Es ist Limo- Zeit!

11. Juni 2019

Nachdem nun doch noch der Sommer angekommen ist, es heiß ist und wir mehr Durst verspüren, ist das eine gute Zeit, um uns durch die Fülle der Wildkräuter zu kosten.
Und das in Form von selbstgemachten Limos.
Sie sind schnell und einfach gemacht, kostengünstig, lecker und auch noch gesund.
Wir haben die Wahl zwischen klaren und ’naturtrüben‘ Limonaden.

Für Erstere gibt man bloß Zitronen- oder Orangenscheiben – natürlich BIO- Qualität – und frische Wildkräuter in einen Krug mit gutem Quell- oder gereinigtem Wasser und lässt das Ganze ein paar Stunden ziehen.
‚Süße‘ können auch noch einen Schuss Ahornsirup, ein Löffelchen Honig, Stevia oder Xylit dazutun. Ich spar mir das, da ich Kohlehydrate weitestgehend meide und auch nicht so gerne mag.

Eine andere Limo- Varinante ist, alle Zutaten zu mixen und danach abzuseihen. Diese Limos sind kräftiger in Geschmack und Wirkung.

Zwischen beiden Varianten gibt es noch die Möglichkeit die Kräuter vor dem Ansetzen etwas zu knicken oder flachzuwalzen, damit das Wasser intensiveren Zugang zu den Pflanzensäften erhält.

An Wildkräutern kann man wirklich fast alles durchprobieren. Mir schmecken besonders Lavendel-, Schachtelhalm-, Maiwipfel- und Schafgarben- Limos sehr gut.

Wer gepresste Grassäfte noch nicht kennt, dem bietet diese Mix- Variante eine gute Möglichkeit sich an sie ‚heranzutasten‘, indem man einfach eine Handvoll Süßgras auch mitmixt oder auch nur Wasser und Gras vermixt und abseiht.
Allein schon die fast fluoriszierende Farbe von solchen Säften ist eine Freude!

Auch mag bei diesem Thema wieder einmal an Dr. Ann Wigmore’s wunderbares Rejuvelac (siehe ‚Zaubertrank‘) erinnert werden. Es kann als Basis für obige Vorschläge verwendet, oder auch pur und eisgekühlt genossen werden.
Es ist ein wahrer ‚Jungbrunnen‘!

Mit dieser Fülle an Geschmäckern hat Durst heuer nicht die geringste Chance!

 
PS: Für Experimentierfreudige: Vielen sind so ‚wässrige‘ Limos zu ‚dünn‘, schätzen ‚den Körper‘ eines Getränkes.
Ich hab vor ‚Urzeiten‘ in einem Kochbuch von 18?? ein kräftigendes Rezept für Kranke entdeckt, es ausprobiert und es schmeckte allein schon wegen ’seines Körpers‘ genial!
Bloß muss es – oder auch nicht – gekocht werden.
Das Originalrezept jedenfalls kochte Hafer in Wasser auf und seihte es ab.
Ich wollte das schon lange einmal in roh ausprobieren und Hafer nur kalt ansetzen oder mit Wasser vermixen, bin aber noch nicht dazugekommen.
Jedenfalls ist Hafer zweifellos ein absolutes Power- Getreide und die flüssige Form davon sicherlich hochinteressant.
Also, die Experimentatoren sind gefragt!
Lasst mir Eure Ergebnisse wissen!
Prost!

 

 

 


Wunderbar!

9. März 2019

Sooo schön frühlinghaft schon heuer!
Ich bin ja ein hardcore- Wildkräutler, der auch im Winter ‚auf die Jagd‘ geht

Doch jetzt im Frühling ist es natürlich schon weitaus angenehmer und schöner.
Oft schaff ich’s nichteinmal alle Kräuter im Mixbecher heimzubringen, so zart und lecker schmecken sie so gleich von der Wiese in den Mund.

Alle, naja fast alle sind schon da! Löwenzahn, Vogelmiere, Wiesenkerbel, Gänseblümchen, Brennessel, Taubnessel, Spitzwegerich. Das Scharbockskraut streckt die ersten kleinen Blättchen raus! Auch die ersten Giersch- Blättchen …
Und der Bärlauch natürlich! Sein Schwefel ist förmlich begierig darauf uns nach der Winterzeit zu entgiften.

Na und diese herrlich milde Frühlingsluft, das Vogelgezwitscher, die wärmenden Sonnenstrahlen, dieser humose Erdduft … Ach, Frühling ist wunderbar!

All das auch wahrnehmen und genießen zu können wünsche ich Dir!

