Ein Denk- Vorschlag

27. März 2011

Lange schon wundere ich mich, dass gebildete Menschen oft einfachste Zusammenhänge nicht erkennen.
In der Psychologie spricht man in diesem Zusammenhang von fluider und kristalliner Intelligenz, was ich auch nie für wirklich befriedigend hielt.
Nun fiel mir ein Stufenmodell ein, das zwar noch etwas ‚holpert’ bzw. nicht wirklich ausformuliert ist, aber m.E. doch zeigt, wie man unterschiedlich denken kann bzw. sein Denken ‚weiterentwickeln’ kann. Wenn’s ein sehr großer Blödsinn ist, bitte ich um Rückmeldung 🙂

Also, da wäre einmal ein relativ einfaches

Akkumulatives Denken
Das meint das Anhäufen von Einzel- Wissen, Fakten, Daten. Damit kann man ev. bei Jauch oder Assinger brillieren, Zusammenhänge werden aber damit nicht erkannt und von eigenständigem Denken ist dabei auch nicht die Rede.
Fügt man zu seinem akkumulativen Denken und Wissenssammeln noch Bewusstsein bzw.

Bewusstes Denken
und Beobachten, werden daraufhin bereits Wirk- und Ursachen- Zusammenhänge klar. Die Welt stellt sich nicht mehr als zwar buntes, aber statisches Gemälde, sondern als ‚Riesen- Mobile’, dar, an dem kein Anhänger bezupft oder verändert werden kann, ohne auch alle anderen zu bewegen.
Noch einen Schritt weiter führt uns

Additives Denken
Damit ist ein aufbauendes, sozusagen stapelndes ‚Ketten- Denken’ gemeint. Man sieht sich die Ursache hinter der Ursache hinter der Ursache … an bzw. erahnt schon recht früh, was sich auf einfache Zusammenhänge ‚draufsetzen’ wird, wie solch ein Beginn sich weiterentwickeln wird.
Wenn dieses Wort nicht schon so erbärmlich missbraucht und nur sehr eingeschränkt angewandt worden wäre, könnte man auch sagen ‚vorausschauend nachhaltiges Denken’. Oder einfacher gesagt Eins und Eins zusammenzählen können.
Es gibt z.B. für praktisch alle Einzelfaktoren einer rohköstlichen oder auch ‚paradise your life‘- Lebensweise, wissenschaftliche Arbeiten, die dafür sprechen, doch kaum jemand zählt 1 + 1 bzw. all diese Forschungsergebnisse zusammen!

Wenn Du es nicht ohnehin bereits tust, versuche in dieser letzteren Art zu denken und zu beobachten. Besonders eine – wie die ‚paradise your life’ – andere, als die gängige, Lebensweise lässt einen oft staunen, was in dieser Gesellschaft hinter vielen vermeintlichen Selbstverständlichkeiten an Ungereimt- bis Ver-rücktheiten auftaucht, wenn man an einem Zipfel der Decke zu ziehen beginnt.
Viel Spaß und Staunen dabei! 🙂

 


Vergiss Zusammenhänge!

23. März 2011

Wir sind gewohnt bzw. wurden darauf gedrillt, logisch und in Zusammenhängen zu denken.
Wenn jemand Schnupfen hat, denkt er sofort ‚Wo hab ich bloß diesen Virus aufgeschnappt?’.
Wenn das Kind mit einer schlechten Note heimkommt wird sofort gefragt: ‚Ja, wieso den das? Hast Du zu wenig gelernt? Warst Du nervös?’.
Solch ein Denken kann natürlich auch Vorteile haben, Erkenntnisse bringen.
In Indonesien – durfte ich kürzlich lernen – handeln die Menschen nur nach einer Prämisse: Ist der/ die/ das in Harmonie oder nicht?
Wird etwas für nicht in Harmonie befunden, werden keine Ursachen und Zusammenhänge gesucht, sondern sofort eine Handlung gesetzt, die die Person oder Situation wieder ins Gleichgewicht bringt.
Mir ist solch eine Vorgangsweise eher fremd bzw. zu neu, um hier jetzt gleich jede Menge praktischer Beispiele liefern zu können. Aber ich finde diesen Ansatz sehr interessant und möchte ihn Euch sozusagen als ‚Spiel- Idee’ weitergeben …

PS: Gegen ein ev. ‚Ausufern’ der Harmonie- Suche möge vielleicht der Satz helfen: ‚Harmonie ist unendlich! Selbst bei einem Teilverlust von Unendlichkeit, bleibt immer noch Unendlichkeit’ 😉