Der Erdkeller

3. März 2022

Wer alte Geschichten nicht mag, kann gerne sofort wieder wegklicken. Denn ich nostalgiere, um nicht zu sagen paradiesiere, heute wieder einmal    

Nicht nur, dass ich die Frische von Obst, Gemüsen und Wildkräutern aus meiner Umgebung unendlich schätze und ihren Wert auch nicht hoch genug ansetzen kann. Es gibt auch sozusagen ’nachparadesische‘, traditionelle Tricks, die ganz wunderbar sind.
Sie wurden durch unseren Auszug aus warmen bis tropischen Gefielden notwendig und wurden im Laufe der Zeit auch selten perfekt weiterentwickelt.

So sind Sauerkraut und andere milchsauer eingelegte Gemüse, Blätter, Wildkräuter zum Beispiel ein selten wunderbares Geschenk in der kalten Jahreszeit!

kellerIch will jetzt nicht all diese Kulturtechniken vom Sauerteigbrot, über Joghurt Gedörrtem, bis Most, Bier oder Wein aufzählen.

Ich will bloß Eure Aufmerksamkeit für die höchst einträgliche Entfremdung, oder besser gesagt ‚Denaturalisierung‘ der Menschen schärfen.

Ich weiß nicht, ob es sich ‚zufällig‘ so entwickelte oder ob weitsichtige ‚Illuminaten‘ es so steuerten. In jedem Fall werden die Menschen um so unselbständiger und damit bedürftiger und abhängiger, je weiter sie von der Natur entfernt werden/ sich von der Natur entfernen.

Die Verstädterung, die Landflucht, sind für mich kein Zufall. Diese Menschen werden sozusagen ‚Länge mal Breite‘ ausgenutzt und ‚gemolken‘!

Ja! Sieh Dir das einmal genau an!

Gemüse, Obst, Wildkräuter wachsen völlig kostenlos und (fast) von alleine. Rechne dir nur einmal zusammen, wie lange Du, nur dafür in der Stadt arbeitest! – Die scheinbar günstigeren Stadtpreise und -bedingungen beruhen allesamt auf massiven, aber bestens verschleierten Qualitätsverlusten!

Oder das Heizen! In einem gar nicht so großen Garten wächst soviel Holz, dass man mit dem Schneiden kaum nachkommt und dieses Holz einen nicht unerheblichen Anteil an der Wärmeversorgung beiträgt. Klar ist thermostierte Gaswärme bequemer. Doch Bequemlichkeit fördert nicht eben Deine Gesundheit! Was Du Dir damit an Arbeit für den Winter sparst, trägst Du für ‚Körper- Reparaturen‘ zum Arzt    

Oder die Kühlschränke! Es ist unglaublich! Da reden alle vom Klimawandel, zerbrechen sich die Köpfe wie man das abwenden könnte, kommen aber auf keine anderen Ideen, als neue Apps zu kreieren, anstatt einfach wie die Papas oder Omas zu leben     

Sieh Dir dagegen die Erdkeller an, die noch vor gar nicht so langer Zeit alle Häuser hatten. Dort hält sich Wurzelgemüse und großteils auch Obst bis zur nächsten Ernte völlig ohne Energiezufuhr, ohne Probleme. Was tun ‚moderne‘ Menschen? Sie betreiben ganzjährig stromfressende Kühlschränke und Tiegkühltruhen! Oder lagern die Haltbarkeit teuer bezahlt in Supermärkte aus!

Auch das wäre es wert einmal durchgerechnet zu werden!

Von der Beengung städtischer Wohnungen, die unendlich mehr an Möbel- und Gerätenumsatz hervorruft als Landhäuser mit ausreichend Stauraum, will ich erst gar nicht reden …

Liebe Leute! Seht Euch einfach nur einmal unter dem Gesichtspunkt der Autarkie und Autonomie Eure Situation an …. und entscheidet Euch dann fundiert errechnet oder auch gefühlsmäßig zwischen eventuell teurem Stadtleben oder
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Du wirst beschenkt!

