durch Zufall in Ossiach einem ganz wunderbaren Vortrag des ‚Öko- Urgesteins‘ Wolfgang Pekny lauschen. Es war der Eröffnungsvortrag der 10.Konferenz der Initiative Zivilgesellschaft. Der Titel lautete „Globalverstand. Das neue Bild der Welt und der Weg zu globaler Verantwortung“.
Der Vortragende verstand es die Besucher mit seiner Ausstrahlung und schier unglaublichen Daten zu fesseln. Wer nach diesen Zahlen, Diagrammen und Beispielen nicht glaubt, dass es so wie wir zur Zeit leben nie und nimmer weitergehen kann, dem ist nicht mehr zu helfen. Also ein mehr als faszinierender Abend mit eindringlichster Überzeugungsarbeit.

Allerdings, und jetzt komm ich langsam in die ‚payoli- Welt‘ zurück, die ja solcher Überzeugungs- Klimmzüge nicht mehr bedarf … Also, der Vortrag, vermutlich die ganze Konferenz und die Strategie der Teilnehmer litt meines Erachtens etwas unter einer gewissen Instringenz.

Es wurde wieder einmal das alte Klischee, der alte ‚Grünen- Fehler‘, des Warnens und Belehrens zelebriert.
Wie gesagt, die gezeigten Daten unseres Zivilisations- Wahnsinns hätten nicht atemberaubender und überzeugender, die Zukunftsaussichten, wenn wir nicht schleunigst noch die Kurve kriegen, nicht triester sein können.

ABER: Es fehlten die Lösungen, es fehlten die Beispiele, es fehlte die positive Motivation!
Niemand soll sich etwas versagen müssen!
Nichts darf ‚von oben verordnet‘ werden!
Jedermensch kann Altes nur gerne und freiwillig hinter sich lassen, wenn er dafür Besseres erhält!

Und letztendlich: Es gibt weitaus weniger Erfinder als Nachahmer!
Wie dieses!?

Wolfgang Pekny hat ein witziges und anschauliches Beispiel gebracht wie wir Menschen ticken:
Er bot sich als ‚Dirigent‘ an um ein gemeinsames Klatschen aller Zuhörer zu erreichen, indem er ankündigte bis 3 zu zählen und dann das Wort ‚Klatschen‘ zu sagen. Dieses Kommando müsste alle soweit synchronisieren, um einen gemeinsamen HändeKlatsch zu erzeugen.
Der Trick war, dass er selber bereits bei 2 oder 3 klatschte und der weit überwiegende Teil der Leute tat es ihm nach.
Wir ahmen also lieber nach, als zu denken oder zuzuhören …

Wenn man das aber weiß, dürfte man eigentlich nur mehr ökologisch einwandfreie, nachhaltige Leben vorleben bzw. gelungene Beispiele präsentieren, anstatt zu warnen, anstatt triste Zukunfts- Szenarien an die Wand zumalen, anstatt zu ‚predigen‘.
Denn solches erfordert von den Leuten, selber zu denken, selber Lösungen zu erfinden, selber kreativ zu werden, eigene Lebensstrategien zu entwerfen und umzusetzen. Doch damit ist ein Normalbürger – der ja bekanntlich jahre- bis jahrzehntelang (System-)entmündigt wurde – heillos überfordert.
Das Nachahmen dagegen funktioniert nahezu automatisch bis reflexartig, wie das Klatsch- Beispiel zeigte.

Auch die ‚Ökologie- Gegenseite‘, die Wirtschaft, wenn man sich ansieht, arbeitet nicht mit Warnungen und Belehrungen, sondern ist mit leicht nachahmbaren Werbespots und Plakaten höchst erfolgreich.

Deshalb, allen Ökodenkern, Grünen, Weltverbesserern ins Stammbuch geschrieben: Macht es wie der payoli 😉
bringt lebbare Beispiele!
Oder noch besser: Gestaltet Eure eigenen Leben so wunderbar und öko- perfekt, dass ihr Euch in ihnen wohlfühlt. Und dann ladet immer wieder Menschen zu Euch ein. Die werden dann von ganz alleine und mit Begeisterung und aus Überzeugung Euer Tun nachahmen.
Angst und schlechtes Gewissen waren noch nie gute Motivierer!

In diesem Sinn: paradise your life !

 


Was sonst …

8. Dezember 2010

… als John Lennons IMAGINE kann man heute den LeserInnen ans Herz legen?
Als Träumer, der mit aller Gewissheit weiß, dass eine wunderbare Welt ohne Krieg und Hunger, allein aus Glück, Liebe und lebenslanger Dauergesundheit möglich wäre, lege ich allen TräumerInnen und ‚WahrheitssucherInnen‘ dieses Lied eines ganz wunderbaren Träumers ans Herz:

                                

IMAGINE

Imagine there’s no Heaven
It’s easy if you try
No Hell below us
Above us only sky
Imagine all the people
Living for today
Imagine there’s no countries
It isn’t hard to do
Nothing to kill or die for
And no religion too
Imagine all the people
Living life in peace
You may say I’m a dreamer
But I’m not the only one
I hope someday you’ll join us
And the world will live as one
Imagine no possessions
I wonder if you can
No need for greed oe hunger
A brotherhood of man
Imagine all the people
Sharing all the world
You may say I’m a dreamer
But I’m not the only one
I hope someday you’ll join us
And the world will live as one


Stell dir vor, es gibt kein Himmelreich,
es ist leicht es zu versuchen,
keine Hölle unter uns,
über uns nur Himmel.
Stell dir vor, alle Menschen,
leben für den Tag.
Stell dir vor, es gibt keine Länder,
es ist nicht schwer es zu tun,
nichts wofür man morden oder sterben müßte,
und auch keine Religion.
Stell dir vor, alle Menschen
leben in Frieden.
Du wirst vielleicht sagen, ich bin ein Träumer
aber ich bin nicht der Einzige.
Ich hoffe du wirst dich uns eines Tages anschließen,
und die Welt wird eins sein.
Stell dir vor es gäbe keinen Besitz,
ich frag mich ob du das kannst,
kein Grund für Gier oder Hunger,
alle Menschen wären Brüder.
Stell dir vor, alle Menschen
teilen sich die Welt.
Du wirst vielleicht sagen ich bin ein Träumer
aber ich bin nicht der Einzige.
Ich hoffe du wirst dich uns eines Tages anschließen,
Und die Welt wird eins sein.

John Lennon