Toleranzsperre

28. März 2022

Ich weiß, Du hast von diesem Begriff vermutlich noch nie gehört     

Doch ich musste zwei Worte erfinden, um den Ernährungswahnsinn, den alle für normal ansehen und ihm tagtäglich nachgehen, besser beschreiben zu können.

Also, das erste Wort: Es gibt den Würzbetrug.

Ja klar, ‚alle Welt‘ ist der Meinung, der Mensch mit seinen hohen Kulturleistungen hätte auch in der Kulinarik grandioses geleistet. Ok, das ist eine legitime Sicht.

Allerdings missachtet sie die Bedürfnisse und die Intelligenz des Körpers und führt zu zahllosen Mangelernährungen und in der Folge zu praktisch allen Zivilisationserkrankungen, von Krebs bis Karies, von Arthrosen bis Asthma und von Allergien bis zu Herz- Kreislauf- Erkrankungen.

Was passiert durch das Würzen bzw. wieso sollte würzen ein Problem sein?

Unser Körper wählt seit Jahrmillionen seine Nahrung mittels Optik, Nase und Geschmacksinn ganz gezielt aus. Das heißt, es gibt eine hochintelligente Steuerung, die uns die Nahrungsmittel, derer Inhaltsstoffe wir im jeweiligen Moment benötigen, als überaus attraktiv, wohlriechend und wohlschmeckend erscheinen lassen. Und umgekehrt: Sobald ein bestimmtes Defizit aufgefüllt wurde lässt diese Steuerung die Attraktion dieser Nahrung verschwínden, sie duftet, noch schmeckt sie weiterhin gut bis anziehend.

Auch wenn sich kaum jemand dieser Funktion bewusst ist, ist sie dennoch vorhanden und essenziell wichtig. Und, sie funktioniert natürlich nur bei naturbelassener Nahrung. Das heißt, jede kulinarische Veränderung irritiert diese Steuerung, liefert praktisch nie, was dringend gebraucht würde, und erklärt damit, warum diese negative Würz- Konnotation für Gesundheits- Diskussionen und -Verhalten unabdingbar ist.

Alles klar?

Wir hätten alles Wissen für lebenslange Dauergesundheit in uns.

Es bedarf keinerlei Bücher, Tabellen oder angelerntes Wissen!

Es beschert uns sogar bei richtigem Verhalten himmlische Genüsse!

Doch wir sind überzeugt diese Wunder mit nicht artgerechten Zubereitungs- und Würztricks überlisten und ins in Krankenhäuser und viel zu früh ‚in die Grube‘, essen – und würzen – zu müssen.

Der zweite Begriff, die ‚Toleranzstarre‚ beschreibt ähnliches. Ein Beispiel: Füttert man ein Baby, bei dem anfangs die naturrichtigen Reflexe noch funktionieren, kann man beobachten, wie das Kind bei Nichtschmecken den Mund sofort, oder ab einem bestimmten Zeitpunkt während des Essens, zusammenpresst und sogar den aktuellen Mundinhalt noch rausdrückt. Dieses Verhalten zeigt wie präzise dieser oben beschriebene Mechanismus funktioniert.

Was machen die Mütter?! Sie schaufeln das Rausgedrückte mit dem Löffelchen rund um den Babymund zusammen und schieben den Inhalt nocheinmal rein; immer wieder! Oder sie setzen das Fläschchen ab und wieder an, um noch ein paar Schlucke ‚unterzubringen‘. Detto bei größeren Kindern, für die es andere ‚Drohungen‘ oder ‚Versprechen‘ gibt, die sie zum Essen, Auf- oder Weiteressen zu nötigen.

Die ‚Toleranzsperre‘ will das Erlahmen des Widerstands benennen, das immer irgendwann folgt und in der Regel lebenslang bestehen bleibt. Auch wie bei anderen, früh eingelernten Verhalten, die in der Psychologie bestens bekannt sind und, obwohl meist schon völlig sinnlos, dennoch beibehalten werden.

Damit schaufeln sich Menschen lebenslang krankmachendes Ungünstiges in sich hinein, das sie als Baby noch erfolgreich ausspuckten.