18. Januar 2022

Ich bin immer wieder erstaunt wie oft ich wegen meiner Beiträge hier angesprochen und angeschrieben werde. Und zwar primär wegen der nicht für möglich gehaltenen Freigiebigkeit der Natur.

Ok, vielleicht bin ich ja ein hoffnungsloser Fantast oder Träumer (siehe einen meiner Lieblings- und Wahrsprüche hier rechts unter meinem Foto), doch ich seh das tatsächlich so.

Ok, vielleicht stimmt das 18. Jahrhundert- Narrativ der ‚grausamen Natur‘ ja immer noch, doch ich kann immer nur das Gegenteil beobachten.

Allein wenn ich mir ansehe wie bedürfnislos und unermüdlich alles in der Natur wächst. Immer wieder und immer weiter wächst. Mich berührt diese bescheidene Unermüdlichkeit sehr …

Wird ein Kind von einem anderen gestoßen, wird ein Erwachsener angerempelt, gibts umgehend Tränen oder Zoff. Tritt ein Kind in einen Ameisenhaufen, reißt Du von einem Strauch einen Zweig ab, beginnen die Ameisen umgehend mit der Reparatur, sucht sich der Busch umgehend neue Austriebswege. – Aber wir ‚Krone der Schöpfung‘ verleihen Kriegstreibern Friedensnobelpreise!!!     

Und erst der Segen der Inhaltsstoffe, die all unsere Wildkräuter uns böten! …

Ich würde sogar so weit gehen, zu behaupten, dass es all unsere Probleme und Erkrankungen nur deswegen gibt, weil wir diese wunderbaren Angebote missachten oder vergessen haben.

Zum Beispiel Moringa! Such doch einmal im Internet nach ‚Moringa‘ oder auch ‚Artemisia annua‘! Du wirst wahre Hymnen von zahllosen Wissenschaftern hören und lesen über diese beiden Pflanzen.

Doch man sollte auch beachten, dass es menschenlike ist, immer wieder neue Sensations- Säue durchs Dorf zu treiben. Auch da ist die Natur weitaus entspannter, verlässlicher, bescheidener und unspektakulärer als der Mensch.
So wächst ‚unser‘ Krenn mit fast denselben Inhaltsstoffen und noch mehr Wohlgeschmack als Moringa bescheiden und bedürfnislos allerorten vor sich hin.
Detto unser ‚kleiner Bruder‘ der Artemisia Annua, der einheimischer Beifuß, der zu unserer Gesunderhaltung völlig ausreicht …

Soweit nur zwei Beispiele dieses unendlichen Zauberladens Natur, wobei der Begriff ‚Laden‘ der Natur, die sich uns ja selbstlos beschenkt, schon wieder Unrecht tut. – Tja, aber so bescheuklappt sind wir Menschenkinder eben!     

Ich würde mich sehr freuen, wenn Du ein kleines Schrittchen tun könntest, vom ‚einzementierten‘ und selbstverständlichen Menschendenken, dass wir Pflanzen ‚produzieren‘ und diese bloß zur Verfügung zu stehen haben, hin zu einem Blick, dass das vielleicht auch selbstlose Wesen(heiten) sein könnten.

In diesem Sinne, ein -liches


 
 
PS: Zu toppen wäre dieses Thema noch durch den Hinweis, um wieviel mehr Anerkennung, Dankbarkeit, Bewunderung – und vor allem enorme Mengen an schwerverdientem Geld natürlich, der weitaus wirkungsloseren Medizin entgegengebracht bis nachgeworfen wird! – Doch bei diesem Punkt wird mir auch schnell schlecht … deshalb nur dieser kurze Denkanstoß!


 
 
 


Die S- Tonleiter rauf und runter

18. August 2021

Ja! Heute einmal nicht die C-, wie Corona- Tonleiter, sondern die S-, wie Smoothie- Tonleiter!     

