Dass wir für nichts und wieder nichts unser Paradies samt Paradiesleben verschenkt haben ist für Sehende evident. Nicht nur Ethnologen berichten von ursprünglich lebenden Ethnien, die in nur 2- 4 Stunden wöchtlich alles für ein gutes Leben Erforderliche erarbeiten, während wir glauben, unsere fulltime- Jobs sogar noch mit Überstunden toppen müssen.
Auch ein Vergleich von topgesunden Kostenlosfrüchten der Natur mit krankmachender Supermarkt- oder Restaurantware ist für Aufgeklärte kein Diskussionsthema.
Ich könnte jetzt noch ergänzen mit Ganzjahresparadies versus Wochenurlauben, Selbererleben versus im TV- Gesehenes und noch so einige Eckpunkte.
Doch einer der wichtigsten ist kaum jemandem bewusst: Wir sind hier um zu wachsen, um uns zu entwickeln, uns genuss- und freudvoll zu vervollkommnen. Dazu ist es unabdingbar sich gegenseitig zu helfen. Jeder der Kinder hat, weiß, wie sehr man mit und an ihnen wächst.
Doch gehört es absurder Weise zu den heutigen Selbstverständlichkeiten dieser Gesellschaft und Zivilisation Hilfsdienste auszulagern, häufig an große Institutionen. Das ist, wie wir gleich sehen werden die perfekte lose-lose-lose- Situation.
Wir können ohne helfende Aufgaben, ohne Verantwortung für unsere Nächsten nicht wachsen, weder fachlich noch an Herzensgüte etwas zulegen.
Hilfesuchenden wird der aus unzähligen Untersuchungen bekannte ‚Zuwendungs-, Gefühls- und Herzens- Aspekt‘ und damit ein erheblicher Teil ihrer Immunkraft und Genesungswahrscheinlichkeit, genommen.
Und wir drängen Dritte in diese, durch ihre Anonymität dazu gemachte, Stressjobs, die ihnen nicht zuträglich sind und ihnen auch ihr eigenes Paradiesleben verunmöglichen.
Ich hab hier schon oft erwähnt wie sinnlos und für jeden Einzelnen absolut nachteilig, da verdummend und verunselbständigend, diese beruflichen Spezialisierungen sind. Doch im Gesundheits-, Pflege- und Hilfebereich wird das besonders deutlich. Noch vor zwei Generationen konnten die Frauen und Männer die unsere Länder wieder aufbauten praktisch alles. Heute ist davon nicht viel mehr als irgendein unnötiges Spezial- und Minimalwissen und die Bestellfähigkeit via Smartphon- übriggeblieben.
– Sicher kein Zufall, dass auch jetzt erst die Probleme mit lieblos aufgewachsenen Kindern und Jugendlichen so richtig durch die Decke gehen!
Und damit sind wir, nach dieser Erklärung, wie dumm wir unseren eigentlichen und erfüllenden Lebenssinn verspielt haben, beim ‚kalten Herz‘ angelangt. Denn die rührige Ellen Gould White drückte das vor fast schon 200 Jahren so aus:
Überall ist die Tendenz zu erkennen, persönliche Bemühungen durch die Tätigkeit von Vereinen oder Organisationen zu ersetzen. Die menschliche Weisheit neigt zu Zusammenschlüssen, zur Zentralisierung, zur Errichtung großer Kirchen und Institutionen. Die Mehrheit überlässt die Arbeit der Wohltätigkeit den Anstalten und Vereinen; sie wenden sich so von der Welt ab und ihre Herzen werden kalt.
– lichst


Veröffentlicht von payoli 