Ein wirklich schlimmer Begriff, tiefe Verletzungen die er auslöst, die wir alle kennen und schon erlebt haben.
So wunderbar helfender Rat sein kann, so schmerzlich all die Ver-rate. Wunderbar ein Haus, das Rat- Haus, an das sich jedermensch vertrauensvoll wenden kann, in dem einem geholfen wird. Um so schlimmer die heutigen Rathäuser, die sich tagtäglich neue Schikanen und Abzocken gegen die Menschen ausdenken, sie zu Bittstellern degradieren, also ver-raten.
Jeder von uns erinnert sich noch an schmerzliche Verrate, wenn beste Freunde oder Freundinnen sich den Eintritt in ihre bewunderten Cliquen erkauften, indem er/ sie ihnen Deine ihm/ ihr anvertrauten Geheimnisse verriet und lächerlich machte. Jeder erinnert sich an irgendeinen Verrat einer/ eines ehemals Geliebten oder der Verrate im Kollegenkreis.
Doch das sind bei Weitem noch nicht die schlimmsten. Denn gegen sie konnten wir uns, zumindest theoretisch bzw. nachträglich gesehen noch wehren. Weitaus schlimmer die ganz frühen, die ersten Verrate, die uns oft lebenslang traumatisieren, obwohl wir uns nicht mehr bewusst an sie erinnern. Da ließ uns vielleicht das einzige, heiß geliebte Wesen, unser Ein und Alles, unsere Mutter schreien anstatt zu trösten, verließ uns für uns endgültig, obwohl für sie nur für kurze Zeit, entzog uns ihrer Figur wegen, diesen wunderbar weichen Busen inklusive herrlichster Milch, spielte lieber mit ihrem Handy als mit uns … Oder später dann schlug sie sich vielleicht auf die Seite unserer Kindergärtnerinnen und Lehrerinnen, auf die der Haareschneider oder schmerzzufügenden Impf- oder Zahnärzte anstatt auf unsere, usw.
Wir waren es über die längste Zeit unserer Evolutionsgeschichte hindurch gewohnt mit allen, zu aller Vorteil, zu kooperieren, waren absolut soziale Wesen, haben dieses ‚Harmonie- Gen‘ also immer noch (tief) in uns. Das ist der Grund, warum Verrat, der all das verrät, so ganz besonders schmerzt.
Doch man glaubt es kaum: Wir selber toppen diesen Schmerz sogar noch tagtäglich, ohne es zu merken! Darüber morgen mehr.
– lichst


Veröffentlicht von payoli 