So schön einzelne Töne oft auch klingen mögen, bevorzugen wird doch eher Lieder, also Abfolgen unterschiedlicher Töne. Doch selbst die allerliebsten Lieblingslieder vermögen uns nicht dauerhaft an sie zu fesseln. Wir horchen uns lieber durch Hitparaden oder andere Auswahlen an Songs und Musikstücken.

Ebenso halten wir es mit dem Essen. Mag ein Grundnahrungsmittel noch so gut schmecken, neigen wir in der Regel doch eher Mischungen und ‚Kompositionen‘ zu. Doch auch bei ihnen gibt es selten einen jahrelangen Favoriten. Eher wechseln wir mit Begeisterung zwischen dem Italiener, Chinesen, Griechen, Vietnamesen, Hausmannsköstler …

Als nächstes in dieser Liste der erfreulichen Abwechlungen geh ich nicht auf Partnerschaften ein

Nein, sondern auf die, oben bereits angekündigten, als teils zu ‚grün‘ und ‚viel zu gesund‘ verschrienenen Smoothies.

Über die industriell gefertigten, pasteurisierten und in Supermärkten angebotenen Smoothies verlier ich hier lieber kein Wort. Wer von Mc Do kommt: Ok, ein guter Anfang, mehr nicht!

Die von Victoria Boutenko dankenswert propagierten selbstgemachten, aber dennoch (Supermarkt-)Spinat- Mango- Smoothies zähle ich auch noch eher zu einfachen aber wenig naturrichtigen Fingerübungen von Rohkost- Anfängern.

Interessanter wird es bei der Verwendung eigenen, regionalen und/ oder biologisch gezogenen Gemüses und Früchten.

Einen ‚Ton höher‘ stoßen wir auf Wildkräuter- Smoothies, die hier am blog schon ausgiebig besprochen wurden.

Ich hab sie jetzt jahrelang unendlich genossen! Das Sammeln der Kräuter mit dem Mixbecher in der Hand ist schon Natur pur und ein Genuss. Jeden Tag lacht einen anderes an! Dann das Ganze einfach mit Knopfdruck und Früchten vermixt, in meinem Fall anschließend noch mit Fruchtstückchen, Beeren und/ oder Nüssen aufgepeppt … einfach herrlich!

ABER! Ich war vor 20, 25 Jahren schon einmal ‚weiter‘! Eines dieser, von meinen Kindern fast ‚gefürchteten‘, Rezepte hieß: ‚Eine Banane geht durch den Garten‘. Dieses Wiese, Garten oder nahe Umfeld, nach Wildkräutern zu durchkosten, zu durchwandern und wenns geschmacklich zu bitter, unangenehm, was immer, wird von der Banane oder sonst einem Obst abzubeißen, hat den Vorteil, dass man die Grenzen, die natürliche Sperre, einzelner Kräuter kennenlernt. Denn der Haken am Wildkräutersmoothie ist, dass man da Dinge reintut und scheinbar problemlos ‚verfuttert‘, die man pur niemals ‚runterbrächte‘.

Ich füg hier jetzt einmal diesen wunderbar harmonischen ‚Ton‘ ein, den ich oft und oft bei Tieren beobachten konnte, für den wir uns aber nicht die Zeit nehmen: Die naschen sich durch so eine Wiese ohne Stress, ohne Zeitdruck, ohne der ‚Programmierung‘ – selbst Bestes! -aufessen zu müssen, legen (Ess-)Pausen ein …

Und jetzt zu meinem derzeitigen ‚Liebling‘! Ich geh mit zwei Bechern durch die Gegend. In einen kommen die ‚Kratzigen‘, ‚Stechenden‘ und Brennenden, wie Disteln, Brombeerblätter, Brenesseln. In den anderen kommen die problemlos Verzehrbaren, wie Blüten, Löwenzahn-, Linden-, Bärenklau-, Spitzwegerich- … Blätter, Melde, Gundermann, Knoblauchrauke … Letztere schneide ich fein und hebe sie unter das sämige Gemixe aus Ersteren und Früchten – zur Zeit Marillen. Ich bin im Moment von dieser herrlichen Mischung aus knurpsigem Grün mit smoothig, schmeichelnder ‚Frucht- Grün- Sauce‘ hin und weg.

