Die Notfall- Oma

19. September 2017

Die älteren von uns erinnern sich sicher noch daran, dass es früher keine Oma- Küche ohne dieses Gläschen mit Aufschriften wie Natron, Speisesoda, Backpulver, Bicarbonat o.ä., gab. Alles meint ‚Natriumbicarbonat‘ und die Omas buken nicht nur damit sondern gaben es gegen so ziemlich alle Wehwechen.
– Und es half!
Heute sind nicht nur Omas Küchen weg, sondern auch dieses weiße Zauber- Pülverchen ist in Vergessenheit geraten. Heute kommt der Arzt, in Notfällen sogar der Notarzt, mit viel Getöns und Aufwand, oft sogar mit dem Helikopter. Und was tut der Notarzt? Er stabilisiert den Herzanfall-, Schlaganfall, den Niereninsuffizienz- oder was immer- Patienten, indem er ihm etwas intravenös spritzt. – Immer dasselbe, da es in praktisch allen Akutfällen hilft.
Und welche Neuentwicklung, welches Wundermittel der Pharma wird da verabreicht?
Natriumbicarbonat!

Äääähhh …. Ähem! Und dafür studieren die jahrelang!?
Naja, Oma wusste natürlich nicht was sie da tut und die Mediziner kennen all die Zusammenhänge, Auslöser …

Nocheinmal äääähhh …. Ähem! Und wieso hilft ein und dasselbe Mittel in praktisch jedem Fall?
Weil das basische Natriumbicarbonat dem übersäuerten Körper seine Säuren neutralisiert! Und praktisch alle Erkrankungen in der Übersäuerung ihre Ursache haben.

Jetzt ist es mir aber fast schon peinlich: Nocheinmal:
Äääähhh …. Ähem!
Diese Brüder wissen also ganz genau, dass praktisch alle Erkrankungen auf Übersäuerung basieren? Wieso hab ich dann noch nie gehört, dass sie den Menschen sagen: ‚Essen sie weniger Fleisch, Wurst, Fisch, Eier …‘, das ja erst versäuert.
Wieso bloß wurde noch keinem Patienten gesagt wie einfach er zu Hause seinen pH- Wert messen könnte und im Zweifelsfall bloß ein paar Tage aufgelöstes Speisesoda zu trinken bräuchte?

Tja, diesen Patienten würde der Doc ganz einfah nie mehr sehen

 
PS: Das Ganze gilt natürlich nur für Normalköstler. Rohköstler haben eher andere Themen, wie Genuss, Lebenslust, Gesundheit …

 

 

 

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Schon 1952 …

18. September 2017

… wusste und schrieb Jean Monnet, einer der Gründungsväter der EU, an einen Freund:

„Europas Nationen sollen in Richtung eines Superstaats geführt werden, ohne dass die Menschen verstehen, was eigentlich vor sich geht. Dieses Ziel kann Schritt für Schritt erreicht werden, vordergründig scheint jeder Schritt nur einem wirtschaftlichen Zweck zu dienen, zusammen werden sie jedoch unaufhaltsam und unumkehrbar zur Förderation führen.“

 

 

 


Ein echter Atemräuber

16. September 2017

Für Schnellentschlossene:
Hier ist – leider für nur 7 Tage – der link zu einer wirklich atemberaubenden Sendung der wunderbaren Judith Brandner über Atommüll- Endlagerung:

http://oe1.orf.at/player/20170916/486103

Da traut man seinen Ohren nicht, wenn man erfährt, dass das erste Endlager der sonst so tüchtigen und sorgfälltigen Deutschen, für ein Drittel des gesamten radioaktiven Mülls, für 1 Million Jahre ausgelegt, schon nach 50 Jahren praktisch einer Bakrotterklärung gleicht. – Doch selbst wenn’s geklappt hätte, heute würde es nur mehr für 1% des Mülls reichen!

Da hört man, dass in Tschechien Bürgermeister ihre Gemeindebürger inklusive hunderter Generationen für läppische 150.000€ verkaufen!

Und in Österreich!? Obwohl wir das AKW Zwentendorf erfolgreich verhindern konnten, haben sich dennoch beachtliche 11.000 Tonnen(!) an radioaktivem Müll angesammelt.
Wird vielleicht an irgendeiner sicheren Vergusslösung gearbeitet? Nein, es wird verwaltet, gelagert, dokumentiert und kontrolliert (bis 2065!).
Das muss man sich vorstellen, da drehen AkademikerInnen, die das Wissen haben müssten neue Lösungswege zu finden, mit Taschenlampen und Kontroll- Wischtüchern ihre Runden durch Lagerhallen und kontrollieren die Dichtheit der Fässer!