Für Rohköstler kommen diese alten Reflexe und Naturverhalten oft bald zurück. Danach verfällt man meist in ungläubiges Staunen, was alles an absolutem Mist man sich so lange eingefüllt und auch noch für schmackhaft gehalten hatte     


 
 
 


Der Regenbogen ist tot!

20. November 2012

Schon Johann Wolfgang von Goethe erkannte:

Wär nicht das Auge sonnenhaft,
Die Sonne könnt es nie erblicken …

und meinte damit, dass all unser Sehen und Leben sich unter unserer Sonne entwickelt und sich ihr angepasst hat.
Jedes Kind ist begeistert von den Farben des Regenbogens:

Die neue Farbspektralverteilung aber sieht so aus:

Das ist die Farbverteilung der EU- erzwungenen Energiesparlampen.
Es werden damit nicht nur unsere Augen betrogen, sondern uns auch noch der Großteil der Farben vorenthalten; Farbenklau sozusagen.
Dazu kommt noch, dass Sonnenlicht kontinuierlich scheint, die Glühbirne schon leicht (100 mal pro Sekunde) blinkte, die Sparlampe aber völlig unregelmäßig flackert. Auch wenn unser Auge zu träge ist, dies wahrzunehmen, sind diese Schwankungen sehr wohl in unseren Nervenbahnen nachweisbar und stehen sogar im Verdacht Stress auszulösen.

Was wollen wir uns eigentlich noch alles antun!?

Das Auge bekommt nicht, was es braucht. Denn Film, TV- Bild und elektrische Beleuchtung flackern und blinken was das Zeug hält.

Das Ohr bekommt nicht was es braucht. Denn Radio und CD sind längst digitalisiert und damit ebenso zerhackt wie das Licht.

Der Verdauungstrakt und Geschmackssinn bekommt nicht was er braucht. Denn der Würzbetrug ist essentieller Teil unserer Kulinarik.

Unsere Nase bekommt nicht was sie braucht. Denn künstliche Aromen sind nicht nur allgegenwärtig und ähnlich ‚lückenhaft‘ zusammengestellt wie Kunstmusik, sondern verfälschen uns so ziemlich das ganze Leben.

Unsere Haut bekommt nicht was sie braucht. Denn wir sind rund um die Uhr durch unsere Kleidung von der Umwelt isoliert und von Klimaanlagen thermostiert.

Unsere Muskeln bekommen nicht was sie brauchen. Denn wir ziehen es vor, es bequem zu haben.

Selbst unser Gehirn bekommt nicht mehr die Aufgaben, die es bräuchte. Denn wir haben ja Computer und Handys …

Hauptsache das Auto kriegt das Bezin und die Waschmaschine den Strom, den sie brauchen!

WIR funktionieren ja auch mit den falschen Inputs!
– Glauben wir !!! 😉

 


Der Würzbetrug

13. März 2010

Tagtäglich spielen sich in unseren Breiten skandalöseste Betrügereien ab. Aber keiner merkt etwas davon bzw. erkennt den Betrug nicht als solchen. Im Gegenteil, dieser wird sogar noch hochgelobt und ‚Spitzengastronomie’, ‚Meisterkulinarik’ oder ‚Würzkunst’ genannt.
Ja, richtig! Es geht bei unserem Essen um den Betrug an unseren Sinnen, an unserer Nase, an unserem Geschmackssinn.

Dabei könnte eine ganz einfache Frage die Situation sofort entlarven:
Warum sind gerade der Geruchs- und der Geschmacks- Sinn genau am Nahrungs- Eingang angesiedelt?

Antwort: Das hat sich im Laufe der Jahrmillionen genau so entwickelt, da der Geruchs- und Geschmacks- Check unentbehrliche Hilfen zur Auswahl der genau richtigen und benötigten Lebensmittel waren. Jeder Mangel im Körper wurde sofort in einen Appetit auf genau dieses Lebensmittel übersetzt, das das Manko ausgleichen konnte. Für die richtige Auswahl sorgten dann Nase und Zunge.

Nocheinmal, weil es so wichtig ist:

  • ein Mangel erzeugt einen bestimmten Gusto,
  • Nase und Zunge wählen dementsprechend das Richtige aus,
  • wir ‚füllen ein‘
  • der Mangel ist behoben!

