Round down

26. Januar 2026

Ich erinnere mich dunkel, vor vielen Jahren schon eine Liste begonnen zu haben, mit nichtzutreffenden Beispielen von wirtschaftlicher Selbstkontrolle und Selbstregulierung, die von Wirtschaftstreibenden so gerne postuliert wird. Vernutlich war mein Zettel randvoll gekritzelt, bevor er irgendwohin verschwand. Es bedarf ihm aber auch nicht mehr. Die Welt ist voll von diesen Beispielen, die nun fast als Normalität gelten.

Nur mehr bei ganz schlimmen Auswüchsen hebt der Zivilisations- Zombie kurz den Kopf, vielfach auch nur eine Augenbraue …

So geschehen vor kurzem als vermeldet wurde, dass nach ’schon‘ 25 Jahren nun die Studie über die Unbedenklichkeit von Glyphosat, auf die sich alle Zulassungsverfahren stützten, zurückgezogen wurde.

Tja, so lange kann es dauern, bis rauskommt, dass die beiden Autoren ein Naheverhältnis zum damaligen Hersteller Monsanto hatten. Selbst 18 Jahre später nach der Übernahme durch Bayer hieß es nur lapidar: ‚Von Monsanto hat sich niemand als Autor beteiligt …‘.

Und welche so messerscharf kontrollierende Behörde hat diese Sauerei nun aufgedeckt? Keine! Die schlafen vermutlich jetzt noch. In einem thematisch völlig anderem Verfahren wurden ‚zufällig‘ die Glyphosat- mails öffentlich. Neben dem erwähnten Naheverhältnis wurden noch so viele schmutzige Finger entdeckt, dass es dem damals veröffentlichenden Wissenschafts- Journal reichte und den Beitrag zurückzog.

Aber das ist eigentlich egal. Denn ‚dank‘ der deutschen Monsanto- Übernahme ‚regulierte‘ die EU diesem Gift erst im Vorjahr ohnehin eine weitere Zulassungsverlängerung. – Und das alles um unser Geld, gegen uns!

Sollte es hier jemanden geben, der denkt: ‚Naja, soetwas kann schon einmal passieren‘, dem möchte ich sagen, dass das Glyphosat- Thema bloß die Ablenkung von hunderten ähnlich gefährlichen Giften ist, die eben auf den Markt gedrängt werden …

Ein paar Jährchen noch, dann hat sich das Thema aber erledigt; siehe ‚Impotente Landwirte‘