So tragisch Ihr früher Tod, so tragisch ihre ganze Lebensgeschichte, so bezeichnend ihr Schicksal für diese kranke Zivilisation …
Ein hübsches Mädchen wurde nur, weil es liebte, und wie es Mädchen eigen ist, weiterlieben wollte, so sehr verletzt, dass es in der Gosse landete und als Schlampe und Groupie bezeichnet und ihre Weiblichkeit elendigst abgewertet wurde.
Ja klar, haben unsere ‚Marionettenspieler da oben‘ auch einen nicht unerheblichen Anteil an dieser Geschichte. Denn so wie Mädchen sich in ‚ihren Prinzen‘, der heute eher ein ‚böser Bube‘ ist, verlieben (und bei ihrer Auswahl auch viele andere verletzen/ enttäuschen) so lieben die Prinzen eben ‚alle‘ Mädchen.
Verstärkt jedoch wird diese Situation durch die Oberflächlichkeit dieser Zivilisation. Weit, weit weg sind wir mitlerweile von ‚inniger Liebe‘ und ‚heiliger Sexualität‘. Tinder als einer der letzteren Auswüchse dieser Herzlos- Zeit zeigt überdeutlich, was uns Menschen heute bedeuten: One-Night-Stand- Material, das oberflächlich nach Äußerlichkeiten beurteilt und mit einer simplen Fingerbewegung her- oder weggewischt wird!
Den Hauptanteil aber an all diesen vielen tragischen Schicksalen zwischen Frauen und Männern haben zweifellos die Kirchen und das Patrirachat. Ich kann auch hier wieder nur auf die bereits mehrfach erzählte Geschichte der Schimpansen und der Bonobos verweisen. Sie zeigt wie einfach Lösungen sein könnten, wie unterschiedlich Lebenskonzepte sein können und wie maßgebend kleinste Kleinigkeiten und ’software- switches‘ sein können.
In diesem Sinne: Ruhe in Frieden Marianne Faithfull und für Euch LeserInnen:


Veröffentlicht von payoli 