Ich liebe Jazz! Manchmal sogar bis in seine, für ‚Normalhörer‘ nahezu unerträglichen Freejazz- Auswüchse.
Doch fast immer seh ich auch seinen Ursprung im Afrikanischen bzw. seine rasend schnelle Entwicklung als Ebenbild unserer oft absurden Entwicklung.
So einfach seine Ursprünge klingen, so hochkompliziert sind einige seiner heutigen Ausformungen. So tief mich ursprüngliche Afrikanisch Musik berührt, so sehr kann ich auch bei Avandgarde- Jazz mich selbst vergessen …
So sehr ich wunderbarer Spitzengastronomie etwas abgewinnen kann, so sehr bin ich verliebt in pure Frühlingskräuter oder selber fermentietes Wintergemüse.
So sehr ich intelligente Gespräche schätze, so sehr liebe ich z.B. einfache, aber menschlich verbindliche Einfachheiten.
So gern ich vorm PC sitze und z.B. diese blog- Beitäge schreibe so sehr bin ich auch gerne draußen in der freien Natur, radel oder wander vor mich hin …
So sehr ich gewisse Konsumartikel schätze, so sehr genieße ich auch die vielen selber gemachten Basteleien, Schnitzereien, Wildkräuter- Pulver bzw. Mehle, meine Pestos, Säfte oder Fermente.
Ich hab es schon bei meinen Vorträgen so gehalten, die Menschen nicht auf (m)eine Seite ziehen zu wollen, sondern ihre Bandbreite zu erweitern. Die Wirtschaft tut mittels immer neuen Angeboten und Werbung das Ihre auf deren Seite, ich das Meine auf der Natur- Seite. Damit erweitert man sein Leben; – auch um den Faktor Unabhängigkeit, Eigenständigkeit, Selbstbewusstheit. Es erweitert einfach das Leben auf wunderbare Weise, seine Probleme selber zu lösen, nichts und niemanden zu brauchen, sich manigfaltig zu entwickeln, unabhängig zu werden, sich treiben, überraschen und beschenken zu lassen.
– lichst


Veröffentlicht von payoli 