Ehrlich!

27. Juli 2020

Ganz ehrlich …
Ich kann es schon nicht mehr hören!
Die Aufzählungen der Menschen, WAS sie nicht alles schon – erfolglos – probiert hätten.
Dennoch kann ich die damit eingefahrenen Misserfolge nur zu gut nachvollziehen.
Und dennoch ist dieses komplizierte Denken der Menschen oft fast zum Lachen.
Oder umgekehrt gesagt: Ich kann es oft selber nicht glauben, WIE einfach Leben sein kann.

Ich erinnere mich noch gut, als Kind gedacht zu haben: ‚Es kann doch nicht sein, dass Menschen die keine Bibel kennen, deswegen unschuldig in die Hölle kommen‘.

Genauso denke ich mir heute oft: ‚Es kann doch nicht sein, dass Menschen, die nicht mehr einfach genug denken können, so sehr leiden müssen‘.
Doch genau so ist es!

Einfachheit ist mittlerweile – hinter all dem komplizierten Wissen – so gut verborgen, dass sie kaum jemand noch nutzt, geschweige denn, versteht.

Da werden Plan A und Plan B abgewogen, obwohl ‚Nichts- Tun‘ die weitaus effizienteste Methode wäre.
Gerade die ‚Fortschrittlichsten‘ denken so kompliziert, dass es oft zum Lachen ist.

In Summe ist es aber fatal: Einfache glauben das Komplizierte der Docs und Pharmas und tappen damit in die Profitfalle und Gebildete wägen ab zwischen Homöopathie und Schamanismus und werden damit verarscht.
Obwohl jedes ‚dumme‘ Reh sich einfach unter den nächsten Busch legen und nichts tun würde und damit erfolgreich wäre.

Das könnte man auch ‚Fasten‘ nennen, doch damit kommt schon wieder das unheilvolle Denken ins Spiel: Soll ich Saft- oder Wasserfasten? Sind Mantras oder Gebete günstiger? Soll ich Nahrungsergänzungsmittel nehmen, Darmspülungen machen? Oder wie genau fasten? Wie lange, wieviele Kalorien …
Fragen über Fragen!
Doch keine der einfachen Antworten!

Einfach nichts zu tun.
Einfach Grünes von der Wiese zu naschen.
Einfach nichts zu denken.
Einfach nur zu sein.
Sich einfach nur zu freuen, zu sein.
Sich einfach nur zu freuen, dass wir alle da sind …
Das reine Sein genießen!
All dieses Nichts würde schon heilen!
Doch nein!
Zu tief verborgen ist uns diese heilende Einfachheit!

Philosophen fragen sich ob das Nichts nichtet!
Hallo!?
Leute!
Ich sage Euch: Ganz einfach!
Das Nichts HEILT!      
Die EINFACHHEIT ist der Schlüssel zu jeglichem Erfolg!

      In dieser Welt des allgegenwärtigen Zuviels,
      kann nur das Nichts, nur die Reduktion, heilen!

In diesem Sinne ist auch das Paradies,
wohltuend weniger als mehr!

 

 

 


Das verhängnisvolle Meer/ Mehr

8. September 2016

So schön das Meer sein kann, kennen wir alle auch die zahllosen verhängnisvollen Geschichten in denen Menschen im Meer zu Tode kamen.
Diese Tragik wird aber bei Weitem von der Tragik des Mehr getoppt:

mehrPraktisch alle unsere Probleme sind Probleme des zuviel!
Egal ob Übergewichte, Müllberge, Aggressionen, Suchtmittel, Drogen, Verkehrsmittel oder auch bei Erkrankungen: Krebs ist zuviel Gewebe, Fieber zuviel Temperatur, ADHS zuviel Bewegung, Hautprobleme zuviel Jucken oder Wimmerl … Immer alles zuviel!

Also müsste man meinen, es läge auf der Hand, durch Weniger, durch Wegnehmen zu therapieren.
Weit gefehlt!
Medikamente, Pülverchen, Massagen, Salben, mehr Bewegung, mehr von anderem, aber auch immer mehr Therapien. Der baumartige Verästelung der Erkrankungen folgen auf den Fuß immer mehr Therapien, immer mehr Heilungswege.
Spricht man mit solchen Heilern fasst man es nicht auf welche Ideen die Leute kommen. Was alles in deren Augen ein Problem sein kann! Besetzungen durch Geister, Verstorbene, Enitäten die an Antikmöbeln kleben, Keime die bei Berührung übertragen werden, Viren, Bakterien, Gedanken- Elementale die sich verselbständigen.
Dagegen wieder hilft nur eine unüberschaubare Anzahl von Therapie- Geräten und Methoden.
Je mehr desto besser!
Und selbst diese Therapeuten sind so übervoll, so gestresst, dass sie dringendst selber Hilfe brauchen.
Hilfe in Form von irgendetwas MEHR natürlich!
Vielleicht haben sie zuwenig ausgeräuchert, zuwenig gebetet, zuwenig meditiert, zuwenig akupunktiert. Ev. liegt ein Energiemangel vor; Energiestau oder -überfluss ja GANZ sicher nicht!

Da denk ich mir oft: ‚Könnt’s nicht sein, dass es überhaupt nur EIN Problem gibt!? Das Problem des ALLES ZUVIEL ? zwink

 

 

 


Zuvielisation

10. Mai 2012

Motto: Selbst des Guten zuviel ist schlecht!

Um beim Unangenehmen zu beginnen: Dieser blog stellt jeden Tag einen – entschuldigt schon, aber – hochkarätigen Artikel zur Verfügung.
Nur eine Idee oder nur ein Satz eines solchen Artikels wurde noch vor 100 Jahren in wochenlanger Arbeit auf Leinen gestickt und hing dann ein Leben lang als Weisheit über dem Waschtisch oder Herd.
Also ist, womit ich Euch heute überfrachte vielleicht für manche zu viel!
Vielleicht wäre es besser, Ihr würdet Euch einen Tipp rauspicken und diesen wochen- oder monatelang verinnerlichen und verwirklichen.

Und der noch unangenehmere Teil: Auch ich bin seeehr anfällig für zuviel von allem 🙂

Doch so ergeht es uns heute mit allem. Wir haben von allem zu viel. Wir wollen und leisten uns immer zuviel!

Einige Gedanken dazu:

Es gibt praktisch nichts, von dem wir heute nicht mehr hätten, als früher. Und noch weitaus mehr als zu Urzeiten.
Das aber bedeutet nichts anderes als wir leben längst nicht mehr artgerecht.

Zuviel ist nicht immer eine Bereicherung oder Vermehrung. Es kann auch eine Belastung sein. Oder umgekehrt gesagt: Ein Weniger kann sehr bereichernd sein.
Oder wie eine liebe Freundin sagte: ‚Herrlich das Fasten. So ganz ohne Gedanken ans morgige Einkaufen!‘.

Wo ein Zuviel ist, findet sich gegenüber immer ein Zuwenig. Zum Beispiel: Zuviel Arbeit – zuwenig Zeit! Weniger Geld – mehr Freizeit!

Sieh Dir den Lebensstil alter Leute an! Ein Butterbrot als Abendessen! Löchrige Socken stopfen! Holz (händisch) hacken/ sägen! Das Sprech- Tempo! Das Ess- Tempo! Das Geh- Tempo!

Sieh Dir das Bewegungstempo von Kindern, von Primaten an! – Entschleunige Dich!

Keine Termine mehr! Stattdessen unverbindliche Zusagen oder überraschende Besuche/ Treffen. – Natürlich ‚darf‘ man dann auch nicht enttäuscht sein, wenn es nicht klappt.