Ah ja! Da ich selten gern und exzessiv knurpse, streu ich auch noch Nüsse, oder im Moment Marillenkerne (jaja, ich weiß schon, Blausäure und so. Doch das ist mir schnurz, solange es mir schmeckt     ) drüber.

Ja, so kann ‚immer nur dieses Grünzeug‘ auch aussehen     

So kannst auch Du diese ‚Tonleiter‘ ganz nach Deinem jeweiligen Geschmack rauf- und runter genießen!     

Zum häufigsten Einwand, die letzteren Varianten würden zuviel Zeit in Anspruch nehmen, kann ich nur sagen: Dann ändere etwas an Deinem Leben!

Denn Genuss, Freude und Wohlbefinden in der freien Natur hintanzustellen für irgendwelche Zivilisations- Verpflichtungen kann nur falsch sein     

Denn die Prämisse kann nur sein:


 
 
 


Meine Wahl ist klar

20. März 2021



Und Deine?

Und statt Impfpass – auch wenn er grün oder digital wird – wähle ich ‚Freiheit‚!      

Ganz im Sinne von


 PS: Vor mehr als 20 Jahren habe ich hier schon einige andere Auswahl- Möglichkeiten gegenüber gestellt
 
 
 
 
 


Sobald eine Impfung zur Verfügung steht

16. September 2020

Ich kann diesen obigen, allerorten getrommelten Satz, im Zusammenhang mit COVID, schon nicht mehr hören!

Was, außer unverschämtester Profitmache, soll diese unwürdige Hoffnungsmache auf völlig unsichere, und absolut unnotwendige Impfungen!?

Es ist permanente Menschenverdummung in dieser vorhandenen Fülle an effizientesten Möglichkeiten ausschließlich von dieser EINEN, ‚rein zufällig‘ der profitträchtigsten Möglichkeit zu reden!

Wenn die Pharmas das täten, würd ich’s ja noch verstehen. Doch die haben ihre Gespinste so weit schon ausgedehnt, dass sie bequem zurückgelehnt, die Medien und Politiker ihre PR- Arbeit tun lassen können.

Herr GESUND(!)heitsminister, ich sage zu Ihrer Panikmache und Impf- Hoffnungsmache: ‚Schämen Sie sich! Pfui! Pfui! Pfui!‘

Aber ich will mich nicht zu sehr mit diesen Negativas aufhalten:
Denn es könnte bzw. müsste heißen:

Gegen COVID und alle anderen Erkrankungen

stehen Heilkräuter ab sofort zur Verfügung
steht D3 ab sofort zur Verfügung
stehen Vitamine ab sofort zur Verfügung
stehen Informationen um gesund zu bleiben ab sofort zur Verfügung
stehen Warnungen vor der gezielten Menschen- Verdummung ab sofort zur Verfügung
stehen Wildkräuter ab sofort zur Verfügung
steht Aufklärung gegen die krankmachnede Angst ab sofort zur Verfügung
stehen Maßnahmen gegen Infektionserkrankungen ab sofort zur Verfügung

oder kurz und bündig:
steht die Natur ab sofort zur Verfügung
steht ab sofort zur Verfügung

 
PS: Und all das, neben dem ab sofort auch noch weitaus kostengünstiger und absolut nebenwirungsfrei, da langjährigst erprobt!

 

 

 


Es ist Limo- Zeit!