 

 

 


Der Smoothie- Komponist

16. April 2017

Was macht ein Komponist, der seine Musiker, Sänger und auch die Ohren seines Publikums schonen möchte?
Er nimmt erst einmal dieses unerträgliche Bum-Bum-Bum, von dem sich kleine Kinder sogar fallweise fürchten, auch Rhytmus genannt, heraus und schreibt seine Noten ohne Taktstriche, ’schön‘ in einem Fluss hin. Dann sieht er aber, dass auch dieser Wechsel von hoch nach tief und umgekehrt den Musikern viel Arbeit macht. Er zählt also nach getaner Komposition alle Noten gleicher Tonhöhe zusammen und bildet aus allen einen Mittelwert.
Dieser eine Ton wird in der Länge der ursprünglichen Komposition zur Aufführung gebracht!
Ist doch wunderbar, nicht?
Und so schonend und harmonisch!

Aber nur für die, die keine Abwechlung mehr brauchen! Die begeisterten Fußwipper und Hohes C- Bewunderer, die Gänsehaut- und Wiedererkennungs- Liebenden, die sich gerne bewegen Lassenden, werden enttäuscht sein. Es bewegt sich nichts. Es ’nimmt‘ einen nichts mit. Es liefert weder Abwechslung, noch Gesprächsstoff.

Und unser Körper? Braucht der noch Abwechlung? Oder funtzt er auch mit jahrzehntelangem Reindrücken von Astronautennahrung, die ‚alles‘ enthält?

Smoothies sind wunderbar!
Smoothies sind ein Trick!
Der Trick besteht darin, den völlig naturentfremdeten Menschen durch das geschmackliche Verbessern Naturgeschenke, wie Wildkräuter oder auch nur das in der Kindheit schon verleidete Gemüsegrün, reinzukriegen.
Denn Grün ist wichtig, da basisch. Die heutige, nie zuvor so massiv grassierende, Zuckerorgie schreit förmlich nach Basen, um die vom Zucker ausgehöhlten Mineralstofflager wieder aufzufüllen.
Doch ausschließlich Basen sind auch nicht das Gelbe vom Ei oder treffender: Das Grüne vom Löwenzahn. Von Zeit zu Zeit wollen die Zellen, will das Gewebe, wollen Schadstoffdepots durchgeputzt werden. Dazu braucht es Saures.
Dieses Basen-Säuren- Wechsel- Beispiel ist nur eines von vielen!
Einmal fehlt irgendwo Phosphor, dann wieder ist irgendwo zuviel Eisen …
Leben ist lebendiges bewegen, ist ein Wechselspiel. – Auch auf Zell- und Molekularebene.

Smoothies sind zum ‚Anfüttern‘, zum Abholen der Menschen von dort, wo sie stehen, zum Zurückkehren zur Natur, wunderbar! Doch bleib nicht dabei! Steigere den Grünanteil in Deinem Genusstempo aber sukzessive.
Wenn Du die Wildkräuter irgendwann auch pur oder zumindest nimmer gesüßt oder gefruchtigt genießen kannst, bist Du ‚bei den Affen‘, bei naturrichtigem Verhalten angekommen.
Dann kannst Du zwischen Basen und Säuren wechseln und komponieren nach Herzenslust und bist damit wieder beim Lebendigen, bei berückenden Melodien und Rhytmen angekommen.

Es ist einfach so, dass alle chemischen Reaktionen, die Du außerhalb Deines Körpers durch Mischen initiierst, keine Impulse und Reaktionen im Körper auslösen können. Ok, es bleibt für innen immer noch genug zu tun, aber wir hören eben noch immer gerne aufwühlende oder beschwingte Musik. Oder? 😉

Und um nach langem Ausflug in menschliche Logik wieder zur wunderbaren Einfachheit der Natur zurückzukommen: Guck Dir an wie Affen essen! Oder sieh Dir mein Uraltrezept ‚Eine Banane geht durch den Garten‘ an.

 

 

 


Zur Jahreszeit passend …

22. Juni 2016

Wer DEN Kleider(kasten)schmeichler noch nicht kennt: Bitte jetzt und schleunigst sammeln:
Steinklee

Wer Kirschen nur vom Markt oder Supermarkt kennt:
Bitte unbedingt auf einen Kirschenbaum klettern und vom Baum naschen! Ein unvergleichlich lustvolles Erlebnis!
Und immer Kirschenblätter dazuessen! Das mag anfangs vielleicht etwas ungewohnt schmecken. Doch man gewöhnt sich schnell daran und macht die Früchte verträglicher und beschenkt uns mit vielen Vitalstoffen.

Wer einen Maulbeerbaum kennt: Egal ob schwarze oder weiße: Schnell hin mit Dir! Herrlich diese süßen Himmels- Geschenke!

Auch Löwenzahn, Girsch, Weinblätter, Hopfenblätter und -Triebe, Spitzwegerich, Bärentatzen, Malven-, Linden-, Ahorn-, Weiden (Bohahahahaaaa! Bitter!) und Kirschenblätter, Schachtelhalme, Gräser, und, und, und sind jetzt köstlichst! In den smoothie oder direkt in den Mund genascht!

