Ich, Du, er, sie, es verletzen

25. Juli 2025

Heute, ein absolut leidiges Thema, das bloß zeigt, wie präpotent wir uns in unserem Ego- Denken und Fühlen verhalten. Es geht um das ‚Verletzen‘, das psychische, gefühlsmäßige ‚verletzen‘.

Das klingt verletzend bis verrückt, gell! Klar tut das weh, natürlich bin ich verletzt, wenn mich jemand beschimpft, ignoriert oder ablehnt, denkst Du.

Dennoch gilt:

Niemand kann jemanden mit Worten, Gesten oder Verhalten verletzen!
Es kann sich dieser Jemand nur verletzt fühlen.

Das ist jedoch sein Problem!
Und warum kann sich jemand überhaupt durch immaterielle Worte verletzt fühlen?
Weil er genau in diesem vermeintlich angegriffenen Punkt selber ein Problem hat.

Da das für’s Erste gar so verkehrt klingt, hier das umgekehrte Beispiel: Stell Dir jemanden vor, der völlig mit sich im Reinen ist, der total entspannt in sich ruht, der entweder noch nie ‚verletzt‘, immer nur geliebt wurde oder seine ‚Verletzungen‘ bereits aufgearbeitet, ‚erlöst‘, geheilt hat. Zu dem könnte man doch sagen was immer man will, dem würde das völlig ehrlich am A… vorbeigehen, denn er weiß was und wer er ist, er kennt seinen Wert. So jemanden kannst Du von außen nicht ‚umschmeißen‘.

Daran sieht man wie wunderbar diese Art von Verletzungen auch sind! Sie zeigen uns wieviel und was wir noch zu tun haben. Nicht zufällig oder gar irrtümlich empfahl dieser Jesus schon vor 2000 Jahren, dass man seine Feinde eher lieben sollte     

Das soll aber nicht heißen, dass wir alle davon Abweichenden unflätigst beschimpfen dürfen oder sollen. Immer noch gehört zu einem harmonischen Sozialverhalten, andere höflich bis liebevoll wertzuschätzen.
Denn auch das Umgekehrte gilt natürlich. Auch Schimpfende haben genau mit diesem verteufelten Thema ein Problem.
Wir sehen also, dass wir noch ein weites Stück des Weges vor uns haben …     

Also, an die Arbeit!     
– lichst