Vielleicht kennst Du den Effekt vom Autofahren. Fokussierst Du ängstlich, da ja ein Kind oder Hund um die Ecke, aus einem Tor laufen könnte, direkt vors Fahrzeug, siehst Du nicht was weiter vorne passiert.
Umgekehrt weitet sich das Wahrnehmungsvolumen, indem Du entspannt auf weit Vorausliegendes siehst. Das schließt automatisch auch das Nahe mit ein. Die Kurzsicht verkleinert also Deine Wahrnehmung.
Genau das aber wird ständig mit uns gemacht, indem Geschichtsunterricht, Historiker- Berichte und Forschung sich primär mit relativ naheliegenden Zeiträumen befassen.
Ok, es mag ja für Menschen die gern Unterhaltungsliteratur konsumieren ganz nett sein zu wissen, mit welchen Sauereien die Tutors ihre Rivalen ums Eck brachten, wie klein Karl der Große tatsächlich war, und ähnliche Banalitäten. Nur: Erkenntnisgewinn ziehen wir aus all dem, sicher absolut keinen! Denn damit befinden wir uns bereits im – ich erfind dafür jetzt einmal den Begriff – ‚Irrtumsfeld des Menschlichen‘. Wir rühren bloß in unserer eigenen Suppe, drehen uns nur im Kreis, finden aus dieser historischen Sackgasse so sicher nicht raus! Sondern stolpern mit immer weiteren Ideen dieses Irrtumsfeldes weiter und weiter. Über diese so geknüpften Abfolge- Ketten gab es hier schon einige Beiträge.
Die wirklichen Erkenntnisse und Aha- Erlebnisse beginnen erst mit dem Fokus auf die Jahrmillionen.
Ok, davon ist wenig überliefert, worüber Historiker schwafeln könnten. Doch die ‚paar‘ Funde, die haben es in sich! Die Skelette dieser Früh- bis ‚Vormenschen‘ z.B. hatten noch alle ihre Zähne, während die Pharaonen und Ötzis, obwohl in gängigen Geschichtsbegriffen sensationell alt, bereits erbärmlich schlechte Gebisse aufwiesen.
Diese geringe Fundrate jedoch wird locker wettgemacht durch die noch existierenden Reste der unveränderten Natur und Naturwesen, die uns unsere Frühgeschichte sozusagen bis heute ‚konservierten‘. Doch die interessieren uns als ‚Krone der Schöpfung‘ ja auch nicht. Was könnten wir denn schon von ‚Niedrigeren‘ lernen, so unser krankes, präpotentes und völlig verzerrtes Weltbild!
Keiner kommt auf die Idee, dass wir, mit unserer Daseinszeit von schlappen 6 Milionen Jahren, tatsächlich die Lehrlinge der Schöpfung sind, die immer noch Werkzeuge und technische Hilfen brauchen, während so manche Tiere ihre Perfektion zeigen, indem sie seit Jahrmillionen unverändert (da bereits perfekt) leben.
Man darf sich unsere menschliche Entwicklung, um nicht zu sagen unseren Verfall, in Form einer, aus der Technik bekannten, Wannenkurve vorstellen. Wir lebten (1) als Primaten im ‚Paradies‘, wollten oder mussten daraus weg, kamen in unparadiesische Klimazonen (2), wo wir das Feuer samt Denaturierung unserer Nahrung entdeckten. Unserer Gesundheitsstatus war im Handumdrehen am Boden (3). Dort vegetierten wir mit Winzschrittchen an Weiterentwickling Jahrtausende dahin. Diese Entwicklung beschleunigte sich zwar nach und nach, doch der alte ‚paradiesische Zustand‘ ist noch lang nicht wieder erreicht. Im Gegenteil, ich habe oft den Eindruck irgendetwas ‚Böses‘ setzt alles daran, auch noch alle alten Naturreste und Zukunftshoffnungen durch absurdeste science fiction- Blödsinne zu vernichten.
Also gönn Dir vielleicht einmal diese beschriebene historische Fernsicht, die so nebenher das banale ‚Nahgeblödel‘ ja ohnehin mit einschließt, anstatt Dich durch Medien ausschließlich darauf starren und damit Deine Zeit verschwenden zu lassen. – Und


Veröffentlicht von payoli 