‚Ja, warum nur, warum?‘, sang schon Udo Jürgens.
Warum erkranken wir? Warum laufen uns Partner davon? Warum sind unsere Kinder aufsässig oder Schulversager? Warum haben wir soviel Pech im Leben? Warum ist das Wetter so mies? Warum die Hitze so drückend, der Winter so kalt? Warum müssen wir sterben? Warum, warum, warum …?
Ist das nicht alles schrecklich ungerecht!?
Wir verhalten uns doch so edel und richtig. Und dennoch werden wir gemobbt, übersehen, beleidigt, ausgegrenzt …
Wir tun doch eh schon alles, um zu gefallen, um es allen recht zu machen und dennoch: Wir bleiben ‚übrig‘! Wir werden beschimpft. Wir fühlen uns außen vor …
Soviel Ungerechtigkeit auf dieser Welt!
Das kann doch nicht sein!
Oder … Oder will uns vielleicht all dieses Erlebte etwas sagen?!
Könnte es vielleicht gar sein, dass all das, das uns widerfährt einen Sinn, viellicht sogar einen tieferen Sinn hat?! Alles gar nicht so ungerecht ist, sondern wir vielleicht auf dem ‚falschen Dampfer‘ schippern?
Das heißt ja nichteinmal, dass wir daran schuld sein müssen, Vielleicht wurden wir bloß in ein Denksystem reinerzogen und reinsozialisiert, das all diese Probleme erst hervorgerufen hat! – Hm?
Könnte das nicht sein?
Sieh Dir doch die verschiedensten Kulturen dieser Welt an! Was da hoch geschätzt wird, geht ein paar (vielleicht tausend) Kilometer weiter schon gar nicht mehr! Wo die einen Meridiane sehen und spüren tippen sich andere, ganz Wissenschafts- konform darüber gegen die Stirn. Was Schamanen an Erfolgen verbuchen ist anderswo Unsinn pur. Bei uns selbstverständliche Operationen sind für Menschen, denen der Handaufleger in Sekundenschnelle hilft absurd.
Ähnlich bei allen Riten. Geburten, die bei vielen Ethnien und Tieren im ‚Vorbeigehen‘ passieren, sind bei uns hochkomplizierte und technisierte Vorgänge. Hochzeiten, die bei uns aus ‚reiner Liebe‘ geschlossen, schon nach Monaten oder Jahren aber getrennt werden, stehen arrangiert, lebenslang glücklichen Verbindungen anderer Kulturen gegenüber. Sonnenaufgänge, die die einen tagtäglich als wunderbarste Neugeburt und Geschenk erleben, werden von anderen verschlafen, die sich später dann über das Schrillen des Weckers ärgern ‚müssen‘. Engerlinge, für viele eine Delikatesse, werden in unseren Breiten mit Ekel bedacht und mit Gift zu Tode gesprüht … Dafür aber ‚große Tiere‘ en masse ermordet, um Hamburger zu füllem, die für Gourmets eine Lachnummer sind … usw. usf.
Also, wie kommen wir aus dieser Nummer? Will uns all das vielleicht etwas sagen?
Schlicht und einfach: Ja!
Solange wir nicht sehen, WIE ver-rückt wir leben und die Ergebnisse davon ‚auszubaden‘ haben, wird sich an unserem bedauerten Schicksal nichts ändern.
Das Wunder dieses Lebens ist, dass wir von unserer Umwelt und unserem Körper ständig Signale erhalten, von denen wir lernen könnten, mit deren Hilfe wir uns weiterentwickeln, uns vervollkommnen, könnten.
Es ist ok, wenn wir das nicht tun, weil wir diese Möglichkeiten noch gar nicht erkennen. Deshalb sind wir ja hier, um zu lernen.
Insoferne sind uns die Ost- Kulturen schon einige Erkenntnis- Generationen voraus. Die wissen, dass die Uneinsichtigen eben noch einige weitere Runden zu drehen haben ![]()
Doch auch unser ‚Himmelreich‘ erfordert mehr als nie im Kittchen gesessen zu sein und regelmäßig gespendet zu haben ![]()
Ich würde all diese Kulturen sogar ganz im Sinne der Natur- und
– Gesetze so subsummieren, dass es reicht ein glückliches Leben zu führen ![]()
Blöd nur, dass ‚unser‘ Glück nicht das Glück der Natur ist, dass unsere Bilder von Glück eben völlig Zivilisations- verzerrt sind. Doch mit ein paar ganz einfachen Gedanken und vor allem das Spüren, was unser Körper uns sagt, sind wir schnell da, wo wir ‚hingehören‘, wo wir daheim sind, wo wir uns aufgehoben und geborgen, wo wir uns glücklich und zufrieden fühlen.
Ich fasse das gern zusammen in


Veröffentlicht von payoli 