11. Juni 2019

Nachdem nun doch noch der Sommer angekommen ist, es heiß ist und wir mehr Durst verspüren, ist das eine gute Zeit, um uns durch die Fülle der Wildkräuter zu kosten.
Und das in Form von selbstgemachten Limos.
Sie sind schnell und einfach gemacht, kostengünstig, lecker und auch noch gesund.
Wir haben die Wahl zwischen klaren und ’naturtrüben‘ Limonaden.

Für Erstere gibt man bloß Zitronen- oder Orangenscheiben – natürlich BIO- Qualität – und frische Wildkräuter in einen Krug mit gutem Quell- oder gereinigtem Wasser und lässt das Ganze ein paar Stunden ziehen.
‚Süße‘ können auch noch einen Schuss Ahornsirup, ein Löffelchen Honig, Stevia oder Xylit dazutun. Ich spar mir das, da ich Kohlehydrate weitestgehend meide und auch nicht so gerne mag.

Eine andere Limo- Varinante ist, alle Zutaten zu mixen und danach abzuseihen. Diese Limos sind kräftiger in Geschmack und Wirkung.

Zwischen beiden Varianten gibt es noch die Möglichkeit die Kräuter vor dem Ansetzen etwas zu knicken oder flachzuwalzen, damit das Wasser intensiveren Zugang zu den Pflanzensäften erhält.

An Wildkräutern kann man wirklich fast alles durchprobieren. Mir schmecken besonders Lavendel-, Schachtelhalm-, Maiwipfel- und Schafgarben- Limos sehr gut.

Wer gepresste Grassäfte noch nicht kennt, dem bietet diese Mix- Variante eine gute Möglichkeit sich an sie ‚heranzutasten‘, indem man einfach eine Handvoll Süßgras auch mitmixt oder auch nur Wasser und Gras vermixt und abseiht.
Allein schon die fast fluoriszierende Farbe von solchen Säften ist eine Freude!

Auch mag bei diesem Thema wieder einmal an Dr. Ann Wigmore’s wunderbares Rejuvelac (siehe ‚Zaubertrank‘) erinnert werden. Es kann als Basis für obige Vorschläge verwendet, oder auch pur und eisgekühlt genossen werden.
Es ist ein wahrer ‚Jungbrunnen‘!

Mit dieser Fülle an Geschmäckern hat Durst heuer nicht die geringste Chance!

 
PS: Für Experimentierfreudige: Vielen sind so ‚wässrige‘ Limos zu ‚dünn‘, schätzen ‚den Körper‘ eines Getränkes.
Ich hab vor ‚Urzeiten‘ in einem Kochbuch von 18?? ein kräftigendes Rezept für Kranke entdeckt, es ausprobiert und es schmeckte allein schon wegen ’seines Körpers‘ genial!
Bloß muss es – oder auch nicht – gekocht werden.
Das Originalrezept jedenfalls kochte Hafer in Wasser auf und seihte es ab.
Ich wollte das schon lange einmal in roh ausprobieren und Hafer nur kalt ansetzen oder mit Wasser vermixen, bin aber noch nicht dazugekommen.
Jedenfalls ist Hafer zweifellos ein absolutes Power- Getreide und die flüssige Form davon sicherlich hochinteressant.
Also, die Experimentatoren sind gefragt!
Lasst mir Eure Ergebnisse wissen!
Prost!

 

 

 


Wunderbar!

9. März 2019

Sooo schön frühlinghaft schon heuer!
Ich bin ja ein hardcore- Wildkräutler, der auch im Winter ‚auf die Jagd‘ geht

Doch jetzt im Frühling ist es natürlich schon weitaus angenehmer und schöner.
Oft schaff ich’s nichteinmal alle Kräuter im Mixbecher heimzubringen, so zart und lecker schmecken sie so gleich von der Wiese in den Mund.

Alle, naja fast alle sind schon da! Löwenzahn, Vogelmiere, Wiesenkerbel, Gänseblümchen, Brennessel, Taubnessel, Spitzwegerich. Das Scharbockskraut streckt die ersten kleinen Blättchen raus! Auch die ersten Giersch- Blättchen …
Und der Bärlauch natürlich! Sein Schwefel ist förmlich begierig darauf uns nach der Winterzeit zu entgiften.