Doch so war es einmal!
Wir Oberschlauen machen aus unseren vitalen Lebensmitteln durch kochen, braten, backen, mischen, etc. nicht nur tote Nahrungsmittel. Nein wir verwenden sogar auch noch absolut geschmacklose (z.B. Fleisch) bis ungenießbare/ giftige (Kartoffeln, Bohnen, etc.) Zutaten und verarbeiten und würzen diese so lange, bis sie unseren Sinnen das Verlangte vortäuschen.

Das nenne ich dann ‚Würzbetrug’ …
– und dieser ruiniert unsere Gesundheit!
Damit erhält unser Körper nie das, was er wirklich bräuchte!

Das Ergebnis sind all unsere ‚Zivilisationserkrankungen‘ die es sonst im ganzen Tierreich nicht gibt …

 


Weil’s geil ist

7. März 2010

In den wenigen Tagen die ich hier herumblogge, hat sich als Hauptfrage an meinem ‚paradise your life‘- Konzept herauskristallisiert: ‚Und wo bleibt der Genuss?’, ‚Gesundheit gut und schön, aber es muss doch auch schmecken’ u. Ä.
Ich versteh‘ diese Leute gut! Das sind Uralt- Programme in uns, die uns immer glücklich und zufrieden sein lassen wollen.
Allerdings ist zielgerichtetes Denken, also etwas zu tun UM etwas bestimmtes zu erreichen eine Schwester der Intelligenz bzw. in extremer Ausformung ein Zivilisations- Kind und hat schon unendliches Unheil und Leid angerichtet.
Interessant ist, dass wir uns gerade darauf soviel einbilden!
Denn, sieht man sich die ‚dumme’ Natur an, die ja weder in unserem Sinne denkt und schon gar nicht zielgerichtet arbeitet, stellt man verblüfft fest, dass damit weit bessere Ergebnisse erzielt werden als mit unseren planenden Kopfgeburten.
Dieses evolutionäre Naturprinzip kommt allein damit aus, dass jedes Einzelwesen sich einfach immer für die angenehmste Möglichkeit entscheidet.
Jahrmillionen lang lebten auch wir nach diesem Prinzip.
Was uns gut tat, war auch tatsächlich gut für uns. Also reines Lustprinzip!
Und so gab es auch immer nur ein Richtig und ein Falsch (hier die genauere und grafische Darstellung).
Die alten Mechanismen, dass es uns zu Dingen hinzieht die uns gut tun, wirken heute noch in uns. Bloß, heute wird dieser Instinkt nach Strich und Faden betrogen.
In keinem Essen, keinem Parfüm, keiner Geste, keiner Mine ist das drinnen, was es verspricht. Unsere Speisen werden durch Gewürze und Aromastoffe verfälscht, Düfte kommen aus dem Labor, und (schau)gespielte Handlungen sieht der Durchschnittsmensch schon häufiger als echte.

Und nun nochmal zum eingangs erwähnten rohköstlichen Genuss!

    a) Wir können uns auf unseren (‚alten‘) Geschmacks- und Geruchsinn nur bei unverfälschten Naturprodukten verlassen!

    b) Unsere derzeitigen Vorlieben wurden primär durch unsere Sozialisation geschaffen, d.h. die überwiegende Mehrheit bleibt lebenslang unkritisch beim altgewohnten Mama- Happahappa hängen.

    c) Dass Zivilisationskost krank macht, ist belegt.

    d) Deshalb müssten wir mit Verstand und Willen unsere Ernährungs-/ Lebensart ändern

    e) und uns an Naturrichtiges (wieder)gewöhnen, – was problemlos möglich ist.

    f) Danach lässt es sich auch mit den heutigen Möglichkeiten, Nahrungsangeboten und Rezepten ausgesprochen genussvoll, herrlich einfach, energie- und arbeitssparend und ökologisch leben.
    – Sozusagen paradiesisch!

    Aber nicht zielgerichtet,
    nicht um etwas zu erreichen,
    nicht um gesund zu sein,
    nicht um ein ökologischer Gutmensch zu sein,
    sondern
    einfach nur,
    weil’s so geil ist!
        🙂