Aber der Schlusssatz dieser Sendung klärt auch das auf:
‚Derzeit ist das Wissen in den Köpfen der heute grau- bis weißhaarigen Männer zwischen 55 und 75. Wir werden in den nächsten Jahrzehnten massiv an Wissen verlieren. Wir brauchen dringend junge Menschen, die sich dieser Aufgabe stellen …‘
Aber die haben ja leider, leider keine Zeit. Die müssen start ups gründen für immer neuere und dümmere Apps deren Grundideen schon in den 1970er/ 80er- Jahren jeder Programmierer hatte. Nur war es uns damals einfach zu blöd. Doch diesbezüglich sind wir im Sinne Neil Postmann’s ‚Wir blödeln uns zu Tode‘ ordentlich fortgeschritten!

Sieht man sich diese Vielzahl an absolut unnötigen Dingen, die unsere Stromverbräuche in die Höhe treiben und die Euphorie für die e- Mobilität an, kann man diese Gesellschaft wirklich nimmer ernst nehmen …

 
PS: Vielleicht wollte dieses Thema in den jetzigen Vorwahlzeiten aber auch bloß verdeutlichen was von all diesen Verprechungen, angeblich so hohen Ethikwerten, von Selbstverantwortung und Selbstbeschränkung all dieser Wirtschaftsparteien, Firmen, Indutriellenvereinigungen & Co zu halten ist …

 

 

 


Die Welt steht Kopf!

14. September 2017

Auch andere empfinden ‚payolisch‘:

„Alles läuft verkehrt; alles ist verdreht. Ärzte zerstören die Gesundheit. Anwälte zerstören das Gesetz. Universitäten zerstören Wissen. Regierungen zerstören Freiheit. Die großen Medien zerstören Informationen. Und Religionen zerstören Spiritualität.“             (Hypnose-Therapeut Michael Ellner)

und

Wir nehmen Geld wichtiger als die Umwelt, als Wasser, Luft, Lebewesen und Lebensmittel und unsere körperliche und seelische Gesundheit.

Wir teilen den Platz auf der Erde auf und kämpfen dann um diese Puzzleteile („Das Land verkaufen? Warum nicht auch das Wasser und die Luft?“ fragte ein verwunderter indianischer Häuptling … und wahrscheinlich kommt der Rest auch noch).

Wir töten jeden Tag Millionen Tiere, um Massen an Fleisch zu „produzieren“, die uns krank machen.

Wir schicken unsere Kinder in Schulen, in denen sie einen großen Teil ihrer Kindheit verwenden, um Dinge zu lernen, die ihnen und der Welt nicht helfen. Ja, Napoleon wurde am 15. August 1769 auf Korsika geboren. Ja, bei Osmose geschieht durch den Druckausgleich über eine semipermeable Membran. Aber warum the fuck muss ich das wissen?

Wir arbeiten rund um die Uhr (wenn wir nicht gerade im Stau stecken auf dem Weg ins Büro), auf dass wir ja auch noch den Rest der Kindheit unseres Töchter und Söhne verpassen und den Rest unseres bunten Lebens … aber die Rente, das wird toll, da rocken wir den Rollator.

Wir lassen nützliche Erfindungen patentieren, die die Welt besser machen können, und hindern andere daran, sie zu nutzen.

Wir passen uns an die Norm an, treten unsere Individualität in die Tonne und kaufen dann teure Klamotten und Auto und Handys, um uns wieder ganz, ganz besonders zu fühlen.

Wir setzen uns ein Ziel nach dem anderen und kommen nie an, nirgends.

Wir erfinden Religionen und Abspaltungen von Abspaltungen von Religionen und erheben uns über alle, die an eine andere Story glauben.

Wir sehen Güte, Mitgefühl und Nachsicht oft als lächerliche Schwäche an und Egoismus und herzlose Härte als Stärke.

 
Der ganze Artikel ist hier nachzulesen.

 

 

 


Demokratische Wahlen

13. September 2017

Kaum ein Fußgänger würde einem entgegenkommenden den Vogel zeigen. In der Anonymität des Autos sind solche Zeichen keine Seltenheit.
Niemand würde in einem persönlichen Gespräch dem anderen Dinge an den Kopf brüllen, die in Hass- postings gang und gäbe sind.
So wunderbar bereichernd das jüdische Gedankengut sich auf die Europäische Kultur auswirkte so erbärmlich brutal verhält sich der Staat Israel.
Dreier Beispiele kurze Aussage: Bietet man den dunklen Seiten der Menschen Möglichkeiten sich auszuleben, so tun sie das leider nur zu oft und ausgiebig.