Na und diese herrlich milde Frühlingsluft, das Vogelgezwitscher, die wärmenden Sonnenstrahlen, dieser humose Erdduft … Ach, Frühling ist wunderbar!

All das auch wahrnehmen und genießen zu können wünsche ich Dir!

 

 

 


Der Smoothie- Komponist

16. April 2017

Was macht ein Komponist, der seine Musiker, Sänger und auch die Ohren seines Publikums schonen möchte?
Er nimmt erst einmal dieses unerträgliche Bum-Bum-Bum, von dem sich kleine Kinder sogar fallweise fürchten, auch Rhytmus genannt, heraus und schreibt seine Noten ohne Taktstriche, ’schön‘ in einem Fluss hin. Dann sieht er aber, dass auch dieser Wechsel von hoch nach tief und umgekehrt den Musikern viel Arbeit macht. Er zählt also nach getaner Komposition alle Noten gleicher Tonhöhe zusammen und bildet aus allen einen Mittelwert.
Dieser eine Ton wird in der Länge der ursprünglichen Komposition zur Aufführung gebracht!
Ist doch wunderbar, nicht?
Und so schonend und harmonisch!

Aber nur für die, die keine Abwechlung mehr brauchen! Die begeisterten Fußwipper und Hohes C- Bewunderer, die Gänsehaut- und Wiedererkennungs- Liebenden, die sich gerne bewegen Lassenden, werden enttäuscht sein. Es bewegt sich nichts. Es ’nimmt‘ einen nichts mit. Es liefert weder Abwechslung, noch Gesprächsstoff.

Und unser Körper? Braucht der noch Abwechlung? Oder funtzt er auch mit jahrzehntelangem Reindrücken von Astronautennahrung, die ‚alles‘ enthält?

Smoothies sind wunderbar!
Smoothies sind ein Trick!
Der Trick besteht darin, den völlig naturentfremdeten Menschen durch das geschmackliche Verbessern Naturgeschenke, wie Wildkräuter oder auch nur das in der Kindheit schon verleidete Gemüsegrün, reinzukriegen.
Denn Grün ist wichtig, da basisch. Die heutige, nie zuvor so massiv grassierende, Zuckerorgie schreit förmlich nach Basen, um die vom Zucker ausgehöhlten Mineralstofflager wieder aufzufüllen.
Doch ausschließlich Basen sind auch nicht das Gelbe vom Ei oder treffender: Das Grüne vom Löwenzahn. Von Zeit zu Zeit wollen die Zellen, will das Gewebe, wollen Schadstoffdepots durchgeputzt werden. Dazu braucht es Saures.
Dieses Basen-Säuren- Wechsel- Beispiel ist nur eines von vielen!
Einmal fehlt irgendwo Phosphor, dann wieder ist irgendwo zuviel Eisen …
Leben ist lebendiges bewegen, ist ein Wechselspiel. – Auch auf Zell- und Molekularebene.

Smoothies sind zum ‚Anfüttern‘, zum Abholen der Menschen von dort, wo sie stehen, zum Zurückkehren zur Natur, wunderbar! Doch bleib nicht dabei! Steigere den Grünanteil in Deinem Genusstempo aber sukzessive.
Wenn Du die Wildkräuter irgendwann auch pur oder zumindest nimmer gesüßt oder gefruchtigt genießen kannst, bist Du ‚bei den Affen‘, bei naturrichtigem Verhalten angekommen.
Dann kannst Du zwischen Basen und Säuren wechseln und komponieren nach Herzenslust und bist damit wieder beim Lebendigen, bei berückenden Melodien und Rhytmen angekommen.

