Der kürzeste Weg von A nach B

11. Februar 2026

Ich habe eine so massive ’soziale Ader‘, dass die mich oft selber erstaunt. Sie äußert sich eher weniger in direkter Hilfe, die mir sogar eher suspekt ist. Da ich einerseits Menschen nicht als Opfer sehen, geschweige denn darstellen will und andererseits ich schon zu oft erleben musste, dass Helfende sich auch aus eher egoistischen bis bedürftigen Gründen produzieren. Alle großen Hilfsorganisationen zum Beispiel sind reine Geschäftsmodelle. Sie könnten, ähnlich den Ärzten, mit wirklicher, im Sinne von nachhaltiger, selbstloser Hilfe, gar nicht überleben.

Ich möchte den Menschen lieber Selbsthilfe- Werkzeuge anbieten oder wie es poetischer heißt, ihnen keinen Fisch schenken, sondern das Fischen zeigen. Dabei ist es mir auch wichtig, alles möglichst praktisch darzustellen und die Menschen wirklich zu selbstermächtigen, sodass sie keinerlei Fremdhilfe mehr brauchen. Dazu bediene ich mich gerne an Beispielen aus der Natur, die dieses ‚einfachst Maximale‘ perfekt beherrscht und vorzeigt.

Diese Naturbeispiele, bei denen weder Krebs, noch Karies, weder Allergien noch Asthma, keine Arthrosen oder Gallensteine, noch sonstige Probleme zu finden sind, obwohl alle Wesen nur immer tun, wonach ihnen der Sinn steht, möchte ich nun heute einmal ‚Ort A‘ nennen. Nicht nur die Einfachheit dieses ‚Ortes‘, sondern auch die Erfolgsquote und der Wirkungsgrad sind für menschliche Begriffe unerreicht. Aber auch die Menge der ‚Probanden‘, unter denen wir Menschen weit, weit weniger als 1 Promille ausmachen, ist beeindruckend. Also ein Erfolgsort sondergleichen, dieses ‚A‘!

Was wir heute leben möchte ich gerne als ‚Ort B‘ bezeichnen. Alles hier ist kompliziert. Schon vor der Zeugung neuen Lebens fragen viele ihre Ärzte, Spezialisten oder das Internet. Die gesamte ‚Aufzucht‘ ist streng wissenschaftlich basiert. Das Junge kann nichts, muss alles erst von befugten Fachkräften lernen. Ist es dann nach 20, oft auch erst 30 Jahren fertig ausgebildet muss es dennoch ganztägig seine Lebensgrundlagen erarbeiten. Diese Menschenwesen sind mit zahllosen gesundheitlichen, sozialen, psychischen, mentalen und finanziellen Problemen konfrontiert, aus denen sie wiederum nur durch teure Fachleute oder (Vergessens-)Drogen rauskommen. Von diesen fachlichen Helfern erinnert sie niemand an die Einfachheit und Effizienz von A. Ganz im Gegenteil, es werden hochkomplizierte Hilfen angeboten, in Form von Seminaren, Büchern, ‚x mal täglich vor dem Essen, y mal täglich morgens …‘, langen Diätlisten, Therapien, Hilfstelefonen, Frauenhäusern, Sonderpädagogik, Vermögens- als auch Privatkonkursberatung, und, und, und …

Und jetzt lass mich Dich fragen, wie wohl der Weg ausgesehen hat, der uns von A nach B brachte?     

– lichst