Nun stehen in Österreich wieder einmal Wahlen vor der Tür und alle, alle plappern gedankenlos nach, dass die Demokratie die beste aller Regierungsformen wäre.
Ich sehe in diesen anonymen Wahlen und in diesem Aufrufen von Stellvertreter- Tätern, wie das Parteiensystem es vorsieht, ein weiteres tragisches Beispiel zu den oben aufgezählten.

Wer bitte würde einem Flüchtling der ohnehin schon fast alles verloren hat persönlich die Grausamkeiten entgegenhalten die man jetzt in der Wahlkampfrhetorik wieder und wieder hören muss und die hochwahrscheinlich auch zu einem Wahlerfolg führen werden!?
Ich denke, immer noch viel zu schnell und leicht kippen Menschen in destruktives Verhalten, als dass man ihren niedigen Trieben auch noch die Anonymität als Bühne zur Verfügung stellen sollte …

Menschen sind wunderbare Sozialwesen, die jahrmillionenlang in harmonischen Sozialverbänden geübt und gelernt haben sich gegenseitig, letztendlich zum Wohle aller, zu helfen. Diese liebevollen und konstruktiven Eigenschaften sollte man wieder vermehrt fördern.
Wir brauchen persönliches Kennenlernen und Direktkontakt, ruhiges Überdenken und ‚In-sich-hinein-spüren‘. Nicht hetzende Medien und Parteiveranstaltungen!

Anonymität muss nicht zwangsläifig negatives Verhalten fördern.
Das Milgram- Experiment beispielsweise, in dem Menschen dazu gebracht wurden anderen (vermeintlich) schmerzhafte Stromstöße zu verabreichen, zeigte, wie sehr Menschen manipulierbar und zu Bestialitäten fähig sind.
Im Gergen- Experiment hingegen, in dem Menschen in absolut dunklen Räumen Anonymität zugesichert wurde, zeigte sich, wie bereitwillig und gerne sich Menschen für Berührungen bis Zärtlichkeiten öffnen können. Kündigt man jedoch eine nachfolgende Vor- und Gegenüberstellung der Teilnehmer an, bleiben alle in ihren gesellschaftlich sozialen Distanzen gefangen.
Von so, oft kleinen Einflussgrößen ist unser Verhalten abhängig!
Damit gäbe es auch für politische Wahlen noch einige Rädchen zu drehen, um positive Ergebnisse zu erzielen. Noch haben wir diese leider nicht …

 

 

 


Schnufz!

13. September 2017

 

 

 


Die Illusion der Singularität

11. September 2017

Kierkegaard sagte: „Wenn Du mir einen Namen gibst, verneinst du mich! Indem man mir einen Namen, eine Bezeichnung gibt, verneinst Du alle die anderen Dinge, die ich vielleicht sein könnte. Du beschränkst das Teilchen etwas zu sein indem Du es festnagelst… es benennst! Aber gleichzeitig erschaffst Du es. Du definierst es zu existieren.“

Du kannst nie einen Baum in seiner Gesamtheit sehen. Denn der Baum ist immer in Bewegung, immer in Entwicklung, Der Baum ist das Licht der Sonne, das Wasser des Regens, die Luft um uns, die Erde unter uns …

Auch Heraklit schon, sprach vom ‚panda rei‘, vom ‚alles Fließen‘, vom alles sich permanent Verändernden, vom ‚Man kann nicht zweimal in denselben Fluss steigen‘.

Sogar ‚harte‘ Laborversuche der Quantenphysiker zeigen, dass auch kleinste Teilchen nie für sich alleine bestehen und reagieren. Alles ist mit allem verbunden, nichts ist allein.

Es gibt keine Singularität!
Es gibt keinen Stillstand.
Es gibt keine ‚Stehbilder‘.
Es gibt keine Persönlichkeiten, Charaktere, Einzelwesen, Einzelerlebnisse …
Eine Persönlichkeit, ein Ego, eine Singularität … das sind Denkkonstrukte, die wir uns zurechtdenken und uns oft auch an sie klammern.

Das wissend und weich und anpassungsfähig werden, erleichtert und bereichert das Leben ungemein …