So schrieb z.B. der Indienreisende C. Richard Wright schon in den 1930er- Jahren über das Zusammentreffen mit dem erleuchteten Sadhu Kata Patri:
Man stelle sich das glückliche Leben eines solchen Menschen vor, der nicht mehr an die materielle Welt gebunden ist: frei von allen Kleidersorgen, frei von dem Verlangen nach abwechslungsreichen Speisen, nur jeden zweiten Tag gekochte Nahrung zu sich nehmend, frei von Geldsorgen, nie Geld berührend , keinen Besitz ansammelnd, immer auf Gott vertrauend, unabhängig von Beförderungsmitteln, niemls ein Fahrzeug benutzend, sondern immer am Ufer heiliger Flüsse entlangwandernd und nie länger als eine Woche am selben Ort bleibend …
Welch anspruchslose Seele , wenn man bedenkt, dass er ungewöhnlich bewandert in den Veden und Doktor der Philosophie und dass er den Titel eines Meisters der heilige Schriften von der Universität Benares führt.
… Er ist ein König auf einem Thron aus goldenem Stroh.
Auch vom Rechtsanwalt und Füher der indischen Unabhängigkeitsbewegung Mahatma Gandhi durfte ich einmal in einer Ausstellung seinen angeblich einzigen Nachlass sehen. Er bestand nur aus seiner Brille, einem Paar Sandalen, einem Stücke Baumwolltuch und einem Spinnrad.
Es kann, das ist eines der Wunder dieses Lebens, jedermensch tun und lassen was er will und wird damit sogar glücklich sein. Auch bin ich Lichtjahre fern von jeglicher Erleuchtung, denn ich kann nur fassungslos beobachten für welch wertlosen, wenn nicht sogar lebenszerstörenden Krempel die Menschen ihre schönen, schönen Leben wegwerfen, indem sie Jahrzehnte dafür in Büros oder Fabrikshallen verbringen.
Doch auch das scheint eine Form von Gnade zu sein, unter einem gewissen Bewusstseins- Niveau diesen Wahnsinn nicht zu erkennen, ja, ihn meist sogar noch stolz vor sich herzutragen.
– lichst


Veröffentlicht von payoli 