Lass Dir’s schmecken!
Es ist jetzt eine wunderbar paradiesische Zeit!

 

 

 


Joey Kelly’s Blinder Fleck

18. Februar 2016

Wenn ich unterwegs bin, hab ich fast immer ein so schön klein zusammenknüllbares Nylonsackerl mit, wie man es in Supermärkten gratis kriegt und das vermutlich demnächst tatsächlich von der wunderbar weitsichtigen EU zwink verboten werden wird. Da tu ich alles an (meist) Grünem rein, das mir ins Auge fällt. Egal ob zu Fuß oder per Rad, ich seh mir immer irgendwo etwas Essbares. Und meist ist das Sackerl, wenn ich heimkomm schön prall gefüllt und wandert entweder sofort in die Salatschüssel oder in den Kühlschrank für einen herrlichen Wildkräuter- Smoothie am nächsten Morgen.

JoeyAls ich kürzlich wieder einmal erfreut meine Beute hochhielt und betrachtete fiel mir das sehr interessante Buch ‚Hysterie des Körpers‘ von Joey Kelly ein, in dem er seine Deutschland- Durchquerung von Wilhelmshafen bis auf die Zugspitze beschreibt. Er ging zu Fuß und hatte sich vorgenommen nur zu essen was er unterwegs findet.
Das waren täglich von Feldern geklaute und am Lagerfeuer gekochte Erdäpfel, Äpfel und Pflaumen, ‚aufgepeppt‘ mit für Joey offensichtlich wertvollen Fundstücken, wie feuchte Hundeleckerlis (auf trockenem Weg!), abgenagte Pizza- Ränder aus dem Mistkübel, verlorene oder ausgespuckte Tic Tacs und als ‚high light‘ der selber gegrillte Schlögel eines totgefahrenen Hasens.

Ok, Letzteres versteh ich noch irgendwie …
Aber bitte, wie kann man an abertausenden von Wildkräutern vorbeilaufen und angelutschtes Hundefutter essen!?
Daran sieht man wieder was Zivilisation aus einstmals Naturwesen machen kann, die Jahrmillionen bestens und vor allem zufriedener und weitaus gesünder lebten als wir heute!

Aber seine Challenge und sein Buch haben mir dennoch sehr gut gefallen …

 

 

 


Irgendetwas machen wir falsch

26. Januar 2016

HasenspurIch kann mich noch sehr gut daran erinnern wie fassungslos ich vor ca. 20 Jahren war, als ich die Rohkost für mich entdeckte.
Ich hatte durch meine damaligen Gesundheitsprobleme schon ‚ewig‘ herumgesucht und herumexperimentiert. Aber auf den Koch- Irrtum kam ich sehr lange Zeit nicht. Zu gewohnt und selbstverständlich war für mich das Kochen.

Nicht mehr ganz so lange brauchte ich für die Entdeckung der Wildkräuter. Auch da, war es einfach das Selbstverständlichste der Welt, Gärtnerei- Produkte zu kaufen oder maximal selber zu ziehen und darüber hinaus nichts wahrzunehmen.

Das nächste Aha- Erlebnis war die Beobachtung von Tieren und die Verblüffung über deren Art zu essen (Siehe ‚Vom Herman lernen‘).

Kürzlich durchstreifte ich wieder einmal den nahen Wald und traf auf eine Hasenspur, die man ja jetzt im Schnee gut verfolgen kann. Ich folgte ihr stundenlang und besah mir die Stellen, an denen er geschmaust zu haben schien genau.
Ich denk mir, ich mache immer noch sehr viel falsch, bin immer noch viel zu ‚verfressen‘! Denn dieser Hoppler kann nach diesen meinen Beobachtungen nur sehr, sehr wenig, um nicht zu sagen unglaublich wenig genascht haben auf seiner kilometerlangen Tour …

Aber da kommen wir auch noch drauf, wie diese Tierchen das machen! 😉

 

 

 


Boooooaaaaahhhhhhh …

28. November 2015

Wiesen. SmoothieNur eines mach ich noch lieber als von meinen smoothies schwärmen:
Sie essen! 🙂
Naja, etwas mach ich noch, noch lieber. Aber das hat nichts mit smoothies zu tun. Außer man nimmt dazu, dass Wildkräuter- Smoothies Mädchen schöner machen und erhalten … 😉

Also mein heutiger Smoothie schmeckte vielleicht auch deswegen gar so gut,
greenball weil ich jetzt ein paar Tage Smoothie- Pause hatte. – Kommt so schnell nimmer vor! Da bin ich mir sicher.
greenball Und weil das Sammeln bei dieser Jahreszeit jetzt schon etwas mühsamer wird und die Hälmchen und Blättchen schon etwas unansehnlicher werden.
Aber der Geschmack, die Power: Einfach genial bis umwerfend!
Sowas paradiesed so richtig das life!