Es ist einfach so, dass alle chemischen Reaktionen, die Du außerhalb Deines Körpers durch Mischen initiierst, keine Impulse und Reaktionen im Körper auslösen können. Ok, es bleibt für innen immer noch genug zu tun, aber wir hören eben noch immer gerne aufwühlende oder beschwingte Musik. Oder? 😉

Und um nach langem Ausflug in menschliche Logik wieder zur wunderbaren Einfachheit der Natur zurückzukommen: Guck Dir an wie Affen essen! Oder sieh Dir mein Uraltrezept ‚Eine Banane geht durch den Garten‘ an.

 

 

 


Zur Jahreszeit passend …

22. Juni 2016

Wer DEN Kleider(kasten)schmeichler noch nicht kennt: Bitte jetzt und schleunigst sammeln:
Steinklee

Wer Kirschen nur vom Markt oder Supermarkt kennt:
Bitte unbedingt auf einen Kirschenbaum klettern und vom Baum naschen! Ein unvergleichlich lustvolles Erlebnis!
Und immer Kirschenblätter dazuessen! Das mag anfangs vielleicht etwas ungewohnt schmecken. Doch man gewöhnt sich schnell daran und macht die Früchte verträglicher und beschenkt uns mit vielen Vitalstoffen.

Wer einen Maulbeerbaum kennt: Egal ob schwarze oder weiße: Schnell hin mit Dir! Herrlich diese süßen Himmels- Geschenke!

Auch Löwenzahn, Girsch, Weinblätter, Hopfenblätter und -Triebe, Spitzwegerich, Bärentatzen, Malven-, Linden-, Ahorn-, Weiden (Bohahahahaaaa! Bitter!) und Kirschenblätter, Schachtelhalme, Gräser, und, und, und sind jetzt köstlichst! In den smoothie oder direkt in den Mund genascht!

Lass Dir’s schmecken!
Es ist jetzt eine wunderbar paradiesische Zeit!

 

 

 


Joey Kelly’s Blinder Fleck

18. Februar 2016

Wenn ich unterwegs bin, hab ich fast immer ein so schön klein zusammenknüllbares Nylonsackerl mit, wie man es in Supermärkten gratis kriegt und das vermutlich demnächst tatsächlich von der wunderbar weitsichtigen EU zwink verboten werden wird. Da tu ich alles an (meist) Grünem rein, das mir ins Auge fällt. Egal ob zu Fuß oder per Rad, ich seh mir immer irgendwo etwas Essbares. Und meist ist das Sackerl, wenn ich heimkomm schön prall gefüllt und wandert entweder sofort in die Salatschüssel oder in den Kühlschrank für einen herrlichen Wildkräuter- Smoothie am nächsten Morgen.

JoeyAls ich kürzlich wieder einmal erfreut meine Beute hochhielt und betrachtete fiel mir das sehr interessante Buch ‚Hysterie des Körpers‘ von Joey Kelly ein, in dem er seine Deutschland- Durchquerung von Wilhelmshafen bis auf die Zugspitze beschreibt. Er ging zu Fuß und hatte sich vorgenommen nur zu essen was er unterwegs findet.
Das waren täglich von Feldern geklaute und am Lagerfeuer gekochte Erdäpfel, Äpfel und Pflaumen, ‚aufgepeppt‘ mit für Joey offensichtlich wertvollen Fundstücken, wie feuchte Hundeleckerlis (auf trockenem Weg!), abgenagte Pizza- Ränder aus dem Mistkübel, verlorene oder ausgespuckte Tic Tacs und als ‚high light‘ der selber gegrillte Schlögel eines totgefahrenen Hasens.

Ok, Letzteres versteh ich noch irgendwie …
Aber bitte, wie kann man an abertausenden von Wildkräutern vorbeilaufen und angelutschtes Hundefutter essen!?
Daran sieht man wieder was Zivilisation aus einstmals Naturwesen machen kann, die Jahrmillionen bestens und vor allem zufriedener und weitaus gesünder lebten als wir heute!

Aber seine Challenge und sein Buch haben mir dennoch sehr